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K
Lauren Bacall

Die Rollen meines Lebens

Now (1994)
Econ (1996)
Betty Joan Weinstein Perske
* 16.09.1924 (New York City)

Lauren Bacall: Die Rollen meines Lebens
Denk ich an Lauren Bacall fällt mir folgendes ein: Humphrey Bogart, Wie angelt man sich einen Millonär, Mord im Orient-Express, Rendezvous mit einer Leiche.

Nicht viel, für eine Schauspielerin, die seit Mitte der 40er Jahre im Geschäft ist.

Bacall betont in diesem Buch, daß sie nicht reich ist. Sicher, sie hat ihr ganzes Leben gut verdient, aber es waren keine Spitzengagen und wenn man die Liste ihrer Filme bei IMDB anschaut, stellt man fest, daß sie nur selten die Hauptrolle spielte.

Bestimmend in ihrem Leben war sicher die Zeit mit Bogart, der auf fast jeder Seite erwähnt wird. Über ihre zweite Ehe mit Jason Robards hingegen gibt es immer nur kurze Andeutungen, die eine tiefe Verletzung spüren lassen.

Man spürt Bacalls Unruhe, ihre Angst irgendwo zu seßhaft zu werden, irgendjemanden zu nah an sich heranzulassen und gleichzeitig ihre Enttäuschung darüber, daß ihre Kinder sich von ihr entfernt haben.

Bacall beginnt etwas aus ihrer Vergangenheit zu erzählen, rutscht dann ins Weinerliche, manchmal aus ihrer Sicht auch grundsätzliche ab, das mitunter nur schwer erträglich ist, aber auch eine Frau zeigt, die zum einen sehr auf sich selbst bezogen ist, andererseits aber auch sehr verletzlich erscheint.

Keine Pflichtlektüre, aber zumindest kurzweilige Unterhaltung.





Bruce Bahrenburg

The creation of Dino De Laurentiis' King Kong

The creation Dino De Laurentiis' King Kong (1976)
Pocket (1977)

Es gab mal einen guten, stilbildenden Film. Dann gab es die Katastrophenfilmwelle in den den 70er Jahren. Und es gab die Idee, den alten Film neu zu verfilmen. Wenn sich Katastrophenfilme schon gut verkaufen ließen, mußte ein Film um einen amoklaufenden Riesenaffen doch ein gigantischer Erfolg werden...

Nun ja, es war ein Flop.

Wie bei anderen Filmen ist das Buch über die Herstellung viel interessanter als der Film selbst.


Correli Barnett, Ikuhiko Hata, Alan Clark, Philippe Masson

Der 2. Weltkrieg in Wort und Bild

(1977)
Heyne (1977)

Informatives, gut bebildertes Buch (Band 5 einer umfassenderen Reihe) über die große Katastrophe des 20. Jahrhunderts.


Lincoln Barnett

Einstein und das Universum

The universe and Dr. Einstein (1952)
Fischer (1956)
Mit einem Vorwort von Albert Einstein.

Barnett geht neben seinem Thema völlig unter. Selbst auf dem Buchrücken finden sich "nur" Angaben zu Einstein.

Barnett erklärt sehr anschaulich die Theorien des wahrscheinlich sympathischsten Wissenschaftlers des 20. Jahrhunderts.

Wenn Sie sich die Mühe machen, im Internet nach Barnett zu suchen, werden Sie hauptsächlich auf Seiten von Religionsspinnern stoßen, die noch immer nicht akzeptieren, daß es eine Evolution gibt. Solche Verbohrheit ist der Grundstoff aus dem Terroristen gemacht werden.


Manfred Barthel und Bernhard Weidner (Herausgeber)

Signaturen

Signaturen (1983)
Heyne (1983)

Barthel
Ich sammel ja alles möglich, Autogramme sind nur sehr wenige darunter. Ich würde zum Beispiel nie für eine signierte Ausgabe des einen oder anderen Buches oder Comics mehr zahlen, nur weil irgend ein Autor darin unterschrieben hat. Autogramme sind für mich nur von Bedeutung, wenn ich sie selbst erhalten habe.

Das Buch zeigt die Unterschriften von -zig mehr oder weniger bekannten Persönlichkeiten.Das ist recht interessant, aber ich bin wohl kaum der Mensch, für den das Buch entworfen wurde.


L. Frank Baum

Der Zauberer Oz

The wizard of Oz (1900)
Ravensburger (1978)
15. Mai 1856 - 6. Mai 1919
Mit Zeichnungen von Frans Haacken.

Baum
Dorothy wird von einem Wirbelsturm nach Oz getragen. Mit einigen neu gewonnenen Freunden sucht sie den Zauberer von Oz, der ihr die Rückkehr nach Hause ermöglichen soll.

Vielleicht DAS amerikanische Märchen schlechthin.

Es gibt eine hervorragende Verfilmung (mit Judy Garland, wer kann Over the rainbow vergessen?), alle anderen Versuche der Verfilmung halten einem Vergleich nicht stand. Der Film wird aus gutem Grund immer und immer wieder gezeigt (und immer und immer wieder angeschaut).

Eine Comic-Fassung von Roy Thomas und John Buscema (als erste Co-Produktion von Marvel und DC) hält sich sehr eng an den Film, ist heute, im Zeitalter von Videorecordern aber überflüssig.


Wolf-Rüdiger Baumann & Gustav Fochler-Hauke

Biographien zur Zeitgeschichte seit 1945

Biographien zur Zeitgeschichte seit 1945 (1983)
Fischer (1985)
Akualisierte und erweiterte Neuauflage.

Manche Bücher sollten in jedem Haushalt stehen. Dieses gehörte - früher - dazu. Inzwischen findet man wohl über jeden wichtigen und so manchen unwichtigen (wie den Autor dieser Homepage) Menschen etwas im Internet. Daß solch ein Buch schon bei Erscheinen veraltet ist, hat es mit jedem gedruckten Nachschlagewerk gemeinsam. Trotzdem - ich benutze zur Recherche lieber Bücher als das Internet, wo man doch nie das findet, was man sucht.


Peter Baumann & Gottfried Kirchner

Terra-X: Rätsel alter Weltkulturen

Terra-X: Rätsel alter Weltkulturen (1983)
Umschau (1987)
Buch zur Fernsehserie, die sich inzwischen weit von ihren Wurzeln entfernt hat, aber immer noch attraktiv ist.

Peter Baumann
* 1939
Mehr von Gottfried Kirchner.

Peter Baumann, Gottfried Kirchner: Terra-X vergrößern
Es geht um die Südsee und um Mittelamerika. Baumann und Kirchner werfen Blicke auf hierzulande kaum beachtete Kulturen und bringen sie dem Leser sorgsam näher. Lieblingsgegner der beiden ist Erich von Däniken, an dem sie immer wieder kein gutes Haar lassen.














Walter Baumgärtel

Unter Gorillas - Erlebnisse auf freier Wildbahn

Unter Gorillas - Erlebnisse auf freier Wildbahn (1977)
Fischer (1979)
Walter Baumgärtel
*1902 in Leipzig.

Baumgärtel
Baumgärtel unterhielt ein Hotel in Uganda, das für viele Wissenschaftler, darunter Bernhard Grzimek und Dian Fossey bei ihren Gorillabeobachtungen das inoffizielle Hauptquartier war. Baumgärtel ist ein aufmerksamer Beobachter, der hier seinen eigenen Bericht über das Leben der Gorillas abliefert.


Rolf und Alexandra Becker

Dickie Dick Dickens

Dickie Dick Dickens (1959)
DTV (1984)
Buch zur Hörspielreihe.

Es ist lange her, daß das Hörspiel im Radio richtig zur Geltung kam. Inzwischen verkaufen sich einige Produktionen recht gut, aber tatsächlich dürfte es sich nur um eine Randerscheinung handeln. Sehen wir den Tatsachen ins Auge: Das Hörspiel ist tot.

Von wegen.

Das Hörspiel hat mehr Fans, als man für möglich hält. Einige Internetseiten bieten alte Tonbandmitschnitte zum Download an, aber die meist bei Yahoo abgelegten Teile, sind nur sporadisch wirklich zu erreichen. Es ist schade, daß die öffentlich-rechtlichen Sender ihre Archive nicht der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Zu den Perlen des Kriminal-Hörspiels gehört sicher Dickie Dick Dickens (den Namen kenne ich aus einer weiteren Hörspiel-Reihe der Beckers, nämlich Die Experten (u.a. mit Rainer Basedow und Luise Martini)).

Wie diese ist Dickie Dick Dickens ein Verbrecher - aber was für einer. Für jede Menge Humor ist gesorgt.


Samuel Beckett

Warten auf Godot

Waiting for Godot (1952)
Suhrkamp (1971)
Das Stück wird hier nicht nur auf deutsch sondern auch noch auf englisch und französisch präsentiert.

Ziemlich verwirrend, aber auch interessant. Bislang habe ich es noch nicht im Theater gesehen, aber ich kann mir vorstellen, was heutige, sogenannte moderne Regisseure daraus machen. Dieses Stück verlangt unbedingt gute Schauspieler.


Harriet Beecher-Stowe

Onkel Toms Hütte

Uncle Toms Cabin (1852)
Ueberreuter (1977)
Vielleicht die einflußreichste Autorin des 19. Jahrhunderts.

Der Sklave Tom wird an einen skrupellosen Sklavenhändler verkauft. Im Lauf der nächsten Jahre durchleidet er das Schicksal vieler Sklaven, verliert in all seinem Unglück aber nie seinen Glauben an Gott.

Auch wenn es heute so angesehen wird, ist es kein Kinderbuch sondern ein politischer Roman, dem die Süßlichkeit der zahlreichen Verfilmungen völlig abgeht.

Die originellste Bearbeitung ist für mich im Musical The King and I zu finden, wo Kinder den Inhalt des Romans nach Siam transponieren.

Comic-Fassung bei Bastei.


Lawrence Beesley

Titanic

The loss of the SS.Titanic (1912)
Goldmann (1998)
Übersetzung und Ergänzungen von Rolf-Werner Baak.

Die Geschichte der Titanic hat mich schon lange vor dem James Cameron-Film interessiert (übrigens der einzige Film, in dem ich Leonardo de Caprio nicht fehl am Platz fand. Ich erinnere mich mit Grausen daran, daß er praktisch im Alleingang eine gar nicht mal so schlechte Soap ruinierte. Für mich ist er einer der am meisten überschätzten Schauspieler überhaupt), sogar noch vor dem Auffinden Robert Ballard.

Ein faszinierendes Buch, das kurz nach der Katastrophe von einem der Überlebenden geschrieben wurde. Es ist erschreckend, wenn man ständig liest "Diesen oder jenen habe ich nie wieder gesehen." In anderen Büchern wird gern aus diesem Augenzeugenbericht zitiert, auch der Film (genau wie andere vorher) bedient sich tüchtig Beesleys Beobachtungen.

Diesem Buch fehlt leider eine ordentliche Bebilderung. Es gibt eine Hardcover-Ausgabe, aber sind die 12 s/w-Bilder den großen Aufpreis wert? Der Text gehört von Dutzenden Bildern eingerahmt.

Baak führt in einem Register auf, wann z.B. der zweite Offizier gestorben ist. Zu Beesley fehlen jedoch alle biographischen Angaben. Schade.
Siehe zu diesem Thema auch die Bücher von Walter Lord, Tom Kuntz und John P. Eaton und Charles A. Haas.


Seite gestartet am 20.10.1999