Phil Ortiz.

Noch ein Zeichner, der in der allgemeinen Öffentlichkeit eher unbekannt sein dürfte.
Ich hatte frühzeitig von seinem Auftritt gehört und mir den Brückentag freigenommen, damit ich nicht wie beim letzten Mal stundenlang warten mußte.

Diesmal war ich die Nummer zwei in der Schlange. Als ich um halb drei ankam, saß ein Bub auf dem Boden und schaute sich in einem transportablen DVD-Player Simpsons-Folgen an. Ich hingegen stand lieber und las im Spiegel (der sich mit schlechtem Deutsch beschäftigte).
Eigentlich wollte ich mir noch ein Heft zum Signieren kaufen. Ein Stand mit Material war aufgebaut, aber die Kassiererin meinte, das Produkt sei nicht in ihrer Kasse und sie könnte es mir daher nicht verkaufen. Sowas Dummes und Unflexibles habe ich schon lange nicht mehr gehört. Hat Karstadt also kein Geschäft gemacht.
Gegen drei Uhr tauchte dann Phil Ortiz auf, ein eher feister Mann, der einen kleinen Dackel mit sich führte.
Die Schlange war zu diesem Zeitpunkt vielleicht fünf Meter lang und wuchs langsam aber beständig.
Ortiz ging an einen Flipchart und zeichnete Homer. Wunderbar. Alle anwesenden waren begeistert. (
Film 1 und
Film 2. -
Quicktime oder
Quicktime Alternative ist erforderlich.)

Phil Ortiz machte einen sehr ausgeglichenen, humorvollen Eindruck.
Die Zahl der noch nicht gelesenen Spiegel-Artikel nahm ab, die Schlange wurde immer länger. Ganz allmählich kamen auch etwas ältere Autogrammsammler, wenigstens einer sah deutlich älter aus als ich und war kein mitgeschleppter Elternteil.
Der Junge vor mir erwies sich als wahres Simpsons-Lexikon, der tatsächlich schon wußte, daß für Marge eine neue Sprecherin gefunden war (was ich abends überprüfte. Tatsächlich! Angelika Bender, bekannt als Marcy Darcy, Angela Bower oder Carla Tortelli), die zwei hinter mir waren wegen Ortiz aus Landau angereist. Hut ab vor den Eltern, die für ihre Kinder sowas auf sich nehmen (in Stuttgart war Volksfest und in der Stadt - so nennen wir Stuttgarter das Gebiet um die Königstraße - waren Menschenmassen unterwegs).
So gegen 16 Uhr erfolgten die üblichen Ankündigungen. Keine Zeichnungen, aber soviel Autogramme wie gewünscht.
Nach dem Jungen ließ ich einen Rollstuhlfahrer vor.
Obwohl ich extra Ersatzakkus für die Kamera dabei hatte, waren auch die schon etwas schlapp, deshalb wurde ausgerechnet das Bild auf dem ich mit Ortiz zu sehen gewesen wäre, leider nichts. Schade.