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Nachrichtenamt der Stadt Stuttgart

Stuttgarter Beiträge 10: Straßennamen in Stuttgart

Stuttgarter Beiträge 10: Straßennamen in Stuttgart (1974)
Karl Krämer (1974)

Straßennamen in Stuttgart
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Ein Buch, das ich mir schon lange mal kaufen wollten, bevor ich es mir 2009 dann doch gegönnt habe. Ein Lexikon, das manchmal längst nicht genug zeigt. Es gibt Fotos von früher, es gibt damals aktuelle Fotos (die meine Jugend sind).

Wie in vielen anderen Städten wurden in der Zeit des Schreckens viele Straßen umbenannt. Das wird ausgeblendet oder nur angedeutet. In keinem Fall erfährt man, wie die Straßen damals hießen. Einerseits kann ich das verstehen, andererseits sollte so etwas in einem auf Historie angelegten Buch auch Platz finden. Stuttgart war nun einmal kein gallisches Dorf, auch wenn Stauffenberg hier aufgewachsen ist.
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Robert Nathan

The bishop's wife

The bishop's wife (1928)
Gosset & Dunlap (vor 1951)
Das Buch wurde für eine Bibliothek 1951 umgebunden. Ich hasse das, wenn dadurch das Cover verschwindet.

Der Bischof ist so mit seiner Arbeit beschäftigt, daß er nicht merkt, wie ihm seine Frau zu entgleiten droht. Der Himmel greift ein, in Gestalt des Engels Dudley.

Eine wunderschöne, romantische Geschichte. Zwei Verfilmungen sind mir bekannt: Eine in schwarzweiß mit Loretta Young, Cary Grant und David Niven, die andere mit Whitney Houston. Wie immer: die Ältere ist die Bessere.
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Thierry de Navacelle

Woody Allen - Radio Days am Drehort

Woody Allen on Location (1987)
Knaur (1987)
Buch zum Film.

Ein sehr ausführliches Buch über die Produktion von Radio Days, einem Film der nur daran krankt, daß Woody Allen nicht vor der Kamera erscheint.
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Peter Neugebauer

Zeus Weinsteins Abenteuer

Bastei
Reprints aus dem Stern


Kurze Rätselkrimis, die hier etwas besser wirken als im Stern. Ein Fan bin ich deshalb aber trotzdem nicht geworden.
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Cornelius Nepos

Berühmte Männer

Goldmann (beide ohne Jahr)
100 v. Chr. - 25. v. Chr.

Cornelius Nepos: Berühmte Männer Cornelius Nepos: Berühmte Männer
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In der Allgemeinheit wohl nicht all zu bekannter römischer Geschichtsschreiber, der sich hier mit etlichen Personen aus der römischen Geschichte auseinandersetzt, die zum größten Teil nur dem interessierten Publikum bekannt sein dürften. Einzig Hannibal und Cato haben es geschafft im Gedächtnis des durchschnittlichen Fernsehzuschauers präsent zu sein.

Vorbildliche Ausgabe mit unzähligen Fußnoten.
Das obige habe ich 2001 geschrieben. 2019 habe ich die Silberausgabe gekauft und gelesen.

Warum habe ich das Buch nochmal gekauft? Ich könnte jetzt sagen: Ich wusste nicht mehr, dass ich es schon hatte. Stimmt nicht. Der Grund war die Farbe. Ich mag einfach die silberne Klassikerreihe von Goldmann. Sollte ich mal wieder ein Bücherregal haben (im Moment muss ich die meisten Bücher leider aus Platzgründen auslagern), sieht das toll aus. Albern, nicht wahr?

Doch zurück zum Buch. Es ist erstaunlich, mit welcher Faktendichte die meist sehr kurzen Biographien daherkommen. Es wirkt geradezu als Gegenpol zu unserer geschwätzigen Zeit, in der die meisten Bücher versuchen den Umfang von Backsteinen zu erreichen.


Tatsächlich handelt es sich hier nicht um ein komplettes Werk, sondern nur um die Ausschnitte, die komplett überliefert wurden - und das sind in diesem Fall mehrheitlich die alten Griechen. Daher überwiegt ihre Anzahl (in beiden Ausgaben).

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber meine Vorstellung der alten Griechen ist die einer vor sich hin philosophierenden Gesellschaft, die hin und wieder in irgendwelche Kriege verwickelt wurde. Das liegt daran, dass die wirklich wichtigen Dinge, die wir von ihnen übernommen haben, im intellektuellen Bereich liegen.

Tatsächlich waren die Griechen (die sich meist noch nicht als ein Volk ansahen) ständig in irgendwelche Kämpfe verwickelt. Mal wurden hier tausende Leute abgeschlachtet, mal dort. Und die meisten sind mit Begeisterung oder weil sie es als ihre Pflicht ansahen, in den Kampf gezogen.

Kaum einer der von Nepos geschilderten Lebensläufe endet auf natürliche Weise. Die meisten starben im Kampf oder wurden ermordet (nicht selten von Mitgliedern der eigenen Familie). Nein, das war keine Zeit, in der ich gerne gelebt hätte.


Natürlich leidet die Geschichtsschreibung (und auch Cornelius Nepos) darunter, dass nur das Besondere, das Herausstechende beschrieben wird. Der Alltag. das Gewöhnliche ist fast nie eine Erwähnung wert. Ich kenne das heute auch noch. Ich werde gefragt, an was ich arbeite, während meine Frau nicht gefragt wird, was in ihrem Leben passiert ist. Bei ihr wird unterstellt, alles sei Alltag und daher wenig interessant, während meine Schreibtätigkeit aus dem Üblichen herausragt. Ist das fair? Sicher nicht. Aber ich kann nur darauf hinweisen aber die die Menschen nicht ändern. Ohne Alltag gäbe es heute keine Literatur. Alltag sollte nicht nur interessant sein, wenn er schriftlich festgehalten wird.

So! Das musste raus.


Von Cornelius Nepos selbst ist recht wenig bekannt - noch nicht einmal sein Vorname (Cornelius ist der Familienname). Das erstaunliche an den Biographien ist die Sachlichkeit, die gerade bei Hannibal deutlich zu Tage tritt. Nepos bedient kein Geschichtsbild, das noch lange nach dem Tod auf den Menschen einprügelt, sondern schildert ihn so, wie er auch andere Feldherren schildert, ohne sich auf seine Seite zu schlagen.

Für Geschichtsinteressierte ist Cornelius Nepos noch immer eine Leseempfehlung wert.


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Friedrich Nietzsche

Also sprach Zarathustra

Also sprach Zarathustra (1883-1885)
Pawlak (?)
15.10.1844 - 25.08.1900

Ich zitiere den Rückentext:
Hier finden sich die berühmten Leitbegriffe seiner Philosophie wie die Lehre vom Übermenschen, vom Willen zur Macht und von der ewigen Wiederkunft des Gleichen.

Bekannter als das Buch dürfte die Musik von Richard Strauß sein, die u.a. zu Beginn von Kubricks 2001 verwendet wurde.
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Leonard Nimoy

Will I think of you?

Will I think of you? (1974)
Dell (1975)

Jawohl, das ist DER Leonard Nimoy, der Mann der Spock ist. Kleine Gedichte und Fotos - beides von Nimoy gefertigt. Man verpasst nichts, wenn man dieses Bändchen nicht kennt - andererseits gehört es aber in jede Star Trek-Sammlung.
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David Niven

Bring on the Empty Horses

Bring on the Empty Horses (1975)
Coronet (1976)

David Niven war ein Schauspieler, der häufig in humorvollen Rollen brilliert hat (sein Synchronsprecher ist Friedrich Schoenfelder - leider nicht in allen Filmen). Sein Buch ist gespickt mit humorvollen Anekdoten über Freunde und Kollegen in Hollywood.

Ein Muss für jeden Film-Enthusiasten.
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Barbara Noack

Der Bastian

Der Bastian (1974)
Bertelsmann (1974)

28.09.1924 (Berlin) - 20.12.2022 (München)
Der Bastian
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Zuerst war da die Fernsehserie (von Noack geschrieben, mit Horst Janson als Bastian, Lina Carstens als seine Großmutter und Karin Anselm als Bastians große Liebe), dann kam dieser Roman.

Bastian ist noch immer ein etwas verantwortungsloser aber grundgütiger junger Mann zwischen Studium und erster Anstellung als Lehrer. Er verliebt sich in eine vier Jahre ältere Ärztin, was aufgrund charakterlicher Unterschiede mit vielen Schwierigkeiten verbunden ist.

Noack ändert so gut wie nichts (zumindest wäre mir fast nichts aufgefallen). Nur der zeitliche Bezug zu den Olympischen Spielen fehlt - und damit der Grund, warum Oma Guthmanns Schwager nach München kommt.

Ich habe die Serie vor zwei, drei Jahren zum ersten Mal seit einiger halben Ewigkeit wieder gesehen und war vom Ende schockiert.

Noack pflegt einen lockeren Stil, die drei Hauptfiguren kommen gut rüber, bei den anderen fehlt die Persönlichkeit der Schauspieler. Beim Lesen meint man geradezu Janson, Anselm und vor allem Lina Carstens zu hören.

Ein netter, unterhaltsamer Roman.

Mein Exemplar, das ich diese Woche bei Oxfam erworben habe, birgt ein Schmankerl: ein Autogramm von Barbara Noack.


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Peter Norden (Herausgeber)

Das zweite Attentat

Das zweite Attentat (1968)
Heyne (1968)

Ein Buch, das kurz nach der Ermordung von Robert Kennedy (05.06.68)erschien. Ich erinnere mich noch gut, daß ich meine Mutter, ansonsten nach außen eine harte Frau, an diesem Tag weinen sah.

Das Buch beinhaltet verschiedene Aufsätze zum Leben und Wirken von Robert Kennedy und zum Hintergrund. Auch Franz-Josef Strauß, wahrlich kein Freund von mir, aber verglichen mit den umfragegeilen Luschen, die heute in der Politik das Sagen haben, ein Fels in der politischen Brandung, hat etwas beigesteuert: Schicksalsfrage Abrüstung.
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Mary Norton

Bedknobs and Broomsticks

The Magic Bed Knob (1945), Bonfires and Broomsticks (1947)
Paperview U.K. Ltd. (2006)

Kathleen Mary Norton - 10.12.1903 (London) - 29.08.1992 (Bideford, Devon)
Mary Norton - Bedknob and Broomsticks
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The Magic Bedknob (1945)
Die Kinder Carey, Charles und Paul verbringen den Sommer bei einer Tante. Sie lernen eine Miss Price kennen, eine Nachbarin kennen, die sich als Hexe versucht.

Die Namen stimmen mit dem Disney-Film überein, aber das war's dann auch. Die Reise mit dem Bett führt die Kinder auf eine Insel, die von Kannibalen bevölkert wird. Keine fußballspielenden Tiere.

Norton gelingt es nicht, die Personen wirklich lebendig werden zu lassen. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, eine unfertige Skizze zu lesen.


Bonfires and Broomsticks (1947)
Die Kinder machen Ferien bei Miss Price. Die hat das Hexen aufgegeben, aber das Bett, zu dem der verzauberte Bettknopf gehört, befindet sich jetzt in ihrem Haus.

Die Kinder können der Versuchung nicht wiederstehen. Diesmal reisen sie in der Zeit zurück. Aus der Zeit von Charles II (1960-1685 König von England) bringen sie den Zauberer (genauer: Totenbeschwörer) Emilius Jones in die Gegenwart ...
Das wirkt noch mehr wie eine nicht ordentlich ausgearbeitete Skizze. Ich war mehrfach kurz davor, die Lektüre abzubrechen, ich es wirklich nicht lesenswert fand.


Es ist für mich kaum nachvollziehbar, dass dieses Buch (bzw. die beiden Bücher) bei Disney in Konkurrenz zu Mary Poppins standen. Mir gefällt der Film (vor allem die Musik der Shermans). Auch wenn man in Deutschland nur eine stark gekürzte Fassung zu sehen bekommt, haben die Disney-Autoren das Ausgangsmaterial stark verändert - und deutlich verbessert.

Ich habe das Buch 2023 in Windsor gekauft.

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Philip Francis Nowlan

Armageddon 2419 A.D.

Armageddon 2419 A.D. (1928)
Ace (1962)
Frank Philips; * 1888 (Philadelphia) - † 1. Februar 1940 (Philadelphia)
Erschien als Fortsetzungsroman in Amazing Stories.

Anthony Rogers, ein Mensch des frühen 20. Jahrhunderts erwacht im frühen 25. Jahrhundert...

Kommt Ihnen bekannt vor? Kein Wunder. Die Geschichte ist die Vorlage für die Comic-Serie Buck Rogers, der erste Science-Fiction-Comics überhaupt. Zigmal verfilmt, in E.T. verewigt, in Futurama parodiert.

Diesem Roman ist einiges zu verdanken - trotzdem: Er ist lausig geschrieben und stinklangweilig (allerdings muss ich - wie fast immer in solchen Fällen hinzufügen, daß es Jahrzehnte her ist, daß ich ihn gelesen habe).
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