Bild Comic-Bibliothek
Bild Comic-Bibliothek
Weltbild
Eine 12teilige, günstige Sammelserie.
Ich wußte schon eine ganze Zeit, daß die Serie kommen würde, überall hieß es "Sommer 2005". Am 01.08. prangte Asterix auf der Bild-Zeitung, in die ich daraufhin einen Blick warf (ich kaufe das "Lugablättle" (Orginalton Opa, der sie fast täglich kaufte). Der Band war jedoch nirgends zu finden - und ich habe die halbe Stadt abgesucht.
Am Dienstag fragte ich bei Eckert an der Haltestelle Stadtmitte (es gibt zwei, ich verrate nicht in welchem, um die Dame nicht zu gefährden) nach dem Band. "Die Serie bekommen wir nicht. Man muß immer eine bestimmte Anzahl abnehmen und kann sie nicht zurückgeben. Die Bild-(Bestseller-)Bücher liegen wie Blei bei uns herum."
Am Dienstagnachmittag sah ich den Band bei einem Wittwer am Bahnhof. Als ich zurückkehrte, waren alle Exemplare weg. In der Buchhandlung im Bahnhof fand ich dann ein letztes Exemplar.
Der Band scheint sich besser zu verkaufen, als ich das für möglich gehalten hätte.

001 - August 2005
Cover: Albert Uderzo
Asterix
Asterix der Gallier
Astérix le gaulois.
Aus Pilote 1-38 (1959), Album 1 (1961)
Deutsch in Lupo-Modern 03,
04,05,06,
07,08-14/66 (Furchtbar!), MV Comix x -
18,
21/68 und
Asterix 1.
- Man muß blind sein, um nicht zu erkennen, daß die beiden ersten Seiten lange vor dem Rest gezeichnet wurden. Warum Uderzo für die Alben hier keine Angleichung der Figurendarstellung vorgenommen hat, ist mir ein Rätsel.
- Neu koloriert (gelungen) - aber leider auch neu übersetzt.
Der große Graben
Le grand fosse
- Eine Katastrophe. Weit entfernt von der Qualität der letzten Bände. Romeo und Julia in Berlin - oder so ähnlich. Völlig vorhersehbar.
Asterix plaudert aus der Schule
Astérix et la rentrée gauloise
Enthält u.a.:
Das Maskottchen
La mascotte
- Im Gegensatz zu den anderen beiden Geschichten (und dem mir bislang vorliegenden Exemplar) handgelettert).
- Leider hat man die Chance verpaßt einen wirklich guten Band zu produzieren. Gegen die erste Geschichte ist nichts einzuwenden, auch die Kurzgeschichten sind hervorragend. Aber "Der große Graben" und das Maschinenlettering ziehen den Band herunter. Hoffentlich sind die nächsten Bände der Reihe liebevoller zusammengestellt.

002 - August 2005
Cover: Carl Barks
Fast ein Witz: Als ich diesen Band suchte, entdeckte ich bei eben jenem Kiosk, wo mir versichert worden war, man würde die Reihe nicht führen, den Asterix-Band. Ob das an meiner Frage lag?
Auch Band 2 war in Stuttgart extrem schwierig zu finden.
Alle Geschichten sehen handgelettert aus (tatsächlich dürfte es sich um einen Maschinensatz handeln). Die Geräusche sind teilweise in jenem Gelb-rot gesetzt, daß ich so widerlich finde.
Autoren und Zeichnerangaben gibt es nur bei wenigen Geschichten am Schluß.
Den größten Blödsinn findet man in der Unterschrift zu einem Bild im Vorwort: "Donalds 'Vater' Walt Disney (1901-2001) an seinem berühmten Zeichentisch."
Haben Sie es bemerkt? Nein? Disney wurde am 05.Dezember 1901 geboren. Und er starb ... 15.Dezember 1966 (was im Artikel von Norbert Körzdörfer auch zu lesen ist).
Auf der Rückseite des Bandes wird darauf abgehoben, daß in dem Band 14 Geschichten versammelt sind. Als würde die Stückzahl etwas über die Qualität aussagen.
Apropos Qualität: die Geschichtenauswahl ist kaum zu bemängeln: viel Barks, viel Rosa, ein Scarpa, dazu wenig Vicar, ein Reiche, ein van Horn und zwei Gulbransson - es könnte wirklich schlechter sein.
Donald Duck
Der Punschcremtorten-König
Hang Gliders Be Hanged!
Carl Barks (Plot), Tom Anderson (Skript), Victor Arriagada Ríos (Zeichnungen)
Erstveröffentlichung März 1984
Deutsch in Micky Maus 11/84,
24/94, Carl Barks - Der Vater der Ducks 1.
- Auch wenn es den Chefs bei Egmont vielleicht nicht paßt: Entenhausen liegt nicht in der Umgebung von Berlin, es liegt nahe Stuttgart. Der Beweis? Der Beginn dieser Geschichte: "Der Kräherwald, ein beliebtes Ausflugsziel der Entenhausener ... ".
Der Kräherwald liegt zwischen Botnang und dem Killesberg (übrigens der einzig richtige Ort für die Stuttgarter Messe. Aber das gehört nicht hierher - es gehört in die Köpfe der Verantwortlichen). Wenn ich aus meinen Fenstern schaue, sehe ich den Kräherwald - allerdings ohne irgendwelche Drachenflieger.
Der Fluch des Albatros
The Not-so-Ancient Mariner
Carl Barks
Im alten Kalifornien
In Old California
von Carl Barks.
Schwänzen will gelernt sein
Metaphorically Spanking
Don Rosa
Selbst ist der Mann
Selbst ist der Mann
Don Rosa
Der Kürbiskampf
Der Kürbiskampf
Don Rosa
Erstveröffentlichung Februar 1988
Deutsch auch in Mickyvision 17/89, Onkel Dagobert von Don Rosa 10, Die tollsten Geschichten von Donald Duck 155,
Hall of Fame 1.
Die vertauschten Briefe
Donald's Love Letters
Carl Barks
Der große Spurt
Paperino e lo sprint fulminante
Osvaldo Pavese (Skript), Romano Scarpa (Zeichnungen), Giorgio Cavazzano (Tusche)
Aus Almanacco Topolino 115 (Juli 1966)
- Ich kann es selbst kaum glauben: Eine deutsche Erstveröffentlichung!

003 - August 2005
Cover: Morris
Lucky Luke
Ma Dalton
Ma Dalton
Text: René Goscinny
Die Daltons und der Psycho-Doc
La guérison des Dalton
Text: René Goscinny
Der Kaiser von Amerika
Empereur Smith
René Goscinny und Morris
Erstveröffentlichung in Tintin N30-N40 (1976), Album 45 (chronologisch), 14 (Dargaud) (1976)
Deutsch auch in
Zack Album 14.
Goldrausch!
La ville fantôme
René Goscinny und Morris
Aus Spirou 1306-1327 (1963), Album 25 (1965)
Deutsch auch in
FF Extra 3.
- Ein gelungener Band. Alle Geschichten handgelettert, alle Geschichten vom Feinsten. Daß ich eine Geschichte bislang nicht als Album hatte ist für mich ein zusätzlicher Anreiz.

004 - August 2005
Cover: Giuseppe dalla Santa
Micky Maus
- Bereits beim ersten Durchblättern breitet sich Enttäuschung aus. Anstatt wie in Band 2 einen breiten Querschnitt zu liefern, bedient man sich hier bei den frühen Ausgaben der deutschen Micky Maus (genauer: bei den Jahrgängen 56 und 57, die nicht mehr in Micky Maus, die frühen Jahre nachgedruckt wurden). Das hat zur Folge, daß weder Scarpa noch Cavazzano mit Geschichten vertreten sind. Auch die sonstige Auswahl ist eher dürftig. Höhepunkte sind die Geschichten von Floyd Gottfredson und Paul Murry. Ansonsten neben vielen Einseitern, Geschichten von Riley Thomson/Carl Buettner, Tony Strobl (dessen Micky ich nicht besonders reizvoll finde), Al Hubbard (der bei Strolchi glänzte) und Frank McSavage.
--
Goofy's Car
Floyd Gottfredson (Plot), Dick Shaw (Script), Floyd Gottfredson (Zeichnungen), Bill Wright (Tusche)
Zeitungsstrips 23.11.42 - 28.11.42
Deutsch in Micky Maus 19/56.
Die verschwundene Eisenbahn
The Vanishing Railroad
Carl Fallberg (Story), Paul Murry (Zeichnungen)
Micky, der Perlenfischer
The Giant Pearls of Aago Island
Paul Murry (Zeichnungen)
Aus Mickey Mouse 49 (August 1956)
Deutsch auch in Micky Maus 11,12/57.
Das Geheimzeichen
The Sign of the Squid
Paul Murry (Zeichnungen)
Aus Mickey Mouse 44 (Oktober 1955
Deutsch auch in Micky Maus 22,23/57.

004 - August 2005
Cover: André Franquin
Spirou
- Sicher einer der Höhepunkte der Reihe. Jede der drei Geschichten hätte ich auch ausgesucht.
Aber es wäre nicht Bild, wenn sich nicht Schlampereien eingeschlichen hätten.
Auf dem Buchrücken wird Geburts- und Todesjahr von Franquin genannt (03.01.1924 - 05.01.1997), aber bei Greg wird nur das Geburtsjahr genannt. Liebe Leute bei Bild (und Weltbild): Auch Greg lebt leider nicht mehr (05.05.1931 - 29.10.1999). Nun ja, Franquin ist länger tot. Aber gestern war das doch nicht gerade, nicht wahr?
Der zweite Faux-Pas: Auf Seite 122 wird eine fehlende Bildfolge gezeigt, dazu heißt es: "Die Szene, die auf Seite 35 hinter Bild 8 folgen müßte, erklärt dann auch, warum Fantasio auf Seite 43 ein Paar Schuhe neben seiner Pritsche stehen hat (...)" Leider wurden die Originaldruckvorlagen von Carlsen verwendet, ohne solche Kleinigkeiten zu überarbeiten. Die Geschichte beginnt auf Seite 123 des Buches, die Seiten sind zwar durchnumeriert aber, auf Seite 2 trägt die obere Hälfte die Bezeichnung 1c. Kurz und gut: mit dem gutgemeinten Hinweis kann nur der was anfangen, der den Original Carlsen-Band besitzt.
Das Nest im Urwald
Le film de l’année: le Marsupilami / Le nid des Marsupilamis
André Franquin
Der Plan des Zyklotrop
Z comme Zorglub
Michel Greg (Text), André Franquin (Zeichnungen), Jidéhem (Jean de Maesmaker) (Hintergründe)
QRN ruft Bretzelburg
Q.R.M. sur Bretzelburg/QRN sur Bretzelburg
Greg und André Franquin

007 - September 2005
Cover: Manfred Schmidt
Nick Knatterton
- Vorweg: das Vorwort ist genauso überflüssig wie das der anderen Bände. Hier hätte man das -vielleicht ergänzte - Vorwort von Manfred Schmidt nachdrucken sollen.
Der Schuß in den künstlichen Hinterkopf
Die Goldader von Bloody Corner
Der Stiftzahn des Caprifischers
Der indische Diamantenkoffer
Die Erbschaft in der Krawatte
Die Million im Eimer
Das Geheimnis der Superbiene
Weitere Versionen des Covers:


008 - September 2005
Cover: Hergé
Tim und Struppi (d.i. Tintin)
- Der Band ist gut ausgewählt (nicht nur, weil mir eine Geschichte bislang in meiner Sammlung fehlte). Die Geschichten sind handgelettert.
Die sieben Kristallkugeln
Les sept boules de cristal
Hergé
Album 13 (1948).
Der Sonnentempel
Le temple du soleil
Hergé
Der Fall Bienlein
L'affaire Tournesol
Hergé
Erstveröffentlichung in Tintin 328-389 (1955), Album 18 (1956)
Deutsch auch in
Tim und Struppi 18.

009 - Oktober 2005
Cover: ?
Phantomias
- Die Vorworte dieser Reihe glänzen nicht gerade vor Kenntnissen. Aber was hier (wohlweislich ohne Namensnennung) serviert wird, ist ein Skandal.
Der Reihe nach:
- Carl Barks hat nichts, aber auch überhaupt nichts mit Phantomias zu tun. Seine Super-Donald Geschichte ist weder Vorlage noch Auslöser dieses Disney-Subgenres.
- Die von Guido Martina und Giovann Battista Carpi geschaffene Geheimidentität Donalds hat außer dem Namen und dem Kostüm nichts mehr mit der ursprünglichen Figur zu tun - und schon gar nichts mit dem Phantomias der Alben-Reihe (aus der die folgenden Geschichten stammen).
- Das Hauptquartier ist nicht der Dagobert-Duck-Tower sondern der Ducklair-Tower. Man muß nur die nachfolgenden Geschichten lesen.
Soviel zum Vorwort. Daß die Reihe nicht genügend betreut wird, merkt man auf Seite 182, die mit Seite 173 identisch ist, d.h. dem erstaunten Leser wird eine Seite der Geschichte unterschlagen.- Die Geschichten selbst? Recht gut. Sehr viel besser als das, was einem derzeit (zumindest meistens) in den LTB serviert wird.
Der Zeitpirat
Il vento del tempo
Alessandro Sisti, Ezio Sisto (Plot), Alessandro Sisti (Script), Claudio Sciarrone (Zeichnungen)
Aus Paperinik New Adventures 02 (Januar 1997)
Xadhoom!
Xadhoom!
Alessandro Sisti, Ezio Sisto (Plot), Alessandro Sisti (Script), Stefano Intini (Zeichnungen), Sandro Zemolin (Tusche)
Aus Paperinik New Adventures 03 (März 1997)
Gefahr von der Venus
Ombre su Venere
Francesco Artibani, Simone Stenti (Plot), Francesco Artibani (Script), Claudio Sciarrone (Zeichnungen)
Aus Paperinik New Adventures 01 (November 1996)
- Merken Sie was? Mir kam das beim Lesen der Geschichten gleich seltsam vor, daß Klarissa, die in der zweiten Geschichte verschwand, in der dritten plötzlich wieder auftaucht. Des Rätsels Lösung? Man hielt sich an die willkürliche Reihenfolge der deutschen Erstveröffentlichung (Phantomias 1-3). Wäre ja zu schön gewesen, wenn man bei der Redaktion dieses Bandes etwas gedacht hätte.

011 - Oktober 2005
Cover: ?
Fix & Foxi
- Das Vorwort ist wieder einmal ein Ärgernis:
- Das erste Original-Heft ist heute ca. 125.000 Euro wert - unter Fans! Ja, unter wem denn sonst? Und diese Summe ... gibt es jemanden, der bereit ist, diesen Betrag zu zahlen?
Seine schöne Witwe Alexandra bewahrt das Comic-Erbe. Schön? Schön? Das ist doch wohl Geschmacksache. Das Foto am Ende des Bandes zeigt eine faltenreiche Frau (ich habe das Foto nicht ausgesucht, das wird sie selbst getan haben), die weder schön noch häßlich wirkt. Nur durchschnittlich - und ziemlich angemalt. Die Geschmäcker sind verschieden. Ganz abgesehen davon: das Adjektiv reduziert Frau Kauka auf ihr Aussehen, vielleicht um von ihren Leistungen abzulenken. Genau besehen ist das Wort in diesem Zusammenhang frauenfeindlich.
Er gründete das Kultheft "Reinecke Fuchs" Kultheft? Lassen wir doch die Kirche im Dorf. Kultverdächtig war das (zumindest das was ich kenne) auf keinen Fall.
Das Problem der Kauka-Comics zeigt der Band recht deutlich: Der Figurenstamm hat sich über Jahrzehnte nicht verändert. Fix & Foxi, Lupo, Oma Eusebia, Lupinchen und Knox. Das wars. Kauka hatte ordentliche bis gute Zeichner unter Vertrag, manche Geschichten waren auch nicht schlecht zu lesen, aber bei Kauka gab es nie einen Carl Barks, der das Universum ausgeweitet hat, der beständig gute Qualität abgeliefert hätte (wir reden hier von Fix & Foxi - nicht von Pauli). Erst mit Helmut Murek und Massimo Fecchi bekam der Fuchs-Kosmos überragende Zeichner - deren Geschichten man oft mehr Substanz gewünscht hätte.
Ein Name für die Wissenschaft
Lutz Mathesdorf (Script), Darko Zebic (= Gabriel), Lutz Mathesdorf (Zeichnungen)
Erstveröffentlichung
- Textlich ordentlich, aber zeichnerisch mitunter auf Anfängerniveau. Der Schluß der Geschichte ist ein Ärgernis. Knox taucht völlig unmotiviert im letzten Bild auf einem Podium auf, um einen aufgesetzten Schlußpunkt zu liefern - obwohl er vorher dort nicht zu entdecken war. Das soll das Niveau des Neustarts werden? Oh je!
Der Turmwächter
Walter Neugebauer
Aus Fix und Foxi 378 (1963)
Der Trick mit der Eisenkugel
Branko Karabajic (?)
Aus Fix und Foxi 370 (1963)
- Die Zeichnervermutung stammt von mir.
Die Bergsteiger
Aus Fix und Foxi 474 (1965)
Der Holzfresser
Walter Neugebauer
Fix und Foxi in Venedig
Aus Fix und Foxi 474 (1965)
Ludwig Fischer (Zeichnungen und wahrscheinlich auch Text)
Wohlauf, die Luft weht frisch und rein
Ludwig Fischer
Aus Fix und Foxi Sommer (1971)
Im Land der Fatzteken
Florian Julino (Script), Florian Julino (Zeichnungen)
Aus Fix und Foxi Ferien (1976)
Theater mit dem Theater
Sandro Costa
Aus Fix und Foxi 11 (1981)
Dschungelhochzeit
Luciano Gatto
Aus Fix und Foxi 21 (1983)
Ich folge hier, wie bei den Zeichnerangaben, den Angaben im
Comicforum.
Eiszeitungeheuer
Helmut Murek (Script), Massimo Fecchi (Zeichnungen)
Aus Fix und Foxi 33-35 (1986)
Der Rockwettbewerb
Sandro Costa
Aus Fix und Foxi 18 (1988)
Der Krieg der Musiknoten
Massimo Fecchi
Aus Fix und Foxi 12 (1988)
Jäger aus dem All
Massimo Fecchi
Aus Fix und Foxi 4 (1988)
Die Spur der "Eidechse"
Sandro Costa
Aus Fix und Foxi 6 (1988)
Die phantastische Nacht
Massimo Fecchi
Aus Fix und Foxi 18 (1988)
Die Pilzsammler
Sandro Costa
Aus Fix und Foxi 38 (1991)

012 - Oktober 2005
Cover: Bud Sagendorf (?)
Popeye
- Ich hatte es ja schon befürchtet: Nicht Segars Popeye (der Klassiker), nicht Sagendorfs Popeye (der, den wohl die meisten Comic-Leser heute kennen) sondern der moderne von Hy Eisman. Nicht grundsätzlich schlecht, aber eben nur ein Sonntagshumorstrip, der mit dem Abenteuerstrip vergangener Tage außer dem Personal nichts mehr zu tun hat.
- Im Vorwort wird natürlich auf Segar abgehoben - kein Wort zu Eisman.
- Das Vorwort selbst - wie kann es anders sein: ein Ärgernis. Kein Wort davon, daß der übermäßige Spinatgenuß (den man allgemein mit Popeye verbindet) nicht aus dem Strip sondern aus den frühen Max Fleisher-Trickfilmen stammt.
- Präsentiert werden die Strips vom 25.05.97 - 06.08.2000, unter Auslassung der Strips von 13.12.1998 - 31.01.1999
- Körzdörfer schreibt: Popeyes Erfolg (er wurde übrigens in eiem Taifun vor Santa Monica geboren) steigerte in den USA den Kinder-Konsum von Spinat um 30 Prozent.
Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen. Popeyes Erfolg wurde also in einem Taifun geboren. Interessant.
Noch besser: Spinat konsumiert 30 % mehr Kinder wegen Popeye.
Soviel Dummheit in einem Satz ist unglaublich.
- Das war's. Blicken wir kurz zurück:
- Die Vorworte? So fehlerbehaftet, daß man den Autor sofort feuern und nirgendwo, in keiner irgendwie gearteteten journalistischen Tätigkeit jemals wieder beschäftigen sollte. Wer so schlampig arbeitet, hat in diesem Metier nichts verloren!
- Die Geschichtenauswahl? Viel zu beliebig. Lediglich der Lucky Luke- und Spirou-Band können von Anfang bis Ende überzeugen. In allen anderen Fällen trüben einzelne Geschichten oder mangelhafte Sorgfalt bei der Zusammenstellung die Freude.
© 2010 by
