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T
Ralf H. George Takei

Die offizielle Autobiographie von George Takei - Star Trek's Mr. Sulu

To the stars (1994)
Heel (1997)
* 20.04.1937 (Los Angeles)

Takei: Autobiographie
Die meisten Star-Trek Biographien sind nur für Insider interessant. Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, daß ein Nicht-Star-Trek-Fan Interesse daran hat, über die kleinen Eifersüchteleien am Set zu lesen.

Takeis Biographie ist anders.

Schon seine Schilderung der Kindheit im Internierungslager, einer der dunklen Punkte in der an dunklen Punkte nicht gerade armen Geschichte der USA im 20. und 21. Jahrhundert (wobei ich die Leistung der USA für Europa in den 40er Jahren nicht schmälern will), macht das Buch zu einem Muß für jeden Geschichtsinteressierten.

Takei ist nicht nur Schauspieler, er ist auch Lokalpolitiker und er zeigt in seinem Buch auch, wie Politik (in den USA) funktioniert.

Trotzdem: Die Person George Takei bleibt merkwürdig unscharf. Das liegt daran, daß er zwar viel über die offizielle Person George Takei erzählt, viel über seine Eltern berichtet, die enge Freundschaft zu Walter Koenig erwähnt, aber nichts über sein Privatleben.

So bleibt sein langjähriger Lebensgefährte (und dessen Vorgänger) völlig unerwähnt. Schade.

In meiner Firma gibt es einige Schwule: Zwei sind Arschlöcher, einer ist recht nett, mitunter aber etwas tuntig, dem vierten merkt man überhaupt nichts an. Ganz normale Menschen eben - mit Fehlern und Vorteilen, wie sie jeder Mensch hat.

Mir sind die sexuellen Präferenzen anderer Menschen ziemlich schnurz, solange man sie mir nicht aufzudrängen versucht. Ich denke, genau so sollte das auch sein.

Leider hat Star Trek bislang nicht den Mut gehabt, eine Hauptfigur dem eigenen Geschlcht zugeneigt zu zeigen. Durch sein Outing im Jahr 2005 ist Takei eher noch sympathischer als vorher (ähnlich wie in Deutschland Hape Kerkeling - während gewissen Politkker voher unsympathisch waren und sich daran auch nach dem Outing nichts geändert hat).

Takeis Autobiographie ist ein Muß für jeden Star Trek-Fan und eine Leseempfehlung, für jeden, der hier nur zufällig reingestolpert ist.
Gedanken während der Lektüre



Ralf H. Jeri Taylor
Jeri Taylor war Autorin und Produzentin bei The next Generation und Voyager. Außerdem war sie an der Entwicklung von Voyager beteiligt.

* 30.06.1946

Schicksalspfade

Pathways (1998)
Heyne (2002)
Stardate: ?

Taylor
Um es kurz zu machen. Die Leben von Chakotay, Harry Kim, B'Elanna Torres, Neelix, Tom Paris, Kes und Tuvok werden erzählt. Jede einzelne Episode ist hervorragend, so daß man sich fragt, warum das nicht zu Fernsehfolgen verarbeitet wurde.

Eingebettet ist das in eine Geschichte, die über das Niveau von Guiseppe Peregos Vorgeschichten in den Lustigen Taschenbüchern leider nicht hinauskommt.

Trotzdem: Ein gutes, spannendes Buch, das jeder Star Trek-Fan unbedingt gelesen haben sollte.


Die Zusammenkunft

Unification (1990)
Heyne (1998)
Stardate: ?

Taylor
Natürlich ist das der Roman zu der legendären STNG-Doppelfolge.

Sarek stirbt. Spock ist auf Romulus. Picard und Data suchen ihn dort und geraten in eine Intrige, in die auch die Tochter von Tasha Yar verwickelt ist.

Taylor gelingt es, der Geschichte noch mehr Tiefe zu geben. Empfehlenswert.



Ralf H. W.R. Thompson

Planet der Schuldner

Debtor's planet (1994)
Heyne (1997)
Stardate: ?
* 1955

Thompson
Die spärlich bebilderte Autobiographie von George Takei.

Auch für Nicht-Fans lesenswert, durch die Schilderung seiner Kindheit im Internierungslager (eines der großen amerikanischen Verbrechen den 20. Jahrhunderts).

Von hohem Interesse für den Fan ist natürlich die zweite Hälfte des Buches, das sich mit Star Trek (und zwischendurch eingstreut, für Takei genauso wichtig, mit seinen politischen Ambitionen) beschäftigt.

Das ganze ist sehr gut geschrieben, so mancher Schriftsteller könnte sich eine Scheibe abschneiden, allerdings bleibt die Person George Takei merkwürdig unscharf, da er sich nach der Schilderung seiner Kindheit fast nur auf Geschäftliches fixiert. Man hätte sich gewünscht, daß er seinem Partner Brad Altman (und/oder dessen Vorgängern) einige Zeilen schenkt. Wahrscheinlich war die Zeit damals noch nicht reif dafür.

In meiner Firma gibt es etliche Homosexuelle. Zwei sind Arschlöcher, einer ist manchmal hart an der Grenze zur Tunte, aber recht umgänglich, einer fällt gar nicht auf. Eben ganz normale Menschen, mit allen Macken, die man auch bei Heteros beobachten kann. Schade, daß Star Trek dieses Thema bisher noch nicht ausführlich behandelt hat.





Ralf H. Lois Tilton

Verrat

Betrayal (1994)
Heyne (1995)
Sternzeit: Keine Angabe
* 1946

Auf DS9 finden Verhandlungen über die Zukunft Bajors statt (Warum eigentlich?). Bomben explodieren - man verdächtigt bajoranische Separatisten. Und dann putschen auf Cardassia auch noch Revanchisten.

Schon die Zusammenfassung zeigt: es paßt hinten und vorne nicht.



Seite gestartet am 20.10.1999