Es steht mir nicht an, das zu beurteilen, was im Zusammenhang mit Wallraff 2003 durch die Presse geisterte. Egal ob die Vorwürfe zutreffen oder nicht: Wallraff hat diese Republik verändert. Seine Undercover-Reportagen mögen nicht mehr in allen Fällen aktuell sein, treffend sind sie aber nach wie vor. Es hat sich weniger verändert, als wir wahrhaben wollen.
Seine Bücher sollte man jedoch unbedingt gelesen haben.
Seine Bücher sollte man jedoch unbedingt gelesen haben.
* 01.02.1942 (Burscheid)
Der Aufmacher - Der Mann, der bei 'Bild' Hans Esser war
Der Aufmacher - Der Mann, der bei 'Bild' Hans Esser war (1977)
Kiepenheuer und Witsch (1977)
Kiepenheuer und Witsch (1977)
Wallraffs bekanntestes Buch. Sollte jeder gelesen haben - vor allem jene, die es mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht lesen.
Das Unglaubliche an der Geschichte: Wallraff war als er unter falschem Namen bei Bild arbeitete ein Autor, der bereits einige Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte. Und trotzdem erkannte ihn dort niemand. Ein Trauerspiel für den Journalismus. Ein Glück für die Bundesrepublik.
Das Unglaubliche an der Geschichte: Wallraff war als er unter falschem Namen bei Bild arbeitete ein Autor, der bereits einige Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte. Und trotzdem erkannte ihn dort niemand. Ein Trauerspiel für den Journalismus. Ein Glück für die Bundesrepublik.
13 unerwünschte Reportagen
13 unerwünschte Reportagen (1969)
Rowohlt (1969)
Rowohlt (1969)
Ihr da oben - wir da unten
Ihr da oben - wir da unten (1973)
Rowohlt (1980)
Rowohlt (1980)
Mit Bernt Engelmann
Engelmann, KZ-Häftling von 1944 bis 1945, beschreibt den deutschen Adel, Wallraff beschreibt die Zustände in deren Fabriken.
Industriereportagen
Industriereportagen (1970)
Rowohlt (1975)
Rowohlt (1975)
Wallraff arbeitet in den Berufen, die heute kaum noch ein Deutscher ausüben will, Berufen, die sich (zumindest teilweise) dank Wallraff etwas geändert haben. Nicht geändert hat sich, daß die, die das Kapital besitzen, der Meinung sind, alle anderen wären nur für sie da, daß vergessen wird, daß der Arbeiter hier auch der Konsument dort ist, daß man Geld erarbeiten muß, um es ausgeben zu können. Wer heute nach Lohnsenkungen schreit, ruiniert morgen die Konjunktur (genau wie jene, die ständig nur von Beitrags- und Steuererhöhungen sprechen). Wer heute nach längeren Arbeitszeiten schreit, verursacht die nächsten Sprung bei der Steigerung der Arbeitslosenzahlen.
Wallraffs Buch sollte man gelesen haben. Und das am besten bereits bevor man in das Berufsleben eintritt.
Wallraffs Buch sollte man gelesen haben. Und das am besten bereits bevor man in das Berufsleben eintritt.
Von einem der auszog und das Fürchten lernte
Von einem der auszog und das Fürchten lernte (1970)
Zweitausendeins (1985)
Zweitausendeins (1985)
Zeugen der Anklage. Die "Bild"-Beschreibung wird fortgesetzt.
Zeugen der Anklage. Die "Bild"-Beschreibung wird fortgesetzt. (1979)
Kiepenheuer & Witsch (1979)
Kiepenheuer & Witsch (1979)
Danke für dieses Buch, Herr Wallraff.
Niemand der etwas Hirn im Kopf hat, kann ein Freund der Bildzeitung sein. In meinem Leben habe ich sie vielleicht ein-, zweimal gekauft (z.B. damals, nachdem ich einen Einbrecher gefasst hatte - aber das ist eine andere Geschichte). Mein Großvater, eigentlich ein durchaus bodenständiger, belesener Mann hat das "Luageblättle" jahrzehntelang gelesen, neben den Stuttgarter Nachrichten.
In meinem beruflichen Leben haben mir schon einige Kunden gedroht, sie würden die Bildzeitung einschalten, wenn wird dies oder jenes nicht tun würden (was fast immer gegen geltendes Recht oder den gesunden Menschenverstand verstoßen hätte). Meine Reaktion war immer die selbe: "Tun Sie das, wenn Sie sich lächerlich machen wollen."
Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich bin der festen Überzeugung, daß die Bildzeitung sich seit Wallraffstagen sehr verändert hat. Sie steht heute sehr viel intensiver unter Beobachtung der anderen Zeitungen, der anderen Medien, als das sie sich auf Dauer Manipulationen leisten könnte.
Trotzdem rügt der Presserat keine Publikation häufiger. Ziehen Sie Ihre eigenen Schlüsse daraus.
Niemand der etwas Hirn im Kopf hat, kann ein Freund der Bildzeitung sein. In meinem Leben habe ich sie vielleicht ein-, zweimal gekauft (z.B. damals, nachdem ich einen Einbrecher gefasst hatte - aber das ist eine andere Geschichte). Mein Großvater, eigentlich ein durchaus bodenständiger, belesener Mann hat das "Luageblättle" jahrzehntelang gelesen, neben den Stuttgarter Nachrichten.
In meinem beruflichen Leben haben mir schon einige Kunden gedroht, sie würden die Bildzeitung einschalten, wenn wird dies oder jenes nicht tun würden (was fast immer gegen geltendes Recht oder den gesunden Menschenverstand verstoßen hätte). Meine Reaktion war immer die selbe: "Tun Sie das, wenn Sie sich lächerlich machen wollen."
Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich bin der festen Überzeugung, daß die Bildzeitung sich seit Wallraffstagen sehr verändert hat. Sie steht heute sehr viel intensiver unter Beobachtung der anderen Zeitungen, der anderen Medien, als das sie sich auf Dauer Manipulationen leisten könnte.
Trotzdem rügt der Presserat keine Publikation häufiger. Ziehen Sie Ihre eigenen Schlüsse daraus.