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Erich Kästner

Einer der ganz großen Autoren des 20. Jahrhunderts. Ein Rat: Vergessen Sie sämtliche Verfilmungen, zu denen er nicht selbst das Drehbuch geschrieben hat (Ausnahme: The parent trap, die Disney-Verfilmung des Doppelten Lottchens).

Drei Männer im Schnee

(1934)
Atrium (1998)

Die Geschichte eines Millionärs, der sich als alter Mann verkleidet und eines armen Mannes, der für den Millionär gehalten wird.

Hervorragend verfilmt mit Paul Dahlke und Klaus Biederstaedt. Für beide wohl der beste Film ihrer Karriere.
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Emil und die Detektive

Emil und die Detektive (1928)
Cecilie Dressler (1968)
Enthält eine Widmung: Ralf - von Oma-Opa Jan. 1970

Emil und die Detektive
Ein Buch mit dem ich schon immer meine Probleme hatte. Als mir die Mandeln herausgenommen wurde, wollte mir mein Großvater eine Freude machen und fragte, welches Buch ich gerne lesen würde. Ich meinte, irgendwas mit Detektiven - und bekam dieses Buch.

Andere mag es vom Hocker reißen, mich nicht. Damals nicht, heute nicht. Ich fand es schon damals unglaubhaft, daß Kinder abends einfach von zu Hause wegbleiben können, ohne daß die Eltern (in diesem Fall auch die Großmutter) Himmel und Hölle in Verbindung setzen, damit das Kind nach Hause kommt. Was für herzlose, oberflächliche Menschen müssen das sein. Und das Grundeis es schafft, ein mit einer Sicherheitsnadel befestigtes Couvert aus der Innentasche eines Anzugs nehmen, ohne Emil zu wecken - nicht gerade sehr glaubhaft. Immerhin muß er die Sicherheitsnadel geöffnet haben, denn im weiteren ist die Rede davon, daß in den Scheinen Löchern sind, nicht von eingerissenen Ecken.

Man kann das Buch lesen, aber es ist ganz sicher nicht Kästners bestes Buch.

Als ich meinen ersten Roman schrieb, ging auch um Jugendliche, die sich zusammentun um ein Verbrechen aufzuklären. Der Einfluß, den Kästner damals auf mich hatte, war mit Sicherheit höchstens unterbewußt. Emil und die Detektive hatte ich rund 9 Jahre zuvor gelesen.
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Heiterkeit kennt keine Grenzen Band 1

Ullstein

Ein buntes Sammelsurium für das Kästner seinen Namen hergab. Vertreten sind folgende Autoren (Nur eine Auswahl):

Oscar Wilde, George Bernard Shaw, Gilbert Keith Chesterton, B. Traven, Anton Tschechow.
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Kästner für Kinder

Kästner für Kinder (1985)
Büchergilde Gutenberg (1992)
Zusammenstellung einiger Bücher von Kästner

Kästner für Kinder
Emil und die Detektive (1928)
Emil und die drei Zwillinge (1934)
  • Noch furchtbarer als sein Vorgänger.

    Vordergründig geht es um einen ziemlich merkwürdigen Fall, bei dem von vorne bis hinten nichts stimmt, tatsächlich geht es um ... ja, um was eigentlich? Emils Mutter will einen Mann heiraten, den sie nicht liebt, Emil trifft die alten Freunde, sie glauben einem Verbrechen auf der Spur zu sein - aber letztendlich fragt man sich doch, was das soll.

    Es ist wie eine dieser Fernsehserien 20 Jahre danach, bei denen die Autoren auch nicht wissen, wie sie zur alten Größe zurückfinden sollen. Hätte das jemand anders als Kästner geschrieben, wäre es kaum lesbar.

Das doppelte Lottchen (1949)
  • Ein wunderschöner Roman um zwei Mädchen, die feststellen, daß sie Zwillinge sind.

    Können Sie sich vorstellen, daß ich ihn mit 45 zum ersten Mal las? Natürlich kenne ich einige Verfilmungen: herrlich ist "The Parent Trap", auch der Film mit den Günter-Zwillingen ist recht schön, unerträglich hingegen die Neuverfilmungen aus den Jahren 1994 und 1998.

    Daß ich bei Filmen anfange zu weinen, kommt recht häufig vor, aber bei Büchern ist es eine absolute Ausnahme. Beim doppelten Lottchen ist es geschehen - und ich schäme mich nicht dafür.
  • Von Isabel Kreitz hervorragend als Comic adaptiert.

Der 35. Mai (1931)
  • Ehrlich gesagt, mir hat diese Geschichte anfänglich nicht gefallen. Zu überdreht, zu phantastisch, nichts an dem man sich festhalten könnte. Abgesehen von dem titelgebenden Datum taucht gleich am Anfang ein sprechendes Pferd auf (nein, nicht Mr. Ed - sondern Negro Kaballo). Als Konrad, sein Onkel Ringelhuth und Negro Kaballo sich dann auf den Weg in die Südsee machen, wird die Geschichte besser, weil ich dann das Traumhafte akzeptieren konnte.

    Nicht das Beste in diesem Buch, aber durchaus lesbar.

Als ich ein kleiner Junge war (1957)
  • Unterhaltsame Memoiren.

    Bei mir hat das eine gedankliche Reise in meine eigene Vergangenheit ausgelöst. Ich bin 1960 geboren - für die meisten Besucher meiner Seiten also ein alter Mann. Meine Eltern stammen von beiden Seiten aus bescheidenen Verhältnissen. Über die Mutterseite weiß ich recht wenig, die Vaterseite war - jedenfalls hat das mein Großvater erzählt - früher mal recht gut betucht, mit umfangreichen Ländereien, die einer meiner Vorfahren versoffen hat.

    Meine Mutter war eine gelernte Feinmechanikerin. Sie stammte aus Jena (wo sie jetzt anscheinend wieder wohnt). Mein Vater hat Versicherungskaufmann gelernt, als Verlagskaufman gearbeitet.

    Ende der 50er Jahre ist meine Mutter aus der DDR geflohen, was sich aufregender anhört, als es wahrscheinlich war. Damals konnte man sich in einen Zug setzen, behaupten, man wolle Verwandte besuchen und war über der Grenze. Durch Bekannte kam meine Mutter nach Süddeutschland und lernte meinen Vater auf einer Tanzveranstaltung kennen.

    In meiner Familie war es üblich, daß man heiraten mußte. Meine Eltern haben lange vor meiner Geburt geheiratet, ein Novum damals, so daß ich wohl ein Wunschkind war (das entweder Ralf oder Regine heißen sollte). Die Liebe muß so groß gewesen sein, daß später für mich nichts übrig blieb. Ich war spätestens nach der Geburt meiner Schwester und meines Bruders (ein anderes Kind, vor meiner Schwester, war eine Totgeburt) das ungeliebte, überflüssige Kind, was man mich jeden Tag spüren ließ.

    Die Liebe, die Kästner für seine Mutter empfand und von seiner Mutter bekam, gab es für mich nie. Deshalb blieb ich ein Suchender, der erst mit Maria (meine Frau) an das Ziel seiner Sehnsüchte kam - aber das ist eine andere Geschichte, die an einem anderen Tag erzählt werden wird.

Das verhexte Telefon (1932)
  • Gedichte um Kinderstreiche - einzig durch die Illustrationen von Walter Trier von Bedeutung. (Angemerkt sei: Ich kann mit Gedichten nichts anfangen - egal von wem sie sind.)

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Konferenz der Tiere

(1949)
Cecilie Dressler/Atrium (1992)
Nach einer Idee von Jella Lepman und Bildern von Walter Trier.

Eine nette Geschichte, die man nur nicht hinterfragen darf.

Ich hatte zuerst Bedenken, da ich den Film von Curt Linda kannte. Linda, wir erinnern uns vielleicht, ist ein deutscher Zeichentrickkünstler, der einen furchtbar, abstoßenden, keinen Moment auch nur den Verdacht von Süßlichkeit, Mitgefühl oder Herz aufkommenden Zeichenstil pflegte. Einige Fernsehserien versorgte er mit einem Vorspann, einige Filme gingen auf sein Konto. Er ist heute fast vergessen. Als Pionier zu Unrecht, als Filmproduzent zu Recht.

Man sollte meinen, Linda hätte sich an den wegweisenden Zeichnungen von Trier orientiert. Pustekuchen. Arrogant, wie er war, warf er alles über Bord. Vergessen wir den Film (wie nur zu oft) und wenden wir uns wieder dem Buch zu - das in diesem Fall wirklich eine Wiederentdeckung wert ist.
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Joachim Kalka

Peanuts

Peanuts (2017)
Reclam (2017)

Kalka: Peanuts
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Ein Buch der Kategorie: Bücher, die die Welt nicht braucht.

Trotzdem ganz interessant geschrieben.

Man muß sich fragen, wer ist die Zielgruppe für dieses Buch? Der Peanuts-Fan ist es wahrscheinlich nicht, denn der hat die Chance die Peanuts komplett zu kennen (was ich - zugegebenermaßen - für mich noch nicht in Anspruch nehmen kann).

Bleibt also nur der Hin und Wieder-Leser, der aber wahrscheinlich gar nicht so tief in die Materie eintauchen will.

Wahrscheinlich ist das ein Buch, das bei den Fans als Geschenk ankommt (so wie ich mein Exemplar zum 20. Kennenlerntag geschenkt bekam).


Der Beginn des Buches ist recht informativ. Kein Wunder, da geht es um Charles Schulz.

Mich irritiert etwas, das Kalka The Gospel according to Peanuts als nicht im Einklang mit Schulz sieht. Es mag an einigen Stellen übertrieben sein, aber jahrelang konnte man lesen, daß Schulz auch gepredigt hat (wenn ich das noch richtig im Kopf habe), inzwischen wird das scheinbar etwas anders gesehen. Tatsächlich wird The Gospel according to Peanuts wohl auch ein Buch sein, das sich die enorme Popularität des Strips aneignen wollte. Nicht mehr, nicht weniger.


Der größte Teil des Buches beschäftigt sich dann mit den Figuren und beschreibt dabei einen Strip nach dem anderen. Das ist ermüdend.


Kalka ist ein lesbares, aber nichts unbedingt lesenswertes Buch gelungen. Mehr nicht. Aber auch nicht weniger.


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Henry Kamen

Die spanische Inquisition

The Spanish inquisition (1965)
Heyne (1980)

Ein Buch, mit dem ich meine Probleme habe. Zum einen ist es sehr informativ und gut zu lesen. Zum anderen hatte ich ständig das Gefühl, eine Doktorarbeit zu lesen ("wie wir noch sehen werden" nervt am Anfang sehr oft), zum anderen merkt man immer wieder, daß Kamen durchaus Vorteile der Inquisition sieht. Es mag ja wahr sein, daß die Inquisition weniger Hexer verbrannt hat, als die deutschen Gerichte, aber reinigt das die Inquisition von ihrer Schuld?

Über einzelne Personen erfährt man zu wenig. Torquemada ist für mich immer nur ein Name.

Das große Kotzen bekomme ich, wenn er von den verschiedenen Rassen in Spanien redet: Christen, Juden, Moslems. Vielleicht urteile ich zu hart, denn der Text hat ja bereits einige Jahre auf dem Buckel. Aber die Russen sind so wenig eine Rasse wie die Botnanger. Solch ein Blödsinn hat in einem solchen Buch nichts verloren. Hier hätte der Übersetzer (Arno Dohm) eingreifen müssen.
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Albrecht Kann

Der Mann, der Doc Holliday war

Der Mann, der Doc Holliday war (1986)
Deutscher Literatur Verlag Hamburg (1986)

Gut recherchierter Roman über das Leben Doc Hollidays. Mit zahlreichen Bilder.

Leider recht langweilig geschrieben. Ich hab die Lektüre abgebrochen.
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Bernd Kauffmann

Die Duckomenta

Die Duckomenta (2003)
Nicolaische Verlagsbuchhandlung (2003)

Kauffmann: Die Duckomenta
Begleitbuch zur Interducks-Ausstellung, wo Klassiker in den Duck-Kosmos transponiert wurden.


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Gottfried Keller

Die Leute von Seldwyla

Die Leute von Seldwyla (Teil 1 1855 und Teil 2 1860)
Goldmann (1981)
Gottfried Keller 19.07.1819 - 15.07.1890

Die Titel der Erzählungen sind fast alle auf die eine oder andere Weise bekannt, ich nenne nur drei:
Pankraz, der Schmoller
Romeo und Julia auf dem Dorfe (beide 1855)
Kleider machen Leute (verfilmt mit Heinz Rühmann) (1860)

Ich erinnere mich nicht, das Buch gelesen zu haben, aber ich kann mich auch irren.
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Harry Kemelman


John F. Kennedy

Zivilcourage

Profiles in Courage (1955)
Heyne (1964)
John Fitzgerald Kennedy
29. Mai 1917 (Brookline, Massachusetts) - 22. November 1963 (Dallas, Texas)
Ausgezeichnet mit dem Pulitzerpreis.

Vorwort von Robert F. Kennedy.

Über John F. Kennedy muß ich wohl nicht viel erzählen. Jüngster Präsident der USA, von Harvey Lee Oswald erschossen, Frauenheld, der wahrscheinlich mit jeder Frau geschlafen hat, die ihm über den Weg gelaufen ist, Kriegsheld (was immer das eigentlich ist), Sproß einer irischen Großfamilie.

Kennedy beschäftigt sich in seinem Buch mit Männern, die seiner Meinung nach Zivilcourage bewiesen haben.

Ein lesbares, interessantes Buch, das man weiterempfehlen kann.
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Karlheinz Kens

Die Flugzeuge des Zweiten Weltkriegs 1939-1945

Die Flugzeuge des Zweiten Weltkriegs 1939-1945 (1968)
Heyne (1969)

Die wichtigsten Flugzeuge jener schrecklichen Zeit. Ihr Platz in der Geschichte. Ihr Aussehen in Rißzeichnungen.
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Michael Kerbel

Henry Fonda

Henry Fonda (1975)
Pyramid (1975)
Teil der Reihe Pyramid illustrated history of the movies

Henry Fonda war ein guter, fleissiger Schauspieler, aber keiner, der als Grund einen Film anzuschauen ausreicht. Die zwölf Geschworenen ist sicher einer seiner besten Filme - und noch heute aktuell, was die zahlreichen Neuverfilmungen beweisen.
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William X. Kienzle

Onkel (? - mehr dazu unten) Bill war von 1954 bis 1974 Priester. Sein erstes Buch hat er 1979 geschrieben.

Onkel Bill? Nun ja, es ist weit hergeholt - aber durchaus möglich.

Auf den Autor bin ich durch seinen Namen aufmerksam geworden. In einem seiner Bücher ist ein Bild, das eine frappante Ähnlichkeit mit meinem Großvater hat. Die Nase zumindest - eine echte Kienzle-Nase.

Ein Zweig meiner Familie ist im späten (?) 19. Jahrhundert nach Amerika ausgewandert.

U.U. gehört zu diesem Zweig auch Nicholas Ray (ein nicht unbedeutender Hollywood-Regisseur).

William teilt mit meiner Schwester seinen Geburtstag (natürlich nur Tag und Monat), sein Todestag (ebenfalls nur Tag und Monat) ist das Datum zu dem ich meinen Roman-Ralf und meine Roman-Maria zum ersten Mal aufeinander treffen ließ.

Ich selbst hatte eine Zeitlang damit geliebäugelt, Pfarrer zu werden - ein Beruf der mir sicher gelegen hätte, auch wenn ich meine eigene Art von Religiosität pflege.

So wie ich mir ein Roman Alter-Ego geschaffen habe (zum einen natürlich meinen Roman-Ralf, aber auch Rex Cordoba) so hat William sich in Father Koesler verwirklicht. So wie meine Umgebung in die Romane einfließt, so findet sich sein Freundes- und Bekanntenkreis, seine Heimatstadt in seinen Romanen wieder.

Bei der Benennung seiner Figuren scheint er das selbe System zu verwenden, wie ich, oder ist es ein Zufall, daß seine Hauptfigur die selben Initialen wie der Autor trägt (wenn man die gebräuchliche Abkürzung Bill für William verwendet)?

Schade, daß ich ihn so spät für mich entdeckt habe.

Seine Bücher sind auf Deutsch bei Pabel/Moewig erschienen, scheinen aber nicht mehr lieferbar zu sein. Schade.

Einen Nachruf finden Sie hier*.

Deadline for a critic

Deadline for a critic (1987)
Ballantine (1987)
William Xavier Kienzle
11.09. 1928 (Detroit) - 28.12.2001 (Detroit)
Kienzle
Ridley Groendal stirbt nach der Lektüre von vier haßerfüllten Briefen. Der Verdacht auf Mord liegt nahe, denn Groendal hat sich als Kritiker eine Menge Feinde gemacht.

  • Natürlich soll Groendal ein unsympathischer Mensch sein. Aber William Kienzle gelingt es, die Entwicklung des Kritikers vom Schüler bis zum Todestag überzeugend darzustellen. Über lange Strecken ist die Figur nicht unsympathisch. Ich zumindest entdecke viele seiner Charakterzüge in mir. Ich habe in meinem Leben sicher nicht alles richtig gemacht, habe viele Leute verletzt,aber auch mir wurde übel mitgespielt, auch von Seiten, die ich nicht erwartet hatte. Noch sind Rechnungen offen, und wenn sich mir irgendwann die Gelegenheit bietet, werden sie auch präsentiert. Ein bisschen Ridley Groendal lebt in mir - und man kann vermuten, daß etwas davon auch im Autor zu finden war.

    Mit der in Rückblenden erzählten Lebensgeschichte des Toten, wird auch die Geschichte des eng mit ihm verbunden Father Koesler erzählt - und hier hat William Kienzle ganz sicher sehr tief in die eigene Erinnerungskiste gegriffen.

    Ein wunderbares Buch, das ich auf das Wärmste empfehlen kann.

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Masquerade

Masquerade (1990)
Ballantine (1991)
Kienzle
Ein Rabbi, eine Nonne, ein protestantischer Pfarrer, ein Mönch - alle Kriminalschriftsteller - und ein Fernsehprediger, der nebenbei Verleger von schlüpfrigen, aber religiös verbrämten Romanen ist, treffen sich zu einer Tagung. Father Koesler wegen seiner guten Kontakte zur Polizei ebenfalls geladen.

Zunächst sieht es so aus, als wäre Klaus Krieg, der Fernsehprediger, ermordet worden. Der zunächst nicht zu begründende Haß der anderen gegen ihn, hätte starke Motive ergeben - aber letztlich war das nur ein schlechter, von Krieg selbst inszenierter Scherz.

Doch es bleibt nicht bei diesem gespielten Mord.

  • Ein wundervolles Buch.

    Nicht wegen des Whodunits - das war für mich sofort gelöst als die Leiche gefunden wurde.

    Die Charakterisierungen und Historien der Figuren machen das Buch zu einem Vergnügen. William Kienzle war ein hervorragender Beobachter und nicht nur mit den Gepflogenheiten der katholischen Kirche vertraut. Die Einblicke, die er in die Auswirkungen des 2. Vatikanischen Konzils (11. Oktober 1962 - 8. Dezember 1965) verschafft, habe ich so nirgends sonst gefunden.

    Keine der Hauptfiguren bleibt ohne Makel - und doch sind alle auf ihre Weise glaubhafte Vertreter ihres Glaubens.

    Das Buch sei jedem Krimifan dringend ans Herz gelegt.

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Rudyard Kipling

Das Dschungelbuch

The jungle book (1894)
List (1967)

Kipling: Das Dschungelbuch
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Ein wunderbares Buch, das aus lauter mehr oder weniger langen Geschichten besteht, unter denen die um Mogli und seinen Freunden nur einen Teil ausmachen.

Natürlich gibt es nur eine gute Verfilmung (Disneys), egal wie frei sie mit dem Stoff umging. Wer kann Edgar Otts Balu vergessen? Oder Siegfried Schürenberg als Schir Khan? Und Martin Hirthe als Col. Hathi oder Klaus Havenstein als rockenden King Louie?

In diesem Buch hat mich Rikki-Tikki-Tavi am meisten beeindruckt.


Im Jahr 2016 hab ich das Buch wieder gelesen.

Enthaltene Geschichten:
  • Moglis Brüder (Mowgli’s Brothers)
  • Kaas Jagdtanz (Kaa’s Hunting)
  • Tiger! Tiger! (Tiger! Tiger!)
  • Die Weiße Robbe (The White Seal)
  • Rikki-Tikki-Tavi (Rikki-Tikki-Tavi)
  • Toomai, der Liebling der Elefanten (Toomai of the Elephants)

Natürlich beherrscht die Mowgli-Geschichte das Buch.

Balu ist im Original nicht faul sondern ein alter Bär, der Mowgli unterrichtet. Kaa ist an Mowgli nicht als Nahrung interessiert sondern setzt sich ganz im Gegenteil sogar ein, um ihn zu retten. Hathi wird zwar erwähnt, taucht aber nicht auf, die Affen haben so gut wie kein Gedächtnis - und vor allem haben sie keinen Führer (oder König).

Schir Khan ist auch hier der Feind von Mowgli, aber er ist nicht die Bedrohung, die er im Film ist.

Aus heutiger Sicht ist die Geschichte um die Weiße Robbe interessant, da hier das Robbenschlachten angegriffen wird.

Rikki-Tikki-Tavi ist immer noch die Geschichte, die mich am meisten beeindruckt hat.

Bei Wikipedia* wird auch eine weitere Geschichte erwähnt (Dienst Ihrer Majestät (Her Majesty’s Servants / Servants of the Queen)), die in der List-Ausgabe nicht enthalten ist. Gewöhnungsbedürftig ist, daß es hier nicht DER Dschungel sondern DIE Dschungel heißt.


Der Beginn des Romans:

Rudyard Kipling Curt Abel-Musgrave
It was seven o'clock of a very warm evening in the Seeonee hills when Father Wolf woke up from his day's rest, scratched himself, yawned, and spread out his paws one after the other to get rid of the sleepy feeling in their tips. Mother Wolf lay with her big gray nose dropped across her four tumbling, squealing cubs, and the moon shone into the mouth of the cave where they all lived. Gegen sieben Uhr an einem recht schwülen SommerAbend in den Sionibergen erwachte Vater Wolf, gähnte, reckte sich und streckte die Läufe, einen nach dem anderen, um das Schlafgefühl in den Pfoten loszuwerden. Neben ihm lag Mutter Wolf, die lange graue Nase quer über den vier winselnden und quarrenden Jungen, und von draußen her schien der Mond in die Höhle, in der sie alle hausten.


Seeonee (deutsch: Sinoi) ist (unter der Schreibung Seoni, eine Stadt im indischen Madhya Pradesh. Es scheint in deren Umgebung aber keinen Regenwald zu geben.

Der deutsche Text unterschlägt "from his day's rest", ändert dann die Reihenfolge der Tätigkeiten des Wolfes. Ansonsten scheint die Übersetzung recht ordentlich zu sein.


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Bertram Kircher (Herausgeber)

Ein Tag im alten Paris

Ein Tag im alten Paris (1989)
Knaur (1989)
Neben Stuttgart gibt es nur ein Stadt auf der Welt, in der ich leben könnte: Paris. Kein Widerspruch, denn jedesmal, wenn ich nach Paris komme, habe ich das Gefühl, nach Hause zu kommen.

Kurze Schilderungen, u.a. von:
Heinrich Heine, Charles Baudelaire, Theodor Fontane, Gup de Maupassant, Mark Twain, James Fenimore Cooper, Stefan Zwei, Ludwig Uhland, Paula Modersohn-Becker, Heinrich von Kleist, Franz Kafka ...
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Gottfried Kirchner

Gottfried Kirchner
* 1940
Siehe auch Hans Helmut Hillrichs, Peter Baumann und Ingo Hermann.
Gottfried Kirchner: Terra-X

Terra-X: Von Mallorca zum Ayers Rock

Terra-X: Von Mallorca zum Ayers Rock (1997)
Heyne (1997)
Buch zur Fernsehserie. Enthält Kapitel geschrieben von Volker Arzt (dem ehemaligen Assistenten von Hoimar von Ditfurth), Béatrice Bruchez, Hans-Joachim Gally, Robert Linnell, Helga Lippert und André Rueedi.

Überarbeitete Fernsehmanuskripte plus Szenenfotos. Es geht um Mallorca (wie es wohl kaum ein Tourist kennt), um Geisterstädte in Brasilien, um die Via Mala, um Oak Island, um den Jemen und um die Leichhardt-Expeditionen in Australien. Alles nichts, was sich von alleine in den Vordergrund drängt, aber alles hoch interessant.

Das Buch ist kein Muß, aber eine Leseempfehlung ist es allemal.
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Terra-X: Rätsel aller Weltkulturen

Terra-X: Rätsel alter Weltkulturen (1986)
Umschau (1986)
Gottfried Kirchner: Rätsel alter Weltkulturen
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Diesmal geht es um Ägypten (Arno R. Peik und Eberhard Thiem - die sich am Schluß von ihrer Glaubwürdigkeit verabschieden, in dem sie Pyramiden-Experimente schildern, die der Esoterik-Ecke zuzuordnen sind), um die Königin von Saba (Volker Panzer), ddie Inkas (Kirchner) und um Tibet (Hajo Bergmann).
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Ephraim Kishon


Ulrich Klever

Geheimsprachen der Tiere

Geheimsprachen der Tiere (1977)
Heyne (1980)

Klever: Geheimsprachen der Tiere
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Über das Verhalten von Tieren. Für Kinder gedacht, aber auch für Erwachsene durchaus interessant.
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