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Günter Sachse

Meuterei auf der Bounty

Meuterei auf der Bounty (1959)
Ueberreuter (1977)
23.08.1916 (Hannover)
Basiert auf tatsächlichen Ereignissen.

Sachse: Meuterei auf der Bounty
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Die Geschichte von Fletcher Christian, der sich gegen die Tyrannei von Captain Bligh auflehnt.

Der Stoff wurde mehrfach verfilmt. In der besten Version spielt Clark Gable den Fletcher Christian.


2016 hab ich das Buch wiedergelesen.

Es ist ein Roman. Aber einer der sich an die (damals) bekannten Fakten hält.

Fletcher Christian ist nicht der strahlende Held, Leutnant (bzw. Captain) Bligh nicht das Monster, das man vielleicht vor Augen hat, wenn man an die Meuterei denkt.

Sie (und die anderen Personen an Bord der Bounty) waren Kinder ihrer Zeit (und Kinder ist gar nicht so falsch, denn die meisten Besatzungsmitglieder der Bounty waren in ihren Zwanzigern).

Bligh war ein Mann, der seiner Zeit voraus war (weil er auf drastische Strafen weitgehend verzichtete, weil er ein Dreischicht-System installierte, weil er für Bewegung und Vitamin C sorgte). Aber er war auch aufbrausend und ohne jemanden, auf dessen Rat er gehört hätte.

Christian hingegen war jemand, der schnell eingeschnappt und nachtragend war.

Da Christian freiwillig zum dritten Mal mit Bligh unterwegs war, kannte er ihn und seine Marotten. Man fragt sich daher, warum es ausgerechnet auf dieser Reise zu der Auseinandersetzung kam. Darauf gibt es aber nirgends eine Antwort.

Für mich sind zwei Dinge erstaunlich:

  1. Die Meuterei selbst verlief ohne Blutvergießen.
  2. Bligh schaffte es, das bis auf einen Mann alle die Reise in der Barkasse überlebten (und das in 6 Wochen über eine Strecke von ca. 6.700 km).

Günter Sachse ist ein spannender, detailreicher Roman gelungen, der dem Leser die damalige Zeit nahebringt und weder für die eine noch die andere Seite Partei ergreift. Ein unbedingt zu empfehlendes Buch.


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Eckart Sackmann

Oh, Nick Knatterton

Oh, Nick Knatterton (2013)
Comicplus (2013)

Sackmann: Oh, Nick Knatterton
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Nick Knatterton von Manfred Schmidt ist ein Solitär in der deutschen Comiclandschaft. Die Geschichten stammen aus den 50er Jahren und sie sind bis heute unerreicht. Wenn man andere Comics aus der damaligen Zeit betrachtet, merkt man wie gut Manfred Schmidt war. Die Zeit ist gnädig mit seinen Geschichten umgegangen, sie sind heute kaum weniger lustig und interessant als damals. Und die Serie begleitet mich wirklich mein ganzes Leben.

Sackmann liefert unzählige Informationen, darunter die Erstveröffentlichungsdaten und Zeichnungen in Originalgröße. Schmidt hat seine Serie in einem Format angefertigt, daß an den Ganzseiter Prince Valiant/Prinz Eisenherz herankommt.

Als Abschluss wird die Originalfassung der ersten Geschichte gebracht. Die muß man nicht kennen, aber ohne sie ist eine Knatterton-Sammlung nicht vollständig.

Ein großartiges Buch - hauptsächlich für Fans.

Der Schuß in den künstlichen Hinterkopf
Manfred Schmidt (Skript), Manfred Schmidt (Zeichnungen)

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Ibaru Saikaku

Fünf Geschichten von liebenden Frauen

Koshoku gonin onna (1686)
Heyne (1978)

Lt. Wikipedia: Ihara Saikaku, eigentlich Hirayama Togo (1642 in Osaka – 09. September 1693)

Wie alle Bücher der Reihe Heyne Ex Libris ist auch dieser Band sehr liebevoll ausgestattet.

Die Geschichten reißen nicht vom Hocker, sind aber durchaus interessant, wenn man sich darauf einlässt. Ein sehr langes Nachwort und Erläuterungen machen das Verständnis leichter.
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Antoine de Saint-Exupéry

Der kleine Prinz

Le petit prince (1943)
Karl Rauch Verlag (1956)
* 29. Juni 1900 (Lyon); † 31. Juli 1944 (nahe Marseille)

de Saint-Exupéry: Der kleine Prinz
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Mit 46 Jahren habe ich das Büchlein zum ersten Mal gelesen - und wurde glücklicherweise nicht enttäuscht. Sie werden es kaum für möglich halten, aber vor diesem Buch hatte ich Angst.

Warum Angst?

Weil man nur Gutes darüber gehört hat. Jeder, der darüber spricht, lobt es in den höchsten Tönen.

Und es ist gut, angenehm zu lesen und voller Anregungen für eigene Gedanken.

In der mir vorliegenden Ausgabe fehlen leider fast sämtliche Zeichnungen, was dem Werk einiges von seinem Reiz nimmt (vor allem, wenn im Text immer wieder auf Zeichnungen verwiesen wird).

Ein nettes Büchlein, das ich wärmstens empfehlen kann - wenn man sich den Text nicht aus dem Internet besorgen will (meiner Meinung ist das Copyright nicht abgelaufen, daher hier kein Link).
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Sallust

Die Verschwörung des Catalina / Der Krieg mit Jugurtha

(nach 43 v. Chr.)
Goldmann (1973)
Gaius Sallustius Crispus
01.10.86 v. Chr. in Amiternum - 13.05.35 (oder 34) v. Chr in Rom

Catalina versucht an die Macht zu kommen. Cicero gelingt es diese Pläne aufzudecken.

Der zweite Teil des Buches beschäftigt sich mit dem Krieg gegen den Numidierkönig Jugurtha.

Beides beispielhafte Geschichtsschreibung.
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Felix Salten

Bambi

Bambi (1940)
Ullstein (1965)

Siegmund Salzmann (06.09.1869 in Budapest - 08.10.1945 in Zürich)
Das Leben eines Rehs.

Eine ganz wunderbare Geschichte, die die meisten wohl nur aus dem rundum gelungenen Disney-Film kennen.

Das Buch ist unbedingt lesenswert.
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Ralph Sander

Semper und der tote Vulkanier

Semper und der tote Vulkanier (2003)
Blitz Verlag (2003)

* 1963 (Köln)

Ralph Sander: Semper und der tote Vulkanier
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Auf einer Star Trek Convention wird ein toter Vulkanier gefunden. Kommissar Semper ermittelt mit seiner neuen Assistentin.

Als Fachbuchautor schätze ich Sander, sonst hätte ich das Buch nicht angefasst. Er kann schreiben, hat ein fundiertes Fachwissen - und der Krimi bewegt sich in einem Milieu, in dem Sander sich auskennt. Alle Voraussetzungen für einen gelungenen Krimi sind also vorhanden.

Meine erste Frage, als ich das Buch entdeckte war: Warum erschien es nicht bei Heyne? Sander hat dort seinen Fuß in der Tür und man sollte meinen, es wäre ihm ein leichtes, seinen bekannten Namen als Verkaufsargument vorzubringen.

Gut möglich, daß er das versucht hat.

Heyne hat gut daran getan, dieses Buch nicht zu veröffentlichen. Es ist ein Krimi ohne einen Hauch von Spannung, ein Krimi, in dem die Personen Abziehbilder bleiben. Robert Semper ist Ralph Sanders Alter Ego (RS - den Initialientrick verwende ich selbst immer wieder), die neue Assistentin, Martina Kamps, ist einerseits die Mittlerin zwischen dem unwissenden Kommissar und dem Autor, eine Mittlerin, die immer genau das weiß, was der Autor an dieser Stelle dem Leser vermitteln will, andererseits dient sie als Projektionsfläche für Männerphantasien. Kein Mann im Roman akzeptiert sie als Mensch, jeder sieht sie nur als Sexobjekt.

Der Besitzer eines Comicladens wirkt als sei er aus den Simpsons entsprungen, der tote Vulkanier entpuppt sich als schmieriger Schwuler, der auch noch als Raubkopierer und Kindersexhändler Geld verdient hat.

Semper hat zwei Katzen und eine Elster - dilettiert während seiner Dienstzeit als Autor (was als Ausrede dafür herhalten muß, daß das Buch mit absolut nicht zur Handlung gehörenden literarischem Müll gestreckt wird).

Eine interessante Ausgangsidee, aus der man sehr viel mehr hätte machen könne. Sander gelingt es an keinem Punkt, eine seiner Figuren sympathisch werden zu lassen. Er ist dort gut, wo er sich auf sein Terrain begibt, dort wo er die Fanszene beschreibt, er versagt dort, wo er seine Phantasie spielen lässt, wo es gilt, Figuren auf dem Papier zu Menschen werden zu lassen.

Wie gesagt, ich schätze ihn als Sachbuchautor. Von seinen Romanen werde ich in Zukunft die Finger lassen - auch wenn sie um Star Trek-Themen kreisen.
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Gustav Schalk

Klaus Störtebeker

Klaus Störtebeker (1905)
Ueberreuter (1977)

21.08.1848-22.11.1929

Gustav Schalk: Klaus Störtebeker
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Der Titel ist ... leicht daneben. Störtebeker ist eine Nebenfigur.

Die Hauptfigur ist der Hamburger Müllersohn Hermann Nyenkerken, der sich für die Seefahrt begeistert und bei einer Ausfahrt mit seinem Onkel von Störtebeker als Geisel genommen wird. Nach etlichen Monaten gelingt ihm endlich die Flucht. Als er nach Hause zurückkehrt, ist seine Mutter tot. Nyenkerken fährt an Bord der Bunten Kuh ein weiteres Mal aufs Meer hinaus ...

Schalk gelingt es, dem Leser einen Eindruck des Lebens im 14. Jahrhundert zu vermitteln. Störtebeker und Gödeke Michels werden nicht zu Antihelden, sie sind Verbrecher, auch wenn man ihre Verhaltensweise einigermaßen nachvolzuziehen kann (ohne es gutzuheißen). Allerdings unterläuft Schalk auch ein Fehler: Seemänner rauchen. Tabak kam jedoch erst mit Columbus nach Amerika - rund 100 Jahre später.

Der Text wurde von Kurt Wölflin bearbeitet (d.h. mit einiger Sicherheit: gekürzt).

Wer etwas über Störtebeker erfahren will, ist mit dem Buch nicht besonders gut bedient. Kinder und Jugendliche werden heute wahrscheinlich von der gemächlichen Erzählweise enttäuscht sein.

Eine Comicfassung bei Bastei.
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Rüdiger Schaper

Karl May - Untertan, Hochstapler, Übermensch

Karl May - Untertan, Hochstapler, Übermensch (2011)
Siedler Verlag (2011)

* 1959 (Worms)

Rüdiger Schaper: Karl May - Untertan, Hochstapler, Übermensch
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Natürlich kennt man als eifriger Karl-May-Leser auch die Lebensgeschichte des Autors. May war in wohl jeder Beziehung das Gegenteil seines literarischen Doubles.

Schaper gelingt es, diesen arbeitsamen aber auch etwas versponnenen Autor dem Leser von heute nahe zu bringen. Und Schaper verschweigt nicht, daß mit dem Werk von Karl May Schindluder getrieben wurde (z.B. mit den Verfilmungen der 60er Jahre).

Das Buch Schapers macht neugierig auf eine Wiederentdeckung des Werks von Karl May - und ich für meinen Teil habe danach wieder in meine Bibliothek gegriffen, um einen verborgenen Schatz zu heben.

Ein lesenswertes Buch.


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Denis Scheck

King Kong Spock & Dracula

King Kong Spock & Dracula (1993)
Knaur (1995)
* 15.12.1964 in Stuttgart

Denis Scheck: King Kong Spock & Dracula
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All die Dinge, die man täglich über Werbespots, TV-Serien und anderes wissen will.
Viel war es nicht, was ich 2003 zu dem Buch geschrieben habe - aber das war damals aufgrund des knappen Speicherplatzes auch notwendig. 2018 habe ich das Buch wieder zur Hand genommen. Der Grund dafür war eine Fernsehsendung, in der Denis Scheck zu einer kleinen Gruppe von Leuten gehörte, die unter Führung von Peter Wohlleben durch einen Wand spazierten und dort übernachten sollten (Scheck zog lieber in ein Hotel) (Der mit dem Wald spricht – Unterwegs mit Peter Wohlleben - SWR 2018).

Dies Buch erschien, bevor Scheck richtig bekannt wurde - und bevor er sich nach Ärger mit Elke Heidenreich - selbst aus dem großen Spiel kickte.

Man muß sich vor Augen führen, wann das Buch entstanden ist: 1992/93 - Jahre bevor meine Seite gestartet wurde und damit auch Jahre bevor das Internet wie wir es heute kennen der Allgemeinheit zur Verfügung stand.

Wir haben es hier mit einem lesbaren, klugen Buch zu tun, das uns Deutschen hilft, hinter die Kulissen amerikanischer (Trivial-)Kultur zu schauen. Ich kann Scheck nur einen einzigen Fehler nachweisen ("Henry Hathaway verfilmte Prince Valiant 1954 mit James Mason in der Titelrolle" ist natürlich Quatsch. Die Titelrolle spiele Robert Wagner.)

Scheck spart nicht mit Wertungen, was das Buch auch heute noch amüsant und herausfordernd macht, da man gezwungen ist, seine Meinung mit der eigenen abzugleichen - und nein, er hat nicht immer Recht (wer hat das schon?).

Ein auch heute noch durchaus lesbares Buch, auch wenn der Anhang 26 Jahre nach Redaktionsschluss natürlich nicht mehr auf dem neusten Stand ist.

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Dieter Schenk

Der Durchläufer

Der Durchläufer (1978)
Fischer (1983)

* 1937 in Frankfurt am Main
Auch wenn Sie dieses Buch nicht kennen, sind Ihnen die Hauptdarsteller vielleicht bekannt: Fred Leß, Kommissar Göttmann, Horst Schickl, Büromensch Zellmann usw ... Ja, das ist die Vorlage zu der ZDF-Serie Soko 5113 (die früher mal gut war, inzwischen aber ... reden wir nicht mehr davon).

Das Buch ist lesenswert, interessant und spannend. Ein deutscher Autor der überzeugt.
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Steven H. Scheuer

Movies on TV

Movies on TV (1958)
Bantam (1983)

* 1926

Früher, als ich den Gong noch gelesen habe, fand man neben Synchronsprecherangaben auch Kritiken - bei amerikanischen Produktionen war fast immer Kritiken aus Movies on TV vertreten. Man muß nicht immer der selben Meinung sein, aber in den meisten Fällen treffen die Kritiken den Punkt.
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Friedrich Schiller

Die Räuber/Maria Stuart

Die Räuber (1782) / Maria Stuart (1801)
10.11.1759 - 09.05.1805

Schiller und ich (Was für ein Satzbeginn!), sind in der gleichen Umgebung aufgewachsen. Er in Marbach (eine Art Vorort von Stuttgart), ich in Botnang (ein richtiger Vorort von Stuttgart). Natürlich war ich schon in Marbach, natürlich habe ich das Schiller-Museum besucht.

Aber ansonsten?

Ich kann mit Schiller nicht viel anfangen. Das Interesse an ihm wurde mir in der Schule gründlich ausgetrieben. Aus meiner Sicht produziert er einen Wortschwall nach dem anderen, ohne auf die Geschichten zu achten.

Haben Sie sich noch nicht gefragt, warum Shakespeare immer wieder für den Film herangezogen wurde, Schiller aber nicht? Warum verfilmt Eichinger lieber Prinz Eisenherz (allerdings so schlecht, daß man es kaum glauben mag), statt "Die Räuber"?

Schiller ist ein Quell für kluge Gedanken. Mehr nicht. Aber manchmal ist das schon genug, um bedeutend zu sein.
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Dr. Günter Schmidt

Meerschweinchen

Meerschweinchen (1973)
Albrecht Philler (1983)

Günter Schmidt
Als ich noch in einer Ein-Zimmer-Schachtel wohnte (mit Renate, meiner ersten Katze, und zahlreichen Wellensittichen), entdeckte ich meine Liebe zu Meerschweinchen. Besonders eines ist mir im Gedächtnis geblieben: Myriel, die nach einer Romanfigur benannt wurde (genau wie später meine zweite weibliche Katze). Sie war verrückt nach Renate, rannte ständig hinter ihrem Schwanz her. Leider ging es ihr wie Laurel und Hardy (meinen letzten Meerschweinchen), die alle nach ungefähr 8 Monaten starben. Schließlich sah ich es ein: Meerschweinchen waren nichts für mich - obwohl sie bis heute einen Platz in meinem Herzen behalten haben.
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Manfred Schmidt

* 15. April 1913 (Bad Harzburg) - † 28. Juli 1999 (Ambach am Starnberger See)
Sein bekanntestes Werk (und für ihn auch sein Alptraum) ist Nick Knatterton. In seinem sonstigen Werk überwiegt der Text. Die seltenen Bilder sind kaum mehr als Ergänzungen.

Frau Meier reist weiter

(1968)
Rowohlt (1970)

Die Geschichten wurden aus verschiedenen Einzelwerken zusammengesucht.
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Mit Frau Meier in die Wüste

Rowohlt (1967)

Manfred Schmidt
Die Geschichten wurden aus verschiedenen Einzelwerken zusammengesucht.
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Siegfried Schmidt-Joos

Das Musical

Das Musical (1965)
DTV (1965)

17.04.1936 (Gotha)

schmidt-joos
Das Zeitalter endete mit Beginn der 70er Jahre. Alles was danach kam, verdient diese Bezeichnung eigentlich nicht mehr.

Hier fehlen noch einige späte Höhepunkte (z.B. Der Mann von La Mancha), aber man erhält einen schönen und tiefgehenden Überblick über das Sujet.
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Ralf Schmitz

Schmitz' Katze

Schmitz' Katze (2008)
Fischer (2008)
* 03.11.1974 (Leverkusen)

Ralf Schmitz: Schmitz' Katze
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Ralf Schmitz ist ein kleiner, hyperaktiver Comedian. Manchmal überschäumend witzig, manchmal nervig.

Meine Frau mag ihn. Ich auch (meistens).

Das Programm aus dem das Buch hervorgegangen ist (zumindest vermute ich, dass das die Reihenfolge ist), kam in etwas gekürzter Form mal im Fernsehen. Ich fand das zum Schreien komisch. In Erinnerung geblieben ist mir, dass er immer wieder das Geräusch der würgenden Katze eingeworfen hat.

Ja, natürlich erkennt man als Katzenbesitzer seine eigene Katze in einigen seiner Witze wieder - das dürfte für die meisten Zuschauer den Reiz des Programms ausmachen und zum Erfolg des Buches geführt haben.

Das Buch ist mehr als das Skript der Bühnenshow.

Wenn man einige Ratgeber für Katzenhalter gelesen hat, erkennt man den Aufbau. Schmitz würzt das alles mit witzigen Anekdoten, streut hin und wieder auch eine (ehemalige) Freundin ein, der im Text nur mit Vornamen nennt (den Nachnamen findet man im Copyright der Bilder, was mich sehr erstaunt hat).

Das Buch ist gut - sehr viel besser als ich vorher gedacht hatte. Allerdings muss ich zugeben, dass es einen Abschnitt im Buch gibt, den ich nervig und extrem langweilig fand und daher nicht zu Ende gelesen haben (Supercat - aber Seite 173). Danach fand das Buch wieder zu seiner Form zurück.

Die Katze Minka ist 2012 gestorben - im Alter von 23 Jahren.

Wer Schmitz mag, wird das Buch eh lesen. Wer ihn nicht mag aber Katzenliebhaber ist, sollte durchaus mal einen Blick riskieren. Es lohnt sich.
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Arthur Schnitzler

Arthur Schopenhauer

Über die Grundlage der Moral

Über die Grundlage der Moral (1840)
Pawlak (?)
22.02.1788 (Danzig) - 21.09.1860 (Frankfurt am Main)

Ich zitiere den Rückentext:
... ist zunächst eine ausführliche Kritik der Ethik Kants und bestimmt dann als Grundlage der Moral "die moralische Triebfeder", den inneren, vom Charakter des Menschen ausgehenden moralischen Trieb, der die moralischen Handlungen hervorruft.

Ich habe keine Erinnerung an den Text.
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Wilhelm von Schramm

Der Geheimdienst in Europa 1937-1945

Der Geheimdienst in Europa 1937-1945 (1973)
Heyne (1980)
*20.04.1898 (Hersbruck) - † 27. Dezember 1983

Ein etwas anderer Blick auf den Krieg, sachlich fundiert und gut geschrieben.
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Michael Schulte

Karl Valentin

Karl Valentin (1982)
Knaur (1982)
*22.04.1941 in München

Schulte ist ein ausgewiesener Valentin-Kenner (das ist eines von mehreren Büchern zu diesem Thema). Das Buch ist großzügig bebildert und ein Muß für jeden Valentin-Fan.
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Berndt Schulz und Willy Loderhose

Harrison Ford - Hollywoods heimlicher Superstar

Harrison Ford - Hollywoods heimlicher Superstar (1989)
Bastei (1989)
Berndt Schulz, * 1942 in der Mark Brandenburg

Als das Buch geschrieben wurde, war Harrison Ford noch weit davon entfernt, der Weltstar zu sein, der er heute ist.

Willy Loderhose war Chefredakteur von Cinema und Film-Experte in Wim Thoelkes "Der große Preis".
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Sir Walter Scott

Ivanhoe

Ivanhoe (1820)
Ueberreuter (1978)
* 15. August 1771 (Edinburgh); † 21. September 1932 (Abbotsford)

Walter Scott: Ivanhoe
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Ivanhoe, von seinem Vater verstoßen, kehrt als erfolgreicher Teilnehmer der Kreuzzüge nach England zurück. Nachdem er siegreich an einem Turnier teilgenommen hat, gerät er schwer verwundet in eine Auseinandersetzung von normannischen Rittern mit seinem sächsischen Vater.

Die Hauptpersonen wechseln ständig. Zunächst ist es Ivanhoe, dann wird Isaak immer wichtiger, bis schließlich König Richard in den Mittelpunkt gestellt wird.

Ivanhoe selbst ist den halben Roman über so schwer verwundet, daß er an der eigentlichen Handlung nicht teilnehmen kann.

Einen sehr großen Teil der Handlung nimmt die tragische Liebe des Templers Brian de Bois-Guilbert zur Jüdin Rebekka ein.

Auf den ersten Blick handelt der Roman von der Auseinandersetzung zwischen Normannen und Angelsachsen, genauso wichtig ist aber der Erzählstrang um Isaak und Rebekka. Scott zeigt deutlich, daß Menschen nur aufgrund ihrer Religion diskriminiert werden.


Wie wichtig dieser Roman ist, zeigt sich nicht an den Dingen, die offensichtlich sind.

Wussten Sie, daß der Name Cedric erst von Scott erfunden wurde? Ein Schreibfehler (statt Cerdic) - und schon wurde ein Name geschaffen, der englischer kaum wirken kann.

Auch unser Bild von Robin Hood wird durch diesen Roman bestimmt. Es war seine Entscheidung, Robin Hood in das Zeitalter von Richard Löwenherz und Prinz John zu verlegen - etwas anderes kann man sich heute kaum noch vorstellen. Auch Locksley hat er popularisiert.


Der Film aus dem Jahr 1952 weicht an etlichen Stellen deutlich von der Vorlage ab, was hauptsächlich damit zusammen hängen dürfte, daß ein Hauptdarsteller, der die Hälfte der Zeit nicht zu sehen ist, im Kino nicht besonders beliebt sein dürfte.


Comicfassung des Romans in Berühmte Geschichten 9.


Schauen wir uns den Anfang der Geschichte im Übersetzungsvergleich an

Walter Scott Rudolf Hermann (1974) Richard Zoozmann (vor 1934) Albert Geyer (1903) Ralf H.
Chapter 1

Thus communed these; while to their lowly dome,
The full-fed swine return'd with evening home;
Compell'd, reluctant, to the several sties,
With din obstreperous, and ungrateful cries.
Pope's Odyssey


In that pleasant district of merry England which is watered by the river Don, there extended in ancient times a large forest, covering the greater part of the beautiful hills and valleys which lie between Sheffield and the pleasant town of Doncaster.
1

Zwischen den Städten Sheffield und Doncaster dehnte sich zur Zeit der Regierung Richards I. ein großer Forst aus.
Erstes Kapitel.

In der anmutigen Provinz des glücklichen England, die der Don durchströmt, dehnte sich in alter Zeit ein großer Wald aus, der die lieblichen Hügel und Täler zwischen Sheffield und der freundlichen Stadt Doncaster bedeckt.
Erstes Kapitel.

Historisches. - Zwei sonderbare Gestalten. - Auf dem Wege nach Rotherwood.

In der vom Don bewässerten Gegend Englands breitete sich in alter Zeit zwischen Sheffield und Doncaster eine große, an sanften Hügeln und lieblichen Tälern reiche Waldung aus.
Kapitel 1

In jener schönen Gegend des guten alten Englands, die durch den Don gewässert wird, breitete sich in alten Zeiten ein großer Wald aus, der den größeren Teil der wunderschönen Hügel und Täler zwischen Sheffield und der schönen Stadt Doncaster bedeckte.


Das ist schon ziemlich interessant. Die sehr gut lesbare Fassung von Hermann (das ist die Ueberreuter-Fassung) weicht stark vom Original ab.

Aber auch keine der anderen Fassungen (die ich im Internet gefunden habe),hält sich an den Originaltext (am ehesten kann man das wiedereinmal von der ältesten Fassung behaupten).

Daß das Zitat nicht wiedergegeben wurde (ich verzichte darauf, da ich mir nicht zutraue Pope angemessen übersetzen zu können), erstaunt mich kaum. Daß man es Anfang des 20. Jahrhunderts für nötig hielt, jedem Kapitel verräterische Titel voranzustellen schon eher.


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Ewald Gerhard Seeliger

Peter Voss, der Millionendieb

Peter Voss, der Millionendieb (1913)

Goldmann (?)

* 11. Oktober 1877 (Rathau) - † 8. Juni 1959 (Cham/Oberpfalz)
Ewald Seeliger - Peter Voss, der Millionendieb
Buchhalter Peter Voss lässt sich - unschuldig - als Millionendieb um die Welt jagen, damit sein Chef Zeit hat, einen finanziellen Engpass zu überwinden.

Zweimal verfilmt. Am bekanntesten dürfte die Fassung mit O.W. Fischer sein, besser ist der Schwarz-Weiß-Film mit Viktor de Kowa.
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Erich Seemann (Herausgeber)

Was Kinder gerne singen

Was Kinder gerne singen (60er Jahre)

Südwestverlag (?)

15.1.1888 - 10.5.1966

Erich Seemann - Was Kinder gerne singen
Ein Buch das mich mein ganzes Leben begleitet hat, ohne daß es allzu oft in die Hand genommen wurde. Kinderlieder, die auch heute noch gesungen werden, begleitet von schönen Zeichnungen (von Vera Krüger-Döring).

Das Buch wird immer wieder neu aufgelegt.
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Georg Seeßlen

Romantik & Gewalt

Romantik & Gewalt (1973)

Manz (1973)
*1948 (München)

Zweiteiliges Lexikon der Unterhaltungsindustrie (von dem es in meiner Sammlung nur den ersten Band gibt). Ein Standardwerk, das lange Zeit ohne Konkurrenz war.
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Georg Seeßlen, Claudius Weil

Ästhetik des erotischen Kinos

Ästhetik des erotischen Kinos (1978)

Rowohlt (1980)

Viel Blabla, aber wenn man Geduld aufbringt, entdeckt man auch Interessantes.
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