Curt Goetz
Curt Goetz (eigentlich Kurt Götz)
* 17. November 1888 in Mainz;
† 12. September 1960 in Grabs Kanton St. Gallen, Schweiz


Curt Goetz darf man wohl mit einigem Recht als ein Opfer des Privatfernsehens bezeichnen. Warum? Früher wurden seine Filme (alle in Schwarz-Weiß) in schöner Regelmäßigkeit im Fernsehen gezeigt und seine Bühnenstücke konnte man auch immer wieder mal sehen.

Schwarz-Weiß! Igitt, das ist ja nicht modern (von den Rühmann-Verfilmungen der 60er Jahre wollen wir an dieser Stelle nicht reden. Wer die Goetz-Originale kennt, wird diese natürlich vorziehen).

Theater! Wer will schon noch Theater im Fernsehen sehen?

Ich kann jedem nur empfehlen, Curt Goetz zu lesen und anzuschauen.

Carneval in Paris

Ullstein

Im Louvre steigen die Mona Lisa, Franz I. und andere aus ihren Bilderrahmen um eine aufregende Nacht zu durchleben.

Ein bis heute leider unverfilmtes Drehbuch von Curt Goetz. So wie der deutsche Film heute aussieht, wird es wohl auch nicht verfilmt werden. Und falls doch... nein, dann doch lieber nicht.
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Valérie von Martens - Curt's Geschichten

(1975)
Dtv (1975)

Kein Curt Goetz-Buch und doch eines. von Martens war eine würdige Sachwalterin ihres viel zu früh verstorbenen Mannes. Alles ist etwas mühsamer, aber durchaus witzig.
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3x täglich

(1964)
DVA (1964)

Sprüche, Einzeiler und Nachdenkenswertes. Das meiste stammt aus den Memoiren oder aus den Stücken, ist also nicht originär (was beim Ersterscheinungsdatum auch nicht weiter verwundert, denn Goetz starb 1960). Trotzdem lesenswert.
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Ingeborg

(1937)
DVA (1967)

Ingeborg hat sich in einen unbekannten Lebensretter verliebt. Ottokar hat sich mit dessen Tat gebrüstet. Doch dann taucht nach vielen glücklichen Ehejahren Peter Peter auf - der tatsächliche Lebensretter.

Nabokov (der Lolita-Autor, der in meiner Buchsammlung bislang nicht vertreten ist), war ein Curt Goetz-Fan. Sein Humbert Humbert verdankt seinen seltsamen Doppelnamen diesem Theaterstück.
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Valérie von Martens - Das große Curt Goetz Album

(1968)
DTV (1968)

Valérie von Martens - Das große Curt Goetz Album
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Hinter diesem Buch war ich her wie der Teufel hinter der armen Seele. Ich wußte, daß es erschienen war, aber als ich mich für Curt Goetz zu interessieren begann, war es schon längst nicht mehr erhältlich. Ein Buch mit Fotografien aus dem Leben von Curt und Valérie. Nicht so intim, wie man das heute vielleicht erwarten würde, eine ganze Menge der Bilder stammen von nicht genannten professionellen Fotografen. Aber trotzdem ungemein interessant. Wie hat Goetz die Rollen gesehen? Warum hat dieser gutaussehende Mann sich für die unscheinbare Frau interessiert? Wer waren die in den Memoiren erwähnten Personen?

Die meisten Fragen werden durch die direkte Gegenüberstellung von Abschnitten der Memoiren und der Bilder beantwortet.

Ein Buch, das mich nicht enttäuscht hat. Ich bin froh, es endlich erstanden zu haben.
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Die Memoiren des Peterhans von Binningen

(1960)
Ullstein (1976)

Curt Goetz: Die Memoiren des Peterhans von Binningen
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Im Todesjahr erschien der erste Band der Memoiren. Ein hervorragendes, sehr witzig geschriebenes Büchlein - leider ohne Bilder.
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Napoleon ist an allem schuld

(1968)
DTV (1970)

Ein Curt Goetz-Buch von 1968? Ja.

Aber, werden Sie sagen, der Film ist doch aus den 30er Jahren. Und Sie haben recht.

Valérie von Martens hat das Drehbuch in eine lesbare Form gebracht.

Die Handlung: Ein spleeniger aber verheirateter Napoleonforscher, gerät an ein junges Ding, das für seine Geliebte gehalten wird. Witzig, spritzig, intelligent. Eben ganz Curt Goetz.
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Sämtliche Bühnenwerke

(?)
Heyne (1982)

Alle - wirklich alle - Bühnenwerke. Goetz zu lesen, bereitet fast soviel Vergnügen, wie eine gute Aufführung zu sehen (bislang hatte ich Glück und blieb von schlechten Aufführungen verschont)


Tatjana

(1946)
Rororo (1967) / Non-Stop (?)

Curt Goetz: Tatjana Curt Goetz: Tatjana
Genau wie in Die Tote von Beverly Hills auch hier das Lolita-Motiv (vor Nabokov). Ein Mann verliebt sich in eine 13 jährige und leidet noch Jahre nach ihrem Tod.

Laut Rücken (der Rowohlt-Ausgabe) wurde das Buch in den 60er Jahren verfilmt. Gesehen habe ich diesen Film nie. Wenn man bedenkt, wie damals deutsche Filme ausgesehen haben, werde ich wohl auch nichts verpaßt haben.
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Die Tote von Beverly Hills

(1951)
DTV (?)

Ein erotischer Krimi in typischer Goetz-Manier. Im Gegensatz zu seinen Stücken kaum bekannt - unverdientermaßen. Witzig, intelligent und spannend.
Einer der Herren heißt Delorm, was sicher kein Zufall ist. Eine Lolita-Geschichte, die mit viel Liebe geschrieben wurde. Ich kenne den Nabokov-Roman nicht, aber es erscheint mir durchaus möglich, daß Nabokov, der ein Goetz-Fan war, diesen Roman kannte.
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Die Verwandlung des Peterhans von Binningen

(1962)
Ullstein (1976)

Curt Goetz: Die Memoiren des Peterhans von Binningen
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Fortsetzung der Memoiren. Von Valérie von Martens (sie war die Ehefrau von Curt Goetz) Zusammgetragenes und Ergänztes. Natürlich ist der Unterschied offensichtlich, aber Frau von Martens brachte es in jedem Buch, das sie nach Goetzens Tod herausbrachte, fertig, sein Denkmal nicht beschädigen. Auch das ist eine Leistung.
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4x täglich

4x täglich (1968)
DVA (1968)

Die Fortsetzung zu 3x täglich. Valerie von Martens, Curts Ehefrau, beweist sich einmal mehr als hervorragende Nachlaßverwalterin.
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Wir wandern, wir wandern...

(1963)
Ullstein (1966)

Curt Goetz: Die Memoiren des Peterhans von Binningen
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Fortsetzung der Memoiren. Noch einmal von Valérie von Martens Zusammgetragenes und Ergänztes.
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