D
Günter Dahl & Klaus Lempke (Herausgeber)

Die großen Krankheiten unserer Zeit

Die großen Krankheiten unserer Zeit (1966)
Heyne (1967)

Basiert auf einer Stern-Serie (ach ja, es gab eine gute alte Zeit, in der der Stern lesbar war, in der ich ihn sogar regelmäßig gekauft habe - bis Preis und Lesedauer in keinem vernünftigem Verhältnis zueinander standen. Es gibt ja Leute, die meinen mit dem Stern sei es nach den Hitler-Tagebüchern bergab gegangen. Für mich ging es seit dem Ende von Jimmy, das Gummipferdmit dem Stern bergab.)

Das Buch bringt 27 Krankheiten auf den damals bekannten Stand, u.a. Diabetes, Migräne, Epilepsie und Krebs.


Bill Davidson

President Kennedy selects six brave Presidents

President Kennedy selects six brave Presidents (1962)
Popular Library (1962)

Wahrscheinlich ist das Buch nie auf Deutsch erschienen, obwohl es auch für einen Botnanger (oder andere Deutsche) nicht uninteressant ist. Immerhin erhält man einen Blick auf sechs amerikanische Präsidenten - aus der Sicht einen (damals) amtierenden Präsidenten.

Daß das Bändchen darüber hinaus auch noch gut bebildert ist, mach es um so wertvoller.


Daniel Defoe

Das Leben und die seltsamen, überraschenden Abenteuer des Robinson Crusoe

The life and strange surprising adventures of Robinson Crusoe, of York, Mariner (1719)
Goldmann (1973)
ca. 1660 - 26.04.1731

Was soll man über diesen Roman erzählen? Unzählige Male verfilmt, unzählige Male nachgeahmt oder parodiert. Welcher männliche Teenager hat sich nicht vorgestellt, Robinson mit einem weiblichen Freitag zu sein?

Der Titel könnte länger kaum sein, kein Wunder, daß man das Buch nur unter dem Namen des Protagonisten kennt.

Comic-Fassung in Welt-Bestseller 3.


Fred G. Delius

Apollo 11 - Die Landung auf dem Mond

Apollo 11 - Die Landung auf dem Mond (1969)
Heyne (1969)

Erschien kurz nach der Mondlandung (die ich, obwohl ich damals erst 9 Jahre alt war und sie mitten in der Nacht stattfand) life im Fernsehen gesehen habe. Das Buch faßt nochmal den gesamten Apollo 11 Flug zusammen.


Manfred Delling

Bonanza & Co.

Bonanza & Co. (1969)
Heyne (1969)
*10.9.1937 (Burgstädt/Sachsen)

Der Untertitel entspricht dem Buch: "Fernsehen als Unterhaltung und Politik - eine kritische Bestandsaufnahme" Oder anders ausgedrückt: "Blablablabla".


Yvan Delporte

Lucky Luke - Das illustrierte Morris-Buch

La face cachée de Morris (1993)
Ehapa (1995)
* 24.06.1928 (Belgien)
Delporte war Chefredakteur von Spirou. Das Werk, das ihn überleben wird, sind die Schlümpfe, die er zusammen mit Peyo entwickelte.

Was macht Lucky Luke in der Buchabteilung? Ganz einfach, auch wenn das Buch im Albenformat erschienen ist und sich mit dem Werk eines Comic-Schaffenden auseinandersetzt, so ist es kein Comic. Es enthält ungezählte Ausschnitte aus diversen Geschichten, aber keine komplette Geschichte.

Besonders interessant finde ich die Abbildungen von realistisch gezeichneten Personen. Morris war eben mehr als nur der Lucky-Luke-Zeichner (der im Laufe der Zeit immer steifer und einfallsloser wurde. Na ja, es waren 50 Jahre, da verändert man sich.)


Charles Dickens

A Christmas carol

A Christmas carol (1843)
Watermill (1980)
7. Februar 1812 - 9. Juni 1870

Ebenezer Scrooge, ein alter Griesgram und Leuteschinder (der - auch wenn das einigen Leuten nicht passen wird - sehr viel mit den heute üblichen Firmenlenkern gemeinsam hat), wird von den Geistern der Weihnacht besucht.

DIE Weihnachtsgeschichte schlechthin. Kaum eine Comic- oder TV-Serie, die nicht ihre eigene Version hätte.

Eine der besten Umsetzungen ist die Disney-Version mit Scrooge McDuck als Ebenezer Scrooge. Für mich weihnachtliches Pflichtprogramm.


Gordon R. Dickson

Der Agent

Spacepaw (1969)
Pabel (1978)
Dickson ist Hugo- und Nebula-Preisträger.

Die Bewohner des Planeten Dilbia sind riesig und enorm stark. Der Student Bill Waltham hat ohne es zu wissen, einen dibianischen Banditen zum Zweikampf herausgefordet. Doch es geht um mehr, als es den Anschein hat, denn Waltham ist ein Schläfer, ein Agent der Erde - und er weiß es selbst nicht.


Helmut Dietl & Patrick Süskind

Monaco Franze - der ewige Stenz.

Monaco Franze - der ewige Stenz (1983)
Heyne (1984)
Buch zur Fernsehserie.

Es war einmal...

Es war einmal ein Autor und Regisseur, der herausragende Fernsehserien schuf. Dann entdeckte er das Kino für sich, produzierte alle paar Jahre einen Film und bemerkte dabei gar nicht, daß er immer schlechter wurde.

Monaco Franze ist ein Musterbeispiel dafür, was die ARD in ihren besten Tagen zu Wege brachte. Ich bin mir nicht mehr sicher, aber ich glaube mich daran zu erinnern, daß die Serie im Vorabendprogramm lief. Ja, liebe Freunde, es gab einmal ein Vorabendprogramm, das einen nicht dazu zwang, auf andere Sender umzusteigen.

Hier sind die Drehbücher (ohne Regieanweisungen), damals die beste Möglichkeit, die Serie immer wieder zu erleben.

Es fehlt eine Geschichte, die von Franz Geiger geschrieben wurde, aber das mindert das Vergnügen an den 8 Drehbüchern nicht im mindesten.


Klaus Dimmler

Holmes, Marlowe & Co.

Holmes, Marlowe & Co. (1999)
Reclam Leipzig (1988)
* 1962
Klaus Dimmler ist einerseits Herausgeber, andererseits einer der -zig Autoren.

Klaus Dimmler: Holmes, Marlowe & Co. vergrößern
Das Buch stellt eine Unmenge von Detektiven vor, manche bekannt (wie Dupin, Holmes, Poirot, Marple usw.), manche heute fast vergessen, einige eher obskur. Statt Helge Schneider und einer seiner Schöpfungen (00 Schneider) 5 Seiten zu schenken, hätte man den Platz lieber für Perry Mason nutzen sollen, der nicht nur für sich in Buch und TV erfolgreich ist, sondern auch die Urform aller ermittelnden Rechtsanwälte darstellt. Vermißt habe ich auch Charlie Chan (zugegebenermaßen in Deutschland fast in Vergessenheit geraten) sowie Nora & Nick Charles.

Die Artikel sind alle mehr oder weniger informativ und gut zu lesen.



Kritik an einer Kritik









Sir Arthur Conan Doyle
Er ist selbstverständlich und in erster Linie (was er gar nicht so gern hörte) der Erfinder von Sherlock Holmes.

Natürlich hat er noch mehr geschrieben. Einiges ist nett, einiges ist furchtbar. Doyle war ein Meister der Kurzgeschichte, leider keiner des Romans.

Eine Sherlock Holmes adäquate Figur sucht man in seinem sonstigen Werk leider vergeblich.

The adventures of Brigadier Gerard

The adventures of Brigadier Gerard
Tower Publications (ohne Datum)

Doyles Liebe galt historischen Stoffen. Dieser Roman spielt zur Zeit Napoleons.

Muß man nicht gelesen haben.


Die brasilianische Katze

Originaltitel: Nicht angegeben.
Ullstein (1980)

Kurzgeschichten von Doyle. Ohne Holmes.

Kann man lesen.


Die Maracot-Tiefe

The Maracot-Deep (1929)
Bastei Lübbe (1981)

Doyles letztes Buch.

Ist schon recht lange her, daß ich es gelesen habe. Ich denke, es war recht gut.


Dieter Dürrenmatt

Fritz Lang - Leben und Werk

Fritz Lang - Leben und Werk (1982)
Museums des Films Basel (1982)
Dürrenmatt - über den ich im Internet nur Hinweise auf dieses Buch finden konnte - war ein Freund von Fritz Lang. Er hat 1975 in Basel ein Filmmuseum gegründet, das es heute nicht mehr zu geben scheint, zumindest taucht es in der Museumsübersicht der Stadt Basel nicht auf.

Dieter Dürrenmatt - Fritz Lang
Fritz Lang war ein Pionier des Kinos.

Einige seiner Filme sind im Gedächtnis geblieben, vor allem Metropolis, M - eine Stadt such einen Mörder, die Dr. Mabuse-Filme, Der Tiger von Eschnapur/Das indische Grabmahl. Meisterwerke? Ich weiß nicht. Die Mabuse-Filme wurden seit Jahren nicht mehr gezeigt, Tiger/Grabmahl sind Schmonzetten.

Und Metropolis? Eine furchtbar schnulzige Geschichte, die man kaum anschauen kann.

Lang ist ein Regisseur, der inzwischen fast in Vergessenheit geraten ist - vielleicht auch gerade weil er in Amerika leidlich erfolgreich war.


Alexandre Dumas (Père)
24.07.1802 - 05.12.1870
Ein auch heute noch aktueller Autor von Abenteuergeschichten. Sein Sohn war ebenfalls Schriftsteller (Die Kameriendame).

Die drei Musketiere 1. Teil/2.Teil

Les trois mousequetaires
Ueberreuter (1977)
Die Abenteuer von d'Artagnan, Porthos, Aramis und Athos.

Mehrfach verfilmt. Gut: Der Gene Kelly-Film. Noch besser: Die Richard-Lester Triologie - allerdings nur im Original. Die deutsche Fassung leidet unter den falsch besetzten Synchronstimmen.

Comic-Fassung in Welt-Bestseller 2 und Illustrierte Bestseller von Pelikan 2.


Francis Durbridge

Der Andere

The other man (1958)
Signum (?)
* 25. November 1912 (Hull, Yorkshire) - † 11. April 1998 (London)

Durbridge: Der andere
In einem Hausboot wird ein toter Italiener gefunden. Von Anfang an steht ein sehr beliebter Lehrer unter Mordverdacht - und er wird immer verdächtiger.

Ein Krimi, bei dem - auch wenn man wie ich die deutsche Verfilmung nicht kennt, ständig das Gefühl eines TV-Kammerspiels hat. Die Personen treten auf, sprechen und treten wieder ab.

Spannend von Anfang bis Ende, obwohl mir der Hinweis auf den Täter ca. in der Mitte des Buches nicht entgangen ist und ich deutlich gemerkt habe, wie immer wieder versucht wurde davon abzulenken.

Mein erster Durbridge (abgesehen von der Verfilmung von "Das Halstuch" und der Hörspielfassung eines Paul Temple-Falls). Es wird nicht mein letzter bleiben.





Raymond Durgnat

Sexus - Eros - Kino

Eroticism in the cinema (1966)
Heyne (1967)
01.09.1932 (London) - 19.05.2002 (London)
Filmkritiker
Übersetzung von Joe Hembus, der selbst ein ausgewiesener Filmkenner ist.

Sehr interessant aber auch sehr harmlos. Was damals als erotisch angesehen wurde, kann man heute im Kinderprogramm zeigen.


Freimut Duve (Herausgeber)

Die Nachrüstungsdebatte im Deutschen Bundestag

Die Nachrüstungsdebatte im Deutschen Bundestag
Rowohlt (1984)
* 26. 11 1936 in Würzburg
Mitglied des Bundestags für die SPD (seit 1980)

Ich weiß, die meisten werden Bundestagdebatten stinklangweilig finden - ich nicht. In meinem Leben habe ich zahlreiche Haushaltsdebatten verfolgt, ich war im alten Bundestag auf der Besuchertribüne. Stets fand ich die Debatten spannender als die immer kürzer werdenden Schnipsel in den Radiosendungen. Immer fand ich Vernunft (manchmal nur in Ansätzen, aber immerhin) bei der SPD, den Grünen und manchmal auch der FDP, reinen Blödsinn auf Seiten der CDU - von der CSU ganz zu schweigen.

Die Kanzlerschaft von Helmut Kohl empfand ich von Anfang an als Katastrophe für "dieses, unser Land". Je länger es dauerte, desto mehr wurde ich in meiner Meinung bestätigt.

Ganz am Anfang seiner Kanzlerschaft stand die Nachrüstungsdebatte - in der er eine Position einnahm, die schon Helmut Schmidt, vor dem ich sehr großen Respekt habe, von seiner Partei entfremdete.

Dieses Buch gibt eine sehr wichtige Debatte, einen sehr wichtigen Teil unserer Geschichte wieder.


Html-Sitemap

Seite gestartet am 20.10.1999