Die Versammlung des Rates der galaktischen Nomaden belegt, was bereits vermutet wurde: Fünf Sternenschiffe sind spurlos verschwunden. Die Gefahr für die Nomadenschiffe, bedroht auch die Erde. Von dort wird ein Agent ausgesandt, der Licht in das Dunkel bringen soll.
Douglas Adams
Jerome Agel
The making of Kubrick's 2001
The making of Kubrick's 2001 (1968)
Signet (1970)
Signet (1970)
Buch zum Film.
Ein Making-Of-Buch wie es sein soll: Blicke hinter die Kulissen, die Vorlage (Clarkes Kurzgeschichte The Sentinel), Reaktionen, die Filmtricks.
2001 ein Wunder (optisch und erzählerisch - er ist quälend langweilig). Dieses Buch ist aufregender als es der Film je ist.
2001 ein Wunder (optisch und erzählerisch - er ist quälend langweilig). Dieses Buch ist aufregender als es der Film je ist.
Marvin H. Albert
Woody Allen
Side Effects
Side effects (1981)
New English Library (1982)
New English Library (1982)
* 01.12.1935 in Brooklyn (New York, New York).
Antony Alpers
Delphine - Wunderkinder des Meeres
Dolphins, the myth and the mammal (1965)
DTV (1966)
DTV (1966)
1919 (Christchurch, Neuseeland) - 1996 oder 1997)
Der englische Titel sagt eigentlich alles. Alpers setzt sich mit dem Delphin (und nicht Delfin, wie beamtete Legastheniker gern behaupten) im Mythos und in der Wirklichkeit auseinander.
Hans Joachim Alpers, Walter A. Fuchs, Hansjürgen Kaiser
(alle Herausgeber)
(alle Herausgeber)
Science Fiction Jahrbuch 1984
Science Fiction Jahrbuch 1984 (1983)
Moewig (1983)
Moewig (1983)
Kurzgeschichten, Essays, Berichte.
Kurzgeschichten:
H. G. Francis: Die Zeitmaschine
Roger Zelasny: Die Borgia-Hand (The Borgia-Hand - 1963)
William Voltz: Stinktier
Robert Silverberg: Der Palast um Mitternacht (The palace at midnight - 1981)
Jörg Weigand: Lichtblick
H. G. Francis: Die Zeitmaschine
Roger Zelasny: Die Borgia-Hand (The Borgia-Hand - 1963)
William Voltz: Stinktier
Robert Silverberg: Der Palast um Mitternacht (The palace at midnight - 1981)
Jörg Weigand: Lichtblick
Hans Christian Andersen
Märchen
Märchen (1938) (diese Zusammenstellung)
Droemer (nach 1956)
Droemer (nach 1956)
* 2. April 1805 in Odense auf der dänischen Insel Fünen;
† 4. August 1875 in Kopenhagen
† 4. August 1875 in Kopenhagen
Mit Zeichnungen von Ruth Koser-Michaels.
Märchen von Andersen - daran kann nichts falsch sein. Das Buch ist so lange ich denken kann in meinem Besitz, es dürfte vor meinem Geburtstag in Familienbesitz gekommen sein.
Enthält eine nicht näher begründete Auswahl der Märchen, darunter:
Der standhafte Zinnsoldat
Des Kaisers neue Kleider
Das hässliche junge Entlein
Die kleine Seejungfrau
Das Mädchen mit den Streichhölzern
Die Schneekönigin
Die Prinzessin auf der Erbse
Enthält eine nicht näher begründete Auswahl der Märchen, darunter:
Der standhafte Zinnsoldat
Des Kaisers neue Kleider
Das hässliche junge Entlein
Die kleine Seejungfrau
Das Mädchen mit den Streichhölzern
Die Schneekönigin
Die Prinzessin auf der Erbse
Poul Anderson
Nomaden des Weltalls
Star Ways (1956)
Ullstein (1976)
Ullstein (1976)
Kurzgeschichten: Gespenst aus der Vergangenheit.
Anonymus
Mit aller Macht
Primary Colors (1996)
Heyne (1997)
Heyne (1997)
Der amerikanische Vorwahlkampf. Irrsinn und Geldverschwendung in Reinkultur, der Beweis, dass Amerika noch immer tief im 19. Jahrhundert wurzelt. Das Buch ist sehr spannend und sehr kurzweilig beschrieben. Sicher, es hat dem Verkauf geholfen, dass viele glauben, Clinton in der Hauptfigur wiederzuerkennen.
Aber das würde aus dem Buch nur eine Enthüllungsschmonzette machen. Es ist jedoch spannend, von der ersten bis zu letzten Seite.
Aber das würde aus dem Buch nur eine Enthüllungsschmonzette machen. Es ist jedoch spannend, von der ersten bis zu letzten Seite.
Ich habe zuerst den Film gesehen, der dem Buch genau entspricht. Unbedingt lesen. Und den Film unbedingt sehen.
Inzwischen weiß man, dass der Autor Joe Klein heißt.
Inzwischen weiß man, dass der Autor Joe Klein heißt.
Anonymus
Unsere Tierfreunde
? (?)
Eaglemoss (2017)
Eaglemoss (2017)
Klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrößern oder zu verkleinern.
Der Eröffnungsband einer Sammelserie, die sich an Kleinkinder richtet. Einfache Geschichten, großartige Bilder mit kurzen Erläuterungen.
Die Bücher wurden mit Plastikfiguren (meist Disneyfiguren) verkauft.
Wahrscheinlich wird die Zielgruppe schon nicht mehr interessiert sein, wenn das Ende der Sammelserie erreicht wird.
Im Buchhandel gibt es bessere (und günstigere) Bücher für Kleinkinder. Und die Figuren sind Geschmackssache.
Die Bücher wurden mit Plastikfiguren (meist Disneyfiguren) verkauft.
Wahrscheinlich wird die Zielgruppe schon nicht mehr interessiert sein, wenn das Ende der Sammelserie erreicht wird.
Im Buchhandel gibt es bessere (und günstigere) Bücher für Kleinkinder. Und die Figuren sind Geschmackssache.
Anonymus
Die spannendsten Detektiv Geschichten
Die spannendsten Detektiv Geschichten (1978)
Tosa Verlag (1978)
Tosa Verlag (1978)
Eine Sammlung von Kurzgeschichten. Leider wurden weder Originaltitel noch Entstehungsjahr angegeben, sodass der Leser etwas verloren an die Geschichten herangeht.
Arthur Morrison
Der Fall des flüchtigen Laker
Arthur Morrison - 01.11.1863 (London) - 04.12.1945 (Buckinghamshire)
Martin Hewitt wird beauftragt den mit 15.000 Pfund verschwundenen Bankboten Charles William Laker zu suchen.
Hewitt wird zwar nicht beratender Detektiv genannt, berät aber Firmen, wenn es zu Betrug, Unterschlagung, Diebstahl oder ähnlichem gekommen ist. In seltenen Fällen greift er auch direkt ein.
"The Case of Laker, Absconded" erschien erstmals im Mai 1895 Windsor Magazine 5. Die Figur selbst war ein Jahr vorher im Strand Magazine eingeführt worden. Dort wurden die Geschichten durch Sidney Paget illustriert.
"The Case of Laker, Absconded" erschien erstmals im Mai 1895 Windsor Magazine 5. Die Figur selbst war ein Jahr vorher im Strand Magazine eingeführt worden. Dort wurden die Geschichten durch Sidney Paget illustriert.
Die Geschichte liest sich gut, ist aber leicht durchschaubar. Sie wurde 1971 von der BBC im Rahmen der Serie "The Rivals of Sherlock Holmes / Die Rivalen von Sherlock Holmes" unter dem Originaltitel (dt. "Der Bankbote") verfilmt.
Der Beginn der Geschichte:
| Arthur Morrison | unbekannt |
|---|---|
| There were several of the larger London banks and insurance offices from which Hewitt held a sort of general retainer as detective adviser, in fulfilment of which he was regularly consulted as to the measures to be taken in different cases of fraud, forgery, theft, and so forth, which it might be the misfortune of the particular firms to encounter. | Es gab eine Reihe größerer Banken und Versicherungsgesellschaften in London, denen Hewitt für ein bestimmtes Pauschalhonorar als ständiger kriminalistischeer Berater zur Verfügung stand. Wenn zum Beispiel in einer dieser Firmen ein Fall von Betrug, Unterschlagung, Diebstahl oder etwas Ähnliches vorkam, wurde sie von Hewitt beraten, welche Maßnahmen zur Aufklärung des Falls ergriffen werden sollten. |
Guy Boothby
Die Diamanten der Herzogin von Wiltshire
Guy Boothby - 13.10.1867 (Adelaide, Australien) - 26.02.1905 (Bournemouth, England)
Simon Carne ist ein professioneller Gentleman-Dieb, der mit großer Raffinesse vorgeht. Um an die im Titel erwähnten Diamanten heranzukommen, bleibt ihm nur wenig Zeit, da der Herzog von Wiltshire den Schmuck in einem Bankschließfach aufbewahrt. Nur wenn seine Frau das Kollier tragen will, wird es für einen Tag geholt, dabei immer in einem Kästchen aufbewahrt, das in immer in einem Tresor aufbewahrt wird.
Nachdem es Carne trotzdem gelungen ist, den Schmuck zu stehlen und das Personal in Verdacht gerät, wird der geheimnisvolle Detektiv Klimo beauftragt, bei dem es sich um niemand anderen als Carne handelt.
Nachdem es Carne trotzdem gelungen ist, den Schmuck zu stehlen und das Personal in Verdacht gerät, wird der geheimnisvolle Detektiv Klimo beauftragt, bei dem es sich um niemand anderen als Carne handelt.
Am Anfang der Geschichte heißt es über Klimo "[...] den berühmten Privatdetektiv, der sich innerhalb kürzester Zeit einen Namen gemacht hat und heute zu Recht in einem Atemzug mit Lecocq oder gar mit dem kürzlich verstorbenen Sherlock Holmes genannt wird."
Boothby ist 1905 gestorben. Holmes galt damals noch als im Reichenbach Fall ertrunken (der 1902 erschienene Roman "Der Hund der Baskervilles" war ein Rückblick). Tatsächlich arbeitete Holmes noch im 1. Weltkrieg).
Boothby ist heute fast vergessen, war aber mit Simon Carne Vorbild für A.J. Raffles (geschaffen von Doyls Schwager E.W. Hornung, ab 1898) und Arsène Lupin (von Maurice Leblanc, ab 1905).
Boothby ist 1905 gestorben. Holmes galt damals noch als im Reichenbach Fall ertrunken (der 1902 erschienene Roman "Der Hund der Baskervilles" war ein Rückblick). Tatsächlich arbeitete Holmes noch im 1. Weltkrieg).
Boothby ist heute fast vergessen, war aber mit Simon Carne Vorbild für A.J. Raffles (geschaffen von Doyls Schwager E.W. Hornung, ab 1898) und Arsène Lupin (von Maurice Leblanc, ab 1905).
"The Duchess of Wiltshire's Diamonds" erschien erstmals in Pearson's Magazine, Februar 1897.
Die Geschichte ist raffiniert und überlegt aufgebaut. Ich verstehe nicht, warum es die einzige Carne Geschichte sein soll, die im deutschen Sprachraum erschienen ist.
Sie wurde 1971 von der BBC im Rahmen der Serie "The Rivals of Sherlock Holmes / Die Rivalen von Sherlock Holmes" unter dem Originaltitel (dt. "Scotland Yard liegt falsch") verfilmt.
Die Originalfassung der Geschichte hier zu finden.
Sie wurde 1971 von der BBC im Rahmen der Serie "The Rivals of Sherlock Holmes / Die Rivalen von Sherlock Holmes" unter dem Originaltitel (dt. "Scotland Yard liegt falsch") verfilmt.
Die Originalfassung der Geschichte hier zu finden.
Arthur Morrison
Der Fall der "Lawine Fahrräder und Reifen AG"
Die Firma Dorrington und Hick erhält den Auftrag im Vorfeld des Börsengangs einer Fahrradfabrik zu ermitteln. Alles scheint in Ordnung zu sein. Horrace Dorrington schaut sich trotzdem weiter um, in der Hoffnung einen Hinweis zu erhalten, der ihm kurzfristig einiges Geld einbringt. "
Deshalb ist Dorrington anwesend, als ein erfolgreicher Radrennfahrer durch einen auf die Bahn gestellten Stuhl zu Fall gebracht wird.
Deshalb ist Dorrington anwesend, als ein erfolgreicher Radrennfahrer durch einen auf die Bahn gestellten Stuhl zu Fall gebracht wird.
"The Affair of the Avalanche Bicycle & Tyre Co. Ltd." erschien erstmals in The Windsor Magazine im Jahr 1897.
Dorrington ist zwar ein guter Ermittler, aber wie sich vor allem Richtung Schluss zeigt, ist er alles andere als anständig. Morrison hat nur sieben Geschichten mit Dorrington geschrieben.
Die Geschichte wurde 1971 von der BBC im Rahmen der Serie "The Rivals of Sherlock Holmes / Die Rivalen von Sherlock Holmes" unter dem Originaltitel (dt. "Räder, Reifen, rauhe Seiten") verfilmt.
Emmuska Baroness Orczy - Die Frau mit dem großen Hut
Baronesse Emma Magdolna Rozália Mária Jozefa Borbála Orczy de Orczi
23.09.1865 (Tarnaös, Österreich-Ungarn) - 12.11.1947 (Henley-on-Thames)
23.09.1865 (Tarnaös, Österreich-Ungarn) - 12.11.1947 (Henley-on-Thames)
Lady Molly und ihre Assistentin Mary Grandard (die Ich-Erzählerin) besuchen ein Wiener Café in London. Auf der anderen Straßenseite, in einem anderen Café herrscht plötzlich große Aufregung und als die Polizei erscheint, weiß Lady Molly, dass sie gebraucht.
In dem Café wurde ein Gast tot aufgefunden. Er hatte sich dort mit einer Frau getroffen, die einen auffallend großen Hut getragen hat. Rasch gerät die Ex-Verlobte des inzwischen verheirateten Mannes in Verdacht.
In dem Café wurde ein Gast tot aufgefunden. Er hatte sich dort mit einer Frau getroffen, die einen auffallend großen Hut getragen hat. Rasch gerät die Ex-Verlobte des inzwischen verheirateten Mannes in Verdacht.
"The Woman in the Big Hat" erschien erstmals 1910 in der Kurzgeschichtensammlung Lady Molly of Scotland Yard.
Orczy hat sich ihren Platz in der Literaturgeschichte durch The Scarlett Pimpernell gesichert (als Theaterstück 1903, als Roman 1905). Der Held der Geschichte lebt ein Doppelleben als etwas dümmlicher Aristokrat und maskierter Held, wodurch ein wichtiger Teil von Zorro, The Shadow, Superman und Batman vorweggenommen werden.
Lady Molly als weibliche Scotland Yard-Beamtin scheint heute nicht mehr so außergewöhnlich, tatsächlich war Lilian Wyles (31.08.1885 - 13.05.1975) 1919 die erste weibliche Detektivin - gut zehn Jahre nach Lady Molly.
Orczy hat sich ihren Platz in der Literaturgeschichte durch The Scarlett Pimpernell gesichert (als Theaterstück 1903, als Roman 1905). Der Held der Geschichte lebt ein Doppelleben als etwas dümmlicher Aristokrat und maskierter Held, wodurch ein wichtiger Teil von Zorro, The Shadow, Superman und Batman vorweggenommen werden.
Lady Molly als weibliche Scotland Yard-Beamtin scheint heute nicht mehr so außergewöhnlich, tatsächlich war Lilian Wyles (31.08.1885 - 13.05.1975) 1919 die erste weibliche Detektivin - gut zehn Jahre nach Lady Molly.
Da es sich nicht um die erste Geschichte mit Lady Molly handelt, ist man am Anfang etwas verloren. Was verbindet diese Lady mit der Polizei, wer ist die Ich-Erzählerin? Das klärt sich nach und nach. Wie bei den anderen Geschichten des Bandes wäre ein kurzes, einleitendes Vorwort wünschenswert gewesen.
Die Geschichte liest sich recht gut. Ich wäre nicht abgeneigt, die anderen Geschichten um Lady Molly zu lesen.
Die Geschichte liest sich recht gut. Ich wäre nicht abgeneigt, die anderen Geschichten um Lady Molly zu lesen.
Die Geschichte wurde 1971 von der BBC im Rahmen der Serie "The Rivals of Sherlock Holmes / Die Rivalen von Sherlock Holmes" unter dem Originaltitel (dt. "Frauen sind doch bessere Detektive") verfilmt.
Eine weitere Kurzgeschichte von Orczy finden Sie hier.
Eine weitere Kurzgeschichte von Orczy finden Sie hier.
Ernest Bramah - Das Spiel, das im Dunkeln gespielt wird.
Ernest Brammah Smith
20.03.1868 (Manchester) - 23.06.1942 (Western-super-Mare, Somerset)
20.03.1868 (Manchester) - 23.06.1942 (Western-super-Mare, Somerset)
Der blinde Detektiv Max Carrados erfährt von einem Münzraub im Britischen Museum. Kurz danach taucht eine ihm unbekannte Frau auf, die ihm ganz offensichtlich die gestohlenen Münzen verkaufen will. Carrados lässt sich auf die Geschichte ein, begleitet die Frau in das Versteck ihres Ehemanns. Dort angekommen, muss er feststellen, dass vieles anders ist, als erwartet.
"The Game Played in the Dark" erschien erstmals in News of the World vom 28.12.1913.
Das Ende der Geschichte erinnerte mich an den Film Warte bis es dunkel ist/Wait until Dark aus dem Jahr 1967.
Ich bezweifle aber, dass Frederick Knott (der Autor des als Vorlage dienenden Bühnenstücks - 28.08.1916 - 17.12.2002) bewusst durch die Kurzgeschichte angeregt wurde.
Das Ende der Geschichte erinnerte mich an den Film Warte bis es dunkel ist/Wait until Dark aus dem Jahr 1967.
Ich bezweifle aber, dass Frederick Knott (der Autor des als Vorlage dienenden Bühnenstücks - 28.08.1916 - 17.12.2002) bewusst durch die Kurzgeschichte angeregt wurde.
Bramah war zu seiner Lebenszeit recht beliebt und galt, was seine humorigen Geschichten anging, auf der selben Stufe mit Jerome K. Jerome, was seine Detektiv-Geschichten anging mit Arthur Conan Doyle, was seine SF-Geschchten anging mit H.G. Wells und was seine übersinnlichen Geschichten anging mit Algernon Blackwood. George Orwell gab an, dass Bramahs Buch "What Might Have Been" 1984 beeinflusste.
Trotzdem: Bramah (als Künstlername mit einem M, tatsächlich mit zwei M) ist heute so gut wie vergessen, die anderen genannten Autoren nicht.
Trotzdem: Bramah (als Künstlername mit einem M, tatsächlich mit zwei M) ist heute so gut wie vergessen, die anderen genannten Autoren nicht.
Auch diese Geschichte liest sich recht gut. Ich wäre nicht abgeneigt, mehr der Geschichten um Max Carrado zu lesen. (Eine weitere finden Sie hier.)
Jacques Futrelle - Der überflüssige Finger.
Jacques Futrelle - 09.04.1875 (Pike County, Georgia) - 15.04.1912 (Titanic)
Eine Frau möchte von einem Arzt einen Finger amputiert bekommen, obwohl es keinen medizinischen Grund dafür gibt. Der Arzt lehnt das ab. Als sie dann mit einer schweren Handverletztung eingeliefert wird, ruft der Arzt Prof. Van Dusen hinzu.
"Problem of the Superfluous Finger" erschien erstmals in mehreren Sonntagsbeilagen (Associated Sunday Magazines) am 25.11.1906.
Bis zu diesem Punkt im Buch war Futrelle der erste Autor in dieser Sammlunjg, dessen Namen mir geläufig war. Dass er mit der Titantic unterging wusste ich. Auch dass er der Schöpfer von Augustus S. F. X. Van Dusen war, wusste ich.
Van Dusen dürfte in Deutschland mehr durch Hörspiele (die Reihe von Michael Koser, mindestens vier kommerzielle Reihen, in zweien wird aus Hutchinson Hatch eine Frau) bekannt sein.
Bis zu diesem Punkt im Buch war Futrelle der erste Autor in dieser Sammlunjg, dessen Namen mir geläufig war. Dass er mit der Titantic unterging wusste ich. Auch dass er der Schöpfer von Augustus S. F. X. Van Dusen war, wusste ich.
Van Dusen dürfte in Deutschland mehr durch Hörspiele (die Reihe von Michael Koser, mindestens vier kommerzielle Reihen, in zweien wird aus Hutchinson Hatch eine Frau) bekannt sein.
Die Geschichte ist recht gut zu lesen, die Auflösung des Falls ist aber recht schnell zu durchschauen (ich habe wahrscheinlich irgendwann eine Hörspielbearbeitung gehört, an die ich mich aber bei der Lektüre nicht erinnerte).
Eine weitere Kurzgeschichte von Futrelle finden Sie hier.
Eine weitere Kurzgeschichte von Futrelle finden Sie hier.
Maurice Leblanc - Der rote Seidenschal.
Maurice Leblanc - 11.12.1864 (Rouen) - 06.11.1941 (Perpignan)
Inspektor Ganimard folgt einem Jungen, der sich seltsam verhält. Am Ende der Verfolgung begegnet Ganimard Arsène Lupin, der zufälligerweise Beweisstücke für ein Verbrechen in die Hand bekommen hat. Zunächst glaubt Ganimard seinem ewigen Widersacher kein Wort, wird aber schon kurze später eines Besseren belehrt.
"L'Écharpe de soie rouge" erschien erstmals in Je sais tout am 15.08.1911.
Ich kenne Arsène Lupin seit meiner Kindheit (mindestens seit der TV Serie mit George Descrières, die von 1971 bis 1974 und bei uns - wenn ich mich recht erinnere) im Vorabendprogramm lief). Aber egal, was ich gesehen oder als Hörspiel gehört habe: Lupin begeistert mich nicht.
Lupin ist zu selbstsicher, zu aufschneiderisch. Und auch wenn es hin und wieder mal hinnehmbar ist, dass ein Verbrecher erfolgreich ist (vor allem wenn sich seine Taten gegen andere unanständige Leute gerichtet ist), so ist das auf Dauer unerträglich.
Ich kenne Arsène Lupin seit meiner Kindheit (mindestens seit der TV Serie mit George Descrières, die von 1971 bis 1974 und bei uns - wenn ich mich recht erinnere) im Vorabendprogramm lief). Aber egal, was ich gesehen oder als Hörspiel gehört habe: Lupin begeistert mich nicht.
Lupin ist zu selbstsicher, zu aufschneiderisch. Und auch wenn es hin und wieder mal hinnehmbar ist, dass ein Verbrecher erfolgreich ist (vor allem wenn sich seine Taten gegen andere unanständige Leute gerichtet ist), so ist das auf Dauer unerträglich.
Die Geschichte ist lesbar, aber meine Meinung über Lupin hat sie nicht geändert.
Gilbert Keith Chesterton - Vaudreys Verschwinden.
Gilbert Keith Chesterton - 29.05.1874 (Kensington, London) - 14.06.1936 (Beaconsfield)
Sir Arthur Vaudrey ist zu einem Spaziergang durch den Ort aufgebrochen, kehrt aber nicht mehr zurück. Father (hier: Pater) Brown, der zu Gast in dem kleine Ort ist, verfolgt den Weg des Verschwundenen, erfährt dabei aber auch sehr viel über dessen miesen, sehr nachtragenden Charakter.
"The Vanishing of Vaudrey" erschien erstmals in Harper's Magazine im Oktober 1925.
Ich kenne Father Brown seit den Filmen mit Heinz Rühmann, habe ganz sicher den Film mit Alec Guiness irgenwann mal gesehen, wahrscheinlich auch mal die TV-Serie mit Josef Meinrad. Sehr gern höre ich die Hörspiele mit Volker Brandt (lt. Wikipedia bis 2017 produziert, allerdings erscheinen immer noch neue Folgen. Mitunter hört man recht deutlich dass Brandt seine Sätze in einem anderen Studio aufnahm als die anderen Schauspieler) oder auch die mit Erich Räuker.
Ich kenne Father Brown seit den Filmen mit Heinz Rühmann, habe ganz sicher den Film mit Alec Guiness irgenwann mal gesehen, wahrscheinlich auch mal die TV-Serie mit Josef Meinrad. Sehr gern höre ich die Hörspiele mit Volker Brandt (lt. Wikipedia bis 2017 produziert, allerdings erscheinen immer noch neue Folgen. Mitunter hört man recht deutlich dass Brandt seine Sätze in einem anderen Studio aufnahm als die anderen Schauspieler) oder auch die mit Erich Räuker.
Während ich die Figur mag, haben mich die Originalgeschichten nur selten begeistert. Diese hier ist aber wirklich gut zu lesen, anders als die anderen mir vorliegenden Geschichten.
Sir Arthur Conan Doyle - Das verschwundene Rennpferd.
Sir Arthur Conan Doyle - 22.05.1859 (Edinburgh) - 07.07.1930 (Crowborough, Sussex)
Sherlock Holmes wird beauftragt, das Verschwinden des Rennpferds Silver Blaze (hier: Silberpfeil, oft: Silberstern) und den Tod des Trainers John Straker aufzuklären.
"The Adventure of Silver Blaze" erschien erstmals in Dezember 1892 im Strand Magazine.
So lange ich zurückdenken kann, war ich schon immer ein großer Fan von Sherlock Holmes. Natürlich habe ich alle Kurzgeschichten und die vier Romane von Doyle zigfach gelesen. Ich kenne etliche Film- und TV-Versionen und jede Woche höre ich mindestens ein Hörspiel mit oder um Sherlock Holmes an. Und ich war schon in der Baker Street, bevor das jetzige Haus 221 B zum Museum wurde. Damals hing eine Plakette an einem anderen, weiter vorne gelegenen Haus. Nein, ich bin ganz sicher nicht der einzige Schriftsteller, dessen Werk irgendwie durch Holmes und Watson beeinflusst wurde.
So lange ich zurückdenken kann, war ich schon immer ein großer Fan von Sherlock Holmes. Natürlich habe ich alle Kurzgeschichten und die vier Romane von Doyle zigfach gelesen. Ich kenne etliche Film- und TV-Versionen und jede Woche höre ich mindestens ein Hörspiel mit oder um Sherlock Holmes an. Und ich war schon in der Baker Street, bevor das jetzige Haus 221 B zum Museum wurde. Damals hing eine Plakette an einem anderen, weiter vorne gelegenen Haus. Nein, ich bin ganz sicher nicht der einzige Schriftsteller, dessen Werk irgendwie durch Holmes und Watson beeinflusst wurde.
Ein Buch mit einer Auswahl von Detektivgeschichten wäre unvollständig, wenn Holmes nicht darin auftauchen würde.
Die Geschichte finden Sie auch in der Gesamtausgabe der Kurzgeschichten, Cases of Sherlock Holmes 12, The memoirs of Sherlock Holmes, Sherlock Holmes und sein erster Fall
Die Geschichte finden Sie auch in der Gesamtausgabe der Kurzgeschichten, Cases of Sherlock Holmes 12, The memoirs of Sherlock Holmes, Sherlock Holmes und sein erster Fall
Edgar Wallace - Die Schatzgräber.
Richard Horatio Edgar Wallace - 01.04.1875 (Greenwich) - 10.02.1932 (Hollywood)
Die Frau von Sir James Tithermite verschwand während der Überfahrt von Dover nach Frankreich von Bord des Schiffes. War es tatsächlich ein Unfall? Oder hat Sir James seine Frau ermordet? J.G. Reeder, der für den Staatsanwalt arbeitet, erhält den Auftrag sich die Sache einmal anzuschauen.
"The Treasure Hunt" erschien erstmals in 1925.
Von diesem J.G. Reeder hatte ich vorher noch nie gehört. Tatsächlich erinnert mich die Auflösung der Geschichte (ein Verbrecher wird benutzt, um etwas Verstecktes in einem Haus zu finden) an Geschichten um die Panzerknacker.
Ich mag die meisten der deutschen Wallace-Filme, kann mich aber bis heute für die Vorlagen oder Hörspielbearbeitungen davon nicht so recht begeistern.
Von diesem J.G. Reeder hatte ich vorher noch nie gehört. Tatsächlich erinnert mich die Auflösung der Geschichte (ein Verbrecher wird benutzt, um etwas Verstecktes in einem Haus zu finden) an Geschichten um die Panzerknacker.
Ich mag die meisten der deutschen Wallace-Filme, kann mich aber bis heute für die Vorlagen oder Hörspielbearbeitungen davon nicht so recht begeistern.
Diese Geschichte beginnt mit einer laaangen Einleitung, in der Reeder und der später wichtig werdende Verbrecher Lew Kohl vorgestellt werden (2 der 20 Seiten).
Danach nimmt die Geschichte Fahrt auf und ist durchaus unterhaltsam geschrieben.
Mehr von Edgar Wallace finden Sie hier.
Danach nimmt die Geschichte Fahrt auf und ist durchaus unterhaltsam geschrieben.
Mehr von Edgar Wallace finden Sie hier.
John Dickson Carr - Unbekannte Personen oder Dinge.
John Dickson Carr - 30.11.1906 (Unionown, Pennsylvania) - 27.02.1977 (Greenville, South Carolina )
Ein namenloser Erzähler schildert einen Mord, der vor langer Zeit stattgefunden hat. Es scheint klar zu sein, wer als Täter in Frage kommt, aber die Untersuchung der Polizei hat ihn entlastet.
"Persons or Things Unknown" erschien erstmals Weihnachten 1938 in The Sketch.
Ich habe schon einigen von Carr gelesen. Diese Geschichte gehört sicher zu seinen schwächeren.
Ich habe schon einigen von Carr gelesen. Diese Geschichte gehört sicher zu seinen schwächeren.
Gut lesbar, aber die Lösung scheint mir an den Haaren herbeigezogen (obwohl sie plausibel ist).
Mehr von John Dickson Carr finden Sie hier.
Mehr von John Dickson Carr finden Sie hier.
Edgar Allan Poe - Der entwendete Brief.
Edgar Allan Poe - 19.01.1809 (Boston) - 07.10.1849 (Baltimore)
C. Auguste Dupin wird um Hilfe gebeten. Ein skrupelloser Minister hat einen an die Königin gerichteten Brief gestohlen. Alle Versuche, den Brief zurückzuerhalten sind gescheitert.
"The purloined letter" erschien erstmals im Dezember 1844 in The Gift for 1845.
Es ist die dritte (letzte) und gleichzeitig die beste Geschichte um Dupin und seinen namenlosen Freund. Man muss sich nicht groß anstrengen, um die Parallelen zu A Scandal in Bohemia/ Ein Skandal in Böhmen (der ersten Holmes-Kurzgeschichte) zu sehen.
Es ist die dritte (letzte) und gleichzeitig die beste Geschichte um Dupin und seinen namenlosen Freund. Man muss sich nicht groß anstrengen, um die Parallelen zu A Scandal in Bohemia/ Ein Skandal in Böhmen (der ersten Holmes-Kurzgeschichte) zu sehen.
Die drei Geschichten um Dupin bestehen aus nicht endenwollenden Monologen, in denen Gedanken, manchmal auch zurückliegende Erlebnisse geschildert werden. Das ist kreuzlangweilig und ermüdend - und trotzdem hat Poe die Prototypen des Detektivromans geschaffen (der dann erst durch Doyle und die Wirkung seiner Figur populär wurde).
Poe hat die hier vorliegende Geschichte für eine seiner besten gehalten. M.M. hat Poe Besseres geschrieben, aber von den drei Dupin-Geschichten ist diese ganz sicher die beste.
Poe hat die hier vorliegende Geschichte für eine seiner besten gehalten. M.M. hat Poe Besseres geschrieben, aber von den drei Dupin-Geschichten ist diese ganz sicher die beste.
Für jeden am Genre interessierten sind die Dupin-Geschichten ein Muss.
Der von Poe vorangestellte angeblich von Seneca stammende Ausspruch "Nil sapientiae odiosius acumine nimio" (Nichts ist der Weisheit verhasster als Scharfsinn) fehlt hier. In Senecas Werken soll der Satz nicht zu finden sein. Wahrscheinlich stammt er aus De remediis utriusque fortunae von Fracesco Petrarca (Petrarch) (1304-1374) und kam über ein Zitat im Roman "Ten Thousand a-Year" (1841) von Samuel Warren (23.05.1807-29.07.1877) zu Poe.
Am Schluss zitiert Dupin Prosper Jolyot de Crébillon (13.01.1674-17.06.1762): "Un dessein si funeste, S'il n'est digne d'Atree, est digne de Thyeste" (Ein so verhängnisvoller Plan – ist er nicht des Atreus würdig, so ist er des Thyestes würdig.) Der Satz stammt aus dem Theaterstück "Atrée et Thyeste" (1707). In der vorliegenden Ausgabe wird keine Übersetzung geliefert.
Der von Poe vorangestellte angeblich von Seneca stammende Ausspruch "Nil sapientiae odiosius acumine nimio" (Nichts ist der Weisheit verhasster als Scharfsinn) fehlt hier. In Senecas Werken soll der Satz nicht zu finden sein. Wahrscheinlich stammt er aus De remediis utriusque fortunae von Fracesco Petrarca (Petrarch) (1304-1374) und kam über ein Zitat im Roman "Ten Thousand a-Year" (1841) von Samuel Warren (23.05.1807-29.07.1877) zu Poe.
Am Schluss zitiert Dupin Prosper Jolyot de Crébillon (13.01.1674-17.06.1762): "Un dessein si funeste, S'il n'est digne d'Atree, est digne de Thyeste" (Ein so verhängnisvoller Plan – ist er nicht des Atreus würdig, so ist er des Thyestes würdig.) Der Satz stammt aus dem Theaterstück "Atrée et Thyeste" (1707). In der vorliegenden Ausgabe wird keine Übersetzung geliefert.
Edgar Allan Poe - Der Mord in der Spitalgasse.
C. Auguste Dupin untersucht den gewaltsamen Tod von Mdme L'Espanaye und ihrer Tochter. Ihm fallen Merkwürdigkeiten in den Aussagen der Nachbarn auf - und ein kurzer Besuch des Tatorts stützt seine Theorie.
"The Murders in the Rue Morgue" erschien erstmals im 1841 in Graham's Magazine.
Es ist die erste Geschichte um Dupin und seinen namenlosen Freund.
Es ist die erste Geschichte um Dupin und seinen namenlosen Freund.
Die drei Geschichten um Dupin bestehen aus nicht endenwollenden Monologen, in denen Gedanken, manchmal auch zurückliegende Erlebnisse geschildert werden. Das ist kreuzlangweilig und ermüdend - aber trotzdem hat Poe die Prototypen des Detektivromans geschaffen (der dann erst durch Doyle und die Wirkung seiner Figur populär wurde).
Das Original der Geschichte beginnt mit einer ewiglangen Ausführung zur Erkenntnisfähigkeit des menschlichen Geistes, die meist (und das völlig zurecht) herausgekürzt wird. Der Fall selbst ist interessant, wird fast vollständig in Erzählungen geschildert. Poe geht es nicht darum, eine spannende, interessante Geschichte zu erzählen, viel mehr will er aufzeigen, wie man durch Nachdenken auch das größte Rätsel lösen kann.
Das Original der Geschichte beginnt mit einer ewiglangen Ausführung zur Erkenntnisfähigkeit des menschlichen Geistes, die meist (und das völlig zurecht) herausgekürzt wird. Der Fall selbst ist interessant, wird fast vollständig in Erzählungen geschildert. Poe geht es nicht darum, eine spannende, interessante Geschichte zu erzählen, viel mehr will er aufzeigen, wie man durch Nachdenken auch das größte Rätsel lösen kann.
Zuschauerreaktionen auf den Anblick eines Orang-Utan 1839 in der Masonic Hall in Philadelphia sollen Poe zur Auflösung der Geschichte angeregt haben. Ehrlich gesagt, kann ich mir nicht vorstellen, dass Poe jemals einen Orang-Utan leibhaftig gesehen hat. Schon die Aussagen zum "Sprechen" passen nicht zu dem, was ich bisher mitbekommen habe. Ein Orang-Utan ist (auch stehend) durchschnittlich kleiner als ein Mensch. Gegenüber Artgenossen können sie gewalttätig werden, aber ob ein Orang-Utan sich freiwillig Menschen nähern würde? Keine Ahnung, jedoch bezweifle ich es.
Für mich funktioniert die Geschichte nicht. Aber es ist interessant, die Gedankengänge Dupins zu verfolgen und zu ahnen, wie fasziniert der junge Arthur Conan Doyle davon gewesen sein muss, denn hier findet sich der etwas begriffstutzige Freund als Ich-Erzähler, der fleißige, aber fantasielose Polizist und der sehr von sich eingenommene Amateur, der mehr sieht und weiter denkt als jeder andere.
Für jeden am Genre interessierten sind die Dupin-Geschichten ein Muss.
Für mich funktioniert die Geschichte nicht. Aber es ist interessant, die Gedankengänge Dupins zu verfolgen und zu ahnen, wie fasziniert der junge Arthur Conan Doyle davon gewesen sein muss, denn hier findet sich der etwas begriffstutzige Freund als Ich-Erzähler, der fleißige, aber fantasielose Polizist und der sehr von sich eingenommene Amateur, der mehr sieht und weiter denkt als jeder andere.
Für jeden am Genre interessierten sind die Dupin-Geschichten ein Muss.
Stanley Ellin - Un-Begründeter Zweifel.
Stanley Ellin - 06.10.1916 (Brooklyn) - 31.07.1986 (Brooklyn)
Mr. Willoughby ist mit den Nerven am Ende. Während eines dringend notwendigen Urlaubs, hört er in einem Zug wie ein Mann am Nachbartisch eine Geschichte erzählt. Zwei Brüder haben es geschafft, für einen von ihnen begangenen Mord freigesprochen zu werden, obwohl einer von ihnen auf jeden Fall der Täter war. Der Erzähler will gerade erklären, wie die beiden doch noch überführt wurden, als er den Zug verlassen muss.
"Unreasonable Doubt" erschien erstmals im September 1958.
Ellin packt die Geschichte in eine Rahmenhandlung, die für die Geschichte selbst unbedeutend ist. Allerdings steht Willoughby stellvertretend für den Leser, der sicher genauso verzweifelt zurückbleibt, da Ellin eine Auflösung andeutet, sie dann aber nicht liefert.
Ein interessanter Gag, aber letztlich schließt das gelungene Buch mit einer frustrierenden Geschichte.
Anonymus
Wer weiß denn sowas?
Wer weiß denn sowas? (2018)
Heyne (2018)
Heyne (2018)
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Ich mag Kai Pflaume nicht. Oh, verstehen Sie mich nicht falsch. Er ist ein netter Kerl, der wirklich hervorragend ist, wenn er in Jeans und Pulli mit Kindern zu tun hat. Das Problem ist, dass er meist im Anzug moderiert und dann so steif wie ein Besenstiel rüberkommt. Ihm fehlt die Lockerheit, die die wirklich großen Showmaster ausgezeichnet hat.
Nachdem die ARD sich entschloss im Vorabendprogramm keine US-Krimiserien mehr zu bringen, hatten man ein Problem mit den Einschaltquoten. Das änderte sich erst als man auf die ausgelutschte Idee kam, Quizshows zu senden. Mit Gefragt - Gejagt kann man mich jagen. Das Konzept der Sendung ist nichts für mich. Ich mag den Moderator und die Jäger nicht. Außerdem kommen die Kandidaten auch nicht besonders sympathisch rüber (ich habe - wie Sie sich denken können - wenige Folgen gesehen).
Irgendwann sind meine Frau und ich in irgendeinem dritten Programm auf Wiederholungen von Wer weiß denn sowas? gestoßen. Ich mag Kai Pflaume noch immer nicht, aber die Sendung ist eine der wenigen Quishows im deutschen Fernsehen, in denen die Kandidaten nicht als völlig aufgeplusterte Wichtigtuer daherkommen, denen man es wünscht, dass sie versagen (Wer wird Millionär? macht die Kandidaten bei der Vorstellung auch lächerlich, aber hier ist es Jauch, der ihre Menschlichkeit unauffällig aber nachdrücklich herausarbeitet. Wenn die Kandidaten das Studio verlassen, hat man immer das Gefühl, sie wenigstens ein bisschen kennengelernt zu haben).
Ja, die meisten Fragen in Wer weiß denn sowas? sind so schräg, dass man die Antworten nicht wissen kann. Aber Bernhard Hoëcker und Elton nehmen die Blamage auf sich, sodass die Gäste immer unbeschadet aus der Sache herauskommen.
In diesem Buch sind 154 Fragen mit den dazugehörigen Antworten versammelt. Man darf keine wissenschaftliche Tiefe erwarten, aber unterhaltsam ist das Buch allemal. Gerade die richtige Lektüre auf der Toilette (und das ist nicht abwertend gemeint).
In diesem Buch sind 154 Fragen mit den dazugehörigen Antworten versammelt. Man darf keine wissenschaftliche Tiefe erwarten, aber unterhaltsam ist das Buch allemal. Gerade die richtige Lektüre auf der Toilette (und das ist nicht abwertend gemeint).
Nikolaus 2019 von meiner Frau erhalten.
Ingo Appelt
Männer muss man schlagen
Männer muss man schlagen (2008)
Rowohlt (2008)
Rowohlt (2008)
* 20. April 1967 (Essen)
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Ich habe dieses Buch gewonnen. Das nur zur Erklärung, warum es in meiner Sammlung gelandet ist. Ja, ich habe es gelesen. Und es war so, wie ich es mir vorgestellt habe. Manchmal unglaublich komisch, unglaublich detailreich beobachtet - aber dann auch widerlich.
Appelt kann man mögen, muss man aber nicht. Er ist kein Grund, wegzuschalten, aber eine Sendung nur seinetwegen anzuschauen, aber diese Idee würde ich wohl nie kommen.
Empfehlen kann man dieses Buch nur eingefleischten Fans, aber die werden wohl eher zur Aufzeichnung seiner Tournee greifen.
Appelt kann man mögen, muss man aber nicht. Er ist kein Grund, wegzuschalten, aber eine Sendung nur seinetwegen anzuschauen, aber diese Idee würde ich wohl nie kommen.
Empfehlen kann man dieses Buch nur eingefleischten Fans, aber die werden wohl eher zur Aufzeichnung seiner Tournee greifen.
Mark Arnold-Forster
Die Welt im Krieg
The world at war (1975)
Bastei (1979)
Bastei (1979)
*1920 in St. Ives/Cornwall
Einleitung und Kommentare von General a.D. Johannes Steinhoff
Ausgangspunkt für dieses Buch war eine Fernsehserie.
Für den Geschichtsbewußten ein Werk, das man kennen sollte.
Für den Geschichtsbewußten ein Werk, das man kennen sollte.
Henri Arnoldus
Lassie, der treue Freund
Lassie, de trouwe vriend (1959)
Neuer Tessloff Verlag (1960)
Neuer Tessloff Verlag (1960)
* 22.02.1919 (Middelburg) - 19.12.2002 (Middelburg)
Mit Illustrationen von Stef Van Stiphout.
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Lassie legt sich mit zwei Wilderern an.
Eine kurze, einfache Geschichte, die zur Zeit von Jeff Miller spielt. Die Lassie, an die ich mich erinnere gehörte Timmy Martin.
Die Sprache ist einfach, ganz offensichtlich dafür gedacht, Kindern vorgelesen zu werden. Mitunter werden sie direkt angesprochen ("Darauf kannst du dich verlassen!")
Das Buch ist eine Zeitreise in meine eigene Kindheit, gehört aber nicht zu den besten Kinderbüchern dieser Zeit.
Eine kurze, einfache Geschichte, die zur Zeit von Jeff Miller spielt. Die Lassie, an die ich mich erinnere gehörte Timmy Martin.
Die Sprache ist einfach, ganz offensichtlich dafür gedacht, Kindern vorgelesen zu werden. Mitunter werden sie direkt angesprochen ("Darauf kannst du dich verlassen!")
Das Buch ist eine Zeitreise in meine eigene Kindheit, gehört aber nicht zu den besten Kinderbüchern dieser Zeit.
Carl Aschenborn
Die Papageien
Die Papageien (?)
Albrecht Philler (1989 ?)
Albrecht Philler (1989 ?)
Wenn man sich für Tiere interessiert, kommt man an den kleinen Büchlein aus dem Philler-Verlag kaum vorbei, die in jeder Zoohandlung verkauft werden.
Abgesehen von Wellensittichen hatte ich allerdings nie Papageien.
Abgesehen von Wellensittichen hatte ich allerdings nie Papageien.
Isaac Asimov
Rudolf Augstein
Jesus Menschensohn
Jesus Menschensohn (1972)
Bertelsmann (1972)
Bertelsmann (1972)
Rudolf Augstein
05.11.1923 (Hannover) - 07.11.2002 (Hamburg)
05.11.1923 (Hannover) - 07.11.2002 (Hamburg)
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Das ist ein Buch, von dem ich viel gehört, das ich aber nie irgendwo gesehen hatte.
Natürlich war ich neugierig.
Die Spiegelartikel über Jesus und seine Zeit (zu Lebzeiten Augsteins fast genauso häufig wie Artikel über Hitler oder Bismarck) gehörten abseits der Tagespolitik immer zu den interessantesten.
Ein Wälzer.
Auf jeder Seite unendlich viele Quellenangaben.
Das Unglaubliche ist, dass hier nicht nur ein aus der Kirche Ausgetretener schreibt, sondern dass er vieles wiedergibt, was damals bereits innerhalb der Kirche Stand der Wissenschaft war - nach außen aber nicht kommuniziert wurde. Der von den Päpsten und Bischöfen zelebrierte Aberglaube stößt nach der Lektüre um so mehr auf.
Das Buch ist von jemandem geschrieben, der gerne glauben würde, der aber zu intelligent ist, Märchen, Sagen, Legenden als Wahrheit hinzunehmen.
Es ist kein einfaches Buch (ich habe mehrere Wochen damit verbracht), aber eines, das zum Nachdenken anregt.
Danach wird man das Christentum kritischer sehen, aber auch erkennen, was wir dieser Religion und ihrer Vertreibung aus dem Alltag zu verdanken haben.
Als Quintessenz bleibt: Wer die Bibel für Gottes Wort hält, ist nicht willens selbst zu denken. Und wenn es etwas gibt, das wir von Jesus lernen sollten (egal ob es ihn gab oder nicht) dann dies: Seid nett zueinander.
Gedanken während der Lektüre
Gedanken während der Lektüre
Gedanken während der Lektüre
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auf TikTok.
Natürlich war ich neugierig.
Die Spiegelartikel über Jesus und seine Zeit (zu Lebzeiten Augsteins fast genauso häufig wie Artikel über Hitler oder Bismarck) gehörten abseits der Tagespolitik immer zu den interessantesten.
Ein Wälzer.
Auf jeder Seite unendlich viele Quellenangaben.
Das Unglaubliche ist, dass hier nicht nur ein aus der Kirche Ausgetretener schreibt, sondern dass er vieles wiedergibt, was damals bereits innerhalb der Kirche Stand der Wissenschaft war - nach außen aber nicht kommuniziert wurde. Der von den Päpsten und Bischöfen zelebrierte Aberglaube stößt nach der Lektüre um so mehr auf.
Das Buch ist von jemandem geschrieben, der gerne glauben würde, der aber zu intelligent ist, Märchen, Sagen, Legenden als Wahrheit hinzunehmen.
Es ist kein einfaches Buch (ich habe mehrere Wochen damit verbracht), aber eines, das zum Nachdenken anregt.
Danach wird man das Christentum kritischer sehen, aber auch erkennen, was wir dieser Religion und ihrer Vertreibung aus dem Alltag zu verdanken haben.
Als Quintessenz bleibt: Wer die Bibel für Gottes Wort hält, ist nicht willens selbst zu denken. Und wenn es etwas gibt, das wir von Jesus lernen sollten (egal ob es ihn gab oder nicht) dann dies: Seid nett zueinander.
Marc Aurel
Selbstbetrachtungen
? (?)
Kröner (1973)
Kröner (1973)
Caesar Marcus Aurelius Antonius Augustus
26.04.121 (Rom) - 17.03.180 (Vindobona=Wien)
26.04.121 (Rom) - 17.03.180 (Vindobona=Wien)
Übersetzung von Wilhelm Capelle, den man an dieser Stelle ausdrücklich nennen muss. Capelle hat die Schriften Aurels Anfang der 30er Jahre übersetzt. Das entschuldigt einiges, aber nicht alles.
Die Einleitung Capelles umfasst 60 Seiten, die Schriften Aurels 180 Seiten.
Capelle pflegt einen nicht lesbaren, stinklangweiligen Schreibstil. Aus einem Nebensatz quellt ein anderer Nebensatz, der sich wiederum in einem weiteren Nebensatz verliert.
Capelle liebt das Werk von Aurel, das merkt man - aber es gelingt ihm nicht, diese Begeisterung auf den Leser zu übertragen.
Sein ungeschickter Umgang mit der deutschen Sprache wirkt sich leider auf die Übersetzung aus, für die man fast ebenfalls eine Übersetzung braucht.
Capelle meint, die Selbstbetrachtungen seien so persönlich, dass sie auf keinen Fall für eine Veröffentlichung gedacht sein könnten - das kann man entschuldigen, er kannte Dieter Bohlen nicht.
Die Einleitung Capelles umfasst 60 Seiten, die Schriften Aurels 180 Seiten.
Capelle pflegt einen nicht lesbaren, stinklangweiligen Schreibstil. Aus einem Nebensatz quellt ein anderer Nebensatz, der sich wiederum in einem weiteren Nebensatz verliert.
Capelle liebt das Werk von Aurel, das merkt man - aber es gelingt ihm nicht, diese Begeisterung auf den Leser zu übertragen.
Sein ungeschickter Umgang mit der deutschen Sprache wirkt sich leider auf die Übersetzung aus, für die man fast ebenfalls eine Übersetzung braucht.
Capelle meint, die Selbstbetrachtungen seien so persönlich, dass sie auf keinen Fall für eine Veröffentlichung gedacht sein könnten - das kann man entschuldigen, er kannte Dieter Bohlen nicht.
Die Selbstbetrachtungen selbst ... nun, ich glaube, wenn sie nicht von einem Kaiser geschrieben worden wären, würde heute kein Hahn mehr danach krähen. Hier finden sich Weisheiten, die ich aus den Notizbüchern von Depressiven kenne. Aurel scheint Fantasie nicht zu schätzen - wenn er sie denn kannte.
Wenn man sich nicht mit dem Leben arrangieren kann, das man lebt, sei es besser das Leben zu beenden (kein wörtliches Zitat). So ähnlich wiederholt es sich immer wieder. Nirgends ein: Nimm dein Leben in die eigene Hand, es liegt an dir, was du daraus machst. Seiten über Seiten wird man aufgefordert, sich mit dem abzufinden, was um einen ist.
Manchmal, das sei nicht verschwiegen, entdeckt man tatsächlich einen interessanten Gedanken, der aber sofort mit depressivem Geschwafel zunichte gemacht wird.
Wenn man sich nicht mit dem Leben arrangieren kann, das man lebt, sei es besser das Leben zu beenden (kein wörtliches Zitat). So ähnlich wiederholt es sich immer wieder. Nirgends ein: Nimm dein Leben in die eigene Hand, es liegt an dir, was du daraus machst. Seiten über Seiten wird man aufgefordert, sich mit dem abzufinden, was um einen ist.
Manchmal, das sei nicht verschwiegen, entdeckt man tatsächlich einen interessanten Gedanken, der aber sofort mit depressivem Geschwafel zunichte gemacht wird.
Ich habe schon einige römische Klassiker gelesen. Was man hier findet, ist eine Enttäuschung. Aurel in der Übersetzung Capelles ist bestenfalls langweilig. Nicht zu empfehlen.
Michael Avallone
The cannonball run
The cannonball run (1981)
Leisure (1981)
Leisure (1981)
Ein wildes Rennen, mit verrückten Teilnehmern, die von hochkarätigen Stars dargestellt werden. Der Film ist eine nette Belanglosigkeit, das Buch ist völlig überflüssig.
Charles B. Axton & Otto Zehnder
Reclams kleiner Musicalführer
Reclams kleiner Musicalführer (2000)
Reclam (2000)
Reclam (2000)
Die bekanntesten Bühnenmusicals werden mit einer Inhaltsangabe (Szene für Szene, Lied für Lied) besprochen. Der nachfolgende Kommentar enthält einige haarsträubende Behauptungen. Beispiel gefällig? Aus dem Kommentar zu Anatevka (Fiddler on the roof): "Obwohl es keine ausgesprochenen Evergreens in Fiddler on the roof gibt..." Keine Evergreens in Anatevka? Und was ist mit Wenn ich einmal reich wär' (If I were a rich man)?