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Günter Sachse
Meuterei auf der Bounty
Meuterei auf der Bounty (1959)
Ueberreuter (1977)
Basiert auf tatsächlichen Ereignissen.

Die Geschichte von Fletcher Christian, der sich gegen die Tyrannei von Captain Bligh auflehnt.
Der Stoff wurde mehrfach verfilmt. In der besten Version spielt Clark Gable den Fletcher Christian.
Ibaru Saikaku
Fünf Geschichten von liebenden Frauen
Koshoku gonin onna (1686)
Heyne (1978)

Wie alle Bücher der Reihe Heyne Ex Libris ist auch dieser Band sehr liebevoll ausgestattet.
Die Geschichten reißen nicht vom Hocker, sind aber durchaus interessant, wenn man sich darauf einläßt. Ein sehr langes Nachwort und Erläuterungen machen das Verständnis leichter.
Antoine de Saint-Exupéry
Der kleine Prinz
Le petit prince (1943)
Karl Rauch Verlag (1956)
* 29. Juni 1900 (Lyon); † 31. Juli 1944 (nahe Marseille)
vergrößernMit 46 Jahren habe ich das Büchlein zum ersten Mal gelesen - und wurde glücklicherweise nicht enttäuscht. Sie werden es kaum für möglich halten, aber vor diesem Buch hatte ich Angst.
Warum Angst?
Weil man nur Gutes darüber gehört hat. Jeder, der darüber spricht, lobt es in den höchsten Tönen.
Und es ist gut, angenehm zu lesen und voller Anregungen für eigene Gedanken.
In der mir vorliegenden Ausgabe fehlen leider fast sämtliche Zeichnungen, was dem Werk einiges von seinem Reiz nimmt (vor allem, wenn im Text immer wieder auf Zeichnungen verwiesen wird).
Ein nettes Büchlein, das ich wärmstens empfehlen kann - wenn man sich den Text nicht aus dem Internet besorgen will (meiner Meinung ist das Copyright nicht abgelaufen, daher hier kein Link).
Sallust
Die Verschwörung des Catalina / Der Krieg mit Jugurtha
(nach 43 v. Chr.)
Goldmann (1973)
Gaius Sallustius Crispus
86 v. Chr. - 35 v. Chr.

Catalina versucht an die Macht zu kommen.
Cicero gelingt es diese Pläne aufzudecken.
Der zweite Teil des Buches beschäftigt sich mit dem Krieg gegen den Numidierkönig Jugurtha.
Beides beispielhafte Geschichtsschreibung.
Felix Salten
Bambi
Bambi (1940)
Ullstein (1965)

Das Leben eines Rehs.
Eine ganz wunderbare Geschichte, die die meisten wohl nur aus dem rundum gelungenen Disney-Film kennen.
Das Buch ist unbedingt lesenswert.
Gustav Schalk
Klaus Störtebeker
Klaus Störtebeker (?)
Ueberreuter (1977)

Romanbearbeitung des Lebens des norddeutschen Freibeuters.
Eine Comicfassung bei
Bastei.
Ralph Sander
Semper und der tote Vulkanier
Semper und der tote Vulkanier (2003)
Blitz Verlag (2003)
vergrößernAuf einer Star Trek Convention wird ein toter Vulkanier gefunden. Kommissar Semper ermittelt mit seiner neuen Assistentin.
Als
Fachbuchautor schätze ich Sander, sonst hätte ich das Buch nicht angefaßt. Er kann schreiben, hat ein fundiertes Fachwissen - und der Krimi bewegt sich in einem Milieu, in dem Sander sich auskennt. Alle Voraussetzungen für einen gelungenen Krimi sind also vorhanden.
Meine erste Frage, als ich das Buch entdeckte war: Warum erschien es nicht bei Heyne? Sander hat dort seinen Fuß in der Tür und man sollte meinen, es wäre ihm ein leichtes, seinen bekannten Namen als Verkaufsargument vorzubringen.
Gut möglich, daß er das versucht hat.
Heyne hat gut daran getan, dieses Buch nicht zu veröffentlichen. Es ist ein Krimi ohne einen Hauch von Spannung, ein Krimi, in dem die Personen Abziehbilder bleiben. Robert Semper ist Ralph Sanders Alter Ego (RS - den Initialientrick verwende ich selbst immer wieder), die neue Assistentin, Martina Kamps, ist einerseits die Mittlerin zwischen dem unwissenden Kommissar und dem Autor, eine Mittlerin, die immer genau das weiß, was der Autor an dieser Stelle dem Leser vermitteln will, andererseits dient sie als Projektionsfläche für Männerphantasien. Kein Mann im Roman akzeptiert sie als Mensch, jeder sieht sie nur als Sexobjekt.
Der Besitzer eines Comicladens wirkt als sei er aus den Simpsons entsprungen, der tote Vulkanier entpuppt sich als schmieriger Schwuler, der auch noch als Raubkopierer und Kindersexhändler Geld verdient hat.
Semper hat zwei Katzen und eine Elster - dilletiert während seiner Dienstzeit als Autor (was als Ausrede dafür herhalten muß, daß das Buch mit absolut nicht zur Handlung gehörenden literarischem Müll gestreckt wird).
Eine interessante Ausgangsidee, aus der man sehr viel mehr hätte machen könne. Sander gelingt es an keinem Punkt, eine seiner Figuren sympathisch werden zu lassen. Er ist dort gut, wo er sich auf sein Terrain begibt, dort wo er die Fanszene beschreibt, er versagt dort, wo er seine Phantasie spielen läßt, wo es gilt, Figuren auf dem Papier zu Menschen werden zu lassen.
Wie gesagt, ich schätze ihn als Sachbuchautor. Von seinen Romanen werde ich in Zukunft die Finger lassen - auch wenn sie um Star Trek-Themen kreisen.
Denis Scheck
King Kong Spock & Dracula
King Kong Spock & Dracula (1995)
Knaur (1995)
* 1964 in Stuttgart

All die Dinge, die man täglich über Werbespots, TV-Serien und anderes wissen will.
Dieter Schenk
Der Durchläufer
Der Durchläufer (1978)
Fischer (1983)

Auch wenn Sie dieses Buch nicht kennen, sind Ihnen die Hauptdarsteller vielleicht bekannt: Fred Leß, Kommissar Göttman, Horst Schickl, Büromensch Zellmann usw ... Ja, das ist die Vorlage zu der ZDF-Serie Soko 5113 (die früher mal gut war, inzwischen aber ... reden wir nicht mehr davon).
Das Buch ist lesenswert, interessant und spannend. Ein deutscher Autor der überzeugt.
Steven H. Scheuer
Movies on TV
Movies on TV (1958)
Bantam (1983)

Früher, als ich den Gong noch gelesen habe, fand man neben Synchronsprecherangaben auch Kritiken - bei amerikanischen Produktionen war fast immer Kritiken aus Movies on TV vertreten. Man muß nicht immer der selben Meinung sein, aber in den meisten Fällen treffen die Kritiken den Punkt.
Friedrich Schiller
Die Räuber/Maria Stuart
Die Räuber (1782) / Maria Stuart (1801)
10.11.1759 - 09.05.1805

Schiller und ich (Was für ein Satzbeginn!), sind in der gleichen Umgebung aufgewachsen. Er in Marbach (eine Art Vorort von Stuttgart), ich in Botnang (ein richtiger Vorort von Stuttgart). Natürlich war ich schon in Marbach, natürlich habe ich das Schiller-Museum besucht.
Aber ansonsten?
Ich kann mit Schiller nicht viel anfangen. Das Interesse an ihm wurde mir in der Schule gründlich ausgetrieben. Aus meiner Sicht produziert er einen Wortschwall nach dem anderen, ohne auf die Geschichten zu achten.
Haben Sie sich noch nicht gefragt, warum Shakespeare immer wieder für den Film herangezogen wurde, Schiller aber nicht? Warum verfilmt Eichinger lieber
Prinz Eisenherz (allerdings so schlecht, daß man es kaum glauben mag), statt "Die Räuber"?
Schiller ist ein Quell für kluge Gedanken. Mehr nicht. Aber manchmal ist das schon genug, um bedeutend zu sein.
Dr. Günter Schmidt
Meerschweinchen
Meerschweinchen (1973)
Albrecht Philler (1983)

Als ich noch in einer Ein-Zimmer-Schachtel wohnte (mit Renate, meiner ersten Katze, und zahlreichen Wellensittichen), entdeckte ich meine Liebe zu Meerschweinchen. Besonders eines ist mir im Gedächtnis geblieben: Myriel, die nach einer Romanfigur benannt wurde (genau wie später meine
zweite weibliche Katze). Sie war verrückt nach Renate, rannte ständig hinter ihrem Schwanz her. Leider ging es ihr wie Laurel und Hardy (meinen letzten Meerschweinchen), die alle nach ungefähr 8 Monaten starben. Schließlich sah ich es ein: Meerschweinchen waren nichts für mich - obwohl sie bis heute einen Platz in meinem Herzen behalten haben.
Manfred Schmidt
Sein bekanntestes Werk (und für ihn auch sein Alptraum) ist
Nick Knatterton. In seinem sonstigen Werk überwiegt der Text. Die seltenen Bilder sind kaum mehr als Ergänzungen.
Frau Meier reist weiter
(1968)
Rowohlt (1970)

Die Geschichten wurden aus verschiedenen Einzelwerken zusammengesucht.
Mit Frau Meier in die Wüste
Rowohlt (1967)

Die Geschichten wurden aus verschiedenen Einzelwerken zusammengesucht.
Siegfried Schmidt-Joos
Das Musical
Das Musical (1965)
DTV (1965)

Das Zeitalter endete mit Beginn der 70er Jahre. Alles was danach kam, verdient diese Bezeichnung eigentlich nicht mehr.
Hier fehlen noch einige späte Höhepunkte (z.B. Der Mann von La Mancha), aber man erhält einen schönen und tiefgehenden Überblick über das Sujet.
Arthur Schopenhauer
Über die Grundlage der Moral
Über die Grundlage der Moral (1840)
Pawlak (?)
22.02.1788 - 21.09.1860

Ich zitiere den Rückentext:
... ist zunächst eine ausführliche Kritik der Ethik Kants und bestimmt dann als Grundlage der Moral "die moralische Triebfeder", den inneren, vom Charakter des Menschen ausgehenden moralischen Trieb, der die moralischen Handlungen hervorruft.
Ich habe keine Erinnerung an den Text.
Wilhelm von Schramm
Der Geheimdienst in Europa 1937-1945
Der Geheimdienst in Europa 1937-1945 (1973)
Heyne (1980)
*1898

Ein etwas anderer Blick auf den Krieg, sachlich fundiert und gut geschrieben.
Michael Schulte
Karl Valentin
Karl Valentin (1982)
Knaur (1982)
*22.04.1941 in München

Schulte ist ein ausgewiesener Valentin-Kenner (das ist eines von mehreren Büchern zu diesem Thema). Das Buch ist großzügig bebildert und ein Muß für jeden Valentin-Fan.
Berndt Schulz und Willy Loderhose
Harrison Ford - Hollywoods heimlicher Superstar
Harrison Ford - Hollywoods heimlicher Superstar (1989)
Bastei (1989)
Berndt Schulz, * in der Mark Brandenburg

Als das Buch geschrieben wurde, war Harrison Ford noch weit davon entfernt, der Weltstar zu sein, der er heute ist.
Willy Loderhose war Chefredakteur von Cinema und Film-Experte in Wim Thoelkes "Der große Preis".
Ewald Gerhard Seeliger
Peter Voss, der Millionendieb
Peter Voss, der Millionendieb (1913)
Goldmann (?)

Buchhalter Peter Voss läßt sich - unschuldig - als Millionendieb um die Welt jagen, damit sein Chef Zeit hat, einen finanziellen Engpass zu überwinden.
Zweimal verfilmt. Am bekanntesten dürfte die Fassung mit O.W. Fischer sein, besser ist der Schwarz-Weiß-Film mit Viktor deKowa.
Erich Seemann (Herausgeber)
Was Kinder gerne singen
Was Kinder gerne singen (60er Jahre)
Südwestverlag (?)
15.1.1888 - 10.5.1966

Ein Buch das mich mein ganzes Leben begleitet hat, ohne daß es allzuoft in die Hand genommen wurde. Kinderlieder, die auch heute noch gesungen werden, begleitet von schönen Zeichnungen (von Vera Krüger-Döring).
Das Buch wird immer wieder neu aufgelegt.
Georg Seeßlen
Romantik & Gewalt
Romantik & Gewalt (1973)
Manz (1973)
*1948

Zweiteiliges Lexikon der Unterhaltungsindustrie (von dem es in meiner Sammlung nur den ersten Band gibt). Ein Standardwerk, das lange Zeit ohne Konkurrenz war.
Georg Seeßlen, Claudius Weil
Ästhetik des erotischen Kinos
Ästhetik des erotischen Kinos (1978)
Rowohlt (1980)

Viel Blabla, aber wenn man Geduld aufbringt, entdeckt man auch Interessantes. .
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