F.A.Z. - Klassiker der Comic-Literatur
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F.A.Z. - Klassiker der Comic-Literatur
Frankfurter Allgemeine Zeitung

011 - November 2005
Cover: Hugo Pratt
Corto Maltese
Die Südseeballade
Una ballata del Mare Salto
Hugo Pratt
Aus Sgt. Kirk 1 - ? (1967)
Deutsch auch in
Zack 04,05,
06,
07,
08,
09,
10,
11,
12,
13,
14,
15,
16,17,18,
19,20/74.
- Völlig überbewerteter italienischer in der Südsee angesiedelter Strip, in dem seitenweise weder Stimmung noch Spannung aufkommt - was man dann Kunst nennt. Als ganzes in einem Zug gelesen ist die Geschichte wahrscheinlich besser als auf 5 Seiten pro Woche beschränkt.
Das hatte ich zur Veröffentlichung in Zack geschrieben. Nachdem ich jetzt nicht nur Ausschnitte gelesen habe, muß ich meine Meinung revidieren. Die Südseeballade ist wirklich ein Klassiker, eine Geschichte, die man als Comicfan gelesen haben sollte. Interessant und spannend bis zur letzten Seite. - Diesmal wieder ein gutes Vorwort, das eine Menge Informationen liefert, nur nicht in welchen Nummern von Sgt. Kirk die Südseeballade erschien. Ich konnte im Internet leider auch nichts dazu finden.

012 - November 2005
Cover:?
The Simpsons
Ruhmreiche Rächer geben keinen Rabatt
Merchants of vengeance
Ian Boothby (Script), Phil Ortiz (Zeichnungen), Phyllis Novin (Tusche)
Ehre $ei Burn$ in der Höhe
In Burn$ we tru$t
Ian Boothby (Script), Horacio Sandoval (Zeichnungen), Steve Steere jr. (Tusche)
Aus Simpsons Comics 69 (April 2002)
Homers Sagen
Greek to me
Ian Boothby (Script), John Constanza (Zeichnungen), Steve Steere jr. (Tusche)
Simpson/Sideshow Sippen-Säbelrasseln
Simpson/Sideshow Sibling Smackdown
Ian Boothby (Script), Phil Ortiz (Zeichnungen), Andrew Pepoy (Tusche)
Der Tag des Nerds
Day of the Nerd
Ian Boothby (Script), Phil Ortiz (Zeichnungen), Phyllis Novin (Tusche)
Lachen ist die schlechteste Medizin
Laughter is the worst medicine
Ian Boothby (Script), John Constanza (Zeichnungen), Steve Steere jr. (Tusche)
Die Kammer der Schulakten
The permanent record room
Ian Boothby (Script), Phil Ortiz (Zeichnungen), Scott McRae, Mike DeCarlo, Howard Shum (Tusche)
Aus Simpsons Comics 75 (2002)
Was zusammengehört ...
Wall or nothing
Neil Alsip (Script), Oscar Gonzales Loyo (Zeichnungen), Tim Bavington (Tusche)
Bartman
Die 1001 Kostüme des Bartman
The 1001 Costumes of Bartman
Chuck Dixon (Script), Bill Morrison (Zeichnungen), Steeve Steere, jr. (Tusche)
Aus Simpsons Comics 50 (August 2000)
Itchy & Scratchy
Nur die Liebe quält
Love Gory
Scott Cunningham (Script), Mike Worley (Zeichnungen), Mike Worley (Tusche)
Aus Simpsons Comics 50 (August 2000)
Krusty
Krusty und seine Spießgesellen
Krusty's 11
Doug Tuber, Tim Maile, Steve Luchsinger (Script), Edwin Aguilar (Zeichnungen), Scott McRae (Tusche)
Planet des Abart-os
Planet of the Strange-O's
Jesse Leon McCann, Robert L. Graff (Script), Hilary Barta (Zeichnungen), Hilary Barta (Tusche)
Aus Simpsons Comics 50 (August 2000)
Lisa
Die Unbestechliche
Li'l Goodfellas
Gail Simone (Script), Phil Ortiz (Zeichnungen), Tim Harkins (Tusche)
Aus Simpsons Comics 50 (August 2000)
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Im Inneren von Bongo-Comics
Inside Bongo Comics!
Gail Simone (Script), Phil Ortiz (Zeichnungen), Scott McRae (Tusche)
- Die Simpsons sind sicher eine der besseren Comic-Serien, die in den letzten 20 Jahren in Amerika gestartet wurden - und es dürfte die einzige (abgesehen von den hin und wieder neu gestarteten Disney-Comics) sein, die sowohl für Erwachsene als auch für Kinder lesbar ist.
- Die Auswahl der Geschichten ist nicht zu beanstanden.
- Das Vorwort fängt blabla an, wird dann jedoch besser.

013 - Dezember 2005
Cover: Will Eisner
--
Zum Herzen des Sturms
To the heart of the storm
Will Eisner
Erstveröffentlichung 1992
Spirit
Die Geburt des Spirits
[Origin of the Spirit (Version 3)]
Will Eisner (Script), Will Eisner (Pencils), Will Eisner, Chuck Kramer (Inks)
Aus The Spirit 1 (Oktober 1966)
- Die Geschichte entstand für eine kurzlebige Serie aus dem Hause Harvey.
Die letzte Straßenbahn
The Last Trolley
Will Eisner (Script), Will Eisner, John Spranger (?) (Pencils), Will Eisner (Inks)
Aus Spirit 304 (März 1946)
Lorelei Rox
Lorelei Rox
Will Eisner (Script), Will Eisner (Pencils), Will Eisner (Inks)
Aus Spirit Section 434 (September 1948)
Der Spirit und der Escapist
Lorelei Rox
Will Eisner (Script), Will Eisner (Pencils), Will Eisner (Inks)
Aus Amazing Adventures Of The Escapist 6 (2005)
- Als ich den Band aufschlug war ich zunächst enttäuscht. Viel zu wenig Spirit. Immerhin: der Spirit ist der Klassiker, die Graphic Novels - nun ja, den kleinen Ausschnitt, den ich bisher aus einer gesehen hatte, war nicht mein Fall.
Deshalb habe ich die letzten Geschichten zuerst gelesen - und den Band dann beiseite gelegt.
Einige Tage später griff ich dann doch zu - und war begeistert. Die autobiographische Geschichte liest sich hervorragend. Eisner zeigt anhand der Geschichte seiner Familie, daß Vorurteile, Borniertheit und Judenhaß keine ausschließlich auf Deutschland begrenzten Phänomene waren (und sind). Ich muß nur daran denken, daß wir Evangelischen in der Grundschule auf die Katholiken herabgeschaut haben (warum eigentlich? Keine Ahnung). Und das, obwohl ich in einen katholischen Kindergarten gegangen bin. In der Kindheit scheint man für etwas, das von anderen abgrenzt, empfänglich zu sein. Natürlich hat sich das später ausgewachsen - zumindest bei mir.

014 - Dezember 2005
Cover: Peyo
Die Schlümpfe
Die Schlümpfe und die Zauberflöte
La flûte à six trous
Peyo
Der Schwarzschlumpf
Les Schtroumpfs noirs
Peyo
Der fliegende Schlumpf
Le Schtroumpf volant
Yves Delporte und Peyo
Schlumpfine
La Schtroumpfette
Peyo
Aus Spirou 1459-1484 (1966), Album 3 (1967)
Deutsch auch in Fix und Foxi 05,
06,07,08,09,10,11,12/70,
FF-Album 05,
Die Schlümpfe 3.
Die Schlümpfe und der Krakakas
Les Schtroumpfs et le Cracoucass
Peyo (Script), Peyo, Roland Goossens (Zeichnungen), André Franquin (Zeichnungen Cracoucass)
Der Finanzschlumpf
Le Schtroumpf financier
Aus Album 16 (1992)
Zuviel des Guten
?
Thierry de Culliford (Peyos Sohn) (Text), Alain Maury (Zeichnungen), Luc Parthoens (Tusche)
Aus ?
Die Schlümpfe und die wilden Riesenmöhren
?
Thierry de Culliford (Peyos Sohn) (Text), Alain Maury (Zeichnungen), Luc Parthoens (Tusche)
Aus ?
Die Schlümpfe und der kleine Drachen
?
Thierry de Culliford (Peyos Sohn) (Text), Alain Maury (Zeichnungen), Luc Parthoens (Tusche)
Aus ?
- Hat mir irgendjemand nähere Angaben zu den drei letzten Geschichten?
Eigentlich hätte das einer der Bände sein sollen, in dem ich alles kenne. Zumindest die Glanzzeit der Schlümpfe ist komplett in meiner Sammlung vertreten. Daß dann doch 1 Album und drei Kurzgeschichten bislang nicht in meiner Sammlung vertreten waren, hat der Sache einen besonderen Kick gegeben.

015 - Dezember 2005
Cover: ?
Spider-Man
Spider-Man
Spider-Man
Stan Lee (Script), Steve Ditko (Pencils), Steve Ditko (Inks)
- Enttäuschend: Die Signatur von Stan Lee und Steve Ditko wurde wegretuschiert.
Spider-Man
Spider-Man
Stan Lee (Script), Steve Ditko (Pencils), Steve Ditko (Inks)
Spider-Man gegen das Chamäleon
Spider-Man
Stan Lee (Script), Steve Ditko (Pencils), Steve Ditko (Inks)
Kobold so grün, so grün ...!
How green was my Goblin
Stan Lee (Script), John Romita (Pencils), Mike Esposito (als Mickey Demeo) (Inks)
Das Ende des Grünen Kobold!
How green was my Goblin
Stan Lee (Script), John Romita (Pencils), Mike Esposito (als Mickey Demeo) (Inks)
Die Arme des Doktor Octopus!
The arms of Doctor Octopus
Stan Lee (Script), John Romita (Pencils), Jim Mooney (Inks)
Doc Ock lebt!
Doc Ock Lives!
Stan Lee (Script), Gil Kane (Pencils), John Romita (Inks)
Es wartet ... der Tod!
And Death Shall Come!
Stan Lee (Script), Gil Kane (Pencils), John Romita (Inks)
Der Tag, an dem Gwen Stacy starb
The Night Gwen Stacy Died!
von Gerry Conway (Script), Gil Kane (Pencils), John Romita und Tony Mortellaro (Tusche)
Des Kobolds letzter Kampf
The Goblin's Last Stand!
von Gerry Conway (Script), Gil Kane (Pencils), John Romita und Tony Mortellaro (Tusche)
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Stand Tall
von J. Michael Straczynski (Script), John Romita jr. (Pencils), Scott Hanna (Tusche)
Aus Amazing Spider Man 36 (November 2001)
Das lange Gespräch
The Conversation
von J. Michael Straczynski (Script), John Romita jr. (Pencils), Scott Hanna (Tusche)
Aus Amazing Spider Man 38 (Februar 2002)
- Anders als bei den Fantastic Four gibt es bei Spider-Man keine Geschichtenbögen, die man eindeutig als Höhepunkte bezeichnen kann - trotz immer wieder wechselnder Zeichner sind die meisten der ersten rund 130 Hefte Klassiker - unter denen einige sehr gute Geschichten ausgesucht wurden.

016 - Dezember 2005
Cover: ?
Micky Maus
Micky Maus im Gespensterhaus
The Seven Ghosts
Floyd Gottfredson (Plot), Ted Osborne (Script), Floyd Gottfredson (Pencils), Ted Thwaites (Inks)
Micky Maus und das doppelte Geheimnis des Phantoms
Topolino e il doppio segreto di Macchia Nera
Guido Martina (Script), Romano Scarpa (Pencils), Romano Scarpa (Inks)
Ein entfernter Verwandter
Topolino e il Pippotarzan
Romano Scarpa (Script), Romano Scarpa (Pencils), Romano Scarpa (Inks)
Micky und die Rebellion der Schatten
Topolino e la rivolta delle ombre
Ennio Missaglia (Script), Giovan Battista Carpi (Pencils), Giovan Battista Carpi (Inks)
- Nach dem mißlungenen Micky Maus-Band der Bild-Edition zeigt dieser Band wie gut die Maus tatsächlich sein kann. Gottfredsons kurzbehoste Maus hat nichts, aber auch gar nichts mit der Figur zu tun, die derzeit in Dänemark produziert wird.
Die letzte Geschichte lese ich immer wieder gern, obwohl sie so sehr an den Haaren herbeigezogen ist, daß man den gesunden Menschenverstand ausschalten muß.

018 - Dezember 2005
Cover: André Franquin
- Nein, kein Irrtum. Nach 16 kommt 18. An Band 17 (Dilbert) bin ich absolut nicht interessiert. Das mag ein aktuell erfolgreicher Strip sein, aber es ist kein Klassiker - und besonders gut fand ich das bißchen, was ich bisher verfolgt habe, auch nicht.
Gaston
Andre Franquin, Jidéhem (Text), Andre Franquin (Zeichnungen)
Aus Spirou 1025 (1957) - 1324 (1963), plus spätere.
- Gaston ist eine Nebenfigur aus Spirou. In meist halbseitigen oder einseitgen Gags sorgt er für Chaos.
- Gerade die hier präsentierten frühen Strips gehören zum Besten, das Franquin geschaffen hat - und sie sind ziemlich vollständig, wenn auch einige Strips hintenangehängt wurden.

019 - Januar 2006
Cover: Robert Crumb
Fritz the Cat
R. Crumbs Comics and Stories
Robert Crumb
Fritz haut ab
Robert Crumb
Spezial Agent für den C.I.A.
Robert Crumb
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Robert Crumb
Deutsch auch in Head Comix.
Fritz der Nichtsnutz
Robert Crumb
Superstar
Superstar
Robert Crumb
Aus The people's Comics (September 1972)
- Der Band enthält mehr als Fritz the Cat, aber während Fritz zumindest unterhaltsam ist, reicht bei den anderen Geschichten (auch jenen um Mr. Natural) die Qualitätsspanne bestenfalls von mittelmäßig bis öde.
- Fritz war originell - wenn auch nicht besonders gut gezeichnet. Die Fritz the Cat-Geschichten sind die einzigen, die mehrfaches Lesen lohnen. Damit hat Crumb wirklich einen Klassiker geschaffen - und in einem Anfall von Schwachsinn sich seiner einzigen erfolgreichen Schöpfung entledigt.
- Die Übersetzungen stammen von dem Disney-erprobten Reinhard Schweizer, Ralf Oldenburg und vor allem dem Literaturübersetzer Harry ("Lindenstrasse") Rowohlt.

020 - Januar 2006
Cover: Morris
Lucky Luke
Die Erbschaft von Rantanplan
L’héritage de Ran tan plan
Text: René Goscinny, Zeichnungen: Morris
Erstveröffentlichung in Pilot 717-736 (1973), Album 41 (chronologisch), 10 (Dargaud) (1973)
Deutsch auch in
Lucky Luke 53.
Der weiße Kavalier
Le chevalier blanc
Text: René Goscinny, Zeichnungen: Morris
Aus Lucky Luke 8 (1974) - 12 (1975), Album 43 (chronologisch), 12 (Dargaud) (1975)
Deutsch auch in
Lucky Luke 50.
Der Apachen-Canyon
Canyon Apache
Text: René Goscinny, Zeichnungen: Morris
Erstveröffentlichung in Pilote 563 (1970) - 584 (1971), Album 37 (chronologisch), 6 (Dargaud) (1971)
Deutsch auch in
Zack 16,
17,
18,
19,
20,
21,
22,
23/73.
Die Rückkehr von Revolver-Joe
Le retour de Joe la Gachette
Text: Morris, Zeichnungen: Morris
Erstveröffentlichung in Spirou 602-618 (1949), Album 4 (chronologisch), 4 (Dupuis) (1952).
Round-Up
Jours de round–up
Text: Morris, Zeichnungen: Morris
Erstveröffentlichung in Spirou 619-629 (1950), Album 4 (chronologisch), 4 (Dupuis) (1952).
Der große Kampf
Le grand combat
Text: Morris, Zeichnungen: Morris
Erstveröffentlichung in Spirou 630-646 (1950), Album 4 (chronologisch), 4 (Dupuis) (1952).
Der Desperado mit dem Milchzahn
Le grand combat
Text: René Goscinny, Zeichnungen: Morris
Aus Lucky Luke 1 (1974)
Deutsch auch in
16/22 01 und
Zack Album 11.
Gastfreundschaft im Wilden Westen
L'hospitalité de l'Ouest
Text: René Goscinny, Zeichnungen: Morris
Maverick
Maverick
Text: René Goscinny, Zeichnungen: Morris
Ein Mann wie Wyatt Earp
L'égal de Wyatt Earp
Text: René Goscinny, Zeichnungen: Morris
Der fliegende Händler
Le colporteur
Text: René Goscinny, Zeichnungen: Morris
Gefährliche Überfahrt
Passage dangereux
Text: René Goscinny, Zeichnungen: Morris
Sonate in Colt-Dur
Sonate en colt majeur
Text: René Goscinny, Zeichnungen: Morris
Dicke Luft in Pancake Valley
Grabuge á Pancake Valley
Morris
- In dieser Fassung wurden Lucky Luke und Jolly Jumper modernisiert.
- Bei Lucky Luke kann man nicht viel falsch machen. Vorteil für mich: eine Geschichte hatte ich noch nicht als Album und die Neufassung der letzten Geschichte war auch neu für mich.
- Ende der Reihe.
- Ein kleines Fazit: durchaus gelungen. Auf Prinz Eisenherz hätte man (wegen der Druckqualität) verzichten könne, Strizz und Dilbert waren fehlbesetzt. Ich würde mir wünschen, daß irgendwann weitere Bände erscheinen. Diese Reihe ist für den Comic-Freund das Beste, was seit langem am Kiosk zu erhalten war.
Zu dieser Serie erreichte mich ein Leserbrief von Mario:
Die FAZ-Klassiker-Serie ist nun also auch abgeschlossen, Zeit für ein kurzes Resümee.
Ich habe mir tatsächlich alle Bände angeschafft, zum einen um die Sammlung komplett zu haben, zum anderen weil ich doch immer wieder auf die einzelnen Ausgaben gespannt war.
Es gab echte Höhepunkte wie Peanuts, Donald Duck, Batman, Gaston und die Simpsons.
Einige Ausgaben waren für mich sehr interessant, weil ich die Serien oder Figuren zwar vom Namen her kannte, aber noch nichts davon gelesen hatte. Auf Prinz Eisenherz, Blueberry und Corto Maltese war ich sehr gespannt.
Eisenherz und Maltese finde ich zwar nicht berauschend, aber ich habe die 4,90 Euro pro Band gerne investiert. Wie bekommt man sonst für so wenig Geld einen so guten Einblick in eine Comic-Serie?!
Einige Bände finde ich einfach überflüssig und weiß auch nicht, was sie in dieser Reihe zu suchen haben: Strizz und Dilbert sind keine "Klassiker" und dazu auch noch langweilig.
Ich hätte mir andere vorstellen können, Green Lantern z.B. oder Johann und Pfiffikus (statt der Schlümpfe). Und wenn Asterix kein Klassiker ist, wer dann? Aber das wären dann auch nur wieder alte Geschichten gewesen und die hat man schon im Regal stehen.
Kurz und Gut, die Serie ist gelungen, vor allem auch durch den Preis und im Vergleich mit der BILD-Reihe.
Außerdem bin ich seit dem Simpson-Band ein großer Fan der Selbigen, wäre ich sonst nie drauf gekommen und kann jetzt gar nicht genug davon bekommen.
Ein kleiner DVD-Tip noch, ich habe gestern SIN-City gesehen und bin BEGEISTERT. Ich kenne die Comics nicht, werde mich aber jetzt mal darum kümmern.Strizz und Dilbert - da sind wir einer Meinung.
Asterix? Sicher ein Klassiker, aber auch so weit verbreitet, daß ich seine Abwesenheit in dieser Reihe nur begrüßen kann.
Green Lantern kennt außerhalb der Comic-Szene wohl so gut wie niemand (in einem Song wurde er mal erwähnt, aber das war's dann auch schon). Einige frühe Gardner Fox und Gil Kane-Geschichten, der komplette Denny O'Neil und Neal Adams Zyklus, dann noch etwas von Steve Englehart, Joe Staton und Bruce Patterson - könnte doch ein interessanter Band werden.
Johann statt der Schlümpfe? - Ich schätze Johann sehr, wirklich. Und ich denke, er gehört auch in eine Klassikerreihe. Aber nicht statt der Schlümpfe. Die von Peyo gestalteten Schlümpfe sind Klassiker. Unzweifelhaft. Das kann man gar nicht oft genug sagen, denn für die meisten Menschen sind die Schlümpfe Darsteller einer unerträglichen Fernsehserie und Bewohner von Überraschungseiern.
Die Simpsons sind wohl keine Klassiker - aber gut. Überraschend gut. Eine Reihe, die von den Texten lebt - nicht von den Zeichnungen.
Sin City - Frank Miller. Reizt mich nicht. Ich habe ihm bis heute nicht verziehen, daß durch ihn Batman zu einer brutalen Serie wurde (mitunter hervorragend erzählt und gezeichnet, aber eben nur auf Action ausgerichtet). Batman war für mich immer ein Detektiv mit Maske. Davon ist heute nichts mehr übrig geblieben. Ob Batman ohne Frank Miller (und auch Tim Burton) überlebt hätte, sei dahingestellt. Mit der von Bob Kane entwickelten Figur hat der heutige Fledermausmann entgegen aller gegensätzlichen Beteuerungen weniger zu tun als die Geschichten der 60er Jahre.
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