Elizabeth George
Susan Elizabeth George * 26. Februar 1949 (Warren, Ohio)
A place of hiding
A place of hiding (2003)
Hodder & Stoughton (2004)
vergrößernAm Strand von Guernsey wird ein Millionär ermordet. In Verdacht gerät eine Frau aus Kalifornien, die früher mit Deborah St. James befreundet war. Grund genug für Deborah und Simon, eigene Nachforschungen anzustellen.
Lynley hat in diesem über 600 Seiten starken Roman nur eine Nebenrolle. Havers wird mit keinem Wort erwähnt. Die bisherigen Nebenfiguren können den Roman ganz hervorragend selbst tragen. Bis ca. Seite 550 gehört dieses Buch zu den besten, die George je geschrieben hat. Deborah ist noch immer eine Zicke, Simon leidet noch immer still vor sich hin, jeder, mit dem sie es zu tun haben, hat etwas zu verbergen, was erst nach und nach ans Licht kommt.
Doch dann ... die letzten 100 Seiten. Die Lösung des Falles. Der Grund für den Mord ist lächerlich, warum der Mord auf die skurrile Weise geschah (ein Stein in der Kehle des Opfers) wird nicht erklärt, ebenso wie vieles andere. Wohin ist das Geld des Mordopfers verschwunden? Man ahnt es, erfährt es aber nicht wirklich. Warum wurde der Plan das Kriegsmuseum zu bauen aufgegeben? Man ahnt es, erfährt ... Warum ist das Bild unbekannt, wenn in einer großen Zeitung ausführlich darüber berichtet wurde? An dem Bild hängt zum Schluß alles, und genau an dem Punkt fällt die Geschichte leider auseinander.
Zurück bleibt ein Buch, das man über lange Strecken kaum aus der Hand legen kann, das aber am Ende ein sehr schales Gefühl zurückläßt - und auf Guernsey neugierig macht.
On the beach of Guernsey a millionaire is murdered. A woman from California who was friends earlier with Deborah St James is suspicious. Reason enough for Deborah and Simon to investigate.
Lynley has only one a minor part in this more than 600 pages thick book. Havers is mentioned with no word. The supporting characters can carry this novel quite very well themselves. Until approx page 550 this book belongs to the best ones George has ever written. Deborah is still a goat, Simon suffers still quietly, everybody with whom they meet, has something to hide.
However, then... the last 100 pages. The solution of the case. The reason for the murder is ridiculous, why the murder happened in the skurrile manner (a stone in the throat of the victim) is not explained, just as a lot of other things. Where has the money of the victim disappeared? One anticipates it, however, it isn't explained. Why is the plan to build a war museum given up? One anticipates it, but... Why is the picture unknown, after a big newspaper wrote in detail about it? Everything hangs on the picture in the end, and, unfortunately, exactly in the point the story breaks up.
Back remains a book which one can lay over long distances hardly from the hand, a book that leaves behind a stale feeling at the end - and makes curious for Guernsey.

Auf Ehre und Gewissen
Well-Schooled in Murder (1990)
Goldmann (1996)

Ein 13jähriger Junge wird ermordet. Erste Spuren führen in das Elite-Internat Bredgar Chambers.
Jeder Lehrer, jeder Schüler verbirgt ein Geheimnis. Lynley und Havers müssen eines nach dem anderen lüften, um den Mörder zu entlarven.
Chronologisch der vierte, tatsächlich der dritte Lynley-Roman.
Das Who-Dunit ist nicht das raffinierteste, der Täter lag (zumindest für mich), schon recht bald auf der Hand. Interessanterweise stellt Elizabeth George die Frage nach dem Warum sehr viel deutlicher in den Raum als die Frage nach dem Täter (ähnlich wie ich bei meinen Rex Cordoba-Roman).
Ein gelungener Krimi, mit den für George üblichen Nebenhandlungen.
A 13-year old boy is murdered. First tracks lead in the elite-boarding school Bredgar Chambers.
Each teacher, each student hides a secret. To expose the murderer Lynley and Havers must expose one after the other.
Chronologically the fourth, actually the third Lynley-novel.
The Who-Dunit is not the most refined one, the identity of the murderer was obvious (at least for me). Interestingly, Elizabeth George is much more interested in the why than in the who.
A successful mystery.

Gedanken während der Lektüre
Careless in red
Careless in red (2008)
Hodder & Stoughton (2009)
vergrößernDrei Monate nach dem Tod seiner Frau (in
No one as witness, in größerem Detail in
What came before he shot her) durchstreift Lynley Cornwall - und stößt auf die Leiche eines Jungen.
Der Roman spielt im Zeitraum von einer Woche, das Hauptthema ist Familie, abgearbeitet vor allem an zwei Familien, deren Mitglieder alle nicht ganz normal sind und zu irgendeinem Zeitpunkt irgendwas miteinander zu tun hatten. Zweites Thema des Romans ist Surfen.
Die Trauer Lynleys, die Sorge von Havers kommen sehr gut rüber, das Ende des Romans ist originell aber leicht unbefriedigend - und obendrein löst George nicht alles auf. Warum die vermeintliche neue Liebe Lynleys zwar im Zoo von Bristol arbeiten soll, aber einen nicht vorhandenen Affenpfleger benannte, wird nicht gelöst. Ebenso unbefriedigend ist, daß bei der Rückschau auf Helens Tod noch immer die Rede davon ist, daß sie von einem 12jährigen erschossen wurde, obwohl wir aus
What came before he shot her wissen, daß das nicht zutreffend ist.
Insgesamt ein unterhaltsamer, interessanter Roman, der zu den besseren der Autorin zählt.
Three months after the death of his wife (in
No one as witness, in bigger detail in
What came before hey shot here) Lynley roves through Cornwall - and bumps into the corpse of a boy.
The novel plays in the period of one week, the main topic is family, exhausted above all in two families whose members aren't quite normal and dealt with each other at some point in time. The second subject of the novel is surfing.
Lynley's grief, the worry of Havers come across very well, the end of the novel is originally but slightly dissatisfactory - and in addition George doesn't dissolve everything. Why Lynley's would-be new love should work though in the zoo of Bristol, but named a not available colleague, it is not solved. And it is still said, that Helen was murdered by a 12-year-old, although we know from
What came before hey shot here that isn't right.
All together an entertaining, interesting novel that is one of the better ones of the author.

Gedanken während der Lektüre
Denn keiner ist ohne Schuld
Missing Joseph (1993)
Goldmann (1996)

Es fängt so harmlos an. Eine Hochzeit zwischen einer unsympathischen, schwangeren Frau und einem Mann, der aus Karrieregründen mit ihr geschlafen hat. Alles ist gut organisiert, nur der Pfarrer erscheint nicht. Als er endlich gefunden wird, ist er tot.
Ein langes, aber keineswegs ein langweiliges Buch, das nicht durch die Suche nach dem Täter sondern die Frage nach dem Warum spannend wird. Immer wenn man glaubt, die Geschichte sei auf der Zielgerade, legt George nach, führt noch eine Wendung ein, die aber trotzdem in der Realität der täglichen Schreckensmeldung verwurzelt bleibt.
Ein Buch, das unter zwei Dingen leidet: Havers wird auf eine Nebenrolle reduziert und das Buch enthält nichts wirklich Originelles.
It starts so harmlessly. A wedding between an unlikable, pregnant woman and a man, who slept with her for career-reasons. Everything is well organized, only the priest doesn't appear. When he finally is found, he is dead.
A long one, but in no way a boring book. The question is not who murdered the priest but why was the priest murdered. When it seems that the search has reached its end, George brings on another lead, one, that nevertheless remains rooted in the reality of the daily fright-news.
A book, that suffers under two things: Havers is reduced to a supporting role and nothing in the book is original.

Gedanken während der Lektüre
Denn Sie betrügt man nicht
Deception on His mind (1997)
Goldmann (1999)
vergrößernEin Pakistani wird mit gebrochenem Genick aufgefunden. Während Lynley sich auf Hochzeitsreise befindet, folgt Barbara ihrem Nachbarn und gerät in die Ermittlungen einer ihr bereits bekannten Polizistin.
Ich habe den Roman in Wien gelesen - also dort eine tropische Nacht die andere ablöste, konnte also die äußeren Umstände gut nachvollziehen. Die Lösung des Romans hatte sich lange angekündigt (auch im deutschen Titel), erscheint trotzdem an den Haaren herbeigezogen, da der Eindruck erweckt wurde, die Familie würde immer aufeinander hocken. Nun ja.
Positiv fällt auf, daß durch das Fehlen von Lynley und dem Ehepaar St. James das ständige Beziehungsgejammer unter den Tisch fällt, vielleicht sind deshalb so viele Internethobbykritiker der Meinung, es handle sich um Georges bestes Buch.
Auf jeden Fall bleibt anzumerken: Die Barbara Havers dieses Buchs hat mit jener der anderen Bücher nicht viel gemeinsam und ist - vielleicht gerade deswegen - in der Lage, die Handlung allein zu tragen.
Am Schluß bleiben etliche Handlungsstränge ohne Abschluß, nur der ursprüngliche Mordfall ist gelöst und als Leser hat man mehr Verständnis für einige Eigenarten muslimischer Mitbürger. Ob Elizabeth George das Buch nach dem 11.09.2001 anders oder überhaupt geschrieben hätte?
A Pakistani is found with broken neck. While Lynley is on his honeymoon, Barbara Havers follows her neighbor and turns gets involved into the investigations led by an officer she knows.
I read the novel in Vienna - when a tropical night followed the other, therefore I understand the outer circumstances well. The solution of the novel was announced early on (even in the German title), nevertheless seems not satisfactory, since the impression was given, the family would crouch together.
Because Lynley and Mr. and Mrs. St. James are absent the continuous relationship-whining is missing. Maybe that's the reason many internetcritics think this is George's best book.
At last: The Barbara Havers of this book has not much in common with that of the other books and because of this she is able to carry the action.
At the end, several subplots remain without conclusion, only the original murder case is solved. Now we understand some parts of Muslims live better than before. Whether Elizabeth George would have written the book differently or at all after the 09/11?

The evidence exposed
Deception on His mind (1999)
New English library (1999)
vergrößernDrei kurze Kurzgeschichten, die sehr groß und mit weitem Abstand gesetzt wurden, um das Büchlein zu füllen.
The Evidence Exposed
Eine Lynley-Geschichte - die stinklangweilig ist.
Elizabeth George ist eine exzellente Autorin, aber sie Geschichten im Stil von Agatha Christie liegen ihr überhaupt nicht. Und Lynleys Auftritt ist völlig überflüssig, da letztendlich eine andere Person den Fall löst.
I, Richard
Die zweite Geschichte ist die Beste des Romans und weniger ein Krimi als eine (gut erzählte) Geschichtsstunde mit einem "überraschenden" Ende, das man schon von weitem kommen sieht.
The surprise of his life
Ich weiß nicht, wie viele Geschichten ich in meinem Leben gelesen oder gesehen habe, die damit enden, daß jemand (fast immer ein Mann) am Schluß in einer peinlichen Situation mit den Gästen einer für ihn ausgerichteten Überraschungsparty konfrontiert wird.
Die Geschichte ist gut zu lesen, aber weiter unter Georges Möglichkeiten und Niveau.
For the Sake of Elena / Denn bitter ist der Tod
For the Sake of Elena (1992)
Hodder & Stoughton (2002) / Goldmann (1999)

Eine taube Studentin wird in Cambridge beim Jogging brutal zusammengeschlagen und ermordet.
Lynley, der einige Probleme mit seiner Beziehung zu Helen hat, und Havers, die erkennen muß, daß sie sich nicht weiter um ihre an Alzheimer erkrankte Mutter kann, werden auf den Fall angesetzt und müssen entdecken, daß das Leben vielschichtiger ist, als es zunächst scheint.
Es war ein Risiko. Ich habe die deutsche Fassung dieses Romans (der vierte mit Havers/Lynley) zusammen mit
Gott schütze dieses Haus gekauft, ohne zu wissen, ob mir George liegt.
Das tut sie.
Der Roman ist besser als der erste, nicht nur, weil man die Hauptpersonen inzwischen kennt, sondern auch weil sich das immer Geheimnis im Geheimnis diesmal nur auf die in den Mord verwickelten Personen beschränkt.
Etwas schwach (aber für sich allein genommen doch gut) ist die Auflösung, da sie zu sehr der des ersten Romans ähnelt.
Weitere Romane von George sind fest eingeplant.
Gott schütze dieses Haus
A great deliverance (1989)
Goldmann (1999)

Eine kopflose Leiche wird gefunden, daneben die Tochter des Opfers, die auch ein scheinbares Geständnis ablegt.
Der aristokratische Inspector Thomas Lynley und die aus der Unterschicht stammende, psychisch gestörte Sergeantin Barbara Havers werden auf den Fall angesetzt.
George schreibt hervorragend und rettet dadurch den Roman über einige Schwächen hinweg. Die Figuren tauchen auf und jede, aber auch absolut jede, hat irgendeinen Fleck in der Vergangenheit, der mehr oder weniger zum Geheimnis erklärt wird, das erst sehr viel später aufgedeckt wird (und dann auch wieder zum Ausgangspunkt eines neuen Geheimnisses wird).
Ich bin auf die weiteren Lynley/Havers-Fälle gespannt.
Im Angesicht des Feindes
In the Presence of the Enemy (1996)
Goldmann (1998)

Die 10jährige Charlotte Bowen wird entführt. Im Zuge der Ermittlungen tauchen immer mehr Geheimnisse im Leben der Mutter, einer ehrgeizigen, erzkonservativen Politikerin und Vaters, eines linken Zeitungsmachers, auf. Durch ihre gegenseitige Abneigung, zerstören sie letztendlich sich und den anderen. Lynley erfährt erst nachdem es zu spät ist, von der Entführung, an deren Aufklärung seine Freunde und seine Verlobte bereits gearbeitet haben.
Sicher eines der besten Bücher von Elizabeth George. Oh ja, es ist spannend, es gibt immer wieder überraschende Wendungen, es ist gut geschrieben - und vor allem: es nervt nicht. Ja, fast alle Beziehungen sind so kaputt, wie man es von Mrs. George gewohnt ist, aber man spürt die Liebe, die es zwischen Thomas und Helen, zwischen Simon und Deborah gibt.
Das erste Drittel des Buches bestreiten die St. James' (plus Helen) als Helden und wissen Sie was? Man vermißt Lynley überhaupt nicht. Simon, Deborah und Helen können die Handlung ohne weiteres alleine tragen und ich für meinen Teil hätte nichts dagegen gehabt, wenn das so geblieben wäre.
Auch wenn Sie nicht alle Bücher von Mrs. George lesen wollen, sollte dieses auf jeden Fall auf Ihrer Leseliste stehen.
The 10-year old Charlotte Bowen is abducted. In the course of the investigations, more and more secrets appear in the life of the mother, an ambitious, extremely-conservative politician and the father, a left-wing newspaper-journalist. Through their mutual aversion, they ultimately destroy themselves and the other.
Certainly one of the best books of Elizabeth George. Ah yes, it is exciting, there are surprising turns again and again, it is well written - and above all: it is not annoying.
They the first third of the book, the Simon and Deborah St. James plus Helen are the heroes I didn't miss Lynley at all. Simon, Deborah and Helen can carry the action alone.
Read this book, even if you don't want to read all books by Elizabeth George.

Gedanken während der Lektüre
Mein ist die Rache
A Suitable Vengeance (1991)
Goldmann (1992)

Lynley stellt seiner Mutter seine Verlobte Deborah vor. Mitten in das nicht besonders gelungene Familientreffen platzt der Fund einer Leiche.
Innerhalb von wenigen Wochen der dritte Lynley-Roman für mich, der vierte in der Reihe, der erste in chronologischer Reihenfolge. Jeder Autor geht ein Risiko ein, wenn er vor den Beginn einer Serie zurückgeht (Enterprise fällt mit auf Anhieb ein).
Ich kann jedem George-Neuling nur heftig davon abraten, dieses Buch als erstes zu lesen. Er wird sicher von der Fülle der (gut ausgearbeiteten) Figuren erschlagen.
Ansonsten ist George das Kunststück gelungen eine Familiengeschichte und ein mehrschichtiges Krimirätsel zu schreiben. Hervorragend. Ich habe das Buch richtiggehend verschlungen - was nicht bei vielen Büchern der Fall ist.
Payment in blood / Keiner werfe den ersten Stein
Payment in blood (1989)
Bantman (1992)/Goldmann (1991)
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Eine Theatertruppe steigt in einem Hotel ab, um sich dort auf die Premiere eines neuen Stückes vorzubereiten. In der ersten Nacht wird die Autorin ermordet.
Der zweite Roman von Elizabeth George.
Wäre das mein erster gewesen - es wäre keiner gefolgt.
Oh, sicher, es ist angenehm zu lesen, aber man spürt die Mühe, die George sich machen muß, weil sie noch auf der Suche nach ihrem eigenen Stil ist. Der Roman beginnt als typische Agatha Christie-Geschichte, leidet aber von Anfang an darunter, daß die Personen nicht wirklich auseinanderzuhalten sind, weil sie sich alle viel zu sehr (durch diverse komplizierte Verwandschaftsverhältnisse auch in den Namen) ähneln oder gleich mehrere Namen haben.
Erst nach mehr als der Hälfte des Buches verläßt George das Hotel und ganz allmählich findet sie zu ihrem Stil. Das Zusammenspiel zwischen Lynley, St. Jones, dessen Ehefrau Deborah und schließlich auch die Geschichte um Havers' Mutter werden wichtiger.
Für den ersten Lynley-Roman hat George viele Preise eingeheimst. In solch einer Situation ist es schwer, etwas folgen zu lassen, ohne sich zu wiederholen.
"Keiner werfe den ersten Stein" ist nicht der große Wurf. Für Komplettisten (wie mich) ein Muß, alle anderen sollten andere Bücher der Autorin den Vorzug geben.
A theater-troop goes to a hotel to prepare for the premiere of a new play. In the first night, the author is murdered.
The second novel by Elizabeth George.
If that would have been my first - it would have been my last.
Ah, certainly, it is to be read pleasantly, but one senses the effort, that this must has been for George, because she still is on the search for her own style. The novel begins as typical Agatha Christie-story, suffers from the beginning because the people are not to be really held apart, because they resemble one another too much.
Only after more than half of the book, George leaves the hotel and gradually, finds her own style. The interplay among Lynley, St. Jones, his wife Deborah and finally the story about Havers' mother becomes more important.
For the first Lynley-novel, George has got many awards. In such a situation the second novel is a very heavy task.
If you collect all books written by George buy it, otherwise take one of her other books.

Playing for the ashes
Playing for the ashes (1994)
Bantam (1998)
vergrößernNach einem Brand wird der prominente Cricketspieler Kenneth Fleming tot im Obergeschoß eines Hauses aufgefunden. Recht schnell stellt die Polizei fest, daß es sich um Brandstiftung und damit wohl um Mord handelt. Lynley und Havers werden eingeschaltet und stoßen recht schnell darauf, daß es einige Frauen im Leben des Toten gab, die ein Motiv gehabt hätten Fleming zu töten.
Lynley macht Helen einen Heiratsantrag, Barbara lernt Hadiyyah und deren Vater kennen und sie hat ein schlechtes Gewissen, weil sie ihre Mutter nicht im Pflegeheim besucht. Aber all das wird nur so nebenbei erzählt.
Nein, das Buch ist nicht zu lang. Ja, es ist spannend, auch wenn die Auflösung nicht besonders raffiniert ist. Man ahnt schon viel zu früh, daß nur diese Person als Täter in Frage kommt. Aber auch das ist nicht das Problem des Buches.
George läßt einen Teil des Buches (nämlich einen Großteil der Vorgeschichte des Mordes) von Olivia Whitelaw erzählen. Und das ist das Problem. Olivia erzählt, wie George es tut. Langsam, intensiv, detailreich. Und das, obwohl sie vorher nie geschrieben hat, obwohl sie keine abgeschlossene Schulausbildung hat, obwohl sie eine sich selbst prostituierende, auf der Straße lebende Drogenabhängige war. Zwischen dem Erzählstil und der Geschichte der Person klafft eine nicht zu überbrückende Diskrepanz.
Ein Buch für Fans von Elizabeth George. Kein Buch für Einsteiger, kein Buch für Leute, die nur mal einen Krimi lesen wollen.
After a fire the prominent cricketplayer Kenneth Fleming is discovered dead in the upper floor of a house. The police quickly finds out that it concerns arson and therefore probably murder. Lynley and Havers discover that there were some women in the life of the Fleming who would have had a motive to kill him.
Lynley makes a marriage proposal to Helen, Barbara gets to know Hadiyyah and her father and she has a bad conscience because she does not visit her mother at the nursing home.
No, the book is not too long. Yes, it is exciting, even if the resolution is not very clever. One anticipates quite too early that only this person is possible as a culprit. But even this is not the problem of the book.
George allows to tell a part of the book (the prehistory of the murder) by Olivia Whitelaw. And this is the problem. Olivia writes like George does. Slowly, intensely, rich in detail. And this, although she has never written before, although she has no concluded school education, although she was a self-prostituting junkie living on the street. Between the narrative style and the history of the person gapes an implausible discrepancy.
A book for fans of Elizabeth George. No book for beginners, no book for people who want to read just a crime novel.

This Body of death
This body of death (2010)
Hodder & Stoughton (2011)
vergrößernLynley ist zurück in London. Die designierte Nachfolgerin Webberlys, Isabelle Ardery, holt ihn in den Dienst zurück. Wir kennen Ardery aus
Playing for the ashes.
Auf einem Friedhof wurde eine Frauenleiche gefunden. Während Ardery den Mörder in London vermutet, stößt Barbara Havers in Hampshire, im Umfeld des Ex-Freundes der Toten, auf eine Merkwürdigkeit nach der anderen.
Maureen Corrigan von der
Washington Post hält das Buch für eines der schlechteren von Elizabeth George, geht sogar so weit, daß sie meint, George würde immer schlechter werden. Auch auf
Krimi-Couch ist die Kritik vernichtend.
Dem kann ich mich nicht anschließen.
Sicher, der Roman hat Schwachpunkte. Dazu gehört die immer wieder eingestreute Schilderung eines Mordes an einem Kleinkind durch Kinder. Das dient letztendlich nur dazu, Georges Dauerthema (Verbrechen an Kindern) auch in diesen Roman einzuführen.
Ein anderer Schwachpunkt ist Isabelle Ardery. Ist sie am Anfang noch Alkoholikerin, kann sie nach einer Liebesnacht mit Lynley auf einmal auf Alkohol verzichten. Das geht zu schnell und ist daher nicht plausibel. Mir gefällt auch nicht, daß Lynley (5 Monate nach dem Mord an seiner Frau) mit Ardery schläft, daß er sich letztlich auf eine Beziehung zu einer Frau einläßt, die ihn nicht liebt. Wie dumm kann ein als intelligent geschilderter Mann sein?
Auch daß Gina Dickens, die alles aus Liebe zu einem Mann tut, keine Hemmungen hat, mit Gordon Jossie zu schlafen, ist für mich nicht nachvollziehbar.
Und warum Jossie sich dazu zwingen läßt, eine anderen Mann zu lutschen obwohl er nicht schwul ist, ist nicht nachvollziehbar. An diesem Punkt schien es mir, als hätte die Autorin einen weiteren Handlungsstrang vor Augen gehabt, der dann über Bord geworfen wurde.
Aber: Der Roman ist gut geschrieben. Havers und Lynley erhalten beide genügend Entfaltungsmöglichkeiten. Und seit Helens Tod sind auch die nervtötenden, gedanklichen Selbstkasteiungen verschwunden. Ich befürchte allerdings, daß diese mit Ardery wieder zurückkehren.
Der Fall selbst ist nicht besonders großartig. Der Kreis der Verdächtigen ist ziemlich klein und wenn Ardery Havers mehr vertraut hätte, wäre der Roman nur halb so lang geworden.
In meinen Augen nicht das beste, aber eines der besseren Bücher der Autorin. Ein Buch, das keinen Moment langweilig ist.
Lynley has returned to London. The designate successor of Webberly, Isabelle Ardery, calls him back to the Yard. We know Ardery from
Playing for the ashes.
On a cemetery a woman's corpse was found. While Ardery supposes the murderer in London, Barbara Havers founds in Hampshire, in the sphere of the ex-friend of the dead woman, one secret after the other.
Maureen Corrigan from
The Washington Post thinks the book is one of the worst written by Elizabeth George. Even on
Krimi-Couch the criticism is destructive.
I can't support this.
Certainly, the novel has weak points. For example the murder of a toddler by three children. At last this serves only for introducing Georges long-term subject (crimes against children) into the novel.
Another weak point is Isabelle Ardery. In the beginning she is an alcoholic, but she renounces after a night of love with Lynley. This happens too fast and, hence, is not plausible. To me it's also not plausible that Lynley sleeps with Ardery meere five months after the murder of his wife.
Also the fact that Gina Dickens who is in love with the murderer sleeps with Gordon Jossie, is not understandable for me.
And why Jossie can be made to suck another man although he is not gay, is not understandable. In this point it seems as if the author had another plot before eyes, but abandoned it.
But: The novel is well written. Havers and Lynley receive both development possibilities. And since Helens death the boring, mental selfmortifications have disappeared. However, I fear that with Ardery as Lynleys new lover this will return.
The case itself is not especially great. The circle of suspects is quite small and if Ardery had trusted Havers, the novel would have become only half as long.
In my eyes not the best, but one of the better books of the author. A book which is anything but dull.

Undank ist der Väter Lohn
In Pursuit of the Proper Sinner (1999)
Goldmann (2002)
vergrößernEin Musicalkomponist begeht am Abend einer erfolgreichen Premiere Selbstmord. Eine junge Frau und ihr Begleiter werden beim Campen ermordet. Lynley wird, auf Wunsch des Vaters eines der Mordopfer, hinzugezogen. Havers wurde degradiert und trotz des bisher guten Verhältnisses zwischen ihr und Lynley wird sie von ihm schikaniert und an die Kandarre genommen, ermittelt dann aber gegen seinen ausdrücklichen Wunsch auf eigene Faust.
Der Roman gehört sicher zu den besseren Büchern von Elizabeth George, diesmal rücken Helen und das Ehepaar St. James in den Hintergrund, was die nervtötenden Selbstanalysen zurücknimmt, man sollte jedoch
Im Angesicht des Feindes und
Denn Sie betrügt man nicht gelesen haben, um alles zu verstehen, was hier abläuft.
Havers ist deutlich sympathischer (und auch erfolgreicher) als Lynley, der hier nur arrogant wirkt. Nach all den Erfahrungen, die er mit Havers bereits gemacht hat, ist es erstaunlich, wie wenig Vertrauen und Verständnis er für sie aufbringt.
Bislang der einzige Elizabeth George-Roman, dessen Verfilmung ich bereits kannte, bevor ich das Buch zur Hand bekam.
Was die BBC diesem Buch angetan ist, ist schier unglaublich. Als ich den Film zum ersten Mal sah, erschien mir die Geschichte um das geklaute Manuskript ziemlich dünn - kein Wunder, denn das ist ein Eigengewächs der Drehbuchautorin (Ann-Marie di Mambro).
- Im Film wird Havers zum Streifendienst verdonnert. Im Buch wird sie zwar degradiert, von Streifendienst ist aber keine Rede.
- Im Film macht Webberly Havers zur Schnecke, im Buch sorgt er dafür, daß sie nicht aus dem Polizeidienst entlassen wird.
- Im Film ist Lynley auf Havers Seite - im Buch wäre sie gefeuert worden, wenn es nach ihm gegangen wäre.
- Im Film freut Hanken sich über die Zusammenarbeit mit Lynley, im Buch ist er zunächst mal wenig begeistert davon.
- Im Film wird Cole von seiner Wirtin identifiziert, da er keine Familie hat, die im Buch natürlich auftaucht und die Identifizierung übernimmt.
- Im Film war Nicola schwanger - im Buch ist davon keine Rede.
- Im Film wird das Hotel geschlossen, im Buch wird es weitergeführt.
- Im Film war Cole Zeichner, im Buch Objektkünstler.
- Im Film heißt der Hund Daisy, im Buch Cass.
- Im Film unterstützt DC Slavin Hanken, im Buch taucht der nicht auf. Dafür sichert sich Lynley die Unterstützung durch DS Nkata.
- Aus dem Pager wird ein Mobiltelefon.
- Im Film gerät Hanken mit Havers aneinander, im Buch begegnen sich die beiden nicht.
- Gavin Webster ist eine Erfindung der Drehbuchautorin.
- Anders als im Buch war im Film Jeremy Britton Kunde von Nicola.
- Im Film weiß Lynley, daß Nan von Nicolas Beruf Kenntnis hat. Er selbst offenbart das Andy. An dieser Stelle laufen Roman und Film völlig auseinander.
- Im Film gibt es eine Verbindung zwischen Reeve und Maiden.
- Im Film lebt Reeve allein, im Buch mit einer drogenabhängigen Frau.
- Im Film findet Havers Vi tot in ihrer Wohnung, im Buch findet Lynley sie schwerverletzt.
Ich denke, das genügt um zu zeigen, wie schluddrig mit der Vorlange umgegangen wurde, ganz abgesehen davon, daß Deborah und Simon, daß Nkata, daß die Nachbarn von Havers nicht berücksichtigt wurden. Ein anderthalb Stunden-Film muß einen 700 Seiten-Roman zwangsläufig vereinfachen, aber muß man wirklich so tief (und nochdazu oft sinnlos) in die Vorgaben eingreifen? Sicher nicht.
Mein Tipp: Lesen Sie das Buch, vergessen Sie den Film.
A musical-composer commits suicide after a successful premiere. A young woman and her companion are murdered while camping. A case for Lynley who knows the father of the young woman. Havers was degraded and she is harassed despite the up to now good relationship with Lynley. Nevertheless she examines the case on her own.
The novel certainly is one of the better books by Elizabeth George, this time, Helen and the couple St. James are only supporting characters, what takes back the nerve-killing self-analyses, however one should have read
In the Presence of the Enemy and
Deception on His mind to understand everything.
Havers seems clearly nicer (and also more successful) than the arrogant Lynley. After all the years, it is astonishing how little trust he puts in her.
Up to now the only Elizabeth George-novels, I already saw as a movie, before reading the book.
What the BBC has done to this book, is almost unbelievable. As I saw the film for the first time, the story surrounding the stolen manuscript seed rather thin - no wonder, it was invented by the scriptwriter (Ann-Marie di Mambro).
An one and a half hour-film inevitably must simplify a 700 page-novel, but must one really intervene so deeply (and often pointless) into the story? Certainly not.
My tip: Read the book, forget the movie.

With no one as witness
With no one as witness (2005)
Hodder and Stoughton (2006)
vergrößernLynley ist relativ frisch verheiratet, Havers zum Constable degradiert. Im letzten
Roman hatten die beiden keine Rolle gespielt.
In London taucht die Leiche eines Jungen auf. Rasch wird klar, daß es sich um ein Opfer einer bislang nicht aufgefallenen Mordserie handelt. Lynley wird der Fall anvertraut, aber trotz aller Anstrengungen von Lynley, Havers und Nkata geschieht ein Mord nach dem anderen.
Als ich Elizabeth George begegnete, waren dieser Roman und sein Nachfolger gerade neu erschienen. Wegen eines Spielverderbers im Publikum wußte ich, was mich am Ende erwarten würde.
Mit über 650 Seiten ist das Buch abschreckend dick, der Satz geht zu dicht an den Falz heran, so daß man das Buch schlecht handhaben kann ohne es zu brechen. Vielleicht ist das ja Absicht des Verlegers.
Es gibt keine Streitereien zwischen den beiden zentralen Ehepaaren, dafür sehr viel realistischere Auseinandersetzungen zwischen Lynley und seinem Vorgesetzten. Havers hat leichte Probleme mit ihrem Nachbarn und der Tatsache, daß mit Nkata ein Kollege befördert wurde, während sie noch immer kurz davor steht, aus dem Polizeidienst entlassen zu werden.
Mein Eindruck ist, daß - obwohl die Reihe "Inspector Lynley" genannt wird - Barbara immer dominanter wird. Sie ist die interessantere Figur und sie hat bereits bewiesen, daß sie einen Roman alleine tragen kann.
George schildert die Mordserie, geht wie immer ausführlich die Nebencharaktere ein - und beendet die Geschichte mit einem Vorfall, der mit der Haupthandlung überhaupt nichts zu tun hat.
Eines der besten Bücher von Elizabeth George.
Lynley is in his first year of marriage, Havers demoted to Constable. In the last one
novel both hadn't played a role.
The corpse of a boy is found in London. Quick gets clear that he fell victim to a serial killer.
When I met Elizabeth George, this novel and his successor had just been newly published. Because of a spoilsport in the audience, I knew what would expect me at the end.
There are no quarrels between both central couples, instead there are much more realistic discussions between Lynley and his superior. Havers has problems with her neighbor and the fact that with Nkata a colleague was promoted, while she is still likely to be dismissed from the police service.
My impression is, that - although the series is called " Inspector Lynley" - Barbara becomes more and more dominant. She is the more interesting figure and has already proved that it can carry a novel on her own.
George describes the murder series, enters, as usual, in detail the supporting characters - and finishes the story with an incident which has nothing to do with the main action.
One of the best books of Elizabeth George.

What came before he shot her
What came before he shot her (2006)
Harper Collins (2007)
vergrößernIch habe vor diesem Roman zurückgeschreckt.
Ein Roman, der völlig überflüssig ist, weil er zwar Teil der Lynley-Reihe ist, ohne richtig dazuzugehören.
Elizabeth George hat in den letzten Jahren immer wieder Bücher geschrieben, die sich von Lynley entfernt haben, die die anderen Personen zu Hauptdarstellern machte. Vielleicht hängt es damit zusammen, daß die (für sich genommen: gute) Fernsehserie immer weniger mit ihrer Schöpfung zu tun hatte und sie sich deshalb davon freischreiben wollte. Vielleicht. Keine Ahnung.
Hier geht sie noch weiter. Lynley taucht überhaupt nicht auf, Havers auf der vorletzten Seite.
Wenn ich nicht so viel Respekt vor dem Talent der Autorin hätte, hätte ich diesen Roman nicht begonnen.
Die ersten Seiten ... quälend langweilig. Wirklich. Wichtig für alles was danach kommt, aber man mag diesen Figuren kaum folgen. Es ist wirklich furchtbar. Alle sind absonderlich, krank, abstoßend. Es ist eine Qual. Man hat das Gefühl, in der Autorin hat sich alles dagegen gesträubt, diesen Roman zu schreiben.
Dann wird es besser. So ab Seite 50 kennt man die Figuren beginnt sich, für ihr Schicksal zu interessieren.
Ab Seite 400 ändert sich der Schreibstil der Autorin. Es fällt sofort ins Auge, weil der bislang neutrale Erzähler plötzlich kommentiert, plötzlich dem Leser klar macht, daß er (der Erzähler) sie genauso befremdlich findet wie der Leser.
Aus meiner Sicht ist der Roman stellenweise recht schlampig redigiert. Zum einen ist irgendwo die Rede davon, daß mehrere Wochen vergangen sind, trotzdem befindet man sich immer noch im selben Monat.
Zum anderen ist die Rede davon, daß Kendra nicht weiß, ob und wann ihre Nichte heimkommt - und später erfährt man, daß sie sich mit der Tante das Bett geteilt hat.
Ich will ehrlich sein, das sind Eindrücke, die ich nicht verifiziert habe. Sollte mir jemand nachweisen, daß ich mich irre - bitte schön. Ich werde das gerne eingestehen.
Der Roman endet abrupt mit dem Verhör des vorgeblichen Täters. Wir erfahren nicht, ob die ganze Vorgeschichte eine schicksalshafte Verstrickung war oder ob Joel einem perfiden Plan des Exlovers seiner Schwester aufgesessen ist.
Am Ende bleibt ein unbefriedigendes Gefühl.
Die Geschichte um Joel, Nessa, Toby und Kendra ist nicht zu Ende erzählt, eher abgebrochen.
"What came before he shot her" liest sich über weite Strecken sehr gut und trotz des bekannten Endes ist es spannend. Aber trotzdem: es ist eines der schlechteren Bücher der Autorin. Nur für Komplettisten - oder für Leute, die von Lynley noch nie gehört haben (die dann aber garantiert durch das Ende noch frustrierter zurückbleiben als der Lynley-Leser).
A novel which is absolutely superfluous because it is a part of the Lynley-series without featuring any of their characters.
In the last years Elizabeth George has written more and more Lynley-related novels in which Lynley was not principal characters. Perhaps she didn't like the BBC-series. I don't know.
Here Lynley does not appear at all, Havers on the second to last page.
If I didn't have so much respect for the talent of the author, I wouldn't have begun this novel.
The first pages... tantalizing boringly. Really. Importantly for everything that comes later, but one may hardly follow these figures. It is really dreadful. Everybody is strange, ill, repellent. It is a torture. I had the feeling, the author struggled to write this novel.
Then it gets better. Around page 50 real interest for the characters begins.
Starting with page 400 the writing style of the author changes. It is obvious because the up to now neutral narrator suddenly comments, suddenly makes clear to the reader that he thinks the characters as strange as the reader.
The story around Joel, Nessa, Toby and Kendra isn't told to an end, it is broken off.
" What came before hey shot her" reads about wide distances very well and in spite of the known end it is exciting. But, nevertheless: it is one of the worse books of the author. Only for those who want to read every book by Elizabeth George - or for those who have never read about Lynley (but they will be even more frustrated and the end of the novel than the Lynley-fans).

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