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Walter Krämer & Götz Trenkler

Lexikon der populären Irrtümer

Lexikon der populären Irrtümer (1996)
Piper (1999)

Walter Krämer: * 21.11.1948 (Ormont)
Götz Trenkler: * 14.07.1943

Walter Krämer & Götz Trenkler: Lexikon der populären Irrtümer
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Wer mit offenen Augen, wachem Bewusstsein und Interesse für fast alles und fast jedes durchs Leben geht, hat das meiste wohl schon gehört und zur Kenntnis genommen, sodass kaum Überraschungen zu erwarten sind. Darüber hinaus ist das Buch lesenwert geschrieben (ja, ich habe es von hinten und vorne durchgelesen) und regt mitunter (wenn es um politische Themen und Thesen geht) auch zum Widerspruch an. Gerade im politischen Bereich, überfordert die merkbare Studiertheit der Autoren wohl einen Gutteil der Leser, die sich aber nicht abschrecken lassen sollten.



Nach 17 Jahren habe ich das Buch im Jahr 2025 wieder zur Hand genommen - und es erneut mit großem Vergnügen gelesen. Sicher, einiges würde heute wahrscheinlich ergänzt werden, vielleicht würden einige Stellen gerade im politischen Teil heute anders geschrieben werden, aber das meiste hat dem Nagen des Zahns der Zeit gut standgehalten.

Durchaus noch immer zur Lektüre empfohlen.


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Georg Kreisler

Zwei alte Tanten tanzen Tango

DTV
Georg Kreisler ist ein scharfzüngiger Kabarettist, den man gehört haben muß, um sein Werk geniessen zu können. Ich empfehle die LP-Serie "Everblacks" (1 und 2 sind Live-Aufnahmen, 3 leider nur eine Studio-Produktion).

Hier finden sich die Texte zu den LPs.
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Kurt Krüger-Lorenzen

Deutsche Redensarten und was dahinter steckt

Das geht auf keine Kuhhaut (1960)/ Aus der Pistole geschossen (1966)/ Der lachende Dritte (1972)
Heyne (2001)
Mit Zeichnungen von Franziska Bilek

Besteht aus drei Büchern. Das Buch ist am besten, wenn es hinter den Sinn oder Ursprung von Redensarten oder auch Sprachbildern schaut. Leider liefert Krüger-Lorenzen im zweiten und noch mehr im dritten Teil oft nur eine nicht endenwollende Aufzählung von Begriffen, was ziemlich ermüdend wirkt.

Für alle, die in der deutschen Sprache nicht nur eine beliebige Aneinanderreihung von Worten sehen. Daß Deutsch oft als Sprache der Dichter und Denker bezeichnet wird, ist nicht ohne Berechtigung - wie dieses Buch exemplarisch zeigt.
Mail an Ralf H.


James Krüss

Meine erste Begegnung mit James Krüss hatte ich in der Volksschule bzw. Grundschule. Vielleicht erste oder zweite Klasse. Unsere Lehrerin las irgendwas von ihm vor. Ich war damals bereits eine Leseratte, hab aber rund 40 Jahre kein Buch von ihm angefaßt. Man kann also davon ausgehen, dass ich das, was damals vorgelesen wurde, nicht besonders eindrucksvoll fand.




* 31. Mai 1926 (Helgoland) - † 2. August 1997 (Gran Canaria)

Pan Tau und eine schöne Bescherung (1970)


Pan Tau und eine schöne Bescherung (1970)
Middelhauve (1970)

James Krüss: Pan Tau und eine schöne Bescherung
Basiert auf "Pan Tau und die schöne Bescherung/Pan Tau nadeluje" (Drehbuch: Ota Hofman), eine Folge der ersten Staffel. Zahllose Fotos - und dazwischen die uninspirierten, langweiligen Texe von James Krüss. Vielleicht empfindet man das anders, wenn sie vorgelesen werden, vielleicht bin ich einfach zu alt, um einen Fernsehklassiker als Bilderbuch geniesen zu können - nein, das Buch ist einfach nur schlecht.



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Max Kruse

Max Kruse ist ein hervorragender Kinderbuchautor, dessen Bücher vielfach und sehr gekonnt von der Augsburger Puppenkiste adaptiert wurden. Selbst wenn man seine Bücher nicht kennen sollte, kennt man seine Geschichten - und man kann sie nur lieben.

Ach ja, er ist nebenbei auch noch der Sohn von Käthe Kruse - und einer meiner Kollegen bei BOD*.

* 19.11.1921 Bad Kösen

Der dicke Löwe kommt zuletzt


Der dicke Löwe kommt zuletzt (1970)
Thienemann (2000)

Mit Zeichnungen von Horst Lemke.

Kruse
Das letzte Buch um den Löwen aus "Der Löwe ist los". Erstaunlich: Kruse beschäftigt sich mit und warnt vorRauschgift. Wie alle seine Kinderbücher sehr empfehlenswert.
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Don Blech und der glutrote Vogel


Don Blech und der glutrote Vogel (1976)
Omnibus (2000)

Kruse
Direkte Fortsetzung zu Don Blech und der Goldene Junker.

Bei der Suche nach Junker Hohlkopf geraten Don Blech und seine Begleiter auf eine Insel, auf der Kinder von einem roten Riesenvogel entführt und gefangengehalten werden.

Liest man gern.
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Don Blech und der Goldene Junker


Don Blech und der Goldene Junker (1995)
Omnibus (2000)

Kruse
Don Blech und die Blechbüchsenarmee. Kennt man doch von aus der Augsburger Puppenkiste.

Hier die Fortsetzung. Diesmal geht es um eine zum Leben erwachte Rüstung, um seltsame Wesen, die sich durch Luftanhalten in die Lüfte erheben können und um ein nettes Seemonster namens Nassi.

Nette Unterhaltung.
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Don Blech und der Silberne Regen


Don Blech und der Silberne Regen (1973)
Omnibus (Juli 2000)

Max Kruse: Don Blech und der Silberne Regen
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Bevor Don Blech den Junker demontieren kann, ist der schon wieder entkommen - und zwar in ein Land, in dem Wattemenschen den Regen fürchten. Er kommt gerade an, als die Königin die blödsinnige Idee hatte, dem ihre Tochter zur Braut zu geben, dem es gelingt, den Regen für immer zu besiegen.

Letzter Teil der Don Blech-Trilogie. Schade, dass die Puppenkiste nur das erste Buch verfilmt hat. Dieses wäre ideal gewesen.

Obwohl Kruse Don Blech eine stattliche Anzahl an Nebenfiguren verpasst hat, konzentriert er sich hier auf den Don und den goldenen Junker.

Nette Unterhaltung. Kruses Phantasie und Hemmungslosigkeit dieses auszuleben ist bewundernswert.


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Sultan in der Klemme


Sultan in der Grube (1961)
Ravensburger (1967)

Kruse
Der Löwe ist los!

Einer der Klassiker der Augsburger Puppenkiste. Das Buch gehört zu einer ganzen Reihe von Büchern um eben diesen Löwen. Gelungene Unterhaltung.
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Urmel spielt im Schloß


Urmel spielt im Schloß (1984)
DTV (1978)

Kruse
Das Urmeli. Das Urmeli.

Damit Naftlaine Urmel nicht entdeckt, wird das Urmel im Schloß von König Pumponell versteckt.

Die Verfilmungen der Augsburger Puppenkiste sind zu recht Klassiker. Schade, daß die ARD solche Perlen im Kinderkanal versauern läßt (den ich nicht empfangen kann).
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Stanley Kubrick & Frederick Raphael/ Arthur Schnitzler

Eyes wide shut / Traumnovelle

Eyes wide shut (1999) / Traumnovelle (1925)
Fischer (1999)
Eine gute Idee, Drehbuch und Vorlage in einem Buch zu präsentieren. Ein Lob dem Verlag.

Eyes Wide Shut ist natürlich in erster Linie der Film, in dem Nicole Kidman nackt zu sehen ist. Im Bildteil ist sie leider "nur" in Unterwäsche zu sehen.

Ich habe den Film - bisher - nicht gesehen, kann daher nur auf das vorliegende Buch eingehen.

Zuerst zu Schnitzler: Langweilig! Umständlich geschrieben. Alles geschieht unmotiviert und ohne Sinn und Verstand.

Fridolin (ja, es gab wohl eine Zeit, in der Kinder so genannt wurden) ist Arzt und glücklich verheiratet. Nach einem Hausbesuch wandelt er noch etwas durch das nächtliche Wien, gerät zuerst an eine Nutte, dann an einen ehemaligen Kommilitonen, der sein Leben jetzt durch Klavierspiel finanziert. Dieser verrät Fridolin die Parole, um in eine sehr merkwürdige Gesellschaft zu gelangen. Dort fällt Fridolin aber sofort auf. Nur das Opfer einer unbekannten Frau rettet ihn. Am nächsten Tag ist die Nutte weg, sein Kumpel auch und die unbekannte Frau findet er im Leichenschauhaus.

Das wars. Über dem ganzen liegt etwas Unheimliches. Man hat den Eindruck, Schnitzler hätte einen großen Verschwörungsroman schreiben wollen (insofern darf die Traumnovelle als Vorgänger von Ecos Das Foucaltsche Pendel angesehen werden), aber dann hätte ihn die Lust verlassen.

Das Drehbuch ist besser zu lesen. Im Prinzip ist es die selbe Geschichte, die aber genauso wenig überzeugt. Dr. William Harford erhält zwar einen Grund für seine Fast-Untreue und es wird ein (ziemlich aufgesetzter) Versuch unternommen, die Geschichte zu erklären, aber alles in allem hat man hier den Eindruck, es wäre das Drehbuch für einen Pilotfilm einer Verschwörungsserie, wie sie im Kielwasser von Akte X im Dutzend billiger entstanden sind.
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Matthias Kuhn

50 Jahre Lach+Schießgesellschaft verlängert!

50 Jahre Lach+Schießgesellschaft - Verlängert! (1996)
Piper (1999)


Matthias Kuhn: 50 Jahre Lach+Schießgesellschaft - Verlängert!
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Meist findet man dieses Buch unter Til Hofmann (Hrsg.). Der Titel wird meist als Verlängert! angegeben, die Lach + Schieß wird bestenfalls nachgestellt.


Ich gehöre noch zu der Generation Fernsehzuschauer, der man nicht erklären muss, dass die Münchner Lach- und Schießgesellschaft eines der bedeutendsten Kabaretts der Nachkriegszeit war. Dieter Hildebrandt, Klaus Havenstein, Hansjürgen Diedrich, Jürgen Scheller, Ursula Herking, Barbara Noak - das sind Namen, die man kennt - wenn man zu meiner Generation gehört. Dabei hat sich diese Besetzung schon vor rund 40 Jahren aufgelöst. Renate Küster, Jochen Busse, Henning Venske und Rainer Basedow waren der zweite Höhepunkt. Danach ...

Irgendwann ist die Lach & Schieß vom Bildschirm verschwunden. Wahrscheinlich zur selben Zeit wie die Übertragungen aus dem Millowitsch-Theater, dem Ohnsorg-Theater und der Komödie am Kurfürstendamm.

Warum?

Wahrscheinlich war das den Programmverantwortlichen nicht "jugendlich" genug.

Eigentlich ist es eine verrückte Vorstellung: Die erfolgreicheren Programme versuchen mit aller Gewalt auf das Niveau herunterzukommen, das die neuen Programme aus Kostengründen nicht überschreiten können. Und wir müssen für diesen Irrsinn Gebühren zahlen.

Die Lach & Schieß wird in diesem Buch durchaus auch krtisch beleuchtet, obwohl es ein Buch ist, dass von der Intendanz in Auftrag gegeben wurde (denke ich zumindest). Die Begeisterung Kuhns für die erste Phase merkt man deutlich - und zurecht.


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Tom Kuntz

Titanic Protokolle

The Titanic disaster hearings (1998)
Heel (1998)
Mit einem Vorwort von James Cameron (dem Regisseur des besten, größten, beeindruckendsten Titanic-Films).

Die Titanic war schon immer für Storys gut. Hier findet man die Protokolle des Senat-Hearings. Hier wird das Unglück lebendig, hier gewinnen die Passagiere und Mannschaftsmitglieder Kontur. Man erlebt den Untergang durch ihre Augen, durch ihre Schilderungen. Ein erschreckendes Dokument, das (im englischsprachigen Original) auch an verschiedenen Stellen im Internet zu finden ist.
Mehr zum Thema

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Franz Kurowski

Kampf am Todesfluß

Kampf am Todesfluß (?)
Bastei (?)
Exotische Orte, spannende Handlung. In meiner Kindheit habe ich die Romane dieser Serie verschlungen. Es ist Trash, aber er macht Spaß.
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Henry Kuttner / Lewis Padgett

Science Fiction Stories 57

The creature from beyond infinity (1968)
Gallegher Plus (1943)
Ullstein (1976)

Zwei Kurzromane:
Henry Kuttner: Das goldene Raumschiff (The creature from beyond infinity)

Lewis Padgett: Gallegher Plus (Gallegher Plus)
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Erwin Kutsch

Heiteres aus dem Bundestag

Heiteres aus dem Bundestag (1965)
Franz Scharl OHG (1965)
Aus den Plenarsitzungen des Deutschen Bundestages, 4. Wahlperiode 1961/62.


Es war nicht die gute, alte Zeit. Vieles damals war schlechter. Die Republik war schwarz-braun, auch wenn das - gerade von der CDU - heute gern verdrängt wird. 1968 lag noch weit in der Zukunft, die Auseinandersetzungen mit der Vergangenheit fanden - wenn überhaupt - im Familienkreis statt.

Die CDU selbst war noch weit von der kriminellen Vereinigung entfernt, zu der sie m.M. inzwischen geworden ist (oder wie soll man das nennen, wenn ein Gesetz nach dem anderen gebrochen wird, um Steuern zu hinterziehen?).

Ach ja, und Bonn war Hauptstadt, nicht Berlin (von woher noch nie etwas Gutes über Deutschland gekommen ist.)

In der Politik waren noch Persönlichkeiten gefragt, an denen man sich reiben konnte. Im Bundestag ging es lebhafter zu, als man sich das heute vorstellen kann. Es war gewissermaßen der Vor-Merz.

Was hier präsentiert wird, sind keine Schenkelklopfer. Viele der hier zitierten Personen sind längst vergessen. Aber die Zitate zeigen, wie menschlich Politik damals war, in einer Zeit als man kein Abziehbild oder Kleiderständer sein musste, um in die Politik zu gehen, eine Zeit, in der es noch nicht ehrenrührig war, eine Vergangenheit zu haben (bei CDU/CSUlern recht häufig eine sehr dunkelbraune Vergangenheit).

Vielleicht irre ich mich, und es war doch die gute, alte Zeit.
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