Bild Comic-Bibliothek
Eine 12teilige, günstige Sammelserie.

Ich wusste schon eine ganze Zeit, dass die Serie kommen würde, überall hieß es "Sommer 2005". Am 01.08. prangte Asterix auf der Bild-Zeitung, in die ich daraufhin einen Blick warf (ich kaufe das "Lugablättle" (Orginalton Opa, der sie fast täglich kaufte). Der Band war jedoch nirgends zu finden - und ich habe die halbe Stadt abgesucht.

Am Dienstag fragte ich bei Eckert an der Haltestelle Stadtmitte (es gibt zwei, ich verrate nicht in welchem, um die Dame nicht zu gefährden) nach dem Band. "Die Serie bekommen wir nicht. Man muss immer eine bestimmte Anzahl abnehmen und kann sie nicht zurückgeben. Die Bild-(Bestseller-)Bücher liegen wie Blei bei uns herum."

Am Dienstagnachmittag sah ich den Band bei einem Wittwer am Bahnhof. Als ich zurückkehrte, waren alle Exemplare weg. In der Buchhandlung im Bahnhof fand ich dann ein letztes Exemplar.

Der Band scheint sich besser zu verkaufen, als ich das für möglich gehalten hätte.

Bild Comic-Bibliothek 1
001 - August 2005
Cover: Albert Uderzo

Asterix

Asterix der Gallier
Astérix le gaulois.

  • Man muss blind sein, um nicht zu erkennen, dass die beiden ersten Seiten lange vor dem Rest gezeichnet wurden. Warum Uderzo für die Alben hier keine Angleichung der Figurendarstellung vorgenommen hat, ist mir ein Rätsel.
  • Neu koloriert (gelungen) - aber leider auch neu übersetzt.

Der große Graben
Le grand fosse
Album 25 (1980)

Deutsch in Asterix 25.

  • Eine Katastrophe. Weit entfernt von der Qualität der letzten Bände. Romeo und Julia in Berlin - oder so ähnlich. Völlig vorhersehbar.

Asterix plaudert aus der Schule
Astérix et la rentrée gauloise
Enthält u.a.:
Das Maskottchen
La mascotte
Erstveröffentlichung in: Pilote Super Pocket 1 (1968)

Deutsch auch in MV Comix 19,20/70, Asterix ohne Nummer.

  • Im Gegensatz zu den anderen beiden Geschichten (und dem mir bislang vorliegenden Exemplar) handgelettert).

  • Leider hat man die Chance verpasst einen wirklich guten Band zu produzieren. Gegen die erste Geschichte ist nichts einzuwenden, auch die Kurzgeschichten sind hervorragend. Aber "Der große Graben" und das Maschinenlettering ziehen den Band herunter. Hoffentlich sind die nächsten Bände der Reihe liebevoller zusammengestellt.

Mail an Ralf H.

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002 - August 2005
Cover: Carl Barks
Fast ein Witz: Als ich diesen Band suchte, entdeckte ich bei eben jenem Kiosk, wo mir versichert worden war, man würde die Reihe nicht führen, den Asterix-Band. Ob das an meiner Frage lag?

Auch Band 2 war in Stuttgart extrem schwierig zu finden.

Alle Geschichten sehen handgelettert aus (tatsächlich dürfte es sich um einen Maschinensatz handeln). Die Geräusche sind teilweise in jenem Gelb-rot gesetzt, dass ich so widerlich finde.

Autoren und Zeichnerangaben gibt es nur bei wenigen Geschichten am Schluß.

Den größten Blödsinn findet man in der Unterschrift zu einem Bild im Vorwort: "Donalds 'Vater' Walt Disney (1901-2001) an seinem berühmten Zeichentisch."

Haben Sie es bemerkt? Nein? Disney wurde am 05. Dezember 1901 geboren. Und er starb ... 15.Dezember 1966 (was im Artikel von Norbert Körzdörfer auch zu lesen ist).

Auf der Rückseite des Bandes wird darauf abgehoben, dass in dem Band 14 Geschichten versammelt sind. Als würde die Stückzahl etwas über die Qualität aussagen.

Apropos Qualität: Die Geschichtenauswahl ist kaum zu bemängeln: viel Barks, viel Rosa, ein Scarpa, dazu wenig Vicar, ein Reiche, ein van Horn und zwei Gulbransson - es könnte wirklich schlechter sein.

Donald Duck

Der Punschcremtorten-König
Hang Gliders Be Hanged!



  • Donald hat sich auf einen Wettkampf im Drachenfliegen vorbereitet. Doch ganz überraschend nimmt auch Gustav an dem Wettbewerb teil.
  • Der Plot wurde geändert. Die Szene mit den Adlern kam bei Barks nicht vor. Stattdessen hätten die Neffen Donald wie einen an einer Angelschnur führen sollen.
  • Auch wenn es den Chefs bei Egmont vielleicht nicht paßt: Entenhausen liegt nicht in der Umgebung von Berlin, es liegt nahe Stuttgart. Der Beweis? Der Beginn dieser Geschichte: "Der Kräherwald, ein beliebtes Ausflugsziel der Entenhausener ... ". Der Kräherwald liegt zwischen Botnang und dem Killesberg (übrigens der einzig richtige Ort für die Stuttgarter Messe. Aber das gehört nicht hierher - es gehört in die Köpfe der Verantwortlichen). Wenn ich aus meinen Fenstern schaue, sehe ich den Kräherwald - allerdings ohne irgendwelche Drachenflieger.


Der Fluch des Albatros
The Not-so-Ancient Mariner

  • Wer das schönste Gedicht schreibt, kann eine Kreuzfahrt gewinnen.
  • Daisy trägt verschiedene Perücken - und Ohrringe. .
  • Gustav hat lange wuschelige Haare und trägt eine Baskenmütze - außerdem einen Rollkragenpullover.
  • Der letzte Zehnseiter, den Barks schrieb und zeichnete.
  • Donald soll zwei Strophen aus "Der Fluch des Albatros vortragen".

    Im Original wird verlangt, zwei Zeilen aus der 20. Strophe des "Ancient Mariner" (1798 von Samuel Taylor Coleridge) vorzutragen, worauf Donald sagt:

    Why lookst thou so?
    With my crossbow I shot the albatross!


    Fuchs liefert eine Eigenübersetzung:

    Weh mir Frevler, das ich schoss den Schicksalvogel Albatros!
    Dreimal wehe, dass ich traf!
    Dafür trifft mich des Schicksals Straf'!


Im alten Kalifornien
In Old California

  • Nach einem Autounfall finden sich Donald und die Kinder im Kalifornien des 19. Jahrhundert wieder.
  • Der Name des Don Gaspar ist eine Ansammlung von kalifonischen Straßennamen.
  • Barks hat sich durch die Landschaft und die Häuser in seiner näheren Umgebung (er wohnte San Jacinto) anregen lassen.


Schwänzen will gelernt sein
Metaphorically Spanking

Selbst ist der Mann
Selbst ist der Mann

Der Kürbiskampf
Der Kürbiskampf

Die vertauschten Briefe
Donald's Love Letters
Skript:Carl Barks
Pencils:Carl Barks
Inks:Carl Barks

Aus Walt Disney's Comics & Stories 111 (Dezember 1949)
Reprint in Walt Disney's Comics & Stories 522.

Deutsch in Micky Maus 17/85, Die tollsten Geschichten von Donald Duck 130, Barks Library 16, Barks Comics and Stories 6, 70 Jahre Donald Duck.

Der große Spurt
Paperino e lo sprint fulminante
Skript:Osvaldo Pavese
Pencils:Romano Scarpa
Inks:Giorgio Cavazzano
Aus Almanacco Topolino 115 (Juli 1966)

  • Ich kann es selbst kaum glauben: Eine deutsche Erstveröffentlichung!

Schnappi in Gefahr
Krokodilledertasche

  • Die Kinder haben sich ein Krokodil als Haustier angeschafft. Donald will das Tier als Lieferant für Leder verwenden, um Daisy eine Handtasche schenken zu können.
  • Das Kinderlied "Schnappi, das kleine Krokodil" stammt aus dem Jahr 2004. Es scheint mir zweifelhaft, dass die Geschichte von Volker Reiche dafür als Anregung gedient hat. Die Namensgleichheit wird wohl ein Zufall sein.


Mail an Ralf H.

Bild Comic-Bibliothek 3
003 - August 2005
Cover: Morris

Lucky Luke

Ma Dalton
Ma Dalton
Skript:René Goscinny
Aus Pilote 595-616 (1971), Album 38 (chronologisch), 7 (Dargaud) (1971)

Deutsch auch in Zack 52/72,01,02,03,04/73, Lucky Luke 47.

Die Daltons und der Psycho-Doc
La guérison des Dalton
Skript:René Goscinny
Erstveröffentlichung in: Tintin N1-N13 (1975), Album 44 (chronologisch), 13 (Dargaud) (1975)

Deutsch auch in Lucky Luke 54.

Der Kaiser von Amerika
Empereur Smith
René Goscinny und Morris
Erstveröffentlichung in Tintin N30-N40 (1976), Album 45 (chronologisch), 14 (Dargaud) (1976)

Deutsch auch in Zack Album 14.

Goldrausch!
La ville fantôme
Skript:René Goscinny
Pencils:Morris (d.i. Maurice de Bevere)
Inks:Morris

Aus Spirou 1306-1327 (1963), Album 25 (1965)

Deutsch auch in FF Extra 3.

  • Ein gelungener Band. Alle Geschichten handgelettert, alle Geschichten vom Feinsten. Dass ich eine Geschichte bislang nicht als Album hatte ist für mich ein zusätzlicher Anreiz.

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004 - August 2005
Cover: Giuseppe dalla Santa

Micky Maus

  • Bereits beim ersten Durchblättern breitet sich Enttäuschung aus. Anstatt wie in Band 2 einen breiten Querschnitt zu liefern, bedient man sich hier bei den frühen Ausgaben der deutschen Micky Maus (genauer: bei den Jahrgängen 56 und 57, die nicht mehr in Micky Maus, die frühen Jahre nachgedruckt wurden). Das hat zur Folge, dass weder Scarpa noch Cavazzano mit Geschichten vertreten sind. Auch die sonstige Auswahl ist eher dürftig. Höhepunkte sind die Geschichten von Floyd Gottfredson und Paul Murry. Ansonsten neben vielen Einseitern, Geschichten von Riley Thomson/Carl Buettner, Tony Strobl (dessen Micky ich nicht besonders reizvoll finde), Al Hubbard (der bei Strolchi glänzte) und Frank McSavage.

--
Goofy's Car
Plot:Floyd Gottfredson
Skript:Dick Shaw
Pencils:Floyd Gottfredson
Inks:Bill Wright
Zeitungsstrips 23.11.42 - 28.11.42

Deutsch in Micky Maus 19/56.

Die verschwundene Eisenbahn
The Vanishing Railroad

Micky, der Perlenfischer
The Giant Pearls of Aago Island

Das Geheimzeichen
The Sign of the Squid
Skript:?
Pencils:Paul Murry
Inks:Paul Murry

Aus Mickey Mouse 44 (Oktober 1955

Deutsch auch in Micky Maus 22,23/57.

Mail an Ralf H.

Bild Comic-Bibliothek 5
004 - August 2005
Cover: André Franquin

Spirou

  • Sicher einer der Höhepunkte der Reihe. Jede der drei Geschichten hätte ich auch ausgesucht.

    Aber es wäre nicht Bild, wenn sich nicht Schlampereien eingeschlichen hätten.

    Auf dem Buchrücken wird Geburts- und Todesjahr von Franquin genannt (03.01.1924 - 05.01.1997), aber bei Greg wird nur das Geburtsjahr genannt. Liebe Leute bei Bild (und Weltbild): Auch Greg lebt leider nicht mehr (05.05.1931 - 29.10.1999). Nun ja, Franquin ist länger tot. Aber gestern war das doch nicht gerade, nicht wahr?

    Der zweite Faux-Pas: Auf Seite 122 wird eine fehlende Bildfolge gezeigt, dazu heißt es: "Die Szene, die auf Seite 35 hinter Bild 8 folgen müßte, erklärt dann auch, warum Fantasio auf Seite 43 ein Paar Schuhe neben seiner Pritsche stehen hat (...)" Leider wurden die Originaldruckvorlagen von Carlsen verwendet, ohne solche Kleinigkeiten zu überarbeiten. Die Geschichte beginnt auf Seite 123 des Buches, die Seiten sind zwar durchnummeriert aber, auf Seite 2 trägt die obere Hälfte die Bezeichnung 1c. Kurz und gut: mit dem gutgemeinten Hinweis kann nur der was anfangen, der den Original Carlsen-Band besitzt.

Das Nest im Urwald
Le film de l’année: le Marsupilami / Le nid des Marsupilamis
André Franquin
Aus Spirou 969-991 (1956), Album 12 (chronologisch: 14) (1960)

Deutsch auch in Spirou 4.

Der Plan des Zyklotrop
Z comme Zorglub
Skript:Michel Regnier (als Greg)
Pencils:André Franquin, Jidéhem (Jean de Maesmaker) (Hintergründe)
Skript:André Franquin, Jidéhem (Hintergründe)
Aus Spirou 1096-1136 (1959), Album 15 (chronologisch: 17) (1961)

Deutsch auch in Spirou und Fantasio 13, Carlsen Pocket 05.

QRN ruft Bretzelburg
Q.R.M. sur Bretzelburg/QRN sur Bretzelburg
Greg und André Franquin
Erstveröffentlichung in: Spirou 1205-1237 (1961), Album 18 (chronologisch: 20) (1966)

Deutsch auch in FF-Extra 02 und Spirou und Fantasio 16.

Mail an Ralf H.

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007 - September 2005
Cover: Manfred Schmidt

Nick Knatterton

  • Vorweg: das Vorwort ist genauso überflüssig wie das der anderen Bände. Hier hätte man das -vielleicht ergänzte - Vorwort von Manfred Schmidt nachdrucken sollen.

Der Schuß in den künstlichen Hinterkopf
Episode 1 - Aus Quick 49/50 - 25/51

Auch in Nick Knatterton - Die aufregendsten Abenteuer, Nick Knatterton - Die Abenteuer

Originalfassung in Oh, Nick Knatterton.

Die Goldader von Bloody Corner

Der Stiftzahn des Caprifischers

Der indische Diamantenkoffer

Die Erbschaft in der Krawatte

Die Million im Eimer

Das Geheimnis der Superbiene

Mail an Ralf H.
Weitere Versionen des Covers:
Nick Knatterton


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Tim und Struppi
Tintin

  • Der Band ist gut ausgewählt (nicht nur, weil mir eine Geschichte bislang in meiner Sammlung fehlte). Die Geschichten sind handgelettert.

Die sieben Kristallkugeln
Les sept boules de cristal
Skript:Georges Remi (Hergé)
Pencils:Hergé, Edgar P. Jacobs
Inks:Hergé, Edgar P. Jacobs

Originalfassung in: Le Soir
Erstverkaufstag: 16. Dezember 1943 - 02. September 1944
  Unterbrechung vom 06. Mai 1944 - 06. Juni 1944 wegen Erkrankung Hergés.
  Abbruch wohl Seite 50, Reihe 1.
Originalfassung in: Tintin 1/46 - 7/46
Erstverkaufstag: 26. September 1946 - 07. November 1946

   1956   Tim der pfiffige Reporter 7

   2000   Hergé Gesamtausgabe 10

  • Die Mitglieder einer Anden-Expedition fallen einer nach dem anderen in einen Koma-ähnlichen Schlaf. Immer finden sich in ihrer Nähe Kristallsplitter.
  • Haddock lebt zusammen mit Bienlein und Nestor in Schloss Mühlenhof. Tim lebt noch immer in der Stadt (Labradorstr. 26).
  • Die Veröffentlichung wurde unterbrochen, da alle Redakteure von Le Soir nach der Befreiung Belgiens mit Arbeitsverbot belegt wurden.
  • Für das Magazin Tintin bestand Redakteur Raymond Leblanc auf 2 Seiten pro Woche. In Le Petit Vingtième hatte er das ohne Probleme tun können, seither waren aber seine Ansprüche an Detailgenauigkeit deutlich gestiegen, außerdem wurden die Seiten inzwischen in Farbe veröffentlicht. Daher engagierte er Assistenten.
  • In Tintin hieß die Geschichte von Anfang an "Le Temple du Soleil".
  • General Alcazar und Bianca Castafiore tauchen wieder auf.
  • Edgar P. Jacobs wurde im Januar 1944 Assistent von Hergé. Er arbeitete am Plot, von ihm stammt der Titel der Geschichte. Außerdem diente er Hergé als Modell.
  • Der Direktor des Cinquntenaire Museum in Brüssel (Professor Capart) diente als Anregung für Professor Bergamotte (dt. Birnbaum). Dessen Haus ähnelt dem Gebäude Avenue Delleur 6, einem Gebäude in der Nähe von Hergés damaliger Wohnung.
  • Nachdem Tim das Krankenhaus verlassen hat, begegnet er General Alcazar, der ihm vom Verschwinden Chiquitos berichtet. Diese Szene wurde gestrichen und in den Hafen von Saint-Nazaire verlegt.
  • Nestors Bemerkung, dass Haddock um zehn Jahre gealtert sei, wird als Kommentar von Hergé auf seine Situation angesehen, auch der Neubeginn der Geschichte mit einem wiedererstarkenden Haddock geht wohl in diese Richtung.
  • Bei der Fortsetzung in Tintin wurde nicht zwischen dem späteren ersten Band und dem zweiten Band der Geschichte unterschieden.
  • Dass es kaum noch ein Bild ohne Hintergrund gibt, wird Jacobs zugeschrieben.


Der Sonnentempel
Le temple du soleil
  • Um den entführten Bienlein zu retten, reisen Tim und Haddock nach Südamerika. Dort geraten stoßen sie auf die Erben der Inkas.
  • Für die Albenveröffentlichung wurde die Geschichte um einige Szenen gekürzt.
  • Die Geschichte wurde durch einen Roman von Gaston Leroux (L' épouse du soleil - 1912) inspiriert. Dort taucht auch die Idee der Sonnenfinsternis auf.
  • Hergé gab später zu, dass die Geschichte mit der Sonnenfinsternis nicht plausibel war. Eine auf die Sonne fixierte Kultur wie die Inkas wäre sicher durch eine Sonnenfinsternis nicht überrascht worden.
  • Die Zusammenarbeit von Jacobs und Hergé endete 1947 im Streit. Einerseits war Jacobs mit Blake und Mortimer erfolgreich, andererseits wollte der als Beteiligter an der Tintin-Geschichte benannt werden. Beides passte Hergé nicht.
  • Für die Albenveröffentlichung wurde die Sonnenfinsternis neu gestaltet - anscheinend erfolgte sie bei der Erstveröffentlichung in richtiger Richtung, jetzt in falscher.
  • Die Szenen in den Bergen sind hervorragend, die bei den Inka hingegen scheinen mir aus der Zeit gefallen zu sein. Warum sollte eine Kultur auf einem primitigen Level bleiben, wenn sie doch Kontakt mit dem Fortschritt hat? Warum gab es hier keine Weiterentwicklung?


Der Fall Bienlein
L'affaire Tournesol

Mail an Ralf H.


Bild Comic-Bibliothek 9
009 - Oktober 2005
Cover: ?

Phantomias

  • Die Vorworte dieser Reihe glänzen nicht gerade vor Kenntnissen. Aber was hier (wohlweislich ohne Namensnennung) serviert wird, ist ein Skandal.

    Der Reihe nach:

  • Carl Barks hat nichts, aber auch überhaupt nichts mit Phantomias zu tun. Seine Super-Donald Geschichte ist weder Vorlage noch Auslöser dieses Disney-Subgenres.
  • Die von Guido Martina und Giovann Battista Carpi geschaffene Geheimidentität Donalds hat außer dem Namen und dem Kostüm nichts mehr mit der ursprünglichen Figur zu tun - und schon gar nichts mit dem Phantomias der Alben-Reihe (aus der die folgenden Geschichten stammen).
  • Das Hauptquartier ist nicht der Dagobert-Duck-Tower, sondern der Ducklair-Tower. Man muss nur die nachfolgenden Geschichten lesen.
  • Soviel zum Vorwort. Dass die Reihe nicht genügend betreut wird, merkt man auf Seite 182, die mit Seite 173 identisch ist, d.h. dem erstaunten Leser wird eine Seite der Geschichte unterschlagen.
  • Die Geschichten selbst? Recht gut. Sehr viel besser als das, was einem derzeit (zumindest meistens) in den LTB serviert wird.

Der Zeitpirat
Il vento del tempo
Plot:Alessandro Sisti, Ezio Sisto
Skript:Alessandro Sisti
Pencils:Claudio Sciarrone
Inks:Claudio Sciarrone
Aus Paperinik New Adventures 02 (Januar 1997)

Xadhoom!
Xadhoom!
Plot:Alessandro Sisti, Ezio Sisto
Skript:Alessandro Sisti
Pencils:Stefano Intini
Inks:Sandro Zemolin
Aus Paperinik New Adventures 03 (März 1997)

Gefahr von der Venus
Ombre su Venere
Plot:Francesco Artibani, Simone Stenti
Skript:Francesco Artibani
Pencils:Claudio Sciarrone
Inks:Claudio Sciarrone
Aus Paperinik New Adventures 01 (November 1996)

  • Merken Sie was? Mir kam das beim Lesen der Geschichten gleich seltsam vor, dass Klarissa, die in der zweiten Geschichte verschwand, in der dritten plötzlich wieder auftaucht. Des Rätsels Lösung? Man hielt sich an die willkürliche Reihenfolge der deutschen Erstveröffentlichung (Phantomias 1-3). Wäre ja zu schön gewesen, wenn man bei der Redaktion dieses Bandes etwas gedacht hätte.

Mail an Ralf H.

Bild Comic-Bibliothek 11
011 - Oktober 2005
Cover: ?

Fix & Foxi

  • Das Vorwort ist wieder einmal ein Ärgernis:

    - Das erste Original-Heft ist heute ca. 125.000 Euro wert - unter Fans! Ja, unter wem denn sonst? Und diese Summe ... gibt es jemanden, der bereit ist, diesen Betrag zu zahlen?

    Seine schöne Witwe Alexandra bewahrt das Comic-Erbe. Schön? Schön? Das ist doch wohl Geschmacksache. Das Foto am Ende des Bandes zeigt eine faltenreiche Frau (ich habe das Foto nicht ausgesucht, das wird sie selbst getan haben), die weder schön noch hässlich wirkt. Nur durchschnittlich - und ziemlich angemalt. Die Geschmäcker sind verschieden. Ganz abgesehen davon: das Adjektiv reduziert Frau Kauka auf ihr Aussehen, vielleicht um von ihren Leistungen abzulenken. Genau besehen ist das Wort in diesem Zusammenhang frauenfeindlich.

    Er gründete das Kultheft "Reinecke Fuchs" Kultheft? Lassen wir doch die Kirche im Dorf. Kultverdächtig war das (zumindest das was ich kenne) auf keinen Fall.

    Das Problem der Kauka-Comics zeigt der Band recht deutlich: Der Figurenstamm hat sich über Jahrzehnte nicht verändert. Fix & Foxi, Lupo, Oma Eusebia, Lupinchen und Knox. Das wars. Kauka hatte ordentliche bis gute Zeichner unter Vertrag, manche Geschichten waren auch nicht schlecht zu lesen, aber bei Kauka gab es nie einen Carl Barks, der das Universum ausgeweitet hat, der beständig gute Qualität abgeliefert hätte (wir reden hier von Fix & Foxi - nicht von Pauli). Erst mit Helmut Murek und Massimo Fecchi bekam der Fuchs-Kosmos überragende Zeichner - deren Geschichten man oft mehr Substanz gewünscht hätte.

Ein Name für die Wissenschaft
Skript:Lutz Mathesdorf
Pencils:Gabriel (Darko Zebic), Lutz Mathesdorf
Inks:Gabriel, Lutz Mathesdorf
Erstveröffentlichung


  • Textlich ordentlich, aber zeichnerisch mitunter auf Anfängerniveau. Der Schluss der Geschichte ist ein Ärgernis. Knox taucht völlig unmotiviert im letzten Bild auf einem Podium auf, um einen aufgesetzten Schlußpunkt zu liefern - obwohl er vorher dort nicht zu entdecken war. Das soll das Niveau des Neustarts werden? Oh je!

Der Turmwächter
Walter Neugebauer
Aus Fix und Foxi 378 (1963)

Der Trick mit der Eisenkugel
Branko Karabajic (?)
Aus Fix und Foxi 370 (1963)

  • Die Zeichnervermutung stammt von mir.

Die Bergsteiger
Aus Fix und Foxi 474 (1965)

Der Holzfresser
Walter Neugebauer
Aus Fix und Foxi 583 (1967)

Fix und Foxi in Venedig
Aus Fix und Foxi 474 (1965)
Ludwig Fischer (Zeichnungen und wahrscheinlich auch Text)
Wohlauf, die Luft weht frisch und rein
Ludwig Fischer
Aus Fix und Foxi Sommer (1971)

Im Land der Fatzteken
Skript:Florian Julino
Pencils:Florian Julino
Skript:Florian Julino
Aus Fix und Foxi Ferien (1976)

Theater mit dem Theater
Sandro Costa
Aus Fix und Foxi 11 (1981)

Dschungelhochzeit
Luciano Gatto
Aus Fix und Foxi 21 (1983)

Ich folge hier, wie bei den Zeichnerangaben, den Angaben im Comicforum.
Eiszeitungeheuer
Skript:Helmut Murek
Pencils:Massimo Fecchi
Skript:Massimo Fecchi
Aus Fix und Foxi 33-35 (1986)

Der Rockwettbewerb
Sandro Costa
Aus Fix und Foxi 18 (1988)

Der Krieg der Musiknoten
Massimo Fecchi
Aus Fix und Foxi 12 (1988)

Jäger aus dem All
Massimo Fecchi
Aus Fix und Foxi 4 (1988)

Die Spur der "Eidechse"
Sandro Costa
Aus Fix und Foxi 6 (1988)

Die phantastische Nacht
Massimo Fecchi
Aus Fix und Foxi 18 (1988)

Die Pilzsammler
Sandro Costa
Aus Fix und Foxi 38 (1991)

Mail an Ralf H.

Bild Comic-Bibliothek 12
012 - Oktober 2005
Cover: Bud Sagendorf (?)

Popeye

  • Ich hatte es ja schon befürchtet: Nicht Segars Popeye (der Klassiker), nicht Sagendorfs Popeye (der, den wohl die meisten Comic-Leser heute kennen), sondern der moderne von Hy Eisman. Nicht grundsätzlich schlecht, aber eben nur ein Sonntagshumorstrip, der mit dem Abenteuerstrip vergangener Tage außer dem Personal nichts mehr zu tun hat.
  • Im Vorwort wird natürlich auf Segar abgehoben - kein Wort zu Eisman.
  • Das Vorwort selbst - wie kann es anders sein: ein Ärgernis. Kein Wort davon, dass der übermäßige Spinatgenuß (den man allgemein mit Popeye verbindet) nicht aus dem Strip, sondern aus den frühen Max Fleisher-Trickfilmen stammt.
  • Präsentiert werden die Strips vom 25.05.97 - 06.08.2000, unter Auslassung der Strips von 13.12.1998 - 31.01.1999
  • Körzdörfer schreibt: Popeyes Erfolg (er wurde übrigens in einem Taifun vor Santa Monica geboren) steigerte in den USA den Kinder-Konsum von Spinat um 30 Prozent.

    Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Popeyes Erfolg wurde also in einem Taifun geboren. Interessant.

    Noch besser: Spinat konsumiert 30 % mehr Kinder wegen Popeye.

    Soviel Dummheit in einem Satz ist unglaublich.

Mail an Ralf H.

  • Das war's. Blicken wir kurz zurück:

    - Die Vorworte? So fehlerbehaftet, dass man den Autor sofort feuern und nirgendwo, in keiner irgendwie gearteteten journalistischen Tätigkeit jemals wieder beschäftigen sollte. Wer so schlampig arbeitet, hat in diesem Metier nichts verloren!

    - Die Geschichtenauswahl? Viel zu beliebig. Lediglich der Lucky Luke- und Spirou-Band können von Anfang bis Ende überzeugen. In allen anderen Fällen trüben einzelne Geschichten oder mangelhafte Sorgfalt bei der Zusammenstellung die Freude.