25.10.15
Akif Pirinçci!
Was er sich am Montag geleistet hat ist unterirdisch. Es ist widerlich.
Und es ist kein Ausrutscher.
Akif ist (für mich) ein hochbegabter Schriftsteller, der ohne Schere im Kopf lebt und arbeitet. Damit hat er Erfolg. Und weil er Erfolg hat, wird er in seinen Meinungen bestärkt. Weil er Erfolg hat, setzt er immer noch eins drauf. Und weil er Erfolg hat, sagt ihm niemand, dass er sich auf einem falschen Weg befindet.
Nein, was er sich am Montag geleistet hat, ist unentschuldbar.
Dann gibt er auch noch dem Stern* ein Interview, in dem er sich blöd stellt, als es um den Markenkern von Pegida geht.
Entschuldigung - das glaube ich ihm nicht. Man muss gerade aus dem Deltaquadranten kommen, um nicht zu wissen, dass zumindest Teile von Pegida den Nazis nahestehen (um es vorsichtig auszudrücken). Un, dass er geglaubt haben soll, eine Lesung zu geben ... mein Gott, wer soll ihm denn den Blödsinn glauben?
Nein, ich werde meine Pirinçcis nicht wegwerfen. Warum auch? Sie gefallen mir noch immer.
Pirinçci vertritt seine kruden Thesen nicht erst seit gestern. Er ist, wer er ist. Und weil er das ist, hat er sich selbst ins Abseits gestellt, hat er seine eigene Karriere zerstört.
Wie kann ein intelligenter Mensch nur so blöd sein?
In diesem Zusammenhang erinnere ich auch an mein Editorial vom 13.04.14.