Recht ordentliche Romane (die bis auf einen auf Originalgeschichten von Lee Falk basieren) um die Comic-Figur Phantom.
Autor ist nicht immer Lee Falk - egal was auf dem Cover steht. Die Originalserie umfasst 15 Romanen, die alle übersetzt wurden. Die phantastischen Cover stammen allesamt von George Wilson.
Wie üblich sind die Romane nach den Autoren sortiert.
Carson Bingham
Die Meuchelmörder
The Assassins (1975)
Kelter (1976)
Pseudonym von Bruce Cassiday.
25. Januar 1920 - 12. Januar 2005
Band 14 der Reihe.
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Der Roman basiert auf der 24. Phantom Sonntagsgeschichte.
Erstveröffentlichung in: Sonntagsstrips. Land: USA. Erstverkaufstag: 22. August 1949 - 25. Februar 1950.
1953
Phantom Heft 2 - 1. Teil
1953
Phantom Heft 19 - 2. Teil
Phantom fliegt in die USA, um Diana zu besuchen. Diana fliegt nach Bangalla, um Phantom zu besuchen. Doch ihr Flugzeug wird unterwegs gekidnappt und sie als einzige Geisel genommen, um ein Lösegeld zu erpressen. Dabei ist sie in den Händen einer Sekte/Bande, die zum skrupellos jeden tötet, der sie verraten könnte ...
Neben dem Origin ist das die Geschichte, die am weitesten in der Vergangenheit spielt. Diana und Phantom haben sich lange nicht gesehen, der Status ihrer Beziehung ist unklar (Guran besteht darauf, dass Phantom sich eine Braut sucht). Dass weder Phantom noch Diana ihre Reise ankündigen, wäre heute in Zeiten von Handys und Internet kaum vorstellbar.
Prinz Tydore entspricht einem Bilderbuch Maharadscha.
Riggs, der im vorherigen Band als Neuling bei der Dschungelpatrouille bezeichnet wurde, ist auch hier ein Neuling. Von Janice Helm ist keine Rede. Die Reihenfolge der Romane ist daher unklar.
Die Geschichte bezieht sich zwar auf die hinduistische Göttin Kali (der Oberschurke trägt auch diesen Namen), wird selbst aber nicht so benannt. In seiner Beschreibung erinnert der Oberschurke mehr an einen Bilderbuchdeutschen im Stil von Erich von Stroheim.
Die Vorlage gilt als Sonntagsgeschichte, lief aber auch in den Tagesstrips. Das war die dritte Geschichte, die in dieser Weise veröffentlicht wurde. Nach der vierten wurden Sonntags- und Tagesstrips wieder getrennt.
Basil Copper
05.02.1924 - 03.04.2013
Im Netz der Scorpia
The Scorpia Menace (1972)
Kelter (1975)
Band 7 der Reihe.
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Der Roman basiert auf der 69. Phantom Daily-Geschichte.
Erstveröffentlichung in: Tagesstrips. Land: USA. Erstverkaufstag: 23. Dezember 1957 - 03. Mai 1958.
1997
Phantom 3.
Diana recherchiert für ein Studienprojekt über eine Piratenbande namens Scorpia. Bei ihren Recherchen verfestigt sich bei ihr die Überzeugung, dass es die Verbrecherorganisation noch immer gibt. Als sie mit ihren Erkenntnissen an die Öffentlichkeit geht, beschließt die Scorpia, Diana zu beseitigen ...
Die Hauptrolle in der Geschichte spielt Diana. Insgesamt erinnert die Geschichte an zahlreiche Lois Lane-Geschichten, in denen Lois sich in Schwierigkeiten bringt, aus den sie nur Superman retten kann.
Im Phantom-Wiki steht, das sei der 15. Band der Phantom-Reihe. Das ist falsch. Das ist der 15. Band der Reihe Kelter Abenteuer, aber der 7. Band der Phantom-Reihe.
Der Name der Organisation leitet sich vom Namen der Insel ab, auf der das Hauptquartiert steht. Mit Skorpionen hat der nichts zu tun.
Der Name des Leiters der Scorpia ist Baron Sojin, in der Vorlage wird der nur mit Baron angesprochen, ohne Namen.
An einige Stellen hätte man sich eine bessere Ausarbeitung gewünscht, insgesamt aber ein recht unterhaltsamer Roman.
Der Sklavenmarkt von Mucar
The Slave Market of Mucar (1972)
Kelter (1975)
Band 6 der Reihe.
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Der Roman basiert auf der 82. Phantom Daily-Geschichte.
Skript:Lee Falk Pencils:Sy Barry Inks:Sy Barry
Erstveröffentlichung in: Tagesstrips. Land: USA. Erstverkaufstag: 21. August 1961 - 10. Februar 1962.
1974
Phantom 46 - 1. Teil.
1974
Phantom 47 - 2. Teil.
Aus einem angeblich ausbruchsicheren Gefängnis verschwinden immer wieder Gefangene. Colonel Weeks ordnet eine Untersuchung an, die letztlich sein Oberkommandierender (Phantom) übernimmt.
Eine ordentlich erzählte Geschichte, die auch den anderen Figuren etwas Platz lässt. Frauen kommen allerdings nur als Unterhaltungsobjekte für Männer vor (was wohl der Vorlage geschuldet sein dürfte). Am Schluss hätte man sich einige Seiten mehr gewünscht, denn die Rückführung der Gefangenen wird nur kurz angerissen, die Spannung zwischen den Strafgefangenen und dem Verräter Zadok wird nicht aufgelöst. Was der nebenbei erwähnte König (der von dem Sklavenmarkt nichts gewusst haben soll), mit der Stadt Mucar macht, in der alle vom Sklavenhandel profitiert haben, bleibt ungeklärt.
Das Gefängnis wird in der Vorlage als Boomsby Prison bezeichnet, hier ist es Masara.
Colonel Weeks heißt hier mit Vornamen John.
Bei aller Fantastic eine gut erzählte Abenteuergeschichte.
Lee Falk
28. April 1911 (St. Louis, Missouri) - 13.März 1999 (New York)
Der Fluch des doppelköpfigen Stieres
The Curse of the Two-Headed Bull (1975)
Kelter (1976)
Band 15 der Reihe.
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Der Roman basiert auf der 124. Phantom Tagesgeschichte.
Skript:Lee Falk Pencils:Sy Barry Inks:Sy Barry
Erstveröffentlichung in: Tagesstrips. Land: USA. Erstverkaufstag: 01. April 1974 - 24. August 1974.
1976
Phantom 62.
Das Glück der Llongo, ein doppelköpfiger Stier, wird von einem Mitglied des Stammes gestohlen. Phantom verspricht zu helfen.
Das ist wahrscheinlich die am spätesten angesiedelte Geschichte der Buchreihe.
Diana ist wird wieder einmal entführt. Die Geschichte ist eigentlich recht gut erzählt, bis der orientalische Prinz auftaucht. Fast sieht es aus, als hätte Falk gemerkt, dass er nicht mehr viele Seiten zur Verfügung hat. Es muss dann sehr schnell gehen. Im Alleingang und ruckzuck löst Phantom das Problem. Schade.
Phantom sitzt Teetrinkend bei Präsident Lamandua Luaga. Ziemlich merkwürdig.
Am Flughafen werden nochmal die Probleme, die Devil verursacht sehr ausführlich beschrieben.
Der letzte Roman. Irgendwie schade.
Der mysteriöse Botschafter
The Mysterious Ambassador (1973)
Kelter (1974)
Band 3 der Reihe.
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Der Roman basiert auf der 85. Phantom Sonntagsgeschichte.
Skript:Lee Falk Pencils:Sy Barry Inks:Sy Barry
Erstveröffentlichung in: Sonntagsstrips. Land: USA. Erstverkaufstag: 15. Oktober 1962 - 01. Juni 1963.
1974
Bangalla hat die Kolonialzeit abgeschüttelt. Eine demokratische Wahl findet statt, bei der überraschenderweise der Mediziner Lamanda Luaga statt des Generals Bababu gewinnt. Darauf putscht Bababu. Er versucht Dr. Luaga und seine Begleiter (darunter Diana Palmer) auszuschalten ...
Ich habe die Geschichte neu gelesen, als die Taliban Afghanistan unterjocht haben. Dabei läuft es einem dann doch eiskalt den Rücken herunter. Gewalt setzt sich in der Wirklichkeit gegen Vernunft durch. Tatsächlich gibt es geben kein Phantom, das eingreift.
Die Dschungelpolizei taucht nicht auf, obwohl man gerne gewusst hätte, wie das politische Durcheinander auf sie gewirkt hat.
Wahrscheinlich der politischste Roman um das Phantom, in der sich das absolut herrschende Phantom auf die Seite von Demokraten stellt.
Der Roman liest sich noch immer gut.
Die Phantom-Story
The phantom, the ghost who walks (1974)
Kelter (1974)
Band 1 der Reihe.
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Der Roman basiert auf der 11. Phantom Sonntagsgeschichte.
Erstveröffentlichung in: Sonntagsstrips. Land: USA. Erstverkaufstag: 21. Juni 1959 - 03. Januar 1960.
Ich habe die Bücher 2003 und 2004 erfasst, davor mindestens zweimal gelesen.
2021 habe ich sie wieder zur Hand genommen, nachdem ich meine Lektüre der Orion-Romane abgeschlossen hatte. Da ich aufgrund Corona wenig Zeit zum Lesen hatte, wollte ich kurze, einfache Dinge lesen, keine endlosen Romane, für die ich Wochen brauche.
Phantom ist da gerade richtig.
Falk erzählt in diesem Buch die Geschichte der Phantome bis zum zwanzigsten und dann die Kindheit und Jugend des einundzwanzigsten, bis der das Kostüm und die Maske übernimmt.
Die Geschichte ist nicht datiert, aber wenn ich sie heute lese, drängt sich schon auf, dass Falk sie in den 30er Jahren angesiedelt hat (auch wenn das Cover von George Wilson etwas anderes suggeriert. Seine Diana Palmer ist einfach zum Anbeißen).
Natürlich ist fraglich, ob Kinder sich ohne Weiteres dem Wunsch ihrer Väter unterordnen, natürlich ist heute kaum noch vorstellbar, dass Frauen bereitwillig in eine Höhle ziehen, abgeschieden von der restlichen Welt.
Und natürlich ist es ziemlich blöd, dass der 21. Diana Palmer schon als Kind kennenlernt.
Aber Spaß macht die Geschichte schon.
Leider hat Falk den Fehler begangen, seine Phantom-Geschichten von Anfang bis Ende dem 21. zuzuschreiben. Besser wäre es gewesen, 1961 beim Übergang von Wilson McCoy auf Sy Barry eine Zäsur zu machen und das Barry-Phantom zum 22. zu machen. Und nach Falks Tod wäre das 23. fällig gewesen. Verloren hätte man dann Diana Palmer, aber die hat sich in den Jahrzehnten so sehr verändert, dass das kein Problem gewesen wäre. Schade, dass Falk dazu der Mut gefehlt hatte.
In der Übersetzung von Kamela Kiel stört der Begriff Pygmäen-Bandar, was richtig Bandar-Pygmäen heißen müsste, denn die Bandar sind die Pygmäen.
Nach diesem gelungenen Roman, wird die Jugend Phantoms nur noch selten aufgegriffen, und Phantom scheint nie Probleme damit zu haben, dass er praktisch Tag und Nacht seinen Anzug und die Maske trägt (nur Frau und Kinder sehen ihn ohne Maske). Hier hätte ich mir mehr Auseinandersetzung mit dem Thema gewünscht, aber wahrscheinlich erwarte ich von einer an Jugendliche gerichteteten Serie zu viel.
Der Roman liest sich noch immer gut.
Die Harrison-Universität hat Falk nach sich selbst benannt (sein Geburtsname: Leon Harrison Gross).
Erstveröffentlichung in: Tagesstrips. Land: USA. Erstverkaufstag: 30. Mai 1966 - 10. September 1966.
1974
Phantom 16
Zwischen Bangalla und dem Nachbarstaat liegt eine kleine, verfallene Stadt, die eigentlich ein Staat für sich selbst ist. Der international unbeliebte Verbrecher Killer Koy erfährt davon und kauft sie dem Besitzer ab (ohne den zu bezahlen). Es entsteht Killer's Town, eine Stadt in der Verbrecher aus aller Welt Unterschlupf finden. Da das Gebiet nicht zu Bangalla gehört, ist die Dschungelpatrouille machtlos. Die Situation spitzt sich zu, als die Tochter von Colonel Weeks bei einem Ausritt in die Stadt gerät ...
Tochter von Colonel Weeks? Kommt für die Romanleser völlig überraschend. Um das zu erklären, musste Caroline in einem Internat aufwachsen. Und natürlich ist sie jung und hübsch.
Tatsächlich wurde sie in der 90. Tagesgeschichte eingeführt (In Deutschland Phantom 73).
Man erfährt, dass die Dschungelpatrouille völlig unabhängig von der Polizei ist. Ob sie in Mawitaan (vor den 70er Jahren: Morristown) zuständig ist, scheint nicht geklärt zu sein.
Mitglieder der Familie Togando sind an allen möglichen Stellen in Mawitaan anzutreffen.
Zwei Verbrechern gelingt die Flucht aus der Stadt. Das nimmt ungefähr das letzte Drittel des Romans ein.
Bisher wurden die Namen von Hero und Devil eingedeutscht. Darauf wird nun verzichtet.
Die Vampire und die Hexe
The vampires and the with (1974)
Kelter (1976)
Band 11 der Reihe.
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Der Roman basiert auf der 91. und 121. Phantom Tagesgeschichte.
Skript:Lee Falk Pencils:Sy Barry Inks:Sy Barry
Erstveröffentlichung in: Tagesstrips. Land: USA. Erstverkaufstag: 19. April 1965 - 31. Juli 1965.
Skript:Lee Falk Pencils:Sy Barry Inks:Sy Barry
Erstveröffentlichung in: Tagesstrips. Land: USA. Erstverkaufstag: 07. Mai 1973 - 18. August 1973.
1976
Phantom 61
Gerade als Rex und Toma von der Hanta-Hexe erfahren, wird in Koquania (in späteren Comic-Geschichten auch Koqania) die Tür zu einem Versteck von Phantom geöffnet. Ein Dorf in der Nähe des in einem niedergebrannten Schloß befindlichen Verstecks wird von Vampiren heimgesucht. Phantom ist sicher, dass hier ganz irdische Probleme getarnt werden ...
Colonel Weeks ist in Rente. Sein Nachfolger Colonel Worubu hat einen kurzen Auftritt. Auch Rex und Toma erscheinen zu Beginn des Romans. Es ist ihr erstes Erscheinen innerhalb der Romanreihe.
Diese drei Figuren sind ein Hinweis darauf, dass die Serie nicht in einer dauernden Gegenwart spielt.
Was es mit der Hanta-Hexe und den verschwundenen Seiten aus der Phantomchronik auf sich hat, ist wenig überraschend.
Phantom-Wiki schreibt die Geschichte Lee Falk zu, nur auf der Seite zu Heloise wird Basil Copper als Autor genannt.
Warren Shanahan
Die Insel der Hunde
The Island of Dogs (1975)
Kelter (1976)
Band 13 der Reihe.
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Der Roman basiert auf der 86. Phantom Tagesgeschichte.
Skript:Lee Falk Pencils:Sy Barry Inks:Sy Barry
Erstveröffentlichung in: Tagesstrips. Land: USA. Erstverkaufstag: 03. Juni 1963 - 14. Dezember 1963.
1974
Die Insel der Hunde ist eine staatenlose, in Privatbesitz befindliche Insel vor der Küste Bangallas. Eigentlich sollte sie unbewohnt sein, allerdings finden auf dem Meer abgetriebene Mitglieder der Llongos dort einen schwerbewachten Zaun. Nachdem einer der ihren zu Tode kam, schalten sie Phantom ein. Er stellt fest, dass die Insel an eine Fischkonservenfabrik verpachtet wurde. Doch warum braucht die solch scharfe Sicherungsmaßnahmen?
Janice Helm ist die Enkelin des Inselbesitzers. Sie wird einerseits als sehr taff dargestellt, andererseits schwärmt sie sofort für Phantom.
Auch wenn es nicht ausdrücklich gesagt wird, handelt es sich bei Inselbesetzern doch eindeutig um Russen.
Die Insel wird als klein und süßwasserlos geschildert, was erklären soll, warum sich kein Staat für sie interessiert (und warum die Dschungelpatrouille kein Zugriffsrecht hat). Nachdem, was dort alles untergebracht wurde, kann sie so klein nicht sein.
Man kann den Roman als James Bond-Roman mit Phantom in der Rolle von Bond sehen.
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Der Roman basiert auf der 12. Phantom Daily-Geschichte.
Skript:Lee Falk Pencils:Ray Moore Inks:Ray Moore
Erstveröffentlichung in: Tagesstrips. Land: USA. Erstverkaufstag: 22. Januar 1940 - 27. Juli 1940.
Diana lernt Chris Danton kennen, einen enorm reichen, scheinbar recht jungen Mann, der sich auch für sie interessiert. Er lädt sie auf seine Privatinsel ein, dort macht sie eine Entdeckung, die sie in Gefahr bringt.
Eigentlich eine recht gut erzählte Geschichte. Dass Danton tatsächlich ein mindestens 60 Jahre alter Mann ist (ein alter Nazi noch dazu), der sich auf jung operieren ließ, mag noch angehen, aber dass das niemand merkt, ist für mich unglaubhaft. Ich bin sicher, dass ich mich nicht mehr so bewege, wie ich mich mit 30 bewegt habe - und das liegt nicht nur an meiner Unsportlichkeit.
Diana wird wieder als hübsches Dummchen präsentiert. Sie begleitet Phantom, wird von ihm in einem Hotelzimmer zurückgelassen (um nicht in Gefahr zu geraten) und hat nichts Besseres zu tun, als allein in einer Stadt unterwegs zu sein, die der Gegner kennt, sie jedoch nicht. Das sie wieder in die Hände des Gegners gerät ist fast zwangsläufig.
Die Vorlage kenne ich nicht (sie ist nie auf Deutsch erschienen), aber es liegt nahe, dass hier einiges verändert wurde.
Eine nette, gut lesbare Abenteuergeschichte.
Die Glotzaugen-Piraten
The Google-Eyed Pirates (1974)
Kelter (1975)
Band 12 der Reihe.
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Der Roman basiert auf der 56. Phantom Daily-Geschichte.
Erstveröffentlichung in: Tagesstrips. Land: USA. Erstverkaufstag: 30. Oktober 1960 - 26. März 1961.
1967
Phantom 11
1977
Phantom 88
Diana reist mit einem Kreuzfahrtschiff nach Bangalla. Kurz bevor das Ziel erreicht wird, tauchen Maskierte auf und plündern die Passagiere aus. Einer der Banditen begeht den Fehler, Diana zu nahe zu kommen, sodass sie sein Rasierwasser erkennt. Wer Diana in Gefahr bringt, legt sich mit Phantom an ...
Eine durchaus gelungene Geschichte, die eigentlich nur darunter leidet, dass Phantom immer maskiert oder verkleidet sein muss.
Der goldene Kreis
The Golden Circle (1973)
Kelter (1975)
Band 5 der Reihe.
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Der Roman basiert auf der 11. Phantom Daily-Geschichte.
Skript:Lee Falk Pencils:Ray Moore Inks:Ray Moore
Erstveröffentlichung in: Tagesstrips. Land: USA. Erstverkaufstag: 04. September 1939 - 20. Januar 1940.
Aus irgendeinem nicht genannten Grund ist Phantom in den USA. Er fährt in einem Zug. Plötzlich kommen zwei Frauen in sein Abteil. Die beiden haben eben jemanden ermordet. Statt Phantom zu ermorden, betäuben sie ihn nur, lassen es aber so aussehen, als hätte er den Mord begangen. Da der ermittelnde Polizist Phantom die Geschichte nicht abnimmt, flieht Phantom und ermittelt selbst. Er findet heraus, dass die Mörderinnen zu einer Bande von Frauen gehören.
Phantom hat Devil bei sich, der in einer Hundepension abgegeben wird und für den Roman keinerlei Rolle spielt.
Diana wird überhaupt nicht erwähnt.
Die Brosche nach der der Roman benannt ist, wird nur gebraucht, um Phantom auf die richtige Spur zu bringen. Als er bei der Frauengruppe angekommen ist, werden die Broschen nicht mehr erwähnt.
Auf einer Party taucht Phantom im Kostüm auf. Es ist keine Rede davon, dass er es später auszieht, d.h. er rennt die ganze mit der Maske herum.
Die Vorlage beginnt mit einer (meist herausgekürzten Geschichte um Diana.)
Phantom reist in Abteil 14. Falk hatte Phantom schon des öfteren in Abteilen oder Kabinen mit der Nummer 14 reisen lassen.
Mimi heißt in der Vorlage Fifi und Frau Mott-Smith Countess D'Orsay. Das bezieht sich auf Fifi D'Orsay, eine Schauspielerin, die in den 30er- und 40-Jahren eher leichte Mädchen dargestellt haben soll. Ich kenne keiner ihrer Filme.
Das Hydra-Monster
The hydra monster (1973)
Kelter (1975)
Band 9 der Reihe.
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Der Roman basiert auf der 102. Phantom Daily-Geschichte.
Skript:Lee Falk Pencils:Sy Barry Inks:Sy Barry
Erstveröffentlichung in: Tagesstrips. Land: USA. Erstverkaufstag: 08. Juli 1968 - 12. Oktober 1968.
1975
Phantom 30.
Phantom möchte mit Diana einige Tage Urlaub machen. Doch kaum am Urlaubsort, dem Adlerhorst (Original: Eyrie), angekommen, hört er im Radio, dass ein Sterbender den Namen Hydra von sich gab. Für Phantom ist klar, dass es dabei um eine Verbrecherorganisation gehen muss, die schon seine Vorfahren bekämpften ...
Die Hydra ist die Oberorgansation, die Geier (Original: Vultures) sind das ausführende Organ. Ob es mehr gibt, wird nicht geklärt. Geier Nr. 1 scheint der Kopf der Hydra zu sein. Warum zwei Bezeichnungen für ein und dasselbe?
Die Geschichte ist recht einfach strukturiert, deshalb ist es auch keine Überraschung, als der Geier in Phantoms Umgebung enttarnt wird.
Die Folgen des Erdbebens werden recht eindringlich geschildert. Die Brutalität und Konsequenz der Geier ebenfalls.
Leider wird Diana wieder einmal entführt. Sie braucht allerdings Phantom nicht, um zu entkommen.
Durchaus unterhaltsam.
Die Sumpfratten
The swamp rats (1974)
Kelter (1975)
Band 8 der Reihe.
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Der Roman basiert auf der 74. Phantom Tagesgeschichte.
Erstveröffentlichung in: Tagesstrips. Land: USA. Erstverkaufstag: 15. Juni 1959 - 03. Oktober 1959.
1997
Phantom 4.
In Bangalla gibt es ein großes Sumpfgebiet, in dem sich einige Sträflinge versteckt haben. Sie leben davon, jeden zu überfallen, der sich auc nur in die Nähe des Sumpfs begibt.
Als Autor wird Lee Falk angegeben. Tatsächlich ist es Ron Goulart (als Frank S. Shawn). Der Schreibstil unterscheidet sich so sehr von dem des vorherigen Bandes (von Basil Copper), dass man den Unterschied sofort bemerkt.
Im Roman kommt nur eine Frau vor (Peg McWorth), die auf der Suche nach ihrem Onkel ist - und natürlich in Schwierigkeiten gerät, aus denen sie von Phantom gerettet werden muss.
Ich habe ein Problem mit der Vorstellung, dass eine professionelle Organisation wie die Jungle Patrol es nicht schafft, das Versteck der Banditen auszuheben.
Die Dynamik innerhalb der Verbrechergruppe ist für mich auch nicht wirklich nachvollziehbar. Jemand, der dem brutalen Anführer mehrmals offen widerspricht, sollte eigentlich nicht innerhalb der Gruppe geduldet werden.
Für mich eine der schwächeren Geschichten.
Die verschleierte Dame
The veiled lady (1973)
Kelter (30. September 1974)
Band 2 der Reihe.
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Der Roman basiert auf der 67. Phantom Sonntagsgeschichte.
Die Cover-Zeichnung stammt von George Wilson.
Skript:Lee Falk Pencils:Sy Barry Inks:Sy Barry
Erstveröffentlichung in: Sonntagsstrips. Land: USA. Erstverkaufstag: 31. Oktober 1965 - 08. Mai 1966.
1973
Dr. Jan Love führt eine Expedition in das Innere des ruhenden Vulkans "Die verschleierte Dame". Ihr Ziel ist die Erforschung von Flora und Fauna. Verbrecher glauben jedoch, dass sie auf der Suche nach einem vermuteten Schatz ist ...
Als Autor wird Lee Falk angegeben. Tatsächlich ist es Ron Goulart.
Man darf nur nicht anfangen, über den Vulkan nachzudenken. Der Boden soll 4000 Meter vom Gipfel entfernt sein. Korrigieren Sie mich bitte, aber meiner Meinung nach, dürfte es unter diesen Umständen fast den gesamten Tag dunkel sein.
Von den riesigen Tieren gibt meist nur ein Exemplar. Ich haben Schwierigkeiten mir vorzustellen, wie sich riesige Tiere und Pflanzen in einem derart begrenzten Habitat entwickeln sollen. Der Platzmangel würde zu einem heftigen Kampf um Ressourcen führen. Bienen leben in Völkern mit 50.000 bis 80.000 Bienen. Trotzdem gibt es im Vulkan nur einige wenige Exemplare. Da Bienen extrem arbeitsteilig agieren, ist eine gewisse Größe des Volkes notwendig. Eine Bienenkönigin kann zwar viele, viele Eier legen, aber ich habe noch nie gehört, dass sie sich selbst um die Aufzucht der ersten Generation kümmert.
Ein schwerer Lapsus ist Goulart unterlaufen, als er Dr. Love behaupten lässt: "Bist jetzt haben wir nur übergroße Insekten gesehen, aber keine Säugetiere." (Seite 81).
Nur wenige Seiten vorher (Seite 77) hat sie eine Fledermaus als Demodus identifiziert (Gattung der Vampirfledermäuse). Nun, Fledermäuse sind ... Säugetiere.
Der Roman liest sich immer gut, ja, er erinnert mitunter an Romane von John Grisham, ohne dessen Tiefe auch nur annähernd zu erreichen, da es immer nur auf den augenblicklichen Effekt ankommt.