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Erwin Laaths

Geschichte der Weltliteratur Band 2

Geschichte der Weltliteratur Band 2 (1953)
Knaur (1963)
* 1903 in Bonn

Ziemlich dröge Lektüre. Über den Anfang bin ich nicht hinausgekommen.
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Ronald W. Lackmann

TV Superstars '83

TV Superstars '83 (1983)
Weekly Reader Books (1983)

Kurze Lebensläufe damals bekannter Schauspieler. Interessant, wie viele heute bereits vergessen sind, aber auch, wer heute heute noch bekannt ist. Hier nur eine Auswahl der vorgestellten Schauspieler:

Eine Auswahl: Tom Selleck (Magnum), Peter Barton (heute bekannt aus Burkes Gesetz, John Schneider (heute bekannt aus Smallville), Robert Wagner & Stephanie Powers (Hart aber herzlich, Larry Hagman (Bezaubernde Jeannie und ach ja, in Dallas, Rock Hudson, Danny deVito, Tony Danza (heute bekannt aus Wer ist hier der Boss?), Christopher Lloyd, John Ritter (Herzbube mit zwei Damen), Jane Wyman (bekannt als 1. Frau von Ronald Reagan), Lee Majors (bekannt aus fast jeder Serie der 60/70er Jahre), Joan Collins (bekannt aus Denver Clan, Robert Culp (Tennis, Schläger und Kanonen), Scott Baio (heute bekannt aus Diagnose: Mord).
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Pär Lagerkvist

Barabbas

Barabbas (?)
Güterloher TB (1980)
Lagerkvist hat 1951 den Nobelpreis für Literatur erhalten.

Barabbas ist natürlich der Kerl, der von Pontius Pilatus freigelassen wird, nachdem er das Volk vor die Wahl gestellt hatte: Barabbas oder Jesus.

Der Film mit Anthony Quinn ist bekannter als die Vorlage - auch wenn er nicht einmal annähernd an diese heranreicht.

Die Form ist auffällig - im ganzen Buch gibt es keine Anführungszeichen.
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Freddy Langer

Frauen, die wir lieben

Frauen, die wir lieben (2015)
Insel (2015)

Langer: Frauen, die wir lieben
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Freddy Langer schreibt mehr oder weniger prominente Zeitgenossen an und bittet sie, die Schauspielerin zu benennen, die sie am meisten beeindruckt hat - und nach Möglichkeit noch etwas dazu zu schreiben.

Das ist ... manchmal unterhaltsam, nämlich dann, wenn der "Prominente" auf persönliche Erinnerungen zugreifen kann. Meist ist es nur oberflächlich.

Während die Kommentatoren im Anhang kurz vorgestellt werden (mit Geburts- und (wenn nötig) Sterbedatum), fehlt so etwas für die Schauspielerinnen. Jede wird mit einem Bild vorgestellt, mehr nicht.

Ein Buch, das wahrscheinlich gern verschenkt wird (ich bekam es 2015 als Weihnachtsgeschenk). Aber es gehört eindeutig in die Kategorie: Bücher, die die Welt nicht braucht.


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Joe R. Lansdale

Batman: Tanz in den Tod

Batman: Captured by the engines (1992)
Goldmann (1992)
* 1951

Autos terrorisieren Gotham City...

Horror-Schmarren. Lansdale versucht einen Roman im Stil von Stephen King zu schreiben, schafft aber nur eines: genau so langweilig wie sein Vorbild zu sein (ich habe versucht, Friedhof der Kuscheltiere zu lesen, fand das Buch aber einfach nur schlecht.)
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Sir Geoffrey Lawcrence, Francis Beverley Biddle, Iona Nikittschenko, Henri Donnedieu de Vabres

Das Urteil von Nürnberg 1946

Das Urteil von Nürnberg 1946 (1961)
DTV (1977)
Sir Geoffrey Lawcrence (* 02.10.1880; † 28.08.1971)
Francis Beverley Biddle (* 09.05.1886 [Paris]; † 04.10.1968 [Hyannis, Massachusetts])
Iona Nikittschenko (* 28.06.1895 [Touzloukov, Russisches Kaiserreich]; † 22.04.1967 [Moskau])
Henri Donnedieu de Vabres(* 08.07.1880 [Nîmes]; † 14.02.1952 [Paris])

Lawrence, Biddle, Nikittschenko, Dennedieu: Das Urteil von Nürnberg 1946
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Der Text der deutschen Fassung des Urteils gegen die Hauptkriegsverbrecher (in leicht redigierter Form - die Korrekturen werden alle kenntlich gemacht).

Ein beklemmender Text.

Ich habe viel über das 3. Reich gelesen und gesehen, aber dieses Dokument zeigt mir, dass man noch so viel wissen kann, man weiß doch nie alles. Hier wurden selbst mir Dinge nahegebracht, denen ich so noch nicht begegnet war.

Beruflich befasse ich mich hin und wieder mit der Lektüre von Gerichtsurteilen. Meist trockenes, selbstverliebtes Zeug, das kaum verständlich ist, wenn man nicht in der Materie drinsteckt.

Den Richtern des Internationalen Militärgerichtshofs ist es gelungen ein Dokument vorzulegen, das einerseits den Erfordernissen der Jurisprudenz entspricht, andererseits auch als Lektüre für den "gemeinen" Menschen geeignet ist.

Ein wichtiges, ein gutes Buch, das jedem zur Lektüre zu empfehlen ist.
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John le Carré

Eine Art Held

The honourable schoolboy (1977)
Heyne (1987)
David John Moore Cornwell
* 19.10.1931 (Poole, Dorset)
Ein George Smiley-Roman.

LeCarré
Der Circus (der Geheimdienst) muß neu aufgebaut werden. George Smiley ist (noch immer) von seinem sowjetischen Gegenspieler besessen. Nachdem er einen Verdacht gegen einen Hongkong-Chinesen hat, setzt er Jerry Westerby auf ihn an.

Le Carré recherchiert viel. Alles was er schreibt, scheint Hand und Fuß zu haben. Er hat nur einen Nachteil: Er schreibt gähnend langweilig. Außerdem werden viele, viele Klischees präsentiert (Asiaten sind geheimnisvoll und überhaupt kann man sich nicht in ihre Gefühlswelt hineinversetzen).

Seitenlang werden blödsinnige, ermüdende Gespräche geführt und wenn dann mal was passiert, wird es so schlecht beschrieben, das man Mühe hat, zu verstehen, was abgeht. Das langweiligste Buch, das ich in den letzten Jahren gelesen habe.

In einem Zeitungsartikel habe ich gelesen, daß dieses Buch ganz allgemein als das schlechteste Le Carrés gilt. Vielleicht besteht ja noch Hoffnung. Aber große Lust, noch mehr von ihm zu lesen, verspüre ich nicht.
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Fritz Leiber

Die besten Stories von Fritz Leiber

The best of Fritz Leiber (1974)
Moewig (1980)
Anthologie.

Fritz Leiber: Die besten Stories
Mehrere Kurzgeschichten. Sollte ich vielleicht mal wieder lesen, damit ich mehr darüber sagen kann.
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Stanislaw Lem

Der futurologische Kongreß

Kongres futurologiczny (1971)
Suhrkamp (2079)
* 12.09.1921 (Lemberg, damals Polen heute Ukraine); † 27. März 2006 (Krakau)

Lem: Der futurologische Kongreß
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Ijon Tichy nimmt an einem Kongress der Zukunftsforscher teil, der in einer kleinen südamerikanischen Diktatur stattfindet. Schon nach kurzer Zeit wird ihm klar, dass man versucht, über Drogen Bewußtseinsveränderungen durchzuführen. Er hinterfragt immer mehr, von dem was er sieht. Dann greifen Rebellen an - und Tichy findet sich nach einer Ohnmacht in einer Welt, in der der Frieden eingezogen zu sein scheint.

Tatsächlich habe ich vor diesem Buch nie ein anderes von Lem gelesen (und das hab ich im Januar 2017 gekauft und gelesen). Aber natürlich kenne ich etliche Hörspiele, die auf seinen Vorlagen beruhen. Daher weiß ich, wie gut er war.

Trotzdem hat mich dieses Buch überrascht. Nicht so sehr, weil es keine Sicherheiten gibt, weil alles, was Tichy entdeckt, immer schlimmer und schlimmer wird, sondern weil es im Prinzip von Traum zu Traum, von Illusion zu Illusion taumelt - und trotzdem lesenswert bleibt. Eigentlich hasse ich seitenlange Schilderungen von Träumen innerhalb eines Romans - und hier ist der ganze Roman nichts anderes.


Zunächst ist der Roman eine Satire. Jeder Satz für sich allein genommen nicht aussergewöhnlich, aneinandergereiht aber immer grotesker, dann - ungefähr zur Mitte des Romans, als Tichy sein Tagebuch beginnt, kehrt Ruhe ein. Die Welt wird zwar immer seltsamer, aber auch nachvollziehbarer. Lem beschreibt eine durchaus plausible Zukunft, manches davon kommt uns heute, mehr als 40 Jahre nach der Erstveröffentlichung sehr gegenwärtig vor.


Die Übersetzung stammt von Irmtraud Zimmermann-Göllheim, die wohl seine Stammübersetzerin war. Ohne Zugriff auf das Original zu haben, denke ich, dass der Anteil von Frau Zimmermann-Göllheim an der Lesbarkeit des Buches nicht unterschätzt werden sollte.


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Robert E. Lembke & Ingrid Andrae-Howe

Aus dem Papierkorb der Weltpresse

Aus dem Papierkorb der Weltpresse (1958)/Kleine Spätlese (1960)
DTV (1965)

Robert E. Lembke 17.09.1913 (München) - 14.01.1989 (München)
Es handelt sich um jenen Robert Lembke handeln, der sich mit "Was bin ich?" ins Gedächtnis des Fernsehpublikums eingeprägt hat.

Robert E. Lembke & Ingrid Andrae-Howe: Aus dem Papierkorb der Weltpresse
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Anekdoten aus der Weltpresse. Originell und witzig.


2001 waren meine Text wirklich kurz.

Es handelt sich um kurze Zeitungsartikel (oder Zitate) in denen witzige oder zumindest kuriose Begebenheiten geschildert werden.


Vielleicht haben Sie schon mal davon gehört, dass Autoren wie z.B. Bill Finger ständig ein kleines Büchlein bei sich führen, um Beobachtungen oder Ideen festzuhalten. Genau in diese Richtung gehen die hier wiedergegeben Geschichtchen. Wenn ich ein Autor wäre, der jeden Monat zig Geschichten oder Ideen abliefern muss, dann würde dieses Buch ständig auf meinem Nachttisch liegen, denn es steckt voller Dinge, auf die man selbst mit Fantasie kaum kommt, ob oder gerade weil sie so alltäglich sind.


Meist witzig, manchmal nachdenkenswert - aber auf jeden Fall eine Empfehlung wert.


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Walter Lennig

Poe

Poe (1959)
Rowohlt (1983)
Bildmonographie.

Zu Werken von Edgar Allan Poe.

Walter Lennig: Poe
Sehr informativ - wie alle Bänder dieser Reihe. Lennig vertritt die Ansicht, dass Poe kein Alkoholiker im eigentlichen Sinne war. Poe war schon nach wenig Alkohol sturzbetrunken und ihm wurde - lt. Lennig - schlecht, wenn er Alkohol roch.

Das Poes Leben alles andere als glücklich war, ist aber unbestritten.
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Alan Jay Lerner

My Fair Lady

My Fair Lady (1956)
Penguin (1965) / Knaur (1967)
Textbuch zum Musical.
Lerner Lerner
Daß das Musical auf Shaw's Pygmalion basiert, dürfte allgemein bekannt sein. Der Wunsch nach einer Musical-Adaption wurde schon sehr früh an ihn herangetragen, aber er hat sich sein Leben lang dagegen gewehrt - glücklicherweise.

Lerner und Frederick Loewe haben aus dem Stück eines der besten Musicals gemacht.
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Gaston Leroux

Das Phantom der Oper

Le fantôme de l'opéra (1910)
DTV (Januar 1991)
* 06. Mai 1868 (Paris); † 15. April 1927 (Nizza)

Leroux: Das Phantom der Oper
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In der Oper von Paris geschehen merkwürdige Dinge. Immer häufiger hört man, es gäbe ein Phantom. Besonders die Sängerin Christine Daaé scheint es dem Unbekannten und Unheimlichen angetan zu haben.

Jeder hat wohl in der einen oder anderen Form schon mit dem Stoff Bekanntschaft gemacht, die wenigsten werden das Buch von Leroux in den Händen gehalten haben. Und das ist sehr bedauerlich, denn es ist ein gut geschriebenes und interessantes Buch.

Leroux ist nicht der unbeteiligte Autor, der alles neutral wiedergibt, sondern er präsentiert sich als Chronist, der verschiedene Quellen auswertet.


Die Wirkung auf die Leser der ersten Stunde kann ich mir lebhaft vorstellen. Zum einen gibt es den Schauplatz wirklich, zum anderen schließt Leroux tatsächliche Ereignisse (der Tod einer Frau durch den herabstürzenden Kronleuchter am 20.05.1896) und den tatsächlich vorhandenen See (der so unglaublich ist, dass man - wenn man davon erfährt - fast geneigt ist, auch an das Phantom zu glauben) in seine Erzählung ein.


Noch bin ich mitten in der Lektüre. Raoul (die französische Form von Ralf - ja, wirklich) und der Perser suchen Christine. Die wohl finale Auseinandersetzung steht dicht bevor ...


Leroux kommt als Autor immer weiter in den Vordergrund. Es wird immer deutlicher, dass er eine Geschichte recherchiert hat, die obwohl absolut fantastisch (vorgeblich) tatsächlich geschehen ist. Deshalb muss auch alles, was bisher nach übernatürlichen Geschehnissen aussah, auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden. (Was natürlich auch nur vorgetäuscht ist, denn um die Erklärungen Wirklichkeit werden zu lassen, hätte Eric still und heimlich etliche Umbauten in der Oper vornehmen müssen.)

Eric, der bisher ein Monster war, wird nun fast zu einer sympathischen aber tragischen Figur.


Auch wenn die Besucher des Musicals (das ich nie gesehen habe) vielleicht einen anderen Eindruck haben: Das Phantom der Oper ist keine Liebesgeschichte.

Es ist die Geschichte des Missbrauchs einer jungen Sängerin. Sie wird gestalkt, erpresst, gezwungen - und dass sie nicht vergewaltigt wurde, ist wahrscheinlich nur der Entstehungszeit geschuldet. Eric ist ein Verbrecher. Punkt.


Leroux' Geschichte kennt wohl jeder in der einen oder anderen Ausprägung. Trotzdem ist der Roman so gut geschrieben, dass es sich lohnt, auch das Buch zur Hand zu nehmen.


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Ira Levin

Die Frauen von Stepford

The stepford wives (1972)
Goldmann (1994)
* 27.08.1927 (New York)

Ira Levin: Die Frauen von Stepford
Die Frauen von Stepford wirken alle wie die Heimchen am Herd aus der Fernsehwerbung (der 70er Jahre. Heute sind diese Damen ja sooo empanzipiert). Nach und nach ändern sich alle Frauen. Joanna Eberhard, ein Neuzuzug, hegt schließlich einen schlimmen Verdacht.

Ich kannte bisher nur die Verfilmung von Franz Oz. Mit dem Buch hat dieser Film nur noch Grundzüge gemeinsam. Vor allem der Schluss wurde furchtbar geändert. Das Buch ist keine Satire, es ist ein Thriller mit SF-Elementen.
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C.S. Lewis

Der König von Narnia

The lion, the witch and the wardrobe (1950)
Heyne (1981)
Clive Staples Lewis
29.11.1898 (Belfast) - 22.11.1963 (Oxford)

Lewis
Durch einen Kleiderschrank betreten Peter, Susan, Edmond und Lucy eine ganz und gar phantastische Welt, in der sie aufregende Abenteuer erleben.

Ein wunderschönes, modernen Märchen, dem etliche Fortsetzungen folgten.
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Astrid Lindgren

14.11.1907 - 28.01.2002

Die Kinder aus Bullerbü

Verlag Friedrich Oetinger (2007)
Enthält alle Bullerbü-Bücher:
Wir Kinder aus Bullerbü (Alla vi barn i Bullerbyn - 1947)
Mehr von uns Kindern aus Bullerbü (Mera om oss barn i Bullerbyn - 1949)
Immer Lustig in Bullerbü (Bara roligt i Bullerbyn - 1952)

Illustrationen von Ilon Wikland.

Astrid Lindgren: Die Kinder aus Bullerbü
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Bullerbü ist ein Dorf, das nur aus drei Höfen besteht. In allen drei Höfen leben Kinder, die zwischen sieben und neun Jahre alt sind. Die 7-jährige Lisa erzählt als Ich-Erzählerin von ihrem Alltag (und dem einen oder anderen besonderen Ereignis) in einem Zeitraum von ca. 2 Jahren.


Die Bullerbü-Bücher habe ich als Kind gelesen - allerdings hatte ich sie in der Stadtbücherei ausgeliehen (die Stadtbücherei war damals noch in der Alten Stuttgarter Straße, im Gebäude des Rathauses). Die Bücher haben mir gefallen, haben mich aber nicht so geprägt und beeindruckt wie die Pippi Langstrumpf-Bücher der Autorin, was wahrscheinlich daran liegt, dass die TV-Serie mir nie bewusst geworden ist. Gut möglich, dass ich sie nie gesehen habe.


Es wird nie klar, wann die Geschichte spielt. Als Vorbild für den Ort Bullerbü diente Svedstorp, der Ort, in dem Lindgrens Vater aufgewachsen ist. Ich denke, man kann davon ausgehen, dass die Geschichten selbst durch die eine oder andere Erinnerung an ihre Kindheit angeregt wurden. Das würde auch erklären, warum Autos so gut wie gar nicht vorkommen (eigentlich erst in "Die Kirschen-Verkaufs-Gesellschaft", eine Geschichte ziemlich am Ende des dritten Bandes). Auch von Telefonen und von Radio ist keine Rede.


Die Kinder wachsen fast ohne Eingreifen der Erwachsenen auf (die einzigen Erwachsenen, die größere Rollen spielen sind die Lehrerin und der Großvater), der einzige wirklich schlecht gelaunte Mensch ist der Schuster, der letztlich aber auch nett ist. Heute unvorstellbar, nächtigen die Kinder mitten im Wald, gehen unbegleitet an einem See schwimmen.


Die Ich-Erzählung erfolgt in kurzen Kapiteln. Auf den ersten Blick könnte man sich vorstellen, dass die Erzählerin tatsächlich ein Kind ist, aber bei näherer Betrachtung merkt man, dass eine erwachsene Schriftstellerin tätig war. Kein Kind, würde so viel wörtliche Rede und so viele Beschreibungen liefern.


Die Welt Bullerbüs sieht klein und in sich geschlossenen aus, wird tatsächlich aber ständig erweitert, wenn das für die Geschichte notwendig ist. Ich gehe davon aus, dass es keine weiteren Bullerbü Bücher gibt, da nicht nur die Kinder wachsen, sondern auch deren Erlebnishorizont. Erlebnisse, die über das etwas größere Dorf Storbü mit der Schule hinausgehen, hätten die Atmosphäre der Geschichten gesprengt.

Die meisten Kapitel sind kurze, in sich abgeschlossene Geschichten, die sich zum abendlichen Vorlesen eignen.


Ich habe dieses Buch mit großem Vergnügen im Jahr 2026 gelesen. Es ist noch immer sehr zu empfehlen.


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Karlsson vom Dach

Allt om Karlsson på taket (1955, 1962, 1968)
Omnibus (2000)
Enthält alle Karlsson-Bücher:
Lillebror und Karlsson vom Dach (Lillebror och Karlsson på taket - 1955)
Karlsson fliegt wieder (Karlsson på taket flyger igen - 1962)
Der beste Karlsson der Welt (Karlsson på taket smygerigen - 1968)

Illustrationen von Ilon Wikland. Sollte es sich um die Originalillustrationen handeln, ist das eine Leistung. 13 Jahre Abstand und es fällt nicht auf.

Die Bücher habe ich erst jetzt gelesen. Ein Lesegenuß. Man kann gar nicht anders als schmunzeln, wenn Karlsson sein "Das stört keinen großen Geist" und sein "Da mach ich nicht mit" von sich gibt.

Natürlich darf man - wie bei vielen Kinderbüchern - nichts hinterfragen. Die Antwort nach dem Flugvermögen des kleinen, gerade richtig dicken Mannes ist so wenig richtig zu beantworten wie die nach dem Flugvermögen Chittys (was ich in meinen Romanen durch das extrem seltene Element Matron versucht habe, was dann aber die Fragen nach sich zog, warum nur Chitty damit ausgerüstet wurde und warum noch niemand von diesem Element gehört hat. Nun ja, niemand hat gesagt, daß Schriftsteller ein leichter Beruf ist).

Ich weiß nicht, ob alle drei Bücher verfilmt worden sind, ich weiß nur noch, daß mir der Film-Karlsson mit seiner Ich-Bezogenheit manchmal ziemlich auf die Nerven ging. Vielleicht würde ich das heute anders sehen.
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Pippi Langstrumpf

Pippi Langstrump
Oetinger (1972)
Erster Band der Pippi Langstrumpf-Reihe.

Ich bin ein komischer Mensch. bei einer Buchreihe ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ich sie nicht in der gedachten Reihenfolge lese. Auch dieses Buch habe ich (als Erwachsener) erst nach dem zweiten Band gelesen., deshalb folgen die meisten Gedanken zu Pippi erst weiter unten.

Ein zauberhaftes Buch, das man jedem Menschen mit Phantasie nur wärmstens ans Herz legen kann.
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Pippi Langstrumpf geht an Bord

Pippi Langstrump gar om bord
Oetinger (1972)
Zweiter Band der Pippi Langstrumpf-Reihe.

Ich bin aufgewachsen mit Geschichten von Astrid Lindgren und habe etliches gelesen, auch wenn dies das erste Buch, das es in meine Bibliothek geschafft (2001).

Die Filme sind wirklich gut. Und dieses Buch ist es auch. Wahrscheinlich wird noch die Generation unserer Enkel daran noch Freude haben.

Tommi wird hier Thomas genannt. Annika, die mir als Kind wahnsinnig gut gefallen hat, ist - den Illustrationen von Walter Scharnweber zufolge - blond, während Thomas schwarze Haare hat. Der "Kleine Onkel" (das Pferd) hat hier keinen Namen - und natürlich fehlt das Pippi Langstrumpf-Lied.

Die Filme zerstören nicht, was das Buch aufgebaut hat.
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Ivar Lissner

Die Cäsaren

? (1956)
DTV (1963)
* 23.04.1919 in Riga

Lissner
Eines der interessanten Gebiete, mit denen man sich beschäftigen kann, dürfte die Geschichte sein. Von frühester Jugend haben mich die Römer interessiert. Vor allem Gaius Julius Cäsar hatte es mir angetan. Kein Wunder, er ist im selben Monat geboren und genau wie ich war er Epileptiker. Einem Kind, das vom Sportunterricht befreit war, das tagelang nicht zur Schule durfte, wenn Maßenimpfungen anstanden (woran sich nur die älteren Besucher erinnern werden), kann man wohl keinen größeren Gefallen tun, als ihm zu zeigen, dass man auch mit dieser Krankheit etwas Großes werden kann.

Informative Übersicht über alle römischen Kaiser. Gute Ergänzung zum thematisch verwandten Hauptwerk von Sueton.
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Paul List Verlag

List Taschenatlas

List Taschenatlas (1959)
Paul List (1959)
List
Etwas überholter Atlas, der fast alles bietet, was die größeren Atlanten aus anderen Verlagen bieten - plus zahlreiche Fotos, die den Charakter der Länder oder Erdteile wiedergeben sollen.
Mail an Ralf H.