Zu Gardner bin ich über den Neuaufguss der Perry Mason-Fernsehserie gekommen. Was ich sah hat mir gefallen, darum las ich einen ersten Perry Mason Roman, dann noch einen und noch einen und...
Nicht alle sind gut (je eher Paul Drake auftaucht, desto besser der Roman), die wenigsten sind originell, aber jeder unterhält auf seine Weise und manchmal erfährt man Details über das amerikanische Rechtesystem, die einem Schauer über den Rücken laufen lassen.
17. Juli 1989 (Malden, Massachusetts) - 11. März 1970 (Temecula, Kalifornien)
The case of the angry mourner
The case of the angry mourner (1951)
Pocket (1955)
Der 40. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 7. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1957).
Der Fall fängt nicht mit Perry Mason oder Paul Drake an, sondern mit Belle Adrian, die in der Nacht feststellt, dass das Auto ihrer Tochter nicht in der Garage steht. Dann hört sie aus einem Nachbarhaus einen Schuss. Da sie davon ausgeht, dass ihre Tochter Carlotta sich in dem Haus aufhält (sie war dort zum Abendessen verabredet), geht sie hinüber und findet den Hausbesitzer erschossen vor.
Natürlich geht Belle davon aus, dass ihre Tochter die Täterin ist.
Perry Mason taucht in Kapitel 5 zum ersten Mal auf. Er macht Urlaub, langweilt sich aber so sehr, dass er den Urlaub abbrechen möchte, als Belle Adrian bei ihm auftaucht. Sie engagiert ihn, lügt ihn an und bringt damit sich und ihre Tochter noch mehr in Schwierigkeiten.
Das Haus der Adrians und das des (sehr unsympathischen) Mordopfers liegen nur einige hundert Meter auseinander. Belle Adrian legt die Strecke zu Fuß zurück. Warum ihre Tochter mit dem Auto gefahren ist, erschließt sich mir nicht, aber wahrscheinlich sind Amerikaner so fußfaul, dass das für den US-Leser plausibel erscheint.
Der ganze Fall gegen die Adrians wird durch das Wetter aufgebaut. Irgendwann in der Nacht wurde es so kalt, dass sich Reif bildete, in dem die Spuren zwischen den beiden Häusern und dem liegengebliebenen Wagen deutlich zu erkennen waren (die Spurensicherung in dem kleinen Ort muss wirklich gut gewesen sein, denn nach Sonnenaufgang sollte es eigentlich warm genug werden, um den Raureif wegzuschmelzen und damit die Spuren zu vernichten. Noch nicht mal Perry Mason greift diesen Teil der Polizeiarbeit an).
Wie gesagt, das Mordopfer war unsympathisch. Er war reich, ja, aber er war auch ein Typ, der sich jungen Frauen aufdrängte (heute würde man sagen, er vergewaltigte sie). Das war kein Geheimnis. Trotzdem verabredet sich Carlotta zu einem Abendessen mit anschließendem Filmschauen in seinem Haus. Beim Abendessen ist noch Personal im Haus, danach sind die beiden allein. Waren junge Frauen damals wirklich so blöd?
Ich gebe offen zu, dass mich die Auflösung des Falls überrascht hat. Mein Hauptverdächtiger war der Freund/Anwalt der Tochter, der aber mit dem ganzen Fall nur als Anwalt und Lieferant der Mordwaffe zu tun hatte.
Nicht vergessen sollte man bei der Lektüre, dass der Roman Anfang der 50er erschien. Autos hatten damals noch Trittbretter (was für die Auflösung wichtig ist).
Im Roman ist ständig von "a compact" die Rede. Der Begriff wird seit Jahrzehnten für alles mögliche verwendet. Gemeint ist hier eine Puderdose.
In einem Roman ist das ganze Hin und Her der Fußspuren ziemlich verwirrend. Eine Illustration hätte helfen können. Da die nicht vorhanden war, muss man leider sagen, dass es bessere Perry Mason Roman gibt. Lesbar ist er aber allemal.
Der Roman spielt in Bear Valley. Die Entfernung zu Los Angeles beträgt ca. 630 km (mit dem Auto soll man die Strecke heute in etwas mehr als 7 Stunden schaffen). Della kommt mit dem Auto, Paul mit dem Flugzeug.
Gewidmet ist das Buch Richard Ford* (1915-1970), einem Rechtsmediziner.
The case of the black-eyed blonde (01. März 1944)
Pocket (1951)
Der 25. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 37. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1958)
In Masons Kanzlei taucht Diana Regis auf, eine Blondine, die ein Blaues Auge (englisch Black Eye) aufweist. Das soll ihr der Stiefsohn ihres Arbeitsgebers verpasst haben.
Mason sorgt dafür, dass sie Schmerzensgeld erhält. Damit wäre der Fall eigentlich erledigt.
Aber am nächsten Tag wird die Mitbewohner Dianas ermordet aufgefunden. Und auf der Mordwaffe finden sich die Fingerabdrücke von Della Street.
Der nicht vermisste Sergeant Holcomb darf neben Tragg auftauchen. Holcomb ist nicht nur unfähig, eigentlich ist er ein Verbrecher in Uniform, denn er sieht es nicht als seine Aufgabe für die Allgemeinheit zu arbeiten. Für ihn zählt nur sein Hass gegen Mason.
Der Staatsanwalt ist Claude Drumm. Dem Namen werden wir in der TV-Serie wieder begegnen - als Nachfolger von Tragg.
In dieser Geschichte küssen Mason und Della sich.
Wahrscheinlich eine der besten Mason-Geschichten.
The case of the beautiful beggar
The case of the beautiful beggar (1. Januar 1966)
Pan (1975)
Der 79. Perry Mason Roman
Nicht verfilmt!
Daphne Shelby kümmerte sich um ihren alten Onkel. Nachdem dessen Bruder (mit Frau) aufgetaucht war, wurde sie in Urlaub geschickt. Als sie zurückkehrt, muss sie feststellen, dass ihr Onkel entmündigt wurde und in einem Pflegeheim untergebracht worden ist. Außerdem werden von Seiten des Bruders wüste Anschuldigungen gegen sie erhoben werden, nicht nur dass sie auf das Geld des alten Mannes aus gewesen sei, darüber hinaus soll sie gar nicht mit dem alten Mann verwandt sein..
Inzwischen scheint sich im Rechtssystem der USA etwas geändert zu haben. Anwälte dürften jetzt bei allen Befragungen ihres Mandanten anwesend sein, das war in den vorherigen Perry Mason-Romanen nicht der Fall.
Der Hamilton Burger der Romane nähert sich dem Hamilton Burger der TV-Serie an. Da ist nicht mehr der unbedingte Wille, Mason etwas anzuhängen.
Das ganze ist noch immer recht raffiniert und gut geschrieben (ja, ich halte die Mason-Romane für gutgeschrieben, auch wenn häufig bemängelt wird, dass Gardner kaum charakterisieren würde. Gardners Schreibstil hat mehr mit dem Theater zu tun, wo der Autor ein Gerüst liefert, dass Regisseur und Schauspieler dann mit Details füllen. Bei Gardner übernimmt der Leser diese Rolle). Die Überraschung am Ende habe ich lange kommen sehen, vielleicht weil ich inzwischen doch recht viele Mason-Roman gelesen habe.
Das Buch ist Furuhata Tanemoto (15.06.1891 - 06. Mai 1975) gewidmet, einem japanischen Rechtsmediziner.
The case of the borrowed brunette
The case of the borrowed brunette (01. Januar 1946)
Pocket (1960)
Der 28. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 52. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1959)
Mason fällt auf, das an mehreren Straßenecken Frauen stehen, die sich auffällig ähneln. Er spricht eine an und die erzählt ihm von einer Zeitungsanzeige, in der der Stelle für eine Frau angeboten wird, die genauen Vorstellungen zu entsprechen hat.
Den Job erhält eine Freundin, Eve Martell, der angesprochenen Frau.
Mason hat den Verdacht, dass irgendetwas nicht in Ordnung. Er versucht die junge Frau zu schützen, doch dann wird eine Leiche gefunden und seine Mandantin und der Aufpasserin sind verdächtig ...
Mason selbst gerät in Schwierigkeiten. Entweder hat er eine Falschaussage gemacht oder er ist ein Komplize. Über ihm hängt daher ein Ausschluss aus der Anwaltskammer.
Hamilton Burger taucht nicht nur nicht auf - er wird auch als Hamilton Berger bezeichnet.
Die Auflösungen sind ja immer recht kompliziert, diese toppt das allerdings noch. Ein wirklich guter, bis zum Schluss spannender Roman.
The case of the buried clock
The case of the buried clock (1943)
Pocket (1969)
Der 18. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 45. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1958)
Jack Hardisty hat Geld unterschlagen - und wird ermordet. Der Verdacht fällt auf seine Frau Milicent. Oder war es doch jemand anderer aus einer Gruppe junger Menschen? Vielleicht Milicents Schwester, Adele, oder der aus dem Krieg zurückgekehrte Harley Rayond, oder Burton Strague, ein erfolgloser Autor, oder seine Schwester? Oder vielleicht der Fotograf Rodney Beaton? Oder ...?
Mason taucht erst auf Seite 30 auf.
Die titelgebende Uhr ist am Anfang der Geschichte vergraben, verschwindet und taucht wieder auf. Sie geht 25 Minuten nach.
Der Fotograf begeistert sich für Tierfotografie. Er konnte nur ein Bild machen, die Tiere mussten dazu einen gespannten Faden berühren, der die Kamera (und ein Blitzlicht) auslöste. Das ist heute doch viel einfacher.
Hamilton Burger taucht kurz vor Schluss auf.
Der Roman steht zu seiner Entstehungszeit. Der Krieg wird erwähnt, aber er ist weit weg, allerdings sind z.B. Reifen rationiert.
Die Waldhütte soll innerhalb von 20 Minuten von L.A. zu erreichen sein. Ich habe keine Ahnung, wie schnell Autos damals waren, aber ein Kommentator auf goodreads', meint 40 Meilen pro Stunde (64 km/h) wären damals schon recht schnell gewesen.
Recht interessant ist die Erwähnung der "sidereal time" (Sternzeit*). Ich hielt das für eine Star Trek-Erfindung.
Die Lösung war mir recht schnell klar, weil ich (im Rahmen des Romans) genau das getan hätte, was der Mörder getan hat, um von sich abzulenken.
Ein eher durchschnittlicher Roman, was daran liegt, dass Mason (zumindest eine Zeitlang) nur Nebenfigur in seiner eigenen Geschichte ist.
The case of the calendar girl
The case of the calendar girl (01. Juli 1958)
Pocket (1961)
Der 60. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 63. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1959).
George Ansley hat einen unangenehmen Geschäftstermin hinter sich gebracht (man könnte sagen, er hat dafür gesorgt, dass er nicht mehr erpresst wird), als ihm ein anderes Auto entgegen kommt. Er kann gerade noch ausweichen, der andere Wage überschlägt sich. Ansley findet eine junge Frau, die mehr von sich zeigt, als damals schicklich ist. Er bietet ihr an, sie nach Hause zu fahren. Vor der Haustür wird er verabschiedet.
Alles könnte gut sein, trotzdem hat Ansley ein unangenehmes Gefühl und wendet sich an Perry Mason. Mason, Della und Ansley kehren an den Unfallort zurück und stellen fest, dass das ganze doch sehr merkwürdig aussieht.
Am nächsten Tag stellt sich heraus, dass Ansleys Gesprächspartner in dieser Nacht ermordet wurde. Ansley muss das Unfallopfer finden, um seine Unschuld beweisen zu können, doch ganz offensichtlich hat sie ihm einen falschen Namen genannt ...
Die Geschichten werden immer komplizierter - aber nicht weniger spannend. Gardner spielt mit der Vorstellung des (wohl mehrheitlich) männlichen Lesers. Dawn Manning lässt sich nackt fotografieren, was damals sicher ungewöhnlicher war als es heute ist.
Tragg und Mason ermitteln gemeinsam. Man spürt den Respekt, den sie für den jeweils anderen empfinden. Bisher wurde Tragg als ungefähr gleichalt mit Perry und fast gleichgroß beschrieben. Es fällt auf, dass das unterbleibt. Wahrscheinlich weil Ray Collins, der Tragg der TV-Serie so gar nichts mit dieser Beschreibung zu tun hat.
Das Buch ist Hubert Winston Smith gewidmet (18.03.1907 - 09.07.1971). Er war 1964 der Rechtsanwalt von Jack Ruby (dem Mörder von Lee Harvey Oswald).
The case of the careless kitten
The case of the careless kitten (01. März 1942)
Pocket (1969)
Der 21. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 235. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1965)
Helen Kendal erhält den Anruf eines vor zehn Jahren verschwundenen Onkels, den sie eigentlich schon für Tod hält. Seine Anweisungen sind eindeutig: Sie soll sich an Perry Mason wenden und mit ihm zusammen einen anderen Mann aufsuchen, der sie dann zu ihrem Onkel führen wird.
Doch als die kleine Gruppe am Zielort ankommt, finden sie dort eine Leiche ...
Das titelgebende unvorsichtige Kätzchen wird gleich nach dem erwähnten Telefonat Opfer eines Giftanschlags und überlebt nur knapp. Auch die Helens Tante (und Ehefrau des verschwundenen Onkels) wird vergiftet.
Wie im letzten Katzenroman von Gardener landet auch diese letztlich bei Della, die dadurch in Schwierigkeiten gerät und sogar auf der Anklagebank landet - was Mason natürlich überhaupt nicht gefällt.
Dass der Roman im Krieg geschrieben wurde merkt man daran, dass Helens Verlobter in der Armee ist. Ein Hausangestellter der Tante wird ständig für einen Japaner gehalten, obwohl er Koreaner sein soll (ob er das ist, wird nicht aufgeklärt, ist aber auch nicht wichtig).
Darüber hinaus hat mir nicht gefallen, dass die Katze (Amber Eyes) ständig nur Milch vorgesetzt bekam. Schon richtig, Katzen schlotzen Milch, aber sie bekommen davon auch Durchfall. Meine Katzen wollten von Milch nicht viel wissen. Sie nahmen lieber Nassfutter und manchmal auch Wasser zu sich.
Unter den derzeit in meinem Besitz befindlichen Mason-Romanen ist das der erste, in dem sowohl Tragg als auch Burger auftreten.
Diesmal sah ich die Lösung nicht kommen.
Ein ordentlicher, unterhaltsamer Mason-Roman.
The case of the caretaker's cat
The case of the caretaker's cat (1935)
Pocket (1970)
Der 7. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 58. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1959)
2004 habe ich mich kurz gehalten. Zum einen lag die Lektüre doch schon etwas zurück, zum anderen war Speicherplatz (auch bei Providern) teuer und knapp.
Ein älterer Mann kommt zu Perry Mason. Er arbeitet als Hausmeister. Sein Arbeitgeber ist vor kurzem bei einem Brand ums Leben gekommen, hat aber testamentarisch verfügt, dass sein Angestellter ein lebenslanges Wohnrecht erhält. Einer der Erben verlangt nun, dass der alte Mann seine Katze abschafft, sonst würde sie vergiftet werden.
Eigentlich sieht das nach einem ganz einfachen Fall aus. Ein kurzes Schreiben und das sollte es gewesen sein, aber nachdem die Erben mit einem schmierigen Anwalt bei Mason auftaucht, fängt der an, intensiver zu recherchieren und stellt fest, dass der Tod des Arbeitgebers wahrscheinlich kein Unglücksfall war ...
Bei Perry Mason bleibt aber natürlich nichts einfach.
Zum einen ist eine große Menge wertvoller Diamanten verschwunden, zum anderen wird der Hausmeister tot aufgefunden. Und den Spuren zufolge, ist seine Katze nach seinem Tod über ihn hinweggegangen (was ich mir nicht vorstellen kann. Eine Katze würde merken, dass mit dem Herrchen was nicht stimmt und ihn anstupsen, aber nicht über sein Gesicht laufen. Dessen bin ich mir ziemlich sicher).
Verdächtig ist der Verlobte der enterbten Enkelin des ersten Toten, der im Haus gesehen wurde, da er die Katze abholen wollte, um sie in Sicherheit zu bringen.
Da er weiß, dass er verdächtig ist, taucht er unter, was Mason für einen gewaltigen Fehler hält.
Bei zwei Toten bleibt es nicht. Eine Krankenschwester, die den entscheidenden Hinweis auf den Mord des ersten Opfers gegeben hatte, wird (von Mason) erschlagen aufgefunden. Wie sich herausstellt, hat sie kurz vor ihrem Tod einen der Haupterben des ersten Opfers geheiratet ...
Inzwischen ist Hamilton Burger eingeführt worden. Ob hier sein erster Auftritt erfolgte oder ob das in einem der (derzeit) fehlenden vier Romane erfolgte, ist mir nicht bekannt.
Um die Polizei dazu zu bringen, ein Auto zu suchen, fingieren Mason und Della Street eine Hochzeitsreise.
Für mich wurde immer offensichtlicher, wie die Sache ablief.
In klassischer Mason-Manier findet dann eine Gerichtsverhandlung statt (Burger wird von einem Mitarbeiter vertreten). Das geht soweit, dass erst Della Street in den Zeugenstand gerufen wird, dann auch noch Mason selbst. Die Lösung hat sich für mich zu dem Zeitpunkt schon angekündigt.
Paul Drake spielt am Schluss keine Rolle mehr, es wird angedeutet (wirklich nur angedeutet), dass zwischen Della und Perry mehr ist als nur ein Arbeitsverhältnis - zumindest könnte sie sich das vorstellen.
Man merkt deutlich, dass der Roman in den 30er Jahren geschrieben wurde. Es wird unendlich viel geraucht, Knie von Frauen sieht man anscheinend nicht oft. Alle arbeitenden Frauen sind Single, höchstens verliebt.
Gardner hat seine Formel gefunden, was die Romane aber nicht schlecht macht.
Ein durchaus unterhaltsamer, lesbarer Roman.
The case of the cautious coquette
The case of the cautious coquette (1. März 1949)
Mayflower (1969)
Der 36. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 18. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1958)
Die Suche nach einem Unfallverursacher führt zu einem anonymen Brief, der Mason einen Hinweis auf Lucille Barton liefert. Mason erkennt schnell, dass er mit ihr nichts zu tun haben will, da sie lügt, wenn sie den Mund aufmacht. Doch dann ist er anwesend als sie in ihrer Garage eine Leiche findet. Um sich selbst zu schützen, muss er Lucille als Klientin annehmen - und gerät selbst in Verdacht, der Mörder zu sein.
Alle auftretenden Personen haben irgendwas miteinander zu tun - ohne dass das auffällt. Dadurch ist die Geschichte recht unglaubhaft und verworren.
Mit Burger Holcomb und Tragg.
The case of the crooked candle
The case of the crooked candle (02. Januar 1944)
Pocket (1951)
Der 24. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 11. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1957).
Mason vertritt den Geschädigten bei einem Verkehrsunfall, hat aber schnell das Gefühl, dass der Schädiger etwas zu verbergen hat. Er vermutet einen Ölfund, der unbedingt geheim gehalten werden soll. Dann wendet sich die Tochter eines der Gegner an ihn und bittet um Hilfe. Auf dem Schiff ihres Vaters ist ein Mord verübt worden. Sie ist fest davon überzeugt, dass ihr Vater unschuldig ist.
Diesmal merkt man nichts vom Krieg, aber Della gerät erneut in Probleme mit der Polizei.
Die Situation an Bord ist so kompliziert, dass zum ersten Mal eine Grafik in den Text eingeschoben wurde (Seite 187). Ich habe keine Ahnung, ob ein Boot tatsächlich durch Ebbe so stark in Schieflage geraten kann, wie hier beschrieben - und dann durch die nächste Flug wieder aufgerichtet werden kann.
Mason wird zwar immer wieder vorgeworfen, die Regeln zu brechen, aber Tragg hält auch nicht besonders viel von verfassungsmäßigen Rechten. Er hält Della gefangen, ohne sie einem Richter vorzuführen und hätte sie nur zu gerne auch von ihrem Anwalt ferngehalten. Von Roman zu Roman wird Tragg unsympathischer.
Diesmal endet der Roman wieder mit dem direkten Übergang in den Nachfolgeroman - was Gardner schon lange nicht mehr getan hat.
Kompliziert, wie alle Mason-Romane, aber auch sehr unterhaltsam und lesbar.
The case of the crying swallow
The case of the crying swallow (1971)
Pocket (1972)
Kurzgeschichten
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The case of the crying swallow (1947)
Die Frau von Mr. Cash ist verschwunden. Mason soll sie finden.
Gardners Stärke sind die Romane. Hier wird zwar auch eine Überraschung nach der anderen serviert, aber für mich zündet das nicht so recht.
Trotzdem ist es die einzige wirklich lesenswerte Geschichte des Bandes.
The candy kid (1931)
Lester Keith ist ein kriminelles Genie. Die Polizei kann ihm zwar einen Agenten als Diener unterschieben, aber trotzdem ist ihm nie etwas nachzuweisen.
Das ist zwar lesbar, reißt aber wirklich nicht vom Hocker.
Muss man nicht lesen.
The vanishing corpse (1931)
Sidney Zoom stolpert über Verbrechen und löst sie ... Langweilig und uninspiriert.
The affaire of the reluctant witness (1949)
Jerry Bane und sein einarmiger Diener Magus lösen das Rätsel verschwundener Juwelen. Das geschieht ohne große Überraschungen.
The case of the daring decoy
The case of the daring decoy (01. September 1957)
Pocket (1963)
Der 57. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 28. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1958).
Jerry Conway ist Vorsitzender einen Öl-Gesellschaft. Einer seiner Ex-Angestellten versucht durch Tricks die Macht an sich zu reißen. Eine Frau meldet sich bei Conway, sie könne ihm eine Liste der Leute übergeben, die für seinen Gegegner stimmen wollen. Als er die Liste abholt, wird er von einer nur mit Unterwäsche bekleideten Frau mit einer Waffe bedroht.
Als Mason nachforscht, findet er eine weibliche Leiche ...
Ein recht typischer Mason-Roman. Myrtle Lamar, das Mädchen aus dem Aufzug, das sich Menschen anhand ihrer Schuhe merken kann und in Paul verliebt ist, hat leider hier ihren einzigen Auftritt. Schade, das war eine recht interessante Figur.
Der Roman ist Dr. Merton Melrone Minter (1903 - 1977) gewidmet. Er war Internist und Chairman of the Board of Regents of the University of Texas System.
The case of the dangerous dowager
The case of the dangerous dowager (1937)
Penguin (1962)
Der 10. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 65. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1959).
Mal ehrlich: Wissen Sie, was "dowager" heißt? Ich habe auch erst nachschauen müssen. Es ist ein selten gebrauchtes Wort für "Witwe"
Mathilda Benson, eine alte Frau (die gar nicht sooo alt ist, nämlich Ende 60. Man darf nicht vergessen, dass in den 30er Jahren Ende 60 gleichbedeutend war mit heute Anfang 80), kommt zu Perry Mason. Ihre Enkelin, Sylvia) hat auf einem Casino-Schiff Schuldscheine im Gesamtwert von 7.500 $ unterschrieben. Mason soll die auslösen, bevor der Ehemann der Schuldnerin das tut. Der will sich nämlich scheiden lassen und die Schuldscheine kämen gerade recht, um seiner Frau das Sorgerecht für das - ansonsten keine Rolle spielende - Kind zu nehmen.
Mason schafft es fast, an die Schuldscheine zu kommen, in dem er Drake als den Ehemann ausgibt. Allerdings taucht Sylvia im letzten Moment auf und da sie ihren angeblichen Mann nicht erkennt, platzt die Sache.
Natürlich ist die Sache nicht einfach. Das außerhalb der 12 Meilenzone festgemachte Schiff wird von zwei Männern betrieben. Sam Grieb ist der Chef an Bord, Charles Duncan der intelligente Kopf, der von Land aus dafür sorgt, dass alles funktioniert. Allerdings hat er Nase voll von der Partnerschaft. Er will sie auflösen.
Man ahnt bereits: Alle wichtigen Personen sind an einem Abend auf dem Schiff, als Sam Grieb erschossen aufgefunden wird. Hochverdächtig (und damit sicher unschuldig) ist Sylvia, die aus dem Mordzimmer kam, bevor Mason die Leiche entdeckte.
Für die Polizei ist Mason entweder der Täter oder ein Komplize, deshalb taucht Mason unter (und beweist dem Leser in einer witzigen Szene, dass er als Hausmann absolut nichts taugt).
In einigen Kritiken zu dem Roman, habe ich gelesen, Gardner habe den Täter wie ein Kaninchen aus dem Hut gezogen, ohne dass der Leser eine Chance gehabt hätte, auf die Lösung zu kommen.
Das ist nicht korrekt.
Alle Spuren, die zum Täter bzw. seinem Komplizen/Auftraggeber führen, sind vorhanden. Gardner spielt absolut ehrlich, allerdings ist die Geschichte derart kompliziert, dass sich das nur lösen lässt, wenn man alle Details präsent hat, was bei einem normalen Leser sicher nicht der Fall ist.
Gardner ist sicher kein großer Psychologe, auch wenn sein Perry Mason sich in der Psychologie seiner Klienten auskennt. Er rechnet ständig damit, dass er von allen Seiten angelogen wird. Sobald eine Frau aus ihren Dreißigern hinaus ist, wird sie als Objekt uninteressant, kann aber als (Neben-)Charakter plötzlich interessant werden. Das kann man in Hollywood-Filmen beobachten, das sieht man hier bei Mathilda Benson. Sie wird am Anfang ausführlich geschildert, verschwindet dann aus der Geschichte, um kurz vor Schluss wieder aufzutauchen und durch ihre Art zur Lösung des Falls beizutragen.
Wieder ein Fall ohne Hamilton Burger.
Die Geschichte ist zu verworren, um einer der ganz großen Perry Mason-Fälle sein zu können. Gute Unterhaltung bietet sie aber auf jeden Fall.
The case of the deadly toy
The case of the deadly toy (01. August 1959 - lt. Copyright 1958)
Magnum (1977)
Der 61. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 66. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1959)
Der kleine Robert Selkirk hat es sch angewöhnt, mit der Waffe seiner Eltern zu spielen. Als er eines Tages im Garten des Hauses in einem Zelt übernachtet, sieht er eine Gestalt näherschleichen und schießt ... Sein leiblicher Vater wird wenig später tot aufgefunden.
Unter Verdacht steht aber zunächst die Freundin des reichen, aber unangenehmen Vaters, die sich in ihrer Not an Perry Mason wendet.
Der kleine Robert Selkirk hat es sch angewöhnt, mit der Waffe seiner Eltern zu spielen. Als er eines Tages im Garten des Hauses in einem Zelt übernachtet, sieht er eine Gestalt näherschleichen und schießt ... Sein leiblicher Vater wird wenig später tot aufgefunden.
Unter Verdacht steht aber zunächst die Ex-Freundin des reichen, aber unangenehmen Vaters, die sich in ihrere Not an Perry Mason wendet.
Sicher nicht der raffinierteste PM-Fall. Die Auflösung liegt zu sehr auf der Hand. Aber es gelingt Gardner das amerikanische Waffenrecht zu kritisieren, ohne auch nur einmal plakativ zu werden. Je mehr Waffen in einer Gesellschaft in Privatbesitz sind, desto mehr ist die Freiheit gefährdet. Man sieht das in den USA, wo das Recht des Stärkeren noch immer weit verbreiet ist, man wird das in Israel sehen, wenn Netanjahu tatsächlich das Waffenrecht wie angekündigt lockert (Stand Januar 2023).
Das Buch enthält keine Widmung, wobei ich mich frage, ob das daran liegt, dass es sich um eine britische Ausgabe handelt oder ob Gardner diesmal tatsächlich darauf verzichtet hat.
The case of the drowning duck
The case of the drowning duck (1942)
Pocket (1950)
Der 20. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 4. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1957).
Mason und Della nehmen sich eine Auszeit in Palm Springs. Dort werden sie von dem reichen John L. Whiterspoon angesprochen, dessen Tochter einen jungen Mann heiraten will, der - ohne es zu wissen - einen dunklen Fleck in seiner Vergangenheit hat: Sein Vater wurde wegen Mordes verurteilt und hingerichtet.
Mason soll klären, ob der vor 18 Jahren Hingerechtete schuldig oder unschuldig war.
Der junge Mann ist recht intelligent und überrascht Zuschauer immer wieder damit, dass er zeigt, wie man einer jungen Ente die Fähigkeit zu schwimmen nehmen kann (durch ein Waschmittel).
Als Mason bei seinen Recherchen einen Toten findet, in dessen Wohnung, ein Entenküken in einem Aquarium zu ertrinken droht, gerät der junge Mann unter Mordverdacht ...
Zuerst sieht es aus, als würde die Geschichte ohne eine Gerichtsszene auskommen, das ändert sich mit dem ersten Mord in der Erzählgegenwart.
Die Waschmittel werden als etwas Besonderes dargestellt. Man muss sich vor Augen führen, dass Waschmittel, wie wir sie heute kennen, damals absolut neu waren. In den USA wurden sie von Procter & Gamble ab 1933 verkauft - hauptsächlich in Gegenden mit hartem Wasser (erfunden wurden die Waschmittel vorher in Deutschland). Erst als die Phosphate ins Waschmittel kamen wurde die Qualität besser und die Waschleistung besser.
Whiterspoon engagiert Mason als Ermittler, will ihn aber - als er selbst unter Mordverdacht gerät - nicht als Anwalt, ändert seine Meinung, als es für ihn immer gefährlicher wird.
Eine Figuren heißt Roland Burr. Raymond Burr wurde später als Perry Mason bekannt.
Ein unterhaltsamer, spannender Roman.
The case of the dubious bridegroom
The case of the dubious bridegroom (1949)
Pocket (1953)
Der 35. Perry Mason Roman
Verfilmt als 68. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1958)
Mason erwacht, als eine junge Frau auf der Feuerleiter vor seinem Büro auftaucht. Er hält sie für eine Einbrecherin, untersucht sie sehr genau (ihm genügt es nicht, ihre Beine gesehen zu haben), will sie dann zu ihrem Auto begleiten, um ihre Aussage bestätigt zu bekommen und wird durch einen Trick abgehängt.
Natürlich will Mason wissen, was der Grund für das nächtliche Geklettere war. Er ist sicher, dass es mit der Firma über seinem Büro zu tun hat. Deren Chef, Edward Charles Garvin sorgt sich um die Legalität seiner zweiten Ehe. Er war zwar in Mexiko geschieden worden und auch die zweite Hochzeit fand dort statt, aber es scheint möglich, dass die Scheidung in den USA nicht anerkannt wird und er daher in Bigamie lebt.
Mason will sich darum kümmern, doch nachdem er mit der ersten Frau Garvins gesprochen hat, kann er seinem Klienten nur empfehlen, sich vorläufig nach Mexiko abzusetzen.
Kurz darauf ist Garvins erste Frau tot. Und Mason steckt selbst tief im Schlamassel.
Man erfährt recht viel über das Ehestandsrecht der USA und auch etwas über das damalige Aktienrecht.
Wichtige Spuren findet man auf Wachswalzen. Und dass ein Fenster nicht schmutzig ist, der Tank jedoch voll, zeigt, dass nicht an einer Tankstelle getankt wurde. Der Roman kann daher sein Entstehungsjahr nicht verbergen.
Der Roman ist Mrs. Frances G. Lee* gewidmet. Der Name taucht in den Vorworten der nächsten Bücher immer wieder auf.
The case of the empty tin
The case of the empty tin (April 1941)
Pocket (1966)
Der 19. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 25. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1958).
Im Keller von Florence Gentrie taucht eine neue, aber leere Konservendose auf, was an sich schon ein Rätsel ist. Dann wird im Nachbarhaus ein Mord begangen.
Dem Roman merkt man die Zeit, in dem er geschrieben wurden, deutlich an. Zum einen gibt es eine Familie, die auf engstem Raum zusammenlebt - inklusive Schwägerin aber auch einen Raum vermietet. Es gibt zwar Telefon, aber das darf der Gast nicht verwenden, da es eh dauernd durch die Teenager-Kinder in Beschlag genommen wird. Und es gibt einen geheimnisvollen Chinesen, der kein R aussprechen kann.
Der Sohn von Mrs. Gentrie verliebt sich in eine ältere Frau - was natürlich überhaupt nicht geht. Er ist 19, sie Mitte zwanzig. Was daran falsch sein soll, erschließt sich mir nicht (allerdings wird beschrieben, als sei er 15 Jahre alt. Waren die jungen Männer damals wirklich so unreif?).
Mason taucht erst auf Seite 18 auf - was kein gutes Zeichen ist. Tatsächlich ist das für mich einer der schlechteren Romane der Reihe, was hauptsächlich an der Darstellung des Chinesen liegt. Gardner war ein Kind seiner Zeit, aber ich frage mich, ob er das aus eigener Erfahrung nicht hätte besser wissen können. Ich jedenfalls habe noch keinen Asiaten kennengelernt, der Probleme mit dem R hatte.
The case of the fiery fingers
The case of the fiery fingers (01. Januar 1951)
Pocket (1956)
Der 39. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 31. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1958)
Die Nachtschwester Nellie Conway engagiert Perry Mason für 1 Dollar. Ihrer Meinung versucht Nathan Bain seine zweite Frau, Elizabeth, (die von Nellie betreut wird) zu vergiften. Elizabeth ist seit einem Autounfall ans Bett gefesselt. Angeblich verschwinden im Haushalt immer wieder Schmuckstücke. Bain und ein Privatdetektiv behandeln ein Schmuckkästchen von außen mit einem fluoreszierenden Pulver, das sich dann tatsächlich an Nellies Finger wiederfindet. Nellie wird entlassen. Mason kann eine Abfindung für sie erstreiten. Dann stirbt Elizabeth ...
Es ist das für Mason typische (aber spannende) Durcheinander, das man mit Mason-Romanen verbindet. Sowohl Holcomb als auch Tragg tauchen auf, Burger ist der Staatsanwalt.
Das Buch ist Joseph Thomas Walker (26. Januar 1908 - 29. April 1952) gewidmet, einem Forensiker, der in der englischsprachigen Wikipedia* gewürdigt wird.
The case of the foot-loose doll
The case of the foot-loose doll (01. Januar 1958)
Pan (1958)
Der 59. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 54. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1959).
Mildred Crest ist völlig fertig. Ihr Verlobter hat sich als Hochstapler zu erkennen gegeben. Sie weiß nicht, was sie machen soll, fährt ziellos durch die Gegend. Sie nimmt eine junge Anhalterin mit, die ihr ins Lenkrad greift, wodurch es zu einem Unfall kommt, bei dem die Anhalterin stirbt.
Mildred sieht die Chance, ein neues Leben zu beginnen und übernimmt die Identität der Anhalterin.
Zuerst sieht das gut aus, aber dann taucht ein Versicherungsdetektiv auf, der sie durchschaut. In ihrer Not wendet sie sich an Perry Mason, dessen Kanzlei im selben Gebäude wie ihre Arbeitsstelle ist.
Dann stirbt der Erpresser - und Mildred steht unter Mordverdacht.
Warum wendet sich jemand ausgerechnet an Perry Mason? Eine Frage, die mit der Zeit immer wichtiger wird. Hier wird sie recht gut aufgelöst.
Gardner gelingt es, den Leser am Ende doch noch zu überraschen.
Mason und Della tauchen erst in Kapitel 6 auf.
Das Buch ist Theodore J. Curphey (25.101897-27.11.86) gewidmet, einem Coroner zuerst in Nassau County (New York), dann in Los Angeles. Er war der Chief Coroner bei der Untersuchung des Todes von Marilyn Monroe, führte die Autopsien u.a. von George Reeves (Schauspieler - Superman, wahrscheinlich Selbstmord mit einen Schußwaffe) und Dorothy Dandridge (Schauspielerin - Selbstmord durch ein Antidepressivum) durch.
The case of the fugitive nurse
The case of the fugitive nurse (01. Januar 1954)
Pocket (1960)
Der 46. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 22. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1958).
Steffanie Malden war die Ehefrau eines Arztes, der bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam.
Zu ihrer Trauer kommen noch Sorgen, die ihr das Finanzamt bereiten. Es heißt, ihr Mann habe eine recht große Summe Geld nicht versteuert.
Steffanie bittet Mason das zu untersuchen. Mason stellt fest, dass Malden eine zweite Wohnung unterhalten hat und wahrscheinlich ein Verhältnis mit seiner Mitarbeiterin Gladys Foss hatte. Er findet die Wohnung, stößt dort auf einen offenen, leeren Safe und weiß sofort, dass er in Schwierigkeiten ist.
Denn inzwischen hat die Polizei Hinweise darauf gefunden, dass der Flugzeugabsturz kein Unfall war. Der Kaffee, den Malden mit sich führte war vergiftet - und auf der Thermoskanne finden sich die Fingerabdrücke seiner Frau ...
Gladys Foss taucht unter - daher der Titel der Geschichte.
Mason mag seine Mandantin nicht, muss den Fall aber übernehmen, da er in eine von seiner Mandantin ausgelegte Falle getreten ist.
Wahrscheinlich würde die Geschichte heute nicht mehr funktionieren, da auch in den USA Arzt-Rechnungen nicht mehr bar bezahlt werden und es daher kaum möglich ist, Beträge an der Buchhaltung vorbeizuschleusen (es sei denn, es ist von Anfang an als kriminelles Verhalten berücksichtigt).
Die Auseinandersetzung mit Burger wird hier sehr persönlich.
Mich hat die Geschichte an Swan Song (Columbo) erinnert (die Folge mit Johnny Cash), obwohl die beiden kaum mehr als einen Flugzeugabsturz und Gift in der Thermoskanne gemeinsam haben.
Wie immer, kommt die sehr komplizierte Auflösung überraschend.
Der Roman ist Dr. Samuel R. Gerber* (22. August 1898 - 16. Mai 1987) gewidmet. Er war von 1937 bis 1986 County Coroner (also ein Verwaltungsbeamter der bei nicht ganz klaren Todesumständen in einem Verfahren die Identität und die Todesursache feststellt. Bei uns gibt es diese Position nicht).
The case of the gilded lily
The case of the gilded lily (01. Juli 1956)
Pocket (1959)
Der 54. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 34. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1958).
Steward G. Bedford erhält Besuch von Binney Denham. Der gibt vor, für einen anderen Mann zu arbeiten. Dieser andere will Geld von Bedford, andernfalls würden unangenehme Dinge aus der Vergangenheit von dessen Ehefrau publik gemacht werden.
Bedford geht auf die Erpressung ein, besorgt das Geld in Travelerschecks und verbringt den Tag mit einer Geraldine Corning, einer Mitarbeiterin von Binney, während die Schecks eingelöst werden. Am Ende des Tages werden sowohl Corning als auch Stewart betäubt. Als der wieder aufwacht, ist die Geraldine Corning weg und Binney liegt tot im Nebenzimmer ...
Das erste Viertel des Romans kommt ohne Mason, Della und Paul aus. Holcomb taucht nur kurz auf, Tragg noch sehr viel weniger.
Bedford beschäftigt eine Sekretärin, mit der er vor seiner zweiten Ehe kurz ein Verhältnis hatte - die aber trotzdem zu ihm hält.
Dass sie für seine Frau keine Sympathie hegt, versteht jeder, nur Bedford sieht das nicht.
Selbst wenn Bedford sich gegenüber Geraldine Corning extrem anständig verhält, würde er sich durch den Tag, den die beiden fast vollständig allein in einem Motel verbringen, selbst erpressbar machen. Wer würde ihm schon glauben, dass er sich nicht an sie herangemacht hat?
Der Roman ist unterhaltsam, aber eher einer der schwächeren der Reihe.
Das Buch ist dem Toxicologen Walter J.B. Camp gewidmet. Über ihn habe ich keine weiterreichenden Informationen finden können.
The case of the golddigger's purse
The case of the golddigger's purse (1945)
Pocket (1952) / Penguin (1959)
Der 26. Perry Mason Roman
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Nicht verfilmt!
Mason wird von Harrington Faulkner angesprochen, einem ziemlich reichen Mann, der nichts liebt - außer seinen Goldfischen, die er in einem Aquarium in den Geschäftsräumen seiner Firma hält. Sein Geschäftspartner ihn verklagt und verbietet, dass das Aquarium bewegt wird.
Dazu gibt es Sally Madison, die ihn auszunehmen versucht (deshalb "Golddigger"). Ihr Freund leidet an Tuberkulose und Erfinder eines Medikament gegen eine Fischkrankheit, unter der Faulkners Fische leiden.
Die erwähnten Black Telescope Goldfishes gibt es wirklich. Die Tiere sind anscheinend recht leicht zu halten und vertragen unterschiedliche Temperaturen.
"You can't blame a client for lying, any more than you can blame a cat for catching canaries", mein Mason.
Ein guter, wie immer voller überraschender Wendungen, aber letztlich durchschnittlicher Perry Mason-Roman. Durchaus zu empfehlen.
In der Pocket-Book-Ausgabe von 1952 sieht der Beginn ungefähr so aus:
PERRY MASON, seated at the restaurant
table, looked up at the tense, nervous face of
the man who had deserted his spectacular com-
panion to accost him.
In der Penguin-Ausgabe von 1959 sieht der Beginn ungefähr so aus:
PERRY MASON, seated at the restaurant table, looked up at the
tense, nervous face of the man who had deserted his spectacular
companion to accost him.
1952 steht neben dem zitierten Absatz noch eine große 1, wodurch der eh sehr viel engere Seitenspiegel weiter verengt wird. 1952 wurde Silbentrennung verwendet, bereits 1959 hat man versucht das weitestgehend zu vermeiden. Zwischen den Zeilen ist in der späteren Ausgabe etwas (nicht viel) mehr Platz, was das Lesen ebenfalls etwas erleichtert.
g
The case of the green-eyed sister
The case of the green-eyed sister (1953)
Mayflower (1970)
Der 45. Perry Mason Roman
Verfilmt als 21. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1958)
The case of the grinning gorilla
The case of the grinning gorilla (November 1952)
Pocket (1956)
Der 42. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 239. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1965)
Mason kauft die Hinterlassenschaft von Helen Cadmus, einer Sekretärin, darunter Tagebücher und ein Fotoalbum. Die Sekretärin soll während einer Schiffsreise Selbstmord begangen haben. Das Fotoalbum zeigt, dass die Frau seeeehr attraktiv gewesen sein muss. Ihre Bademode soll nur aus drei kleinen Stücken Stoff bestanden haben (ich weiß nicht, ob Gardner hier übertrieben hat. Meines Wissen wurden so knappe Bikinis erst in den 70er Jahren modern. Mich erinnert seine Beschreibung mehr an die Pflichtabdeckungen, die Stripperinen in Teilen der USA tragen mussten).
Nachdem die Presse darüber berichtet, taucht bei Mason jemand auf, der unbedingt die Tagebücher für seinen Arbeitgeber, Benjamin Addick, erwerben will.
Mason wird neugierig, denn dieser Arbeitgeber war auch der Chef der toten Sekretärin ...
Der zurückgezogen lebende Millionär ist sicher von Howard Hughes inspiriert.
Ich frage mich, ob man damals tatsächlich private Tierversuche anstellen konnte. Heute wäre das so sicher nicht mehr möglich.
Dass Della keine normale Angestellte ist, wird hier wieder mal deutlich. In jeder Hinsicht ist sie die Partnerin von Mason. Die beiden küssen sich, sie verbringen ihre Freizeit zusammen, und Della ist für alles abgesehen von der Rechtsberatung zuständig.
Gorillas waren eine Zeitlang in Mode. Bei DC gab es (Ende der 50er) kaum einen Monat, in dem nicht auf irgendeinem Cover ein Gorilla abgebildet war.
Ich frage mich, ob der Name Cadmus vielleicht die Anregung für das Projekt Cadmus lieferte.
Gorillas waren eine Zeitlang in Mode. Bei DC gab es (Ende der 50er) kaum einen Monat, in dem nicht auf irgendeinem Cover ein Gorilla abgebildet war.
Das Buch ist R.B.H. Gradwohl gewidmet, der auch im Buch selbst erwähnt wird. Mason liefert einen Hinweis auf einen Test, den der Zeuge selbst nicht kennt. Er will sich informieren, aber da die Geschichte aufgelöst wird, bevor der Zeuge nochmal vor Gericht erscheinen kann, bleibt dem Leser nur die Information, die Mason selbst geliefert hat (es geht um den Unterschied zwischen menschlichem und tierischem Blut - was heute durch Gen-Analysen viel einfacher zu unterscheiden ist). Rutherford Birchard Hayes Gradwohl wurde 1877 geboren, er starb 1959. Nach ihm ist eine medizinische Auszeichnung benannt.
Unterhaltsam ist der Roman allemal, aber das Ende ist mir dann doch etwas zu verrückt.
The case of the ice-cold hands
The case of the ice-cold hands (01. Juli 1962)
Pocket (1964/1969)
Der 71. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 197. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1964)
In Masons Kanzlei taucht eine Frau auf, die ihm aufträgt, den Gewinn eines Pferderennens abzuholen (falls das Pferd gewonnen hat, was nicht klar war).
Als er das tut, wird er von einem Polizisten aufgehalten, denn angeblich handelte es sich bei dem Wetteinsatz um gestohlenes Geld - und damit würde der Gewinn dem Bestohlenen zustehen.
Natürlich kann Mason das abwehren.
Nachdem er das Geld seiner Klientin übergeben hat, wird er von ihr beauftragt ihren Bruder durch Zahlung der Kaution aus dem Gefängnis zu holen, ihm wird der Diebstahl des Wetteinsatzes (und noch mehr Geld) vorgeworfen.
Dann wird der Bestohlene tot aufgefunden.
Es geht natürlich um die Frage, wem steht der Gewinn aus gestohlenem Geld zu.
Wichtig wird auch die Frage, wie sehr man durch Trockeneis den Todeszeitraum verschleiern kann.
Am Ende bekennt sich jemand schuldig, dem von Burger Immunität zugesichert worden war (aber natürlich war es doch jemand anderer - und zwar genau der, den ich seit seinem ersten Auftreten in Verdacht hatte).
Ich glaube nicht, dass jemals in einem Mason-Roman so viel gelogen wurde, wie in diesem.
Burger ist ja kein Siegertyp, hier muss er sich aber auch noch von Mason aus der selbst errichteten Falle befreien lassen.
Einer der schwächeren Romane der Serie.
Das Cover: toll. Was für eine attraktive Frau. Auf der Rückseite ist ein weiteres Foto von ihr zu finden.
Der Roman ist Jospeh B. Fallon, Deputy Superintendent of the Boston Police Departement, gewidmet. Über ihn konnte ich nichts weiter finden.
In der Pocket-Book-Ausgabe von 1964 sieht der Beginn ungefähr so aus:
DELLA STREET , Perry Mason's confidential secretary, said,
"This is a brand-new one, Chief."
In der Pocket-Book-Ausgabe von 1969 sieht der Beginn ungefähr so aus:
DELLA STREET, PERRY MASON'S CONFIDENTIAL SECRE- tary, said, "This is a brand-new one, Chief."
The case of the lame canary
The case of the lame canary (1937)
Pocket (1966)
Der 11. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 69. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1959).
Rita Swaine taucht bei Perry Mason auf. Der Fall, den sie vorträgt, sieht nach einer Scheidungsangelegenheit aus (solche Dinge will Mason nicht bearbeiten), aber der lahmende Kanarienvogel, den sie in einem Käfig mit sich führt, hat ihn so neugierig gemacht, dass er doch zustimmt.
Die ganze Ausgangslage ist ziemlich kompliziert. Mason soll nicht Rita, sondern ihre Schwester Rosalind vertreten, die mit einem ziemlich kaltherzigen Mann verheiratet und unglücklich ist.
Dann gibt es da noch Jimmy Driscoll, der der Freund von Rita sein soll, aber für Rosalind geschwärmt hat. Er gibt ihr eine Waffe, um sich notfalls zur Wehr setzen können.
Stella Anderson ist die direkte Nachbarin - ziemlich neugierig. Sie schaut immer wieder (ohne sich selbst zu verstecken) zu den Nachbarn hinüber. Sie sieht, wie dem Kanarienvogel die Krallen gestutzt werden und sie sieht auch eine innige Umarmung (bzw. was man damals so bezeichnet hat).
Dann kommt es zu einem Autounfall vor der Tür von Rosalinds Haus. Jimmy eilt zur Hilfe.
Kurz danach wird Rosalinds Mann erschossen in seinem Schlafzimmer aufgefunden ...
In der Geschichte wird viel gelogen. Kaum etwas, das Mason von Rita oder Rosalind erfährt, hält einer Nachprüfung stand.
Ohne zu viel zu verraten, kann hier festgestellt werden, dass die Auflösung ziemlich überraschend ist - und etwas an den Haaren herbeigezogen wirkt. Die Corona-Zeit hat gezeigt, das Masken nur selten verhindern, dass man vertraute Menschen erkennt. Vor einigen Jahren hätte ich die Lösung sicher mit weniger Problemen geschluckt.
Tierhändler Karl Helmond und Sergeant Holcomb treten hier (zum ersten Mal?) auf. Sie werden später wieder eine Rolle spielen.
Kurz vor Schluss, Mason und Della sind schon auf dem Schiff, mit dem sie eine Weltreise machen werden, macht Perry Mason Della einen Heiratsantrag, den sie ablehnt.
"As your wife," she asked, "would I continue to be your secretary?"
"Hardly. I couldn't give you orders. It wouldn't set well with the clients. But you wouldn't need to work. You could have a car of your own and -"
"That's what I thought," she interrupted. "We're getting along swell the way it ist. You'd establish me in a home somewhere as your wife. Then you'd get a secretary to help you with your work. The first thing you knew, you'd be sharing excitement and experiences with the secretary and I'd be entirely out of your life. No, Mr. Perry Mason, you aren't the marrying kind. You live an too high speed. You're too wrapped up in mysteries. I'd rather share in your life than in your bank roll."
In den Mason-Filmen der 30er Jahre hatten die Produzenten Perry und Della gegen Gardners Wunsch heiraten lassen (The Case of the velvet Claws - 1936). Ich gehe davon aus, dass die oben zitierte Passage eine Reaktion bzw. ein Kommentar auf die Filmhochzeit war.
The case of the long-legged models
The case of the long-legged models (01. März 1958)
Pocket (1970)
Der 58. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 33. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1958)
Stephanie Faulkners Vater wurde von Gangster ermordet. In Las Vegas besaß er ein 40 Prozent eines wertvollen Grundstücks. Der Rest entfällt auf zwei eher zwielichtige Charaktere. Einer davon wird, kurz nachdem Stephanie Mason eingeschaltet hat, ermordet. Da es drei gleichartige Waffen gibt, versucht Mason alles, um Verwirrung zu schafen - wird dann aber davon überrascht, dass die Mordwaffe nicht die ist, die er dafür hielt.
Das ist ein munteres Spiel mit vertauschten Gegenständen, das am Ende alle überrascht.
Als der Roman veröffentlicht wurde, lief die TV-Serie bereits. Für Gardner war das letztlich ein Korsett, in das er seine Geschichten zwängen musste, da er den Vorstellungen neuer Leser (die über die TV-Serie zu den Romanen kamen) und der langjähriger Leser gerecht werden musste. Raymond Burr entspricht mit seiner eher bulligen Erscheinung eben nicht der Vorstellung des dünnen, sehr großen Rechtsanwalts, den Gardner (wenn auch nur in Andeutungen) beschreibt. Und Barbara Hale ist nicht das Supermodell, als das Della Street in den Romanen beschrieben wird.
Der Roman ist Michael Anthony Luongo gewidmet, einem Forensiker, der hauptsächlich durch diese Widmung noch nicht in Vergessenheit geraten scheint.
The case of the lucky loser
The case of the lucky loser (01. April 1957)
Pocket (1959)
Der 55. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 41. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1958)
Perry Mason wird per Telefon gebeten, an einer Gerichtsverhandlung als Zuschauer teilzunehmen. Es geht um einen Autounfall mit Todesfolge. Mason ist davon überzeugt, dass die Hauptbelastungszeugin lügt.
Letztlich kommt es zu einer Absprache zwischen Anklage und Verteidigung.
Doch damit ist der Fall nicht beendet, denn hinterher tauchen Hinweise auf, dass es sich hier nicht um einen Unfall, sondern um einen gezielten Mord handelt.
Mason sieht sich gezwungen, die Verteidigung des Fahrers zu übernehmen ...
Mason als Zuschauer im Gericht. Das ist mal was ganz anderes.
Der Fall selbst wird ständig verwirrter (und interessanter). Handelt es sich um Double Jeopardy (also eine zweite Anklage für das selbe Verbrechen - was lt. 5. Zusatz zur Verfassung in den USA verboten ist)?
Kein Holcomb, kein Tragg. Della, die schon mal als Partnerin in der Kanzlei angesehen wurde, wird immer mehr zur reinen Sekretärin, auch wenn Mason auf sie hört.
Der Roman hat sicher seine Schwächen, aber ich halte ihnen für einen der besten der mittleren Phase (vor dem Beginn der Fernsehserie).
Das Buch ist keiner Einzelperson gewidmet. John Ben Shepperd wird erwähnt (ihm wurde The case of the terrified typist gewidmet).
The case of the mischievous doll
The case of the mischievous doll (01. Januar 1964)
Pocket (1972)
Der 72. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 241. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1965)
In der Kanzlei von Mason taucht Dorrie Ambler auf. Sie vermutet, dass sie als Sündenbock für die Millionenerbin Minerva Minden aufgebaut werden soll. Sie legt Wert darauf, dass er, Della und der als Zeuge herbeigerufene Paul Drake eine frische Operationsnarbe sehen.
Mason lässt Dorrie beschatten. Die fährt zum Flughafen, ruft: "Das ist kein Überfall!" und schießt in die Luft. Danach verschwindet sie in der Toilette. Herauskommt Minerva Minden, die prombt verhaftet wird.
Ehrlich gesagt, für mich war der Gag schon recht bald klar - ohne dass ich mich nach ca. 30 Jahren an den Inhalt des Romans erinnert hätte. Lesbar, aber keiner der wirklich guten Roman um Perry Mason.
Der Roman ist dem Anwalt W.R. Rule gewidmet. Ich habe nichs über ihn finden können.
The case of the moth-eaten mink
The case of the moth-eaten mink (1952)
Pocket (1956)
Der 41. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 13. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1957).
Nach einem anstrengenden Tag vor Gericht, gehen Perry und Della essen. Der Restaurantbesitzer, Morris Alburg, bedient sie selbst und wirkt immer nervöser.
Schließlich rückt er mit der Sprache heraus und teilt Mason mit, dass eine Kellnerin, Dixie Dayton, während der Arbeit plötzlich verschwunden ist und das obwohl sie an diesem Tag ihren wöchentlichen Gehaltsscheck hätte bekommen soll.
Noch nicht einmal ihren von Motten angefressenen Nerzmantel hatte sie mitgenommen.
Kurz danach taucht die Polizei auf. Dixie Dayton sollte entführt werden, wurde auf der Flucht von einem Auto angefahren und liegt jetzt im Krankenhaus.
Da Alburg Ärger befürchtet, nimmt Della den Nerzmantel mit. Perry findet in dessen Futter einen Pfandschein eingenäht.
Als ein Mitarbeiter von Paul Drake den Pfandschein einlösen wollte, war die Polizei schneller gewesen. Dixie Dayton hatte einen anderen Pfandschein in ihrer Geldbörse. Der Pfandleiher erinnerte sich daran, dass am selben Tag zwei Pfänder von derselben Person abgegeben worden waren. Der eine Schein betrifft einen Ring, der andere einen Revolver. Und mit dem Revolver wurde ein Polizist erschossen (dessen Geschichte Lt. Tragg Mason sehr ausführlich schildert).
Als ein Mitarbeiter von Paul Drake den Pfandschein einlösen wollte, war die Polizei schneller gewesen. Dixie Dayton hatte einen anderen Pfandschein in ihrer Geldbörse. Der Pfandleiher erinnerte sich daran, dass am selben Tag zwei Pfänder von derselben Person abgegeben worden waren. Der eine Schein betrifft einen Ring, der andere einen Revolver. Und mit dem Revolver wurde ein Polizist erschossen (dessen Geschichte Lt. Tragg Mason sehr ausführlich schildert).
Dixie Dayton verschwindet, Morris Alburg verschwindet - und Mason erfährt, dass Alburg ihm nicht nur einen Nerz, sondern sogar einen Bären aufgefunden hat. Die Frage ist nur: warum? Dann meldet sich Alburg und verlangt, dass Mason mitten in der Nacht in ein Hotel kommt, wo er auf ihn warten würde. Doch Mason findet das Zimmer leer - dann taucht Dixie Dayton auf.
Mason durchschaut recht schnell, dass er es mit einer falschen Dixie Dayton zu tun hat. Kurz danach wird im gleichen Hotel eine Leiche gefunden - verdächtig sind natürlich Dayton und Alburg, die von der Polizei festgesetzt werden. Die von ihnen geschilderte Geschichte hört sich unglaubhaft an ...
Das durcheinander wird immer größer. Hamilton Burger taucht noch auf und lädt Mason als Zeugen der Anklage vor.
Doch Mason gelingt es (selbstverständlich) das wirre Knäul zu entwirren und eine Lösung zu präsentieren, in die alles passt.
Der eigentliche Drahtzieher hinter allem war für mich offensichtlich (wobei ich nicht ausschließe, dass das daran liegt, dass ich den Roman vor 18 Jahren schon mal gelesen habe und mindestens einmal die Verfilmung sah.
Auf jeden Fall wäre die Lösung unter dem Comics Code nicht möglich gewesen.
Hut ab vor Gardner, dass er diesen Weg beschritten hat.
Ein durchaus gelungener Perry Mason Roman.
The case of the mythical monkeys
The case of the mythical monkeys (01. März 1959)
Pocket (1961)
Der 62. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 86. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1960).
Gladys Doyle arbeitet als Sekretärin für die Schriftstellerin Mauvis Meade. Sie bekommt den Auftrag einen Filmproduzenten in einem Skiressort zu treffen. Für die Rückfahrt erhält sie genause Anweisungen, die dann jedoch aus ihrem Notizbuch verschwinden.
Tatsächlich verfährt sie sich, steckt dann mitten in der Nacht in einem Schlammloch fest, schafft es aber zu Fuß eine Hütte zu erreichen, wo sie ein eher unfreundlicher Mann empfängt.
Als sie am nächsten Morgen aufwacht, ist sie weg. Dafür liegt in einem anderen Raum ein Toter ...
Wie immer ein ziemliches Durcheinander, das Gardner aber hervorragend auflöst. Die Affen aus dem Titel sind die, die nichts hören, nichts sage, nichts sehen. Sie sind auf einem Schal zu finden, den Mason unter der Hütte findet.
Der Roman ist Joseph A. Jachimczyk gewidmet (15.09.1923-07.12.2004), ein Pathologe, dessen wissenschaftliche Karriere nach der Widmung richtig Fahrt aufnahm.
The case of the nervous accomplice
The case of the nervous accomplice (01. Juli 1955)
Pocket (1966)
Der 51. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 3. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1957).
Sybil Harlan befürchtet, dass ihr Mann sich von einer Kundin hat einwickeln lassen. Um sich wieder für ihn interessant zu machen, soll Mason das Geschäft uninteressant machen, da nach Sybils Meinung dann die Konkurrentin ständig von Geld redet statt von Gefühlen und dadurch die Ehefrau wieder interessanter wird.
Mason kauft sich in eine Firma ein, die mit der Konkurrentin Geschäfte macht.
Der Mann, dem Mason die Firmenanteile abgekauft hat, wird kurz danach tot aufgefunden ...
Üblicherweise findet nur ein Prozess statt (meist die Voranhörung ohne Jury), hier werden alle Teile durchlaufen.
Das Personal der Geschichte ist sehr übersichtlich, dem Verlauf der Handlung kann man sehr gut folgen - und trotzdem kommt die Lösung als Überraschung. Klasse.
Das Buch ist Dr. Joseph Worcester Spelman gewidmet (Gardner schreibt den Namen aus, während er meist nur Initialen der Vornamen verwendet). Er war Pathologe und hat durch das systematische Anfertigen von Dias viel dazu beigetragen, dass Ergebnisse vergleichbar wurden.
The case of the one-eyed witness
The case of the one-eyed witness (01. März 1950)
Pocket (1970)
Der 38. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 23. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1958).
Mason und Della machen sich einen schönen Abend in einem Restaurant, als ein Anruf für den Anwalt ankommt. Am anderen Ende ist eine ziemlich aufgeregte Frau. Das Gespräch wird unterbrochen. Dann erhält Mason einen Umschlag mit Geld und einem Zeitungsausschnitt ...
Mason muss erstmal in Erfahrung bringen, wer seine Klientin ist. Als er glaubt, das Rätsel gelöst zu haben, hat sie angeblich die Stadt mit einem Flugzeug verlassen. Er findet jedoch heraus, dass sie in einem Bus unterwegs ist. Noch bevor sie an ihrem Zielort ankommt, bringt Mason durch Leute von Paul Drake in Erfahrung, dass sie nicht von Anfang an im Bus saß - und damit besitzt sie kein Alibi für einen Mord ...
Der Roman ist Robert Pink Brittain gewidmet, einem forenisches Psychiater.
Die Lösung hat mich recht schnell angesprungen. Trotzdem ist das ein unterhaltsamer Roman - mit Tragg und Burger.
The case of the rolling bones
The case of the rolling bones (1939)
Pocket (1955)
Der 15. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 39. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1958)
Gerade als Perry Mason über die Morgenpost schimpft, taucht eine neue Klientin auf. Phyllis Leeds ist Nicht und Sekretärin des in Klondike reich gewordenen Alden Leeds.
Das Problem ist, dass in seinem Leben eine Frau aufgetaucht ist, durch die die meisten seiner Verwandten ihr zukünftiges Erbe gefährdet sehen. Einer seiner Neffen hat den alten Mann kurzerhand in ein Sanatorium verfrachtet, aus dem Mason ihn befreien soll ...
Das ist ein ziemlich verwirrender Roman. Viele Charaktere haben im Lauf ihres Lebens den Namen gewechselt (teilweise mehrfach). Da fällt es nicht leicht, den Überblick zu behalten.
Gegenspieler von Mason ist Staatsanwalt Kittering. Richter ist Judge Knox, der schon aus The Case of the Stuttering Bishop bekannt ist (wird im Erzähltext ausdrücklich erwähnt).
"Bones" in diesem Fall ein Ausdruck für Würfel (die aus Knochen hergestellt werden), kein Wortspiel auf "Stones".
Die Lösung des Falls lag für mich auf der Hand, als die Essensbestellung in der Mordnacht beschrieben wurde.
Gehört nicht zu den besten Romanen um Perry Mason (ist aber gut lesbar).
In der Pocket-Book-Ausgabe von 1955 sieht der Beginn ungefähr so aus:
PERRY MASON STARED AT THE MORNING MAIL WITH EVIDENT
distaste. He raised his eyes to where his secretary was stand-
ing at his elbow, and said, “Gosh, Della can’t you scare me
up a good mystery?”
In der Pocket-Book-Ausgabe von 1976 sieht der Beginn ungefähr so aus:
Perry Mason stared at the morning mail with evident
distaste. He raised his eyes to where his secretary was
standing at his elbow, and said, “Gosh, Della can’t you
scare me up a good mystery?”
1976 hat man deutlich weniger Buchstaben je Zeile verwendet (auch die Zeilen je Seite wurden reduziert, deshalb endet der Roman auf Seite 197, statt vorher auf Seite 184. Außerdem fällt auf, dass in der neueren Ausgabe auf Silbentrennung verzichtet wurde. Die geringeren Buchstaben- und Zeilenzahlen sowie der Verzicht auf Silbentrennung trägt dazu bei, dass die neue Ausgabe leichter zu lesen ist (wir lesen nicht jeden Buchstaben, sondern erfassen das Wort in seiner Gesamtheit - was ohne Silbentrennung deutlich einfacher ist).
The case of the runaway corpse
The case of the runaway corpse (13. März 1954)
Pocket (1958/1963)
Der 47. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 10. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1957)
Der Ehemann von Myrna Davenport wird für tot erklärt, kurz danach sieht jemand ihn aus dem Fenster seines Hauses klettern. Einige Tage später wird seine Leiche in gefunden.
Der Arzt des Mannes vermutet, dass dessen Ehefrau ihn vergiftet hat - mit Arsen, das in Pralinen verabreicht worden sein soll.
Doch als die Leiche gefunden wird, ist in deren Magen keine Schokolade zu finden - und der Tod wurde durch Zyanid verursacht.
Da der Mann angeblich einen Brief an die Behörden aufgesetzt hat, soll Mason den nach der Todesmeldung an sich nehmen. Doch der Umschlag enthält nur leere Blätter.
Die Polizei verdächtigt Mason, den Briefinhalt ausgetauscht zu haben - womit er ein Tatkomplize wäre.
Der Staatsanwalt ist diesmal ein junger Mann, der mehr an der Wahrheit interessiert, als daran Perry Mason unbedingt zu besiegen.
Ohne Holmcomb, Tragg und Burger, so dass diesmal auf persönliche Grabenkämpfe verzichtet wird.
Schon die Beschreibung zeigt, dass es ein typischer, raffiniert verworrener Perry Mason ist.
Typisch, aber durch das Fehlen der halben Hauptdarstellerliste auch untypisch.
Sehr zu empfehlen.
Der Roman ist Frederick David Newbarr (1891-1976) gewidmet.
Newbarr war ein recht bedeutender Pathologe, zu dem man einiges im Web finden kann.
In der Pocket-Book-Ausgabe von 1957 (hier: 3. Auflage 1958) sieht der Beginn ungefähr so aus:
DELLA STREET, PERRY MASON'S CONFIDENTIAL SECRETARY,
entered the lawyer's private office and said, "There are two
women in the outer office who say they have to see you at
once."
In der Pocket-Book-Ausgabe von 1957 (hier: 4. Auflage 1963) sieht der Beginn ungefähr so aus:
DELLA STREET, PERRY MASON'S CONFIDENTIAL SECRETARY,
entered the lawyer's private office and said, "There are two
women in the outer office who say they have to see you at
once."
Es gibt tatsächlich keinen Unterschied. Das Cover wurde neu gestaltet, der Buchblock aber nicht neu gesetzt.
The case of the screaming woman
The case of the screaming woman (01. Januar 1957)
Pocket (?)
Der 56. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 30. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1958) - mit sehr großen Abweichungen.
Joan Kirby engagiert Mason. Er soll ihren Mann einem Verhör unterziehen, da er eine völlig unglaubhafte Geschichte erzählt. Er hat die (natürlich junge) Anhalterin Norma Logan mitgenommen, der das Benzing ausgegangen war. Auf der Rückfahrt von der Tankstelle, ist das zurückgelassene Auto aber nicht mehrzu finden. Da es spät ist, mieten Kirby und die Anhalterin sich in einem Motel ein, um keine Probleme entstehen zu lassen als Mann und Frau. Gegenüber Mason gibt Kirby an, Angst zu haben, in eine Falle getappt zu sein.
Kurz danach wird in der Nähe des Motels ein Toter gefunden und die Polizei findet Spuren, die zu Kirby führen.
Drake tritt erst spät auf, Tragg überhaupt nicht.
Burger glaubt wieder mal, Mason eine nachträgliche Tatbeteiligung nachweisen zu können. Und dann gibt es noch einen Rechtsanwalt, der nicht so ehrlich wie Mason ist.
Der Roman wurde kurz vor dem Start der TV-Serie veröffentlicht - und ist (gerade weil er nicht ganz typisch ist), einer der besten der Serie.
A.W. Freireich gewidmet, einem Arzt, der sich in der Analyse einen Namen gemacht hat (trotzdem findet man im Netzt nur Schriften von ihm, aber keine Lebensdaten).
The case of the shapely shadow
The case of the shapely shadow (01. Juni 1960)
Pocket (1962)
Der 66. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 139. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1962)
Janice Wainwright kommt mit einem Koffer Masons Kanzlei. Sie vermutet, dass der Koffer, den sie im Auftrag ihres Chefs in einem Schließfach deponieren soll, Geld für die Zahlung an einen Erpresser beinhaltet. Darf sie hineinschauen?
Nachdem das Geld deponiert wurde, verschwindet der Koffer aus dem Schließfach. Kurz darauf wird, der Chef von Janice, Morley Theilman, ermordet aufgefunden.
Wer hat ihn ermordet? Janice, seine Sekretärin, die sich absichtlich unattraktiv macht? Seine zweite Ehefrau, die früher Showgirl in Las Vegas war? Seine erste Ehefrau, die nach der Scheidung alles getan hat, um wieder attraktiv zu werden?
Waren die 60er Jahre wirklich so oberflächlich? Waren Äußerlichkeiten bei Frauen so wichtig?
Attraktivität ist heute noch ein Thema (ich selbst halte mich für unattraktiv), aber haben Männer damals eine nicht aufgebrezelte Frau wirklich nicht beachtet? Ich habe Schwierigkeiten, mir das vorzustellen.
Der Roman ist Marshall Houts (1919 - 1993) gewidmet, einem Rechtsanwalt, Lehrer und Autor. Er lieferte anscheinend die Anregung für Quincy M.E..
The case of the singing skirt
The case of the singing skirt (01. Januar 1959)
Pocket (1968)
Der 63. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 87. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1960)
Ellen Robb arbeitet als Sängerin und Zigarettenmädchen in einem Spielsalon, doch sie ist zu anständig, will an Betrügereien nicht teilnehmen. Nachdem ihr ein Diebstahl unterstellt wird, wird sie fristlos entlassen. In ihrer Not wendet sie sich an Perry Mason, der dem Spielsalon-Besitzer, George Anclitas, seine Grenzen aufweist, gerade als Nadine Ellis,die Frau des geprellten Helman Ellis, hereinplatzt.
Mason weist darauf hin, dass ihr Mann kein Recht hatte, gemeinsames Vermögen zu verspielen - eine Einschätzung, die natürlich bei Anclitas nicht gut ankommt.
Helman Ellis ist nicht nur ein schlechter Spieler, er hat auch ein Auge auf Ellen geworfen, was seiner Ehefrau natürlich nicht gefällt. Kurz darauf wird sie tot aufgefunden.
Eine ziemlich komplizierte Geschichte. Mason tauscht Waffen aus. Aber die ausgetauschte Waffe scheint dann die Mordwaffe zu sein.
Es geht in erster Linie darum: Wenn zweimal auf jemanden geschossen wird, jeder Schuß tödlich sein kann, welcher Schuß ist dann rechtlich als Mord zu bewerten?
Ziemlich verwirrend, aber auch sehr interessant.
Das Buch ist Nicholas J. Chetta gewidmet (1918 - 25. Mai 1968), einem Pathologen und Coroner. 1967 hatte er eine Auseinandersetzung mit Jim Garrison wegen des Todes von David Ferrie, gegen den im Zusammenhang mit der Ermordnung Kennedys ermittelt wurde.
The case of the smoking chimney
The case of the smoking chimney (1943)
Pocket (1950)
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Trotz des Titels: Kein Perry Mason Roman. Titelheld ist D.A. Frank Dureya.
Frank Duryea ist verheiratet mit Milred (nicht Mildred). Ihr Großvater ist Gramp Wiggins, ein ziemlich merkwürdiger Charakter. Der kommt gerade dann zu Besuch, als Duryea einen neuen Mordfall bearbeiten muss.
Ein Geschäftsmann hat sich unter falschen Namen in eine Blockhütte eingenistet. Unter seinem richtigen Namen will er seine Nachbarn dazu bringen, ihm gehöre Ölbohrrechte abzukaufen, die anscheinend über dem Eigentumsrecht der Leute an ihrem Land liegen. Natürlich wird er tot aufgefunden.
Verdächtige gibt es zu Hauf. Die Auflösung kommt dann doch recht überraschend.
Es wird viel getrunken, dass Krieg ist, wird hin und wieder angesprochen, spielt aber keine entscheidende Rolle. Für US-Bürger, die nicht zur Armee mussten, ging das Leben weiter wie gewohnt.
Die Hauptfiguren sind ungewöhnlich (Milred ist kein Weibchen. Sie vertritt auch mal ihren eigenen Standpunkt), der Roman ist gut geschrieben, der Aufbau unterscheidet sich deutlich von dem der Mason-Romane.
Durchaus lesenswert.
Das Buch ist Wood Whitesell (Joseph Woodson Whitesell) gewidmet, einer Inspiration für Gramp Wiggins. Er war unter anderem Fotograf.
The case of the stepdaughter's secret
The case of the stepdaughter's secret (31. Dezember 1963)
Ballantine (1989)
Der 73. Perry Mason Roman
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Nicht verfilmt!
Harlow Bissenger Bancrof hat im Zimmer seiner Stieftochter (was er dort zu suchen hat, wird nie geklärt), einen Erpresserbrief gefunden. Er glaubt, dass sie wegen eines ihr völlig unbekannten dunklen Flecks in seiner Vergangenheit erpresst wird.
Mason fängt das erpresste Geld ab, bringt die Erpresser in eine aussichtslose Lage und wird erst von der Tcohter selbst, dann von deren Mutter direkt angesprochen.
Als dann einer der Erpresser tot aufgefunden wird, steht die Mutter unter Verdacht ...
Das wirkt stellenweise doch arg an den Haaren herbeigezogen. Eine Familie, in der alle erpressbar sind, eine Familie, der alle versichern sich zu lieben, aber nicht bereit sind, offen über das zu sprechen, was sie verwundbar macht.
Ein Roman ohne Tragg, ohne Burger.
Der Täter lag für mich recht schnell auf der Hand. Es ist eben ein später Mason, längst nicht mehr so raffiniert wie vorherige, aber durchaus lesbar.
Das Buch ist dem District Attorney James Davis gewidmet (anscheinend war er von 1935-38 im Amt und zum Zeitpunkt des Erscheinen des Buchs schon länger tot. Aber er muss für seien Meinung eingetreten sein, auch wenn es ihm Nachteile brachte. Mehr dazu hier*.
The case of the stuttering bishop
The case of the stuttering bishop (1936)
Pocket (1969)
Der 09. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 59. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1959)
Als ich die Perry Mason-Romane 2004 erfasst habe, ging es mir (noch) hauptsächlich darum, die Cover zu zeigen. Das hängt natürlich mit der Geschichte meiner Homepage zusammen. Zum einen wollte ich in erster Linie Coverbilder präsentieren, die ansonsten in Vergessenheit geraten würden), zum anderen war Speicherplatz damals teuer - und kostenloser Speicherplatz war sehr, sehr knapp. Man sollte wirklich nicht vergessen, dass es sich hier um eine der ältesten Internet-Seiten handelt, die nach wie vor von nur einer Person betrieben wird. Deshalb ändern sich manche Dinge hier langsamer als anderswo.
Doch zurück zum eigentlichen Thema.
Mason wird von einem australischen Bischof aufgesucht, der ihm von einer himmelschreienden Ungerechtigkeit berichtet. Eine Frau hatte den Sohn eines inzwischen ungemein reich gewordenen Mannes geheiratet. Kurz nach der Hochzeit war es zu einem Autounfall gekommen. Die Frau saß am Steuer (da ihr Mann völlig betrunken war), der Unfallgegner (und eigentliche Verursacher) starb. Der Vater des Ehemanns war eh gegen die Heirat. Er sorgte dafür, dass statt wegen eines Unfalls wegen Totschlag ermittelt wurde, was anscheinend nicht verjährt.
Das Ehepaar hatte sich nach Australien abgesetzt. Der Mann kehrte irgendwann zu seinem Vater zurück, ließ seine schwangere Frau alleine zurück und starb irgendwann.
Mason wird von einem australischen Bischof aufgesucht, der ihm von einer himmelschreienden Ungerechtigkeit berichtet. Eine Frau hatte den Sohn eines inzwischen ungemein reich gewordenen Mannes geheiratet. Kurz nach der Hochzeit war es zu einem Autounfall gekommen. Die Frau saß am Steuer (da ihr Mann völlig betrunken war), der Unfallgegner (und eigentliche Verursacher) starb. Der Vater des Ehemanns war eh gegen die Heirat. Er sorgte dafür, dass statt wegen eines Unfalls wegen Totschlag ermittelt wurde, was anscheinend nicht verjährt.
Das Ehepaar hatte sich nach Australien abgesetzt. Der Mann kehrte irgendwann zu seinem Vater zurück, ließ seine schwangere Frau alleine zurück und starb irgendwann.
Das Kind wurde zur Adoption freigegeben.
Sehr viel mehr verrät der Bischof nicht, aber während er die Geschichte erzählt stottert er mehrfach. Und Mason ist der Meinung, dass ein Bischof nicht stottert.
Doch natürlich kann Mason seine Neugier nicht zügeln. War der Bischof echt? Wenn nein, warum dann dieses Schauspiel?
Dann taucht die Witwe auf, die unerkannt seit Jahren wieder in den USA lebt. Sie offenbart Mason, dass ihr Schwiegervater eine junge Frau bei sich aufgenommen hat, von der er annimmt, dass sie seine Enkelin ist. Tatsächlich soll sie eine Hochstaplerin sein.
Mason konfrontiert den Schwiegervater, der gibt an, sein Testament so ändern zu wollen, dass nicht die Enkelin Erbin wird, sondern die Frau, die unter seinem Dach lebt - denn ihm ist es egal, ob sie echt ist oder nicht, er mag sie.
Bevor es zu dieser Änderung kommt, wird er ermordet.
Das ganze wird dadurch noch weiter kompliziert, dass der Bischof krankenhausreif geprügelt wird und dann an Bord eines Schiffes spurlos verschwindet.
Im Hafen, wo der Mord in strömendem Regen stattfand, wird nicht nur eine Person in einem weißen Regenmantel gesehen (von der es heißt, sie habe die tödlichen Schüsse abgegeben), sondern auch eine in einem gelben Regenmantel.
Die Leiche wird zwar gefunden, verschwindet aber mitsamt dem Auto, in dem sie befand, bevor die Polizei eintrifft.
Der Wagen wird dann - ohne Leiche, aber mit Blutflecken auf den Polstern und mit Fingerabdrücken von Masons Klientin an einer Seitenscheibe, im Hafenbecken gefunden.
Hört sich verwirrend an?
Ist es auch. Wahrscheinlich einer der Mason-Romane mit dem größten Durcheinander - das Gardner aber am Ende schlüssig auflöst.
Die Person, die ich im Verdacht hatte, stellte sich dann auch als schuldig heraus. Ich habe mich nicht an den Roman erinnert, auch nicht an die Folge der TV-Serie, aber vielleicht waren die im Hinterkopf doch noch irgendwo gespeichert, daher will ich mich nicht zu sehr brüsten.
Bemerkenswert ist, dass Mason und Della nicht ganz asexuell sind. Es gibt eine Anziehung zwischen ihnen, der sie aber - der Roman entstand in den 30er Jahren - natürlich nicht nachgeben.
Wer komplizierte Rätsel lösen will, wird hier gut bedient.
The case of the substitute face
The case of the substitute face (1938)
Pocket (1965)
Der 12. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 32. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1958).
In direkter Fortsetzung des vorherigen Romans befinden sich Mason und Della auf einem Schiff. Mrs. Newberry bittet Perry Mason um Hilfe. Sie ist sicher, dass ihr Mann eine Unterschlagung begangen hat, denn nicht nur verfügt er plötzlich über Geld, darüber hat er seinen (und damit auch ihren) Namen geändert.
Kurz darauf wird gemeldet, dass ein Mann über Bord ging. Es handelt sich um Mr. Newberry - und seine Frau wird verdächtigt, ihn ermordet zu haben.
Wie bei Perry Mason üblich, ist die Geschichte ziemlich kompliziert.
Interessant ist, dass Mr. Newberry viel mehr an der erwachsenen Tochter seiner Frau interessiert ist, als an seiner Frau. Hier lauert eine Geschichte, die Gardner damals natürlich nicht erzählen konnte. Letztendlich scheint ihm aber egal gewesen zu sein, was er mit den Gefühlen von Frau und Tochter anstellt.
Ich war recht nah an der eigentlichen Lösung, dieses interessanten und gut erzählten Falles.
The case of the sulky girl
The case of the sulky girl (1933)
Pocket (1952)
Der 2. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 5. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1957)
Viel ist mir 2004 zu dem Buch nicht einfallen. Dass werde ich jetzt (2022) nachholen.
Fangen wir ganz vorne an: "sulky" heißt mürrisch / schmollend / beleidigt. Das Cover hat damit mit viel zu tun.
Es geht um Fran Celane. Ihr Vater hat ihr ein Vermögen hinterlassen, das jedoch von einem Treuhänder verwaltet wird, bis sie 25 ist. Sollte sie vorher heiraten, kann der Treuhänder mit dem Geld tun, was er will, sollte er vorher sein Amt niederlegen (oder sterben) fällt das Geld an Fran.
Sie ahnen es: Er stirbt.
In der Mordnacht gab es eine Auseinandersetzung zwischen den Treuhänder und Fran, die daraufhin mit seinem Wagen davonfuhr.
Merkwürdigerweise ging bei der Polizei eine Meldung ein, der Wagen sei geraubt worden. Während der Meldung kam es allerdings zu einer Pause.
Ich erinnere mich nicht mehr an den Roman, aber als ich das gelesen habe, dachte ich sofort: Der Beginn des Anrufs kam vom Mordopfer, dann wurde er getötet und der zweite Teile (also die Meldung des Autodiebstahls) kam vom Mörder.
Als Mörder wird der Chauffeur des Opfers verdächtigt - aber bei ihm passt der zeitliche Ablauf nicht, da der Mord gesehen wurde. Vom Sekretär des Opfers, während er vom Haus wegfuhr.
Wie gesagt, ich erinnere mich nicht an den Roman, auch nicht an die TV-Folge, aber ich bin ziemlich sicher, dass ich den Mörder kenne und den Ablauf der Handlung auch richtig zusammenbekomme. Da ich recht haben könnte, will ich das hier nicht verraten.
Mason kommt dahinter, dass der angeblich gestohlene Wagen in der Tatnacht überhaupt nicht bewegt worden ist.
Die Haushälterin des Toten versucht Geld zu erpressen, der Anwalt des bisher Tatverdächtigen auch. Dann kommt die Polizei zu der Überzeugung der Mann von Fran Celane sei der Mörder.
Mason ist fest davon überzeugt, dass der angeblich gestohlene Wagen wichtig für die Lösung des Falles ist (ich bin auch der Meinung).
Noch spricht nichts gegen meine Theorie. Ganz im Gegenteil scheint die langsam untermauert zu werden, aber durch die vielen Nebelkerzen und Hyperaktivität von Mason soll das für den Leser verborgen werden.
Der ermittelnde Polizist scheint auch diesmal Drumm zu sein. Keine Spur bzw. Rede von Tragg.
Es kommt zur ersten Gerichtsszene. Staatsanwalt ist Claude Drumm (also auch hier noch Hamilton Burger).
Die Rede ist von einem Gänsejäger, der sich hinter einem Pferd versteckt, weil Gänse angeblich keine Angst vor einem Pferd haben. Gemeint ist: Etwas tun, das allerdings hinter einer Harmlosigkeit verstecken. Zur Anwendung kommt das während der Rekonstruktion der Aussage des Sekretärs.
Ich war mit meiner Lösung nicht weit von der tatsächlichen Lösung entfernt, habe allerdings den Komplizen für den Mörder gehalten. Nun ja.
Perry und Della sind in diesem Roman schon vollständig ausformuliert, Paul Drake arbeitet für Mason, ist aber nur eine bezahlte Hilfskraft, kein Freund. Wie gesagt, der Rest des Stammpersonals fehlt noch.
Ein raffinierter Krimi, der in der Personenzeichnung am Ende etwas schwächelt, da Fran Celane ihre aufbrausende Art tatsächlich zügeln kann und angeblich geläutert aus der Sache hervorgeht.
Gute Unterhaltung.
The case of the sunbather's diary
The case of the sunbather's diary (01. Januar 1955)
Mayflower (1970)
Der 50. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 17. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1958).
Mason erhält einen Anruf von Arlene Duvall, die behauptet, auf einem Golfplatz zu sein. Er müsse unbedingt kommen. Warum kommt sie nicht in sein Büro? Weil man ihr Auto und ihren Trailer gestohlen hat, während sie sich nackt im freien aufhielt.
Mason gelingt es, den völlig leergeräumten Trailer zu finden. Doch der andere Auftrag ist schwerer. Arlenes Vater sitzt im Gefängnis, da er als Bankangestellter fast 400.000 Dollar gestohlen haben soll. Arlene ist von seiner Unschuld überzeugt.
Mason beginnt mit Nachforschungen, begleitet einen wichtigen Zeugen nach Hause, der noch am selben Abend ermordet aufgefunden wird. Verdächtigt wird (natürlich) Arlene. Aber auch Mason gerät in Schwierigkeiten, denn ihm wird von Burger vorgeworfen, Arlene ein Zeichen gegeben zu haben. Da er das abstreitet, will Burger ihn wegen Meineid anklagen ...
Holcomb gerät kurzzeitig (und nur in einer Bemerkung von Mason) unter Verdacht, Geld unterschlagen zu haben. Wir (die Leser) trauen Holcomb einiges zu, aber das nicht. Deshalb reitet Gardner nicht auf dieser Theorie herum.
Das Cover sieht für mich nach einer Zeichnung von William Vance aus.
Die Geschichte wurde in Fortsetzungen in The Saturday Evening Post veröffentlicht (05.03. - 23.04.1955). Die Erstveröffentlichung erfolgt allerdings in Buchform.
Es gibt etliche Augenzeugen, die vor Gericht angeben, Mason erkannt zu haben, obwohl sie vorher nicht sicher waren. Besser kann man die (unbeabsichtigte) Unzuverlässigkeit von Augenzeugen gar nicht beschreiben.
Es gibt eine Liste mit Nummern der geraubten Geldscheine, die allerdings so geheim ist, dass sie niemand außerhalb des FBIs kennt. Deshalb wird Arlene verfolgt und immer wenn sie Geld ausgibt, tauchen Polizisten auf und lassen sich das Geld geben, reichen es dann an das FBI weiter, wo es geprüft wird. Ziemlich aufwändig. Aber im Rahmen der Geschichte notwendig, da die streng geheime Liste (an die noch nicht mal Burger herankam), bei der Lösung eine wichtige Rolle spielt.
Natürlich gehen wir davon aus, dass Arlenes Vater unschuldig ist. Aber je länger der Roman dauert, desto mehr sieht es aus, als müsste er doch schuld sein. Klasse.
Das Buch ist Alvin V. Majoska (1916-1996) gewidmet, einem in Honolulu praktizierenden Arzt. Über die im Vorwort erwähnten nächtlichen Sterbefälle hat 1956 auch der Spiegel* berichtet.
Inzwischen scheint gesichert, dass die Todesursache eine (nur postmortem feststellbare) Herzerkrankung ist, die selten auftritt, aber innerhalb geschlossener ethnischer Gruppen häufiger auftreten kann (was bei den Einwohnern von Hawaii der Fall war).
The case of the terrified typist
The case of the terrified typist (01. Januar 1956)
Pocket (1961)
Der 52. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 38. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1958)
Gerade als Mason eine Schreibkraft braucht, taucht eine Frau, die hervorragend arbeitet, aber verschwindet, bevor die Arbeit abgeschlossen ist. Schnell wird klar, dass sie irgendwas mit einem Einbruch in ein noch leerstehendes Büro einer auf Diamantenhandel spezialisierten Firma zu tun hat.
In einem Kaugummi, der unter dem Tisch klebt, findet Della Rohdiamanten.
Als einer der Diamantenhändler ermordet aufgefunden wird, kommt Mason gar nicht darum herum, ihn zu verteidigen, denn wer würde ihm glauben, dass er nichts mit der Sache zu tun hat.
Sensation: Mason verliert den Prozess - aber nachdem Mason doch die richtige Lösung liefert, muss das Urteil revidiert werden.
Die Geschichte ist überaus kompliziert - und auch nicht immer glaubhaft. Aber das Ende rechtfertig vieles. Trotzdem: Es gibt bessere Mason-Romane.
Der Roman ist John Ben Shepperd (19.10.1915 - 08.03.1990) gewidmet. Er war Generalstaatsanwalt von Texas (1953-1957) und Secretary of State von Texas (1950-1952). Letzteres verstehe ich nicht. Hatte Texas einen eigenen Außenminister?
Das Cover. Schauen Sie sich das Cover an. Sieht das nicht nach John Buscema aus? Er arbeitete damals als Freelancer für die Chaite Agency.
The case of the turning tide
The case of the turning tide (1941)
Pocket (1967)
Kein Perry Mason-Roman, trotz des Titels.
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Titelheld ist Gramps Wiggins (auch wenn es aussieht, als hätte Frank Duryea das Sagen).
Ted Shale sieht eine Frau von Bord einer Yacht fallen. Rasch rudert er aufs Meer hinaus - und es gelingt ihm tatsächlich, die junge Frau zu retten. An Bord der Yacht werden dann zwei Leichen gefunden.
Das ist ziemlich verworren, macht mitunter auch keinen Sinn, ja man hat das Gefühl, Gardner hätte einfach drauf los geschrieben, dann etwas vergessen, was er in den Erklärungen ganz am Schluß wieder einfangen muss.
Grandpa Wiggins ist die Figur, die die ganze Auflösung vorantreibt. Die viel erstaunlichere Figur ist jedoch Milred Duryea. Sie und und ihr Mann liefern sich Wortgefechte, die mitunter an die Filmversionen von Nora und Nick Charles erinnern. Das verschwindet dann schon im zweiten (und letzten) Band um Gramp Wiggins.
Kein großer Wurf, aber ordentliche Krimi-Unterhaltung. Nicht nur für Komplettisten.
The case of the vagabond virgin
The case of the vagabond virgin (1948)
Pocket (1953)
Der 34. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 9. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1957) (als The case of the vagabond vixen)
Mason wird von John Racer Addison beauftragt, ein Problem für ihn zu lösen. Er hatte eine Anhalterin mitgenommen und sie in einem Hotel untergebracht. Kurz darauf ist sie von einem Polizisten wegen Landstreicherin festgenommen worden.
Mason soll die junge Frau aus dem Gefängnis holen.
Ende des Falls.
Nein, natürlich nicht.
Addisons Geschäftspartner wird ermordet und Addison steht unter Verdacht. Ausgerechnet die Anhalterin soll als Zeugin gegen ihn verwendet werden.
Ein typischer Mason. Voller Wendungen und Überraschungen, bis zur Auflösung.
Holcomb darf wieder mitspielen - und versagt wie immer. Vor Gericht bekommt Mason es mit Burger zu tun.
Noch deutlicher als hier, deutet Gardner in keinem Roman an, dass es Prostituierte gibt. Victoria Dale wird verhaftet, weil sie nachts hin und her geht, als wäre sie auf dem Straßenstrich unterwegs.
Wie immer ein unterhaltsamer Krimi, den man kaum aus der Hand legen kann.
The case of the velvet claws
The case of the velvet claws (1933)
Pocket (1963)
Der 01. Perry Mason Roman
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"Perry Mason"... die ersten beiden Worte des Romans. Della Street wird im dritten Absatz genannt, Paul Drake auf Seite 9 (auch noch im ersten 1. Kapitel). Damit sind die drei Hauptfiguren eingeführt.
Verfilmt als 175. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1963)
Mein Kommentar von 2004 fiel recht kurz aus. 2022 habe ich den Roman erneut gelesen. Da ich ihn im Homeoffice begann, zog sich die Lektüre über mehrere Wochen hin. Das hat nichts mit der Qualität des Romans zu tun.
Paul Drake ist (bisher - ich habe ungefähr die Hälfte gelesen) nicht mehr als eine Nebenfigur, ein Detektiv, der von Mason engagiert wird, kein Freund.
Della Street ist zwar attraktiv. Sie stammt aus gutem Haus, muss aber arbeiten, da sie über kein Vermögen verfügt.
Mason ist ein Anwalt, der für seinen Klienten alles tut - auch wenn dabei die Wahrheit zurecht gebogen wird.
Auf der Polizeiseite lernen wir Drumm kennen. Von Tragg keine Spur, von Hamilton Burger auch nicht.
Man merkt dem Roman die 30er Jahre an. Mason trägt Hut, er raucht wie ein Schlot, alle müssen nach seiner Pfeife tanzen. Es ist ganz selbstverständlich, dass Della und Paul nachts um drei für ihn zur Verfügung stehen.
Mason ist offensichtlich Junggeselle, hat keinerlei unkeusche Gedanken, obwohl Della Street sehr gut aussehen soll.
Eva Griffin bittet Mason um Hilfe. Sie ist verheiratet, war aber mit einem unverheirateten Politiker auf einer Veranstaltung, die überfallen wurde. Davon erfährt ein Klatschblatt, das seinen Hauptumsatz damit macht, von Prominenten Geld dafür zu verlangen, dass Artikel nicht erscheinen.
Mason kommt dahinter, dass der Eigentümer des Klatschblatts sich anonym im Hintergrund hält. Er kann ihn ermitteln - und muss feststellen, dass Eva Griffin in Wirklichkeit Eva Belter ist - die Frau des Klatschblattbesitzers.
Kurz darauf ist Belter tot - und seine Frau gibt an, Masons Stimme vor den Schüssen gehört zu haben.
Schnell wird klar, dass Eva Belter eine gewohnheitsmäßige und geübte Lügner ist.
Sie behauptet, vor dem tödlichen Schuss die Stimme eines anderen Mannes gehört zu haben, die Stimme von Perry Mason.
Anstatt sie fallen zu lassen, fühlt sich Mason trotzdem seiner Klientin verpflichtet. Er zerpflügt ihre Lügen und deckt langsam die darin versteckte Wahrheit auf.
Della zweifelt an ihrem Chef. Wir erfahren so nebenbei, dass sie seit fünf Jahren für ihn arbeitet. Die beiden fassen sich an (an der Schulter), er gibt ihr auch mal einen kleinen Schmatzer, mehr ist da aber nicht (und in Zukunft eher noch weniger). Mason (und noch mehr Drake) wissen das äußere einer Frau zu schätzen, aber man merkt ihnen nie an, dass sie mehr als schauen wollen. Die beiden leben keusch. Die Detektivagentur von Paul Drake ist im selben Gebäude wie Masons Kanzlei.
Die Geschichte wurde bereits 1936 mit Warren William als Mason und Claire Dodd als Della Street verfilmt. In dieser Version heiraten die beiden.
Della Street selbst wurde vor Perry Mason erfunden. Sie stammt aus dem (unveröffentlichten) Manuskript, das schließlich zu diesem Buch wurde.
Kein Hamilton Burger, kein Tragg, auch keine Szene vor Gericht. Das alles kommt erst später, daher ist der Erstling noch etwas untypisch, auch wenn der Unterschied zu später so gering ist, dass die Figuren auch dem nur gelegentlichen Leser durchaus vertraut erscheinen, falls er diesen Roman nicht als ersten liest.
Gardners Roman verzichtet auf tiefenpsychologische Erfassung der Charaktere, lebt von Fallen und Fallstricken des amerikanischen Rechtssystem. Abgesehen von dem ihm nachfolgenden John Grisham dürfte es keinen anderen Autoren gegeben haben, der die Schwächen des US-Rechts so schonungslos offenlegt, wie Gardner das getan hat.
Der Roman bietet auch nach fast neunzig Jahren (ich schreibe dies 2022) noch immer gute Unterhaltung.
The case of the waylaid wolf
The case of the waylaid wolf (01. Januar 1960)
Pocket (1962)
Der 64. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 111. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1961)
Arlene Ferris arbeitet als Sekretärin in der Firma von Loring Lamonts Vater. Als sie nach einem überlangen Tag nach Hause fahren will, springt ihr Wagen nicht an. Loring Lamont bietet ihr an, sie zu fahren, bringt sie dann aber in ein einsam gelegenes Haus, wo er sich rasch als Wolf erweist. Arlene gelingt es, sich davon zu machen, aber am nächsten Tag erfährt sie, dass Loring Lamont tot aufgefunden wurde ...
In Zeiten von #metoo ist das natürlich ein sehr aktueller Roman, in dem auch deutlich gemacht wird, dass die geschädigte Person (hier natürlich eine Frau) sich darauf einstellen muss, mit soviel Dreck beworfen zu werden, dass es kaum auszuhalten sein wird.
Im Roman wird darauf hingewiesen dass circumstantial evidence (Indizien), hervorragend sein kann, wenn er richtig interpretiert wird. Außerdem wird klar gemacht, dass Augenzeugenberichten nicht immer zutreffend sein können.
Nachdem die TV-Serie sehr erfolgreich gestartet war, verzichtet Gardner darauf, seine Hauptdarsteller zu beschreiben (was schon vorher eher selten war). Dass es zwischen Tragg und Mason keinen Altersunterschied gibt, weiß der Leser nur aus früheren Romanen, auch dass Mason deutlich größer als der Durchschnitt der Bevölkerung ist, wird nicht mehr erwähnt.
Der Roman ist Park Street gewidmet, einem Anwalt. Bei dem Namen ist es unmöglich irgendwas zu dem Mann zu finden. (Park Street ist bei Monopoly unsere Schlossallee.)
The D.A. draws a circle
The D.A. draws a circle (1939)
Pocket (1956)
Der 3. Doug Selby-Roman
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Fast ein Gegenentwurf zu Perry Mason.
Der erfolgreiche Anwalt A.B.Carr lässt sich in Madison City nieder. In der Bevölkerung wird befürchtet, dass er seine verbrecherische Klientel in den Ort ziehen wird. Staatsanwalt Doug Selby sieht keine Möglichkeit etwas dagegen zu tun.
Dann wird auf einem Nachbargrundstück eine Leiche gefunden ...
Das interessante ist nicht der Fall, der hätte so ähnlich auch für Perry Mason geschrieben werden können, das interessante sind die Figuren, die den Kosmos um Doug Selby bilden. Da ist die wahrscheinlich in Selby verliebte Reporterin Sylvia Martin, der der Herausgeber eines Konkurrenzblattes gegenüber steht, da ist der gute Freund Sheriff Rex Brandon, dem der korrupte Polizeichef entgegensteht. Es geht nicht nur um die Auflösung eines Mordrätsels, sondern auch um die örtliche Politik.
Für einen 1939 veröffentlichten Roman ist es recht erstaunlich, dass Sylvia Martin eine aktive Rolle einnimmt, ohne nur als Damsel in Distress (Fräulein in Nöten) zu fungieren. Ohne sie könnte Selby den Fall nicht lösen.
Der Roman ist sehr viel besser, als ich ihn in Erinnerung hatte.
Die seltsame Braut
The Case of the Curious Bride (01. Januar 1934)
Bücherbund (?)
Der 5. Perry Mason Roman
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In Masons Kanzlei taucht eine Frau auf, die ihm offensichtlich einen falschen Namen nennt. Sie will eine Rechtsberatung, die er ihr unter diesen Umständen verweigert. Beim Gehen vergißt sie ihre Handtasche, in der Mason einen Schußwaffe findet.
Es stellt sich schließlich heraus, dass die Frau Rhoda Lorton heißt - und vor kurzem geheiratet hat. Ihr Problem: Sie war schon einmal verheiratet. Ihr Mann verschwand und wurde nach der gesetzlichen Frist als tot angesehen - lebt aber noch. Zumindest bis er nach einem Gespräch mit Mason erschossen aufgefunden wird.
Abgesehen vom Dreigestirn Mason/Della/Paul tauchen keine bekannten Personen auf. Über Della erfahren wir, dass sie auch also Notarin vereidigt ist. Es ist wirklich schade, dass Gardner die anfänglich so interessante Frau später nur noch als Sekretärin verwendet hat.
Dass verschwundene Personen irgendwann als tot erklärt werden können, ist klar. Die Frage ist: Was passiert, wenn der Totgeglaubte wieder auftaucht? In den USA scheint das Sache der einzelnen Bundesstaaten zu sein. Es könnte tatsächlich sein, dass in einem solchen Fall der Zustand vor der Toterklärung wieder hergestellt wird - und dadurch ungewollte Bigamie eintritt.
Prominente für toterkläre Personen:
Ambrose Bierce - 1913
Amelia Earhart - 1937
Antoine de Saint-Exupéry - 1944
Glenn Miller - 1944
Jimmy Hoffa - 1975
Madeline McCann - 2007
Karl-Erivan Haub - 2008
Daniel Küblböck - 2018
Verfilmt als 5. Folge der 2. Staffel der TV Serie sowie 1935 als Film (der dadurch heraussticht, dass Errol Flynn in seiner ersten Hollywood-Rolle zu sehen sein soll. Ich habe diesen Film nie gesehen.)
Ein guter, klassischer Mason, dessen deutsche Fassung zu Beginn etwas holpert - was auch daran liegen mag, dass Della und Perry sich siezen.
In The case of the Silent Partner geht es um den Blumenladen von Mildred Faulkner und ihrer Schwester Carlotta Lawley. Aus irgendeinem Grund haben die beiden ihre kleine Kette von Blumenläden als Aktiengesellschaft organisiert. Da man dazu drei Personen braucht, erhielt eine Angestellte einen kleinen Anteil. Den hat dann Harry Peavis, ein Konkurrent der beiden Frauen aufgekauft und er giert nach mehr, was dank der Spielsucht von Carlottas Ehemann auch möglicht scheint ...
Lt. Tragg taucht auf. Er wird als Nachfolger von Sergeant Holcomb eingeführt, ausdrücklich um die Polizei nicht mehr so schlecht dastehen zu lassen. Anders als Holcomb sieht Tragg Mason nicht als Gegner, auch wenn er nicht immer mit dessen Methoden einverstanden ist. Wenn Sie die Fernsehserie kennen, dann haben Sie wahrscheinlich Ray Collins vor Augen, der 18 Jahre älter war Raymond Burr (also Perry Mason). In den Romanen ist Tragg genauso alt wie Mason.
Der Roman beginnt zwar mit Mildred, aber die will, dass Mason ihre Schwester vertritt.
Paul Drake tritt nicht auf, Mason selbst erscheint erst auf Seite 24.
Guter Mason-Durchschnitt.
Perry Mason und der letzte Kuß
The case of the crimson kiss (1948)
Ullstein (1971)
Kurzgeschichten
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Die Finger Fongs
Fingers of Fong (1933)
Dick Sprague arbeitet für eine chinesische Geheimorganisation. Eines ihrer Mitglieder gerät unter Mordverdacht, ist aber ganz sicher unschuldig. Sprague soll das beweisen.
Furchtbar. Ganz furchtbar. Der Krimiteil selbst ist ganz okay, aber über weite Strecken geht es um China Town. Natürlich sind alle Chinesen geheimnisvoll, natürlich ist der Kopf der Geheimorginastion jemand, der einen an Fu Manchu denken lässt.
Gardner hat es gut gemeint, er versucht Stereotype zu unterlaufen und ist doch ihr Gefangener.
Für mich die schlechteste Geschichte des Bandes.
Der krumme Blitz
Crooked Lightning (1928)
Bob Fairfield transportiert Diamanten. Unterwegs entdeckt er einen Taschendieb und fürchtet, dessen Opfer zu werden. Er tut alles, um das abzuwenden ...
Das Überraschungsende ist so vorhersehbar, dass es nicht überrascht. Kurzgeschichten sind wirklich nichts Gardners Stärke.
Im Tal der Furcht
The valley of little fears (1930)
Die Idee ist gut. Es geht nicht um ein Verbrechen, sondern darum, dass sich ein Städter lernen muss, seine eigenen Ängste zu überwinden.
Wenn man mir sagen würde, dass diese Geschichte nicht von Gardner stammt, ich würde es glauben, so sehr unterscheidet sie sich von allem, was er sonst geschrieben hat.
Perry Mason und der letzte Kuß
The case of the crimson kiss (1948)
Verfilmt als 8. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1957)
Die Geschichte fängt recht kompliziert an. Anita findet die Leiche ihres Liebhabers. Statt das zu melden, richtet sie alles so her, dass ihre beste Freundin in Verdacht gerät, denn die will einen jungen Mann heiraten, den Anita liebt. Schließlich kommt sie noch auf die Idee sich selbst und ihre Freundin zu vergiften, was nur durch das verfrühte Auftauchen einer Bekannten nicht zum Tod der beiden jungen Frau führt.
Das hört sich kompliziert an? Es wird noch komplizierter, denn Mason und Della werden selbst der Tat verdächtigt.
Die deutsche Übersetzung ignoriert, wie eng das Verhältnis von Mason und Della in den Romanen ist. Dass sie sich küssen, dass sie nur nicht geheiratet haben, weil Della dann aufhören müsste zu arbeiten ... all das merkt man hier nicht, was an dem Gesieze liegt. Auch Paul Drake und Della siezen sich, was unglaubwürdig wirkt.
Wie immer wird am Schluss eine überraschende (aber nachvollziehbare) Lösung präsentiert. Für mich die beste Geschichte des Bandes.
Perry Mason und der vertauschte Casanova
The case of the perjured parrot (1939)
Xenos (1976)
Der 14. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 50. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1958)
Charles Sabin wird ermordet in einer einsam gelegenen Hütte aufgefunden. Bei ihm ist der ein Papagei, der anscheinend so gut vom Mörder versorgt wurde, dass er noch immer Futter zur Verfügung hat, nur das Wasser ist zwischenzeitlich verdunstet.
Zu den Verdächtigen gehören Sabins Ehefrau, von der er sich gerade scheiden lassen wollte, deren Sohn und einige Mitglieder seiner eigenen Familie.
Dann taucht da auch noch eine weitere junge Frau auf, die - wie Sabins Ehefrau - Helen heißt - und die er in Mexiko geheiratet haben soll, während er auf die Scheidungspapiere seiner bisherigen Frau wartete. Diese neue Ehefrau hat die Mordwaffe besorgt und bei ihr befindet sich ein Papagei, der immer wieder Helen des Mordes bezichtigt.
Wenn man weiß, dass Mason zwei Romane vorher Della einen Heiratsantrag gemacht hat, kommt einem das "Sie", mit dem er sie in der deutschen Übersetzung anspricht, doch recht merkwürdig vor.
Am Anfang des Romans schimpft Mason über Papierkram - das wird er auch im nächsten Roman tun.
Der Tierhändler Karl Helmond wird erwähnt, taucht aber nicht in Person auf. Der ermittelnde Beamte ist wieder Sergeant Holcomb. Als Gegenstück zu dem Mason feindlich gesinnten Holcomb ist Sheriff Barnes zu sehen, der durchaus erkennt, dass Mason nur tut, was nötig ist.
Im Roman tauchen insgesamt drei Papageien auf, einer davon findet ein grausiges Ende - ich glaube nicht, dass das in der TV-Serie so drastisch gezeigt wurde, wie es hier geschildert wird.
Nachdem der Mord aufgeklärt wurde (nein, ich hatte diesmal keine Ahnung, wer der Täter sein könnte), setzt Gardner noch eine Überraschung oben drauf.
Ein durchaus gelungenener, auch in der Übersetzung lesbarer Roman, dessen Titelbild überhaupt nichts mit dem Inhalt zu tun hat.
Perry Mason und die blinde Trödlerin
The case of the worried waitress (01. März 1966)
Ullstein (1969)
Der 80. Perry Mason Roman
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Nicht verfilmt.
Katherine Ellis hatte noch bei ihren Eltern gewohnt. Als die starben, musste sie feststellen, dass sie nicht nur Waise war, sondern darüber hinaus auch noch ohne Geld da stand. Gezwungermaßen nahm sie das Angbot ihrer Tante an, zu ihr zu ziehen. Doch diese Tante hat selbst nicht viel Geld, denn der eigentlich reiche Mann, mit dem sie zusammenlebte, hatte sich nicht von seiner ersten Frau scheiden lassen.
Überraschend stellt Katherine fest, dass ihre angeblich arme Tante tausende von Dollars in einer Hutschachtel aufbewahrt.
Das kommt ihr so merkwürdig vor, dass sie sich an Perry Mason wendet.
Hört sich verwirrend an? Ist es auch. Der deutsche Titel schiebt den Fokus von der Mandantin Masons auf deren Tante (die aus einem zunächst rätselhaften Grund so tut, als wäre sie blind und vor einem Firmengebäude Bleistifte verkauft).
Sicher nicht der beste Mason-Roman, aber durchaus lesbar.
Die deutsche Übersetzung holpert. Mason duzt Drake, aber er siezt Della, als wüsste der Übersetzer nicht, dass die beiden seit Jahrzehnten eine sehr enge Beziehung zueinander haben.
Das Vorwort wird nur auszusweise wiedergegeben.
Der Roman ist Don Harper Mills (29. Juli 1927 - 21. Mai 1923) gewidmet, einem Rechtsanwalt und Pathologen. Das Roland Opus* entstand wohl erst nach Gardners Tod, hätte ihn aber sicher begeistert.
Perry Mason und die Leiche im Laub
The case of the bigamous spouse (01. Juni 1961)
Ullstein (1976)
Der 68. Perry Mason Roman
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Verfilmt als 188. Folge der Perry Mason-TV-Serie (1963)
Gwynn Elston glaubt, dass der Mann ihrer Freundin (bei der sie wohnt), versucht hat, sie mit Strychnin zu vergiften. Der Grund liegt in Gwynns Job begründet. Sie ist eine Handelsreisende für Bücher, besucht Leute, die ihr vom Verlag vorgegeben werden. Bei einem Versucht hat sie festgestellt, dass der Mann ihrer Freundin ein Doppelleben führt. Er hat unter anderem Namen eine andere Familie. Als er ermordet aufgefunden wird, gerät Gwynn unter Mordverdacht.
Der Plot wird von Kapitel zu Kapitel komplizierter - aber im Gegensatz zu anderen Büchern von Gardner nie unübersichtlich.
Die Übersetzung leidet unter dem Sie gegenüber Della - obwohl Della und Mason einen Abend zusammen verbringen.
Das Vorwort wird nur gekürzt wiedergegeben. Das Buch ist Mitsou Yokoyama gewidmet, einem japanischen Forensiker.