Asterix
Von René Goscinny (Text der guten Bände) und Albert Uderzo (Zeichnungen - und Text der schlechten Bände).

Natürlich der Klassiker unter den Comics. Die Serie, die wohl den meisten Deutschen einfällt, wenn sie nach Comics gefragt werden (neben Micky Maus).

Das Ansehen der Serie ist verdientermaßen sehr hoch. Goscinny und Uderzo haben etwas abgeliefert, woran man noch in Jahrzehnten Vergnügen haben wird. Eine Ausnahme: Asterix auf Korsika, der ein komisches Gefühl hinterlässt.

Seit dem Tode Goscinnys (mitten in Asterix bei den Belgiern) dümpelt die Serie mehr schlecht als recht vor sich hin.

Zuerst als Siggi und Barbaras in Lupo Modern. Wenn Sie diese Version nicht kennen - macht nichts. Es war furchtbar.

Dann in MV Comix, wo die meisten Bände in Fortsetzungen vorabgedruckt wurden. Die Übersetzungen sind nicht mit den Alben identisch.

Wer Französisch kann, sollte unbedingt auf das Original zurückgreifen.

Asterix 1
Klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrößern oder zu verkleinern.
001 - 16. Dezember 1968
Asterix der Gallier
Astérix le gaulois.

  • Man muss blind sein, um nicht zu erkennen, dass die beiden ersten Seiten lange vor dem Rest gezeichnet wurden. Warum Uderzo für die Alben hier keine Angleichung der Figurendarstellung vorgenommen hat, ist mir ein Rätsel.
  • Seite 31 ging verloren. Sie wurde in allen Veröffentlichungen seit 1968 (also auch hier) durch eine Rekonstruktion von Marcel Uderzo ersetzt.

Mail an Ralf H.


Asterix 2
002 - 1971 (Hardcover-Ausgabe)
Cover: Albert Uderzo
Asterix und Kleopatra
Astérix et Cléopatre
Aus Pilote 215-257 (1963), Album 6 (1965)

Deutsch auch in MV Comix 01,02,03,04,05,06,07/68

Mail an Ralf H.
Weitere Versionen des Covers:
Astérix 02


Asterix 3
Klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrößern oder zu verkleinern.
003 - 20. Juni 1969
Cover: Albert Uderzo
Asterix als Gladiator
Astérix gladiateur
Aus Pilote 126-168 (1962), Album 4 (1964)

Deutsch in furchtbarer Übersetzung in Lupo-Modern 16-20,21,22,26/65 und besser in MV Comix 31,32,33,34-x/68 .

Mail an Ralf H.
Weitere Versionen des Covers:
MV Comix 31/68


Asterix 4
004 - 1969
Der Kampf der Häuptlinge
Le combat des chefs
Aus Pilote 261-302 (1964), Album 7 (1966)

Mail an Ralf H.


Asterix 5
005 - 1969
Die goldene Sichel
Astérix et la serpe d’or
Aus Pilote 42-74 (1960), Album 2 (1962)

Deutsch auch in MV Comix x - 39/68,40,41,42/68.

Mail an Ralf H.


Asterix 6
Tour de France
Le tour de Gaule d’Astérix / Le tour de Gaule

Mail an Ralf H.


Asterix 7
007 - 1970
Cover: Albert Uderzo
Asterix und die Goten
Astérix et les Goths
Erstveröffentlichung in: Pilote 82-122 (1961), Album 3 (1963)

Deutsch auch in MV Comix x-03,04/69.

Mail an Ralf H.


Asterix 8
008 - 1971
Cover: Albert Uderzo
Asterix bei den Briten
Astérix chez les Bretons
Erstveröffentlichung in: Pilote 307-334 (1965), Album 8 (1966)

Deutsch auch in MV Comix x-MV Comix 52/67 - x/68

Mail an Ralf H.


Asterix 9
009 - 1971
Cover: Albert Uderzo
Asterix und die Normannen
Astérix et les Normands

Mail an Ralf H.
Weitere Versionen des Covers:
MV Comix 10/68


Asterix 10
010 - 1971
Cover: Albert Uderzo
Asterix als Legionär
Astérix légionnaire
Erstveröffentlichung in: Pilote 368-389 (1966), Album 10 (19673)

Deutsch auch in MV Comix 04,05,06,07, 08-x/69, MV Comix 21,22,23,24,25,26/74,01/75.

Mail an Ralf H.


Asterix 11
011 - 1972
Cover: Albert Uderzo
Asterix und der Arvernerschild
Le bouclier arverne
Erstveröffentlichung in: Pilote 399-421 (1967), Album 11 (1968)

Deutsch auch in MV Comix x-12,13,14,15,16,17,18,19,20,21,22.

Mail an Ralf H.
Weitere Versionen des Covers:
MV Comix 13/69


Asterix 12
Klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrößern oder zu verkleinern.
012 - 1972
Cover: Albert Uderzo
Asterix bei den Olympischen Spielen
Astérix aux jeux olympiques
Erstveröffentlichung in: Pilote 434-455 (1968), Album 12 (1968).

Deutsch auch in MV Comix 42, 43, 44, 45, 46, 47, -x/68

  • 1968 fanden die Spiele in Mexico City statt, 1972 in München.

Nummer Zwölf

Mail an Ralf H.
Asterix 12
Klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrößern oder zu verkleinern.





Asterix 13
013 - 1972
Cover: Albert Uderzo
Asterix und der Kupferkessel
Le chaudron
Erstveröffentlichung in: Pilote 469-491 (1968), Album 13 (1969)

Deutsch auch in MV Comix 23,24,25,26/69, 01,02,03,04,05,06,07/70

Mail an Ralf H.
Weitere Versionen des Covers:
MV Comix 23/69


Asterix 14
014 - 1973
Cover: Albert Uderzo
Asterix in Spanien
Astérix en Hispanie
Erstveröffentlichung in: Pilote 498-519 (1969), Album 14 (1969)

Deutsch auch in MV Comix 08,09,10,11,12,13,14,15,16,17,18/70

Mail an Ralf H.


Asterix 15
015 - 1973
Cover: Albert Uderzo
Streit um Asterix
La zizanie


Mail an Ralf H.


Asterix 16
016 - 1973
Cover: Albert Uderzo
Asterix bei den Schweizern
Astérix chez les Helvètes
Skript:René Goscinny
Pencils:Albert Uderzo
Inks:Albert Uderzo

Erstveröffentlichung in: Pilote 557-578 (1970), Album 16 (1970)
Deutsch auch in MV Comix 07, 08,09,10,11,12,13,14,15,16,17/71.

Mail an Ralf H.


Asterix 17
017 - 1974
Cover: Albert Uderzo
Die Trabantenstadt
Le domaine des dieux
Skript:René Goscinny
Pencils:Albert Uderzo
Inks:Albert Uderzo

Erstveröffentlichung in: Pilote 591-612 (1971), Album 17 (1971)
Deutsch auch in MV Comix 18, 19, 20,21,22,23,24,25,26/71,01,02,03,04,05,06/72.

Mail an Ralf H.


Asterix 18
018 - 1974
Cover: Albert Uderzo
Die Lorbeeren des Cäsar
Les lauriers de César
Erstveröffentlichung in: Pilote 621-642 (1971), Album 18 (1972).

Deutsch auch in MV Comix x-06,MV Comix 07/72,08,09,10,11,12,13/72, 14-x/72.

Mail an Ralf H.


Asterix 19
019 - März 1975
Cover: Albert Uderzo
Der Seher
Le devin
Skript:René Goscinny
Pencils:Albert Uderzo
Inks:Albert Uderzo

Erstveröffentlichung in: Pilote 652-673 (1972), Album 19 (1972)
Deutsch auch in MV Comix x-25,26/72, 01,73-02,03,04,05,06,07,08/73.

Mail an Ralf H.


Asterix 20
020 - 1975
Cover: Albert Uderzo
Asterix auf Korsika
Astérix en Corse
Skript:René Goscinny
Pencils:Albert Uderzo
Inks:Albert Uderzo

Erstveröffentlichung in: Pilote 687-708 (1973), Album 20 (1973)
Deutsch auch in MV Comix 9,10,11,12,13,14,15,16,17,18, 19,20-x/73.

Mail an Ralf H.


Asterix 21
021 - 1976
Cover: Albert Uderzo
Das Geschenk Cäsars
Le cadeau de César
Album 21 (1974)
Deutsch auch in MV Comix 03, 04,05,06,07,08,09,10,11,12,13/75.

Mail an Ralf H.


Asterix 22
022 - 1976
Die große Überfahrt
La grande traversée
Album 22 (1975)

Deutsch auch in MV Comix 15, 16,17,18,19,20,21,22,23,24,25,26/75, 01,02,03,04,05,06,07,08,09,10/76.

Ausschnitt in Heyne Mini 46.

Mail an Ralf H.
Weitere Versionen des Covers:
Astérix 22 MV Comix 15/75


Asterix 23
023 - 1978
Obelix GmbH & Co.KG
Obélix et compagnie
Album 23 (1976)

Mail an Ralf H.
Weitere Versionen des Covers:
Astérix 23


Asterix 24
024 - 1979
Asterix bei den Belgiern
Astérix chez les Belges
Album 24 (1979)

  • Der letzte echte Astérix-Band - jedenfalls zum Teil.
  • Es gibt wohl kein Comicalbum (egal von welcher Serie), das mitten in der Geschichte einen derartigen Absturz erlebte, wie dieses. Goscinny starb bei einer ärztlichen Untersuchung bevor er die Geschichte vollenden konnte. Uderzo zeigte schon hier, dass er allein aufgeschmissen ist.

Mail an Ralf H.


Asterix 25
025 - 1980
Der große Graben
Le grand fosse
Album 25 (1980)

Deutsch auch in Bild Comic-Bibliothek 1.

Ausschnitt in Heyne Mini 46.

  • Eine Katastrophe. Weit entfernt von der Qualität der letzten Bände. Romeo und Julia in Berlin - oder so ähnlich. Völlig vorhersehbar.

Mail an Ralf H.


Asterix 26
026 - 1982
Die Odyssee
L'odyssée d'Astérix
Album 26 (1982)

  • Zwei Jahre hat es gedauert. Und das Warten hat sich gelohnt.

Mail an Ralf H.


Asterix 27
027 - 1983
Der Sohn des Asterix
Le fils d'Astérix
Album 27 (1983)

  • Der Band ist besser als das misslungene Titelbild vermuten lässt.

Mail an Ralf H.


Asterix 28
028 - 1987
Asterix im Morgenland
Astérix chez Rahàzade
Album 28 (1987)

  • Fast gelungen. Aber eben nur fast. Uderzo hält sehr lange ein hohes Maß an Qualität durch - bis zum Schluß, als er überrascht festzustellen scheint, dass der Band schon zu Ende ist. Plötzlich muss alles hopplahopp gehen - wodurch der vorher gute Eindruck zunichte gemacht wird.

Mail an Ralf H.


Asterix 29
029 - 1991
Asterix und Maestria
La rose et la glaive
Album 28 (1991)

  • Vier Jahre sind seit letztem Band vergangen. Das Warten hat sich ... nicht gelohnt.

    Asterix und seine Dorfgenossen entdecken die Emanzipation der Frau. Es wirkt albern, nicht witzig. Es wirkt aufgesetzt, nicht glaubhaft.

Mail an Ralf H.
Weitere Versionen des Covers:
Asterix Mundart 6


Asterix 30
030 - 1996
Obelix auf Kreuzfahrt
La galère d'Obélix
Tusche: Frédéric Mébarki.
Album 29 (1996)

  • Fünf Jahre.

    Bei mir der etwas vergessene Band. Nicht so schlecht wie die ihn umgebenden, aber auch kein Klassiker. Wie sagte Cäsar in Band 11: Repitas non placent.

    Und vor Wiederholungen aus früheren Bänden wimmelt es hier. Uderzo mangelt es an Kreativität (zugegeben: Goscinny hat die Messlatte unerreichbar hoch gelegt).

Mail an Ralf H.


031 - März 2001
Asterix und Latraviata
Astérix et Latraviata
Tusche: Frédéric Mébarki. Übersetzung: Michael Walz.

(In diesem Fall ist es wichtig, den Übersetzer zu nennen. Wir kommen noch dazu.)
Album 31 (März 2001)

  • Zunächst einmal: Für sich allein genommen ist der Band nicht schlecht.

    Aber: Das soll ein Asterix sein und nicht irgend ein x-beliebiger Massencomic. Uderzo (der inzwischen 73 ist) zerstört munter weiter den Mythos Asterix. Man entdeckt immer wieder Blödsinn, der nicht in die Asterix-Reihe passt: Das sind in allererster Linie die Eltern von Asterix und Obelix (die Mütter sehen aus wie René Goscinny, die Väter wie A und O), die in Condate leben sollen. Condate? Asterix und Obelix waren doch schon mal in Condate (Asterix als Legionär). Warum war da nie die Rede von ihren Eltern?

    Asterix und Obelix sollen am gleichen Tag Geburtstag haben. Schön und gut. Aber wir haben bereits einen Geburtstag von Obelix erlebt (Obelix GmbH & Co. KG). Dort war keine Rede davon, dass auch Asterix Geburtstag hat.

    Uderzo will sein Werk abrunden - kennt es aber noch nicht einmal.

    Als Schriftsteller habe ich Verständnis dafür, dass man in einem umfangreichen Werk mal den Überblick verlieren kann und Dinge behauptet, die sich widersprechen. Aber sind 30 Bände derart viel? Ist es unzumutbar, vor der Produktion einer neuen Geschichte, die 30 Bände nochmal zu lesen? Schließlich handelt es sich nicht um Romane, und Uderzo bringt nicht alle vier Wochen einen neuen Band auf den Markt, da kann man doch mehr Sorgfalt erwarten, oder?

    Auch zeichnerisch sind Mängel zu entdecken. Falbala erkennt man ja gerade noch - aber mal ehrlich: Haben Sie Tragicomix erkannt? Ich nicht. Klar, Uderzos Zeichenstil hat sich geändert - aber die Figuren sollten doch zumindest erkennbar bleiben - gerade wenn man bemüht ist, ein hervorragendes Gesamtwerk abzurunden.

    Und nun zum absoluten Tiefpunkt: die Übersetzung. Ich gebe zu, ich kenne das Original - noch - nicht. Aber: Was Walz hier abliefert, sollte eigentlich zu seiner Entlassung führen. Leider ist er der Verlagsleiter, steht also unter einer Art Naturschutz (haben wir ihm die Abwicklung Ehapas zu verdanken?). Bezüge auf ICE, BSE und das Zitieren von aktuellen Werbesprüchen sind weder geistreich noch lustig noch gehören sie in dieser plumpen Art zur Tradition von Asterix. So etwas hemmt nur den Lesefluß. Und noch schlimmer: Der ganze Band liest sich, als wäre er in den 60er Jahren bei Kauka erschienen, als hätte sich damals niemand über deren Übersetzungen aufgeregt. Was würde wohl Adolf Kabatek zu diesem Band sagen? Gut für Walz, dass Kabatek bereits tot ist.
  • Mit Erscheinen dieses Bandes hat Egmont allen bisherigen Bänden ein neues Coverlayout verpasst, als würde man sich von Ehapa abheben wollen. Sollen sie. Man wird sich noch sehnsüchtiger an die Stuttgarter (bzw. Leinfelden-Echterdingen-Stettener) Zeit von Ehapa zurückerinnern, an die Zeit als Ehapa fast ein Synonym für Qualität im Comicsektor war (lange bevor Carlsen aus seiner Tim und Struppi-Nische herauskam).

Mail an Ralf H.


Asterix 32
Ohne Nr. - Oktober 2003
Cover: Albert Uderzo
Asterix plaudert aus der Schule
Astérix et la rentrée gauloise
Enthält u.a.:
Das Maskottchen
La mascotte
Erstveröffentlichung in: Pilote Super Pocket 1 (1968)

Deutsch auch in MV Comix 19,20/70, Bild Comic-Bibliothek 1.

Der gallische Frühling
Le Printemps gaulois
Skript:René Goscinny
Pencils:Albert Uderzo
Inks:Albert Uderzo

Erstveröffentlichung in: Pilote 334 (17. März 1966)

Deutsch auch in MV Comix 06/71.

  • Asterix und Obelix finden im Winterwald ein kleines Männchen, das sich als der gallische Frühling vorstellt.
  • 2 hervorragende Seiten.

  • Ich war gespannt auf den Band, seit ich im Spiegel erfahren hatte, dass er demnächst erscheinen würde. Als ich ihn am Kiosk fand, fast 10 Mark (4,95 Euro) teuer, griff ich ohne groß nachzudenken zu. Asterix muss man einfach komplett haben.

    Noch auf dem Weg zur Kasse galt mein erster, besorgter Blick dem Impressum. Wer war der Übersetzer? Noch einmal Michael Walz? Dann hätte ich gewartet, bis es den Band auf dem Flohmarkt finde. Ich war erleichtert, als ich Horst Berner und zwei mir unbekannte genannt fand (Wolfgang Kukulies und Logomotiv).

    Einige der Kurzgeschichten waren mir bekannt (ohne das im Moment überprüft zu haben: Aus MV Comix, Comixene und dem Gong). Einiges war mir unbekannt.

    Um es kurz zu machen: Der Band ist der beste Asterix seit viel zu vielen Jahren. Selbst die Geschichten, die Uderzo selbst geschrieben hat, sind angenehm zu lesen und durchaus lustig. Kurzgeschichten liegen ihm deutlich mehr als Alben.

    Mit diesem Band hat die Asterix-Reihe nun wohl ihren Abschluss gefunden (Uderzo ist 76 Jahre alt). Es ist ein würdiger Abschluß, der einen den misslungenen Band 31 fast vergessen lässt.

Mail an Ralf H.


Asterix 33
033 - Oktober 2005
Cover: Albert Uderzo
Gallien in Gefahr
Le ciel lui tombe sur la tête
Tusche: Frédéric Mébarki. Übersetzung: Klaus Jöken.
Album 33 (Oktober 2005)

  • Band 33? Der Band mit den Kurzgeschichten wurde nachträglich kurzerhand zu Band 32 erklärt.
  • Asterix ist ein Phänomen, eine der Comic-Figuren, die wohl jeder kennt. Und auch mit dem Medium Comics verbindet.

    Um so erstaunlicher für mich, dass der neue Band fast heimlich an die Kioske gebracht wurde. Keine Plakate, keine Fernsehspots, nur eine Anzeige in den Tollsten Geschichten von Donald Duck. Mehr war mir nicht aufgefallen.

    Nachdem ich den Band gelesen hatte, war mir auch klar, warum.

    Gallien in Gefahr ist der absolute Tiefpunkt der Reihe. Noch schlechter geht es wirklich nicht.

    Fangen wir mit den positiven Seiten des Bandes an: Handlettering, sehr gute Zeichnungen (wenn auch längst nicht mehr auf dem Niveau, das wir von früher kennen. Anbetracht des Alters von Uderzo ist das jedoch eine reife Leistung). Und die ersten drei Seiten des Bandes lesen sich auch gut.

    Das war's dann aber auch schon.

    Man hätte gewarnt sein können. Das Titelbild ist kaum mehr als eine schlechte Eigenkopie des Titelbilds von Band 1.

    Die Geschichte? Keine Asterixgeschichte sondern eine nicht besonders gelungene Parodie auf die Serie, unter Zuhilfenahme von Micky Maus-, Superman- und irgendwelchen Mangafiguren-Ableitungen.

    Ganz schlimm: der Band ist nicht witzig! Dialoge wie "Unser Obelix kann [...] auch antigravitieren lassen." "Graviert euch hinter die Ohren [...]" "Ach! Der hat keine gravieren Schäden abbekommen." (alles aus dem 3. Bild von Seite 8), gibt es immer wieder. Es wirkt aufgesetzt - und nicht lustig.

    Asterix und Raketen und Superhelden ... Nein, M. Uderzo, das passt einfach nicht zusammen.

    Ich schreibe selbst und weiß daher, wie verliebt man manchmal in eine Idee sein kann. Aber ich weiß auch, dass man wissen muß, wo die Grenzen sind. In einem Maria & Ralf-Roman sind SF-Elemente ganz selbstverständlich, einen Rex Cordoba-Roman würden sie zerstören.

    Es tut mir leid das sagen zu müssen: Hoffentlich war das nun endlich der letzte Asterix-Band. M. Uderzo geniessen Sie die Ihnen noch verbleibenden Jahre (hoffentlich sind es viele), aber verschonen Sie uns bitte mit weiteren Versuchen eine der weltweit besten Comic-Serien zu zerstören.


Mail an Ralf H.


Asterix 34
Klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrößern oder zu verkleinern.
034 - Oktober 2009
Cover: Albert Uderzo
Asterix und Obelix feiern Geburtstag
L'anniversaire d'Astérix et Obélix - Le livre d'or.
Aus Album 34 (2009).

  • Zeitungen, Fernsehen, Radio, Internet - die Medien waren voll von kostenlosen Werbehinweisen auf den neuen Asterix-Band.

    Asterix ist für die deutsche Comic-Szene so wichtig, dass ich nicht darum herumkomme, mich sofort damit zu beschäftigen.

    Zunächst das Positive:

    Der Band sieht gut aus, er ist handgelettert und er ist besser als der grottenschlechte letzte Band. Einige von Goscinny geschriebene Seiten sind hervorragend.

    Der letzte Satz lässt schon ahnen, an welchem Punkt die Kritik einsetzt:

    Der Band ist Stückwerk. Er ist eine zusammengestoppelte Resteverwertung, was man ihm nur zu deutlich anmerkt.

    Er fängt an, mit einem "Was wäre, wenn die Gallier gealtert wären" geht über in eine unwitzige Modeschau, beschäftigt sich dann mit Analphabetismus von Obelix (der mir früher nie aufgefallen wäre), führt dann zum Goscinny-Teil des Bandes, und gibt danach - in der Mitte des Bandes - den Versuch einer Erzählung fast vollständig auf.

    Seitenweise Nachschöpfungen von bekannten Gemälden sind an sich nicht lustig und originell schon gar nicht.

    Die Zeichnungen sind für sich genommen noch immer gut, aber sie scheinen vereinfacht, was besonders dann auffällt, wenn Bildzitate aus den guten alten Zeiten dazwischen gemischt werden.

    Der Text ist angenehm zeitlos (mit Ausnahme von "Sonst macht Mama Stunk" auf Seite 2 der Geschichte).

    Insgesamt ist der neue Asterix-Band ein überflüssiges Sammelsurium an Ideen, das der Serie (zumindest der bis Band 24) nicht gerecht wird. Er reicht nicht an den vorletzten Band heran, lässt aber dem hundsmiserablen letzten Band etwas folgen, das als nicht vollständig misslungener Abschluss der Serie gelten kann.

    Wer Langeweile hat, wer zu viel Geld hat, wer wie ich die Serie komplett haben will, dem sei der Band empfohlen. Wer gute Comic-Unterhaltung genießen will, soll sich auf die von Goscinny geschriebenen Bände beschränken.

Mail an Ralf H.


Asterix 35
Klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrößern oder zu verkleinern.
035 - Oktober 2013
Cover: Didier Conrad
Asterix bei den Pikten
Astérix chez les Pictes
Jean-Yves Ferri (Skript), Didier Conrad (Zeichnungen)
Album 35 (2013).

  • Oh je, ein neuer Asterix.

    Diesmal nicht mehr von Uderzo.

    Ich bin sicher, dass dieser Band nur geschaffen wurde, damit der Geldstrom, nicht versiegt.

    Asterix hat Jahrzehnte nach dem Tod des Autors noch immer einen guten Namen, obwohl alles, aber auch wirklich alles getan wurde, um das zu ändern. Uderzo ist 86 Jahre alt. Er ist schon lange, sehr lange mit dem Erbe von René Goscinny überfordert, lebt aber wahrscheinlich gut von den Rechten, die für die Produktion von Postkarten, Figuren und Filmen vergeben werden.

    Nun also ein neuer Asterix-Band.

    Die Geschichte?

    Asterix und Obelix reisen nach Schottland. Das geschieht allerdings recht lustlos und ohne größere Anstrengungen. Hier spürt man die Uderzo-Jahrzehnte.

    Der Gegenspieler (angeblich eine Karikatur von Jean-Pierre Cassels Sohn Vincent) hat eine grüngraue Hautfarbe. Warum? Keine Ahnung. Uderzo hat das schon mal für witzig gehalten. Ich tat es damals nicht und tu es heute nicht.

    Die Zeichnungen sind ansonsten ganz okay. Positiv fällt auf, dass Obelix deutlich runder ist, als in den letzten Bänden von Uderzo.

    Idefix bleibt im Dorf, was Autor und Zeichner die Arbeit leichter macht, weil sie sie nicht dauernd Gedanken über seine Reaktionen machen müssen (einige Schafe sind nur ein schlechter Ersatz dafür).

    Der vom Aussehen an Umpah-Pah orientierte Pikte Mac Aphon ist weder sympathisch noch lustig. Und das zieht den gesamten Band herunter.

    Die einzige nette Idee ist der Volkszähler Publius Plusminus (der Originalname Numerusclausus hätte auch auf Deutsch funktioniert).

    Für sich allein genommen ist der Band nicht wirklich schlecht, Uderzo hat uns schon Schlimmeres zugemutet, aber für einen Asterix ist das zu wenig.

    Viel zu wenig.


Mail an Ralf H.


Asterix 36
Klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrößern oder zu verkleinern.
036 - Oktober 2015
Cover: Didier Conrad
Der Papyrus des Cäsar
Le papyrus de César
Jean-Yves Ferri (Skript), Didier Conrad (Zeichnungen)
Album 36 (2015).

  • Cäsar hat seinen Bellum gallicum veröffentlicht. Allerdings ohne das Kapitel über die unbeugsamen Gallier. Über Umwege gelangt es in das kleine gallische Dorf ...
  • Ich will jetzt nicht noch einmal Sinn oder Unsinn der Fortsetzung eines Klassikers abhandeln.

    Asterix war seit Goscinnys Tod nicht mehr derselbe wie vorher. Das lag auch daran, dass Uderzo einen ganz anderen vis comica besitzt als Goscinny.

    Mit ihrem ersten Band hatten Ferri und Conrad sich noch eng an die letzten Bände von Uderzo angelehnt. Dessen Einfluss ist auch jetzt noch zu spüren. Aber ... aber ... aber ...

    Der Papyrus des Cäsars ist sehr viel näher an Goscinny als es die meisten Uderzo-Bände je waren. Der Band ist gut geschrieben, witzig, intelligent. Und im Gegensatz zum vorherigen Band nervt hier nichts im Erzählablauf.

    Die Zeichnungen sind gelungen, obwohl ich einmal bei Idefix und einmal bei Asterix den Eindruck hatte, dass Didier Conrad nicht sorgfältig genug war.

    Ja, der Band hat eine Schwäche - und die ist Conrad anzulasen. Es gibt zig Stellen, an denen Löcher in den Linien klaffen. Schauen Sie sich das Cover genauer an, dann werden Sie allein an den Armen von Obelix etliche Stellen geben, die nicht von Tuschelinien begrenzt werden. Das kommt derart oft vor, dass es mich irgendwann gestört hat.

    Ansonsten ... Wie gesagt, einer der besten Asterix-Bände der letzten Jahrzehnte.

    Asterix scheint in guten Händen zu sein.


Mail an Ralf H.


Asterix 37
Klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrößern oder zu verkleinern.
037 - 19. Oktober 2017
Cover: Didier Conrad
Asterix in Italien
Astérix et la Transitalique
Jean-Yves Ferri (Skript), Didier Conrad (Zeichnungen)
Album 37 (2017).

  • In Italien wird ein Wagenrennen veranstaltet, an dem auch Obelix (als Fahrer) und Asterix (als Beifahrer) teilnehmen.

  • Man kann es kurz machen: Die Geschichte ist wohl die beste seit langem. Der Grund? Ferri und Conrad erzählen Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten umgesetzt auf ein Wagenrennen. Seltsam, dass die Ähnlichkeit der beiden Geschichten bislang keinem Rezensenten aufgefallen ist.

    Conrad füllt die Bilder mit Details, kommt aber bei Gebäuden nicht an den Detailreichtum von Uderzo heran.

    Ein netter, witziger Band, der nicht so aufdringlich witzig sein will, wie wir das auch schon hatten.


Mail an Ralf H.


Asterix 38
Klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrößern oder zu verkleinern.
038 - 24. Oktober 2019
Cover: Didier Conrad
Die Tochter des Vercingetorix
La Fille de Vercingétorix
Jean-Yves Ferri (Skript), Didier Conrad (Zeichnungen)
Album 38 (2019).

  • Adrenaline, die Tochter von Vercingetorix wird in dem uns wohlbekannten gallischen Dorf versteckt.

  • Schon wieder ein neuer Asterix.

    Ich würde ihn gerne mögen, aber ehrlich gesagt, der Band taugt nicht viel. Oh, er ist ordentlich gezeichnet, aber das Skript ist einer Asterix-Geschichte nicht würdig. Timur Vernes hat in seiner Kritik völlig recht: Das ist eine Aneinanderreihung von Versatzstücken früherer Bände - die jeder einzelne besser waren.

    An anderer Stelle habe ich schon bemängelt, dass Uderzo Asterix und Obelix am selben Tag Geburtstag haben ließ. Jetzt tut Asterix so, als wäre Obelix jünger.

    Automatix und Veleihnix haben auf einmal Teenager-Söhne, die angeblich und warum auch immer noch nie in Erscheinung (oder auch nur erwähnt wurden), weil sie auswärts zur Schule gehen.

    Adrenaline ist - unsympathisch und zu sehr eine weibliche Version von Grautvornix.

    Vercingetorix darf auf einmal nur noch flüsternd erwähnt werden, Alesia ist dafür in aller Munde.

    Asterix ist eine Nebenfigur in seiner eigenen Geschichte - besonders deutlich wird das, als die Piraten auftauchen und ich den Eindruck hatte, in einer Schwarzbart-Geschichte zu sein. Sie erinnern sich vielleicht: Diese Serie begann mit dem alten Nick, der bekam Sebastian an die Seite gestellt, schließlich tauchte Schwarzbart auf. Und irgendwann war keine Rede mehr von Sebastian und Nick. So schlimm ist es bei Asterix (noch nicht), aber wenn Adrenaline nicht eine Schlaftablette wäre, bestünde durchaus die Gefahr. Ferri weiß mit Asterix nichts anzufangen, das merkt man von Band zu Band mehr.

    Wäre das kein Asterix, wäre die Geschichte erträglich.

    Für Asterix genügt das, was wir geboten bekommen, jedoch nicht.


Mail an Ralf H.


Asterix 39
Klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrößern oder zu verkleinern.
Asterix und der Greif
Astérix et le Griffon

Mail an Ralf H.